'off topic'

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neuester Beitrag: 21.01.21 17:00
eröffnet am: 24.09.20 11:30 von: Fillorkill Anzahl Beiträge: 944
neuester Beitrag: 21.01.21 17:00 von: yurx Leser gesamt: 31260
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24.09.20 11:30
15

51273 Postings, 4613 Tage Fillorkill'off topic'

Off Topic Threads verfolgen bekanntlich zwar auch Topics, nur ergeben die sich erst aus dem konkreten Diskursverlauf. Es wird also kein Topic bei Eröffnung vorgegeben, man fluktuiert vielmehr entlang des jeweiligen Gesprächbedarfes. Eben deshalb wird dieser Thread auch im 'Talk' angelegt und eben deshalb steht 'off topic' auch in Gänsefüsschen. Ich greife damit eine vielverprechende Idee von Akhenate auf, die heute leider von JBO aus dem Verkehr gezogen wurde. Das letzte in seinem nun geschlossenen Thread behandelte Topic war sagen wir mal  'die kulturelle Bedingheit amtlicher und pseudoamtlicher Sprachregelungen' . Ist 'for free' !
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relativism is vulgar materialism, thought disturbs the business
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918 Postings ausgeblendet.

16.01.21 19:39

10316 Postings, 1293 Tage goldikFalscher Thread?

16.01.21 19:47
2

50588 Postings, 3732 Tage boersalinoEs gibt nichts Falsches im Richtigen &

"Es gibt kein richtiges Leben im falschen."  

16.01.21 19:48
1

2152 Postings, 1096 Tage yurxQuantas

Du bezeichnest dich selber als Schweizer. Isst Sauerkraut und schaust deutschen Fussball. Für mich bist du kein Schweizer, solange du mich aussperrst aus deinen Fäden. Sei dankbar. Die Schweiz hat auch ihre Schattenseiten. Ich habe auch für und mit Banken gearbeitet, das sind aber auch Menschen, denen ich begegnet bin, keine Monster.

Ich habe das Thema der Banken selber kritisch thematisiert. Und kann, muss damit leben.
Es gibt grössere Übel und kleinere. Das Paradies gibt es nicht und den perfekten Menschen oder die perfekte Gesellschaft auch nicht.
Die Nazis waren das Schlimmste. Nicht die Banken, welche davon profitiert haben. Ist verwerflich, aber die Verbrechern der Nazis lassen sich damit nicht vernichten, verharmlosen. Oder? Sind nun die Schwezer schuld ? Wandere zurück! Oder? Ach, ein Missverständnis ?  

16.01.21 19:55
3

1946 Postings, 6221 Tage sue.vi#920

nein.
meine -  Info  -passt zu #911 Susanne Menzel-Riedl (Gastautorin)
Ihr Argument ist         - Zahlen sind relevant -


Während positiv getesteten Personen nun tatsächlich nicht alle krank sind, wird aus dieser beschreibenden Prämisse die falsche Conclusio gezogen, nämlich die, dass die Zahlen irrelevant seien.

Ein gefährliches Spiel, dem wir mit unanfechtbaren wissenschaftlichen Standards und einer klaren Wissenschaftskommunikation entgegentreten müssen.  

16.01.21 20:01

10316 Postings, 1293 Tage goldik#919 Ist ok, denke, das hätte auch gut ins Nanorep

ro- Forum gepasst.....  

16.01.21 20:08
1

1946 Postings, 6221 Tage sue.vi.

unanfechtbare  wissenschaftliche Standards  sind primordial  und unverzichtbar

Sie beduerfen   - allerdings -    des dazu noetigen Kapitaleinsatzes

 

16.01.21 20:32
1

1946 Postings, 6221 Tage sue.vi..20:08


Sie beduerfen   - allerdings -    unter anderem   des dazu noetigen Kapitaleinsatzes  
muss es heissen  ...



 

16.01.21 20:36
3

1141 Postings, 309 Tage Fritz PommesFeuchtwanger ging nach Frankreich

ins Exil, weil er sich (nach Angaben seiner Ehefrau) vergeblich mühte, eine Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz zu bekommen. Und zwar ungeachtet seiner Einkommensverhältnisse.

Man lese einfach mal Feuchtwangers "Erfolg" - ein Buch aus seiner Münchner Zeit.  

Thomas Mann lebte gleichzeitig mit Feuchtwanger in München; war dennoch mit seiner Familie in der Schweiz willkommen.

F.P.



 

17.01.21 08:30
1

2152 Postings, 1096 Tage yurxFritz Pommes

Ok. Er bekam kein Asyl in der Schweiz.
Bekam er welches in Deutschland?.....
Blöde Frage.

Was soll ich denn denken dazu?
Wie gemein das doch war, dass die Schweiz nicht auch besetzt wurde?
Die Schweizer Juden nicht auch vergast wurden. Die Schweiz nicht auch mitgemacht hat.
Das wäre vielleicht einfacher zu verstehen für Deutsche. Die Opferrolle. Aber es war nicht so.

Auch wenn man viele nicht gerettet hat, vor dem diesem Wahnsinn, blieb man hier verschont von diesem.
Dafür muss ich mich ja kaum rechtfertigen. Auch nicht weshalb Feuchtwanger fliehen musste. Kannst du das erklären oder rechtfertigen?

Juden wurden nicht mehr aufgenommen, es wären Millionen gewesen. Die Schweiz hatte keine Verbündeten, ausser die Nachbarländer.
Deutschland, Italien, Österreich, Frankreich. Keinen Meerzugang. Grossteils karges Land. Keine Bodenschätze, keine Kolonien. Ein armes Land während hunderten von Jahren. Die Juden waren da auch nicht so beliebt.  

17.01.21 13:47
1

1141 Postings, 309 Tage Fritz PommesDeine Unterstellungen

sind dermassen absurd, dass es wenig Sinn macht, im Einzelnen darauf einzugehen.

Schon die Eingangsfrage ist nur abwegig (Bekam denn Feuchtwanger Asyl in Deutschland? Er war deutscher Staatsbürger!)

Der Rest deines posts # 928 erinnert fatal an eine Diskussion, die wir seit 2015 auch in Deutschland führen und die sinngemäss fordert, Flüchtlinge auf dem Meer ersaufen zu lassen, anstatt sie zu retten.

Und eine solche Diskussion lasse ich mir nicht "unterschieben".
Auch nicht von yurx.

Mit freundlichen Grüssen
F.P.  

17.01.21 16:23
2

2152 Postings, 1096 Tage yurxFritz Pommes

Die Diskussion um die Juden, welche die Schweiz nicht aufgenommen hat, ist halt etwas lächerlich, wenn sie von Deutschen geführt werden wollen. Findest du nicht? Ich finde das jeweils geradezu peinlich.

Weil es den Eindruck macht, man übersieht dabei was in Deutschland geschah und weshalb die Juden fliehen wollten. Da kann man daran erinnern, dass die Schweiz schuld daran ist, diese nicht alle aufgenommen zu haben. Deshalb sind sie dann umgebracht worden.

1996 wurde eine Kommission beauftragt das alles zu untersuchen, der Bericht ist sehr kritisch und kein Ruhmesblatt für die damalige Politik. Es gab auch in der Regierung Leute, die einen Anschluss an das Nazireich anstrebten. Doch ist das nicht geschehen. Die Stimmung hätte aber kippen können.

Ich verteidige die Schweiz insofern, weil ich froh bin, dass das nicht geschah. All die unschönen Dinge sind mir aber schon bewusst.

Sorry für meinen etwas zynischen Stil. Aber du wolltest ja was . Erinnern an Feuchtwanger und daran, dass er kann Asyl bekam. Nicht daran, weshalb er es gebraucht hätte.

 

17.01.21 17:18
2

1946 Postings, 6221 Tage sue.vi.

The Évian Conference
was convened 6?15 July 1938 at Évian-les-Bains, France, to address the problem ...  

