EPI Übernahme - Wir halten zusammen

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neuester Beitrag: 03.08.20 13:26
eröffnet am: 02.05.17 17:36 von: mad-jay Anzahl Beiträge: 9185
neuester Beitrag: 03.08.20 13:26 von: Mogli3 Leser gesamt: 1350773
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02.05.17 17:36
5

600 Postings, 1482 Tage mad-jayEPI Übernahme - Wir halten zusammen

In diesem Thread sammeln wir die Anteile die jeder in die Waagschale werfen möchte.

Bitte dazu einfach nur die Menge kommentieren, ich sammel die Daten und gebe Regelmäßige Zwischenstände ab.

Hier bitte keine weiterführende Diskussion.

Letzter Stand
     Summe 1.485.750
Gesamtaktien 22.735.260§
% Anteil 6,54
Teilnehmer       104§
 
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9159 Postings ausgeblendet.

02.08.20 20:21
1

3980 Postings, 2296 Tage Guru51hal

zu deinem letzten satz.
ursprünlich war eine vergütung von rd.  40 usd für die labore unterