zeigt eine interessante Entwicklung: Vielleicht wird es ähnlich wie Anfang der 90'er laufen, wo der Golfkrieg für einen Sprung in Ölpreis sorgte. Anschließend wurde er auf Normalniveau 10-15 zurückgestutzt und blieb dort 8 Jahre lang.
Die Rohstoffhausse ab 2003 ist zweifelsohne auf die Blasenbildung im Finanzsektor zurückzuführen, die zu einem Boom auch beim Energieverbrauch führte. Die Boomzeiten sind bis auf weiteres vorbei, daher ist nicht mit einem deutlich Anziehen des Ölpreises zu rechnen, lediglich mit einem technischen Rebound.
Zudem steht den Ölförderländern das Wasser bis zum Hals: Die Saudis & Co haben sich an einem - parasitären - exorbitanten Lebensstil gewöhnt (Dubai läßt grüßen). Parasitär deshalb, weil das seitens der Notenbanken ins System gepumpte Geld quasi direkt in deren Taschen geflossen ist. Das ist erstmal vorbei. Doch wie das so ist, wenn man sich an ein Leben in Saus und Braus gewöhnt hat: Man kommt nicht mehr so schnell davon runter (Zudem drohen in Russland/Venezuela usw. soziale Unruhen). Daher MÜSSEN die Ölförderländer immer mehr Öl fördern, um bei einem sinkenden Preis denselben Erlös wie vorher zu erzielen. Eine Spirale nach unten, die erst durchbrochen wird, wenn die Pumpen auf Maximum fördern.
Der Ölmarkt hat das natürlich durchschaut, daher reagiert er auf die Ankündigung der OPEC, die Förderquote zu drosseln, nur noch mit Gelächter, sprich sinkenden Kursen.
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