18.01.21 09:28
2

2152 Postings, 1096 Tage yurx1000 jähriges Reich

Es dauerte nur 12 Jahre. Eine kurze Zeit kann eine Ewigkeit sein und die Welt für immer verändern.
Ich habe zwei ehemalige KZs besucht. Die ganze Geschichte ist derart abgründig, dass man es kaum begreifen kann, wie solche destruktive Energien freigesetzt werden konnten. Doch gab es einen Vorgeschichte. Ein verlorener Krieg, Demütigung durch die Siegermächte, Armut, Hunger, Chaos und Hoffnungslosigkeit. Das hätte auch in anderen Ländern passieren können. Kollektive Verzweiflung und Massenwahn sind nicht weit auseinander. Antisemitismus gab es in vielen Ländern. Grössenwahn und der Wille die Welt zu unterwerfen als kollektiver Massenrausch mit den Juden als gemeinsames Feindbild setzten unglaubliche Kräfte frei. In kurzer Zeit wurde Europa überrannt und besetzt. Alles angekündigt von Hitler in "mein Kampf" und seinen Reden. Das sind keine schönen Tatsachen und vielleicht niemand kann von sich mit Gewissheit sagen, wie man selber in so einer Welt gedacht, gefühlt und gehandelt hätte. "Das Böse" hat jeder Mensch in sich, wenn es staatlich legitimiert, gepredigt und gefördert wird, wer kann sich dem entziehen?

Dass die Schweiz, umzingelt von diesem Reich, unbeschadet blieb, hatte sicher auch viele Gründe, die nicht alle ehrenvoll sind. Die Vorstellung man hätte im grossen Stil Juden aufnehmen können reklamiert eine moralische Überlegenheit aus der heutigen Perspektive. Was mich schon oft nervte, wenn man das den unglaublichen Verbrechen der Nazis fast gleich stellen will. Die Diskussion wurde und wird auch in der Schweiz geführt, es gab Filme, Bücher, Artikel, Fernsehsendungen dazu.

Wie das aber realistisch umsetzbar gewesen wäre inmitten eines Reiches, welches bewiesen hat, dass es jedes Land angreifen wollte und konnte, dass sich den Plänen der Vernichtung der Juden in den Weg stellte und von dem man auch abhängig war, man konnte sich nie ganz selber versorgen und ernähren, trotz "Anbauschlacht" und Rationierung von Lebensmitteln und Energie und anderen Dingen.

Also will man Szenarien realistisch durchdenken, was passiert wäre wenn man heldenhaft und selbstlos die Grenzen offen gehalten hätte für fliehende Juden aus halb Europa, kommt man kaum zu einem guten Ausgang. Deshalb nervt es mich, wenn gerade Leute aus Deutschland, auch selbst angesichts der eigenen Geschichte, eine moralische Überlegenheit markieren bei diesem Thema.

 

19.01.21 08:57
2

2152 Postings, 1096 Tage yurx"Mitschuld"

Die Schweiz als "Mittäter" der Nazis, das will ich doch auch noch beifügen zu dem Thema, um es nicht einseitig beschrieben zu haben.

Die Schweiz ging diverse Kooperationen mit Nazideutschland und den Achsenmächten ein, es gab aber auch keine Alternativen, um an Rohstoffe und Nahrungsmittel zu kommen, ua. wurde von besetzten Ländern gestohlenes Gold über die Schweiz verkauft, es wurden aber auch Eisenbahnwägen mit Juden aus Frankreich durch die Schweiz gelassen, es wurden ua. Waffen und Munition an Deutschland verkauft, auch soll einmal ein grösserer Staats-Kredit an das Nazi-Reich geflossen sein.

Hitler und Hess besuchten 1923 die Schweiz und den Korpskommandant Wille, der bei Kriegsausbruch der Oberbefehlshaber der Armee werden wollte, es aber nicht wurde, auch weil er weiter Kontakte zu Hess pflegte. Bei diesem Besuch sollen grössere Spenden von reichen Leuten an Hitler vermittelt worden sein.

Die Banken (nicht der Staat) haben dann auch Vermögen von umgebrachten Juden gestohlen, mussten dann viel später Milliarden an den jüdischen Weltkongress bezahlen, es wurden auch gestohlene Kunstwerke über die und in der Schweiz verkauft, gehandelt.

Also unschuldig ist die Schweiz nicht durch diese Zeit gekommen und das wurde auch lange verdrängt.
Doch wurde die Nazi-Ideologie nicht zur offiziellen Staatsideologie und es gab auch viele Gegner, die das auch in verschiedener Form äusserten und das konnten.  

19.01.21 10:43
2

1141 Postings, 309 Tage Fritz Pommesyurx: Danke für das post # 932


... das mir dabei hilft, grosszügiger mit der Schweizer Rolle während des Naziregimes umzugehen.  

19.01.21 10:53

1141 Postings, 309 Tage Fritz PommesBerichtigung für yurx: Post # 933 war gemeint

19.01.21 20:38
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2152 Postings, 1096 Tage yurxVerschwörungstheorie?

Wäre Ulrich Wille zum General und Oberbefehlshaber der Armee geworden, wäre das ev. einem von langer Hand geplanten Putsch gleichgekommen, von Deutschen Agenten eingefädelt und eine Verschwörung von führenden Personen in der Armee und Politik. Es konnte ihm aber kein Landesverat nachgewiesen werden.

Niklaus Meienberg bekam unter Vorspiegelungen falscher Identität einmal Einblick in Briefe der Familienarchive der Familie Wille.

Der Vater, Sohn von Eingewanderten aus Deutschland und verheiratet mit einer deutschen Gräfin, war der General im 1.WK. Laut Meienbergers Recherchen musste er in letzter Minute von Bundesrat auf Eis gelegt werden, da er den deutschen Truppen zu Hilfe eilen wollte. Dies sei der Öffenlichkeit nicht kommuniziert worden, weil man eine Verunsicherung vermeiden wollte.

Die Armee als schwächstes Glied der Demokratie? Denn sie hat keine intern, sondern klare Befehlsketten.

Die eigentlichen Nazis ( Frontenbewegung) in der Schweiz waren eher eine kleine Gruppe, politisch kaum von Bedeutung. In wenigen Städten hatten sie bis zu 10% bei Wahlen. In Schaffhausen bekam mal ein Ständeratskandidat 27%  Im Nationalrat hatten sie aber gerade mal zwei Abgeordnete (von 187). Stärkste Partei war 1938 die SP, gefolgt von FDP und katholischer Volkspartei.

Die Zeitung und Kundgebungen der NSSAP, Teil der Fröntler, wurden 1938 verboten. Nach diversen kriminellen Aktivitäten, mitunter ein Bombenanschlag.

Eine eingereichte Initiative zur Totalrevision der Verfassung scheiterte. Das Ziel der Nazis: einen Führerstaat aus der Schweiz zu machen, in Anlehnung an Deutschland..

Wille Junior nahm schon früh Kontakt zu Hitler auf, seine Tochter heiratete übrigens 1937 Carl Friedrich von Weizsäcker, der während des Krieges am deutschen Uranprojekt arbeitete (Atombombe).

Also hatte der Wille ev. die Fantasie, den Willen zum Führer der Schweiz zu werden und diese einzubinden.?

Meienberger brachte sich später um, nachdem er ua einmal brutal zusammengeschlagen wurde. Sein Buch "Die Welt als Wille und Wahn" war umstritten und Teile des Familienarchives der Willes bis heute der Öffenlichkeit nicht zugänglich.


 

20.01.21 07:51
2

2152 Postings, 1096 Tage yurxFritz Pommes

In Frankreich, Dänemark, Holland, Griechenland, Norwegen, Österreich, Polen, Ungarn, Bulgarien, Tschechien, Belgien, Luxenburg usw. gab es Marrionettenregierungen und die Naziideologie wurde zur Staatsideologie erhoben, zum Gesetz. Es kam zu Gräueltaten, es fielen viele Soldaten in manchen Ländern, junge Männer meist, Eltern verloren ihre Söhne, Familien Verwandte, Freundschaften endeten abrupt und traurig usw., es gab Verhaftungswellen und Denunzieren, Vergewaltigungen von jungen Frauen, Propaganda und Verrat, Menschen verloren ihre Orientierung, es fanden sich überall auch Helfer und die Juden wurden deponiert aus all diesen Ländern und umgebracht.

Danach war nichts mehr so wie vorher.

Was nur gibt es da grosszügig zu sein mit der Rolle der Schweiz für jemanden aus Deutschland? Das fragte ich mich schon öfter. Also verstehe es nicht als Unterstellung oder so. Mich interessiert das, weil ich schon öfter konfrontiert wurde mit dieser Mühe und dem Misstrauen gegenüber der Schweiz diesbezüglich von Deutschen, als wäre es ein Verbrechen, diese Schrecken nicht erlebt zu haben, nicht im historischen Code zu haben, auch keine Juden im Alltag verfolgt und entrechtet zu haben damals.

Wenn es das Ziel sein soll eines Landes die Bevölkerung vor solchen Traumas, Demütigungen und Schrecken, vor Krieg, Zerstörungen und dem Tod zu bewahren, so ist das mit viel Glück gelungen aber auch mit "Egoismus", dass das Wohlergehen der eigenen Bevölkerung in so einer gigantischen Krise und Bedrohung die erste Aufgabe ist, nicht die Welt zu retten, wenn man sich selbst kaum retten kann vor diesem Abgrund und dieser Gewalt.

Deshalb habe ich nicht so grosse Mühe, als Schweizer, mich mit der Rolle der Schweiz in den zwei Weltkriegen zu versöhnen. Etwas Scham und Schande ist schon dabei, da so ein kleines Land sich verbeugen musste dafür, Dinge tun, andere lassen,, was verwerflich sein mag für andere, die aber viel verwerflicheres taten oder durchleben mussten. Sie waren alle Opfer der Naziideologie und deren Rassenlehre und Menschenbildes und deren Gewalt, die zum staatlichen Gesetz wurden und alles andere war kriminell und wurde verfolgt und bedroht.

Ein kleine Stück Europa nur, im Herzen von Europa, übernahm das nicht als Gesellschaftsmodell und hielt diesen staatlichen Terror und Hass draussen. Es drang nicht so in den Alltag der Kinder und weniger in die Seelen der Menschen, als vielleicht irgendwo sonst in Europa.
Ist das nicht gut? Für ganz Europa? Für Deutschland auch, damit müssen du und ich doch grosszügig sein?








 

20.01.21 10:13
3

1141 Postings, 309 Tage Fritz PommesYurx

Mehr als die Schuld der Väter-Generation anzuerkennen,
können diejenigen Deutschen, die in Deutschland und anderswo leben
wohl nicht tun.

Und sich gleichzeitig darum bemühen, das "nie wieder"
in die Tat umzusetzen.

Ob unter Trump oder aktuell im eigenen Land.

Mfg

F.P.


 

21.01.21 13:19

2152 Postings, 1096 Tage yurxDemokratie

Es gibt mAn wohl kein übergeordnetes Anrecht auf Glück und Liebe, auf Geborgenheit und Sicherheit oder Wohlstand, nirgendwo auf der Welt.
Das eigene Schicksal kann man nicht immer erklären und schon gar nicht steuern in was für eine Geschichte man als Mensch hineingeworfen wurde als Kind, auch nicht in welcher Zeit, in welchem Land, mit welchen Voraussetzungen. Da gibt es keine Gerechtigkeit.

Grausamkeit, Demütigungen, Überheblichkeit, Unterdrückung usw, die gibt es überall, wo es Menschen gibt und stecken in jedem drin irgendwo, mehr oder weniger, "Täter" waren selbst oft auch "Opfer", spätestens wenn man ums Überleben kämpfen muss, ist kaum jemand ein Engel. Nur als Gesellschaft, Gemeinschaft kann der Mensch existieren, sich entwickeln, sich verbessern ...aber auch verschlechtern.
Das Streben nach Glück ist meist auch egoistisch, erst recht im Kapitalismus fordert das auch Opfer irgendwo.
Fazit, der Mensch ist kein gutes Wesen, er will das aber sein in der Wahrnehmung von Aussen. Wir sind Herdentiere....

So wurde und wird das immer wieder neu definiert, was denn gut sei. Selbst Hitler oder Stalin sagten kaum von sich, ich bin kein guter Mensch. Sie sagten sogar eher, ich bin ein sehr guter Mensch, vermute ich und glaubten das auch, sonst hätten sie sich geändert. Die Bestätigung bekamen sie ja dann auch jeden Tag von all den A..kriechern, mit denen sie sich umgaben. Macht definiert eben selbst was gut und richtig ist und ist deshalb immer gefährlich.

Demokratie sollte Macht eindämmen und einen Ausgleich schaffen mMn, zwischen den verschiedenen Aspekten und Ansichten, was denn gut und richtig sei als gesellschaftliche Tragfläche, die man gemeinsam teilen will und kann, die man akzeptieren kann, auch wenn sie nicht dem eigenen Ideal entsprechen. Arme und Reiche, Junge und Alte, Gläubige und Ungläubige, Gebildete und Eingebildete, Dumme und Kluge, Glückliche und Unglückliche, Männer und Frauen usw, usw. werden nie alle das Gleiche wollen. Doch die Einsicht, dass man auch profitiert von dem System, in welchem man lebt, darauf auch angewiesen ist, darf nicht kippen. Wenn die Mehrheit sich benachteiligt, ausgenutzt, bedroht, unterdrückt usw. sieht, muss sich etwas ändern, was ja die Demokratie garantieren sollte.

Erschreckend ist für mich, dass der Graben zwischen arm und reich sich in den Demokratien derart weitete und sich gerade jetzt klar weiter weitet. Es werden nun hemmungslos Milliarden und Billionen ausgegeben von der öffentlichen Hand überall, nicht zuletzt auch um den Reichen den Arsch zu retten, was schon in den letzten Jahrzehnten ständig gemacht wurde. Öffentliche Schulden anhäufen, bedeutet die Allgemeinheit und die Jungen zu belasten, weil man nicht genug Steuern eintreiben will oder kann, obwohl die grossen Vermögen in gigantische Dimensionen gestiegen sind. Gerade jetzt brechen die Steuer-Einnahmen wohl überall dramatisch ein, die Börsenkurse kratzt das nicht, im Gegenteil, sie sind ja subventioniert.

Dabei spielt auch die Schweiz gar keine rühmliche Rolle. Die EU setzt nun aber nicht den Druck auf an dieser Stelle, was sie müsste, im Interesse der EU-Bürger, die Pauschalbesteuerung von reichen Ausländern ist eine Katastrophe und konnte leider nicht via Abstimmung abgeschafft werden auf nationaler Ebene, nur kantonalen, da viele kleine Kantone und deren Bewohner das nicht wollten. Bei der Besteuerung der Firmen wurde Druck gemacht von der EU, mit dem Resultat, dass auch da weniger Steuern fliessen werden in Zukunft, nicht dass die zugezogenen Firmen mehr Steuern zu bezahlen hätten.

Die EU setzt aber den Druck ua bei den Löhnen an, beim Lohnschutz und bei den Rechten für zuziehende EU Bürger in der Schweiz, was den Arbeitgebern (also den Reichen) entgegen kommt, nicht den Arbeitnehmern (den Ärmeren).

Die direkte Demokratie ist auch oft egoistisch und so müsste da und dort der Druck auch von Aussen ausgleichend gewisse Dinge korrigieren manchmal. Beim Bankgeheimnis war es die Obama-Regierung, welche dem ein Ende setzte, nicht die EU, sie hat das einfach übersehen, wo man sich fragen muss, in welchem Interesse.

Bei der EU kommt Druck nicht aufgrund von demokratischen Entscheiden des Parlamentes, sondern von der Kommission und somit bei falschen Dingen mAn. Das vorliegende Rahmenabkommen, wurde nicht vom EU-Parlament ausgearbeitet, sondern hauptsächlich von Beamten.
Das ist für mich eine beunruhigende Entwicklung, denn man entfernte sich von demokratischen Prozessen und will sie nicht.
Doch wenn immer mehr EU- Bürger nicht mehr daran glauben, dass die EU ihre Interessen vertritt und nicht die der Konzerne und der Besitzenden, dann kann das übel ausgehen. Die Briten glaubten das schon Mal nicht mehr. Demokratie kann man nicht spielen, man muss daran glauben, dass die Mehrheit nicht dumm oder böse ist. Sonst muss man sie ja unterdrücken. Und das nennt sich Diktatur.


   

21.01.21 14:41
1

1141 Postings, 309 Tage Fritz Pommes# 937 yurx und # 939

Sicher fallen mir für andere Länder (auch) Menschen ein, die mit dem Hitler-Regime kollaboriert haben.
Das ist Vergangenheit, die wir nicht mehr verändern können.

Es geht HEUTE aber darum, eine Wiedernholung zu vermeiden bzw. zu verhindern.
Stalin ist Geschichte.

Orban dagegen lebt und ist massgeblich entscheidend für die Politik seines Landes. Ebenso Kacinsky in Polen.

Die Schweiz hat sich gegen einen Beitritt in die EU entschieden.
Dann tragt auch die Lasten, die Euch daraus entstehen.....

F.P.  

21.01.21 15:42

2152 Postings, 1096 Tage yurxFritz Pommes

Zitat: Orban dagegen lebt und ist massgeblich entscheidend für die Politik seines Landes. Ebenso Kacinsky in Polen.

Ungarn und Polen waren auch von Deutschland besetzt und haben das kaum vergessen.
Die genannten wurden gewählt, die Länder sind in der EU.

Zitat: Dann tragt auch die Lasten, die Euch daraus entstehen....

Oder will Deutschland diese Länder regieren?

Zitat: Es geht HEUTE aber darum, eine Wiederholung zu vermeiden bzw. zu verhindern.

Das denken wohl einige in Polen und Ungarn und anderen Ländern auch.


 

21.01.21 16:21

1141 Postings, 309 Tage Fritz PommesMeine Antwort findest Du


in meinem Post 938  

21.01.21 16:26

2152 Postings, 1096 Tage yurxUngarn

War nicht im eigentlichen Sinne besetzt, gehörte zu den Achsenmächten.
Ist mir erst wieder eingefallen. Bei so vielen damals besetzten Ländern, kann das passieren.
 

21.01.21 17:00
1

2152 Postings, 1096 Tage yurxMoral

Die moralischen Ansprüche welche von einigen gestellt werden an andere Leute und andere Länder, sind mAn manchmal überrissen.
Kompromisse werden keine gemacht in manchen Diskussionen, wenn es um moralische Ansprüche geht. Auch in Talksendungen ist das kaum mehr zu glauben, aber auch sonst. Gestern sah ich einen Kommentar zu Trump (auf ARD oder ZDF), was sich der Kommentator da erlaubte, das war richtige Gehirnwäsche, immerhin handelte es sich um einen einst gewählten Präsidenten der USA, der wurde richtig abgeurteilt als Mensch und Präsident. Dabei ist er ja jetzt nicht mehr im Amt und das ganze abwertende Gelaber überflüssig.

Das ist doch nicht das ariva-Forum, so eine Fernsehanstalt. Ich wunderte mich. Eine gewisse Neutralität wäre da doch angebracht, der Zuschauer kann sich ja selber dann denken, was er will. Doch so ein ÖR-Sender, der ist für alle da, auch für diejenigen, welche Trump nicht so schlecht fanden oder ihn gut fanden.
Die bezahlen mit und das gehört dazu, dass man verschiedener Meinung sein darf in einer Demokratie, auch zu Trump. Meine habe ich hier im Forum schon gepostet, aber das ist nur meine Meinung und ariva nicht ein ÖR-Sender.
 

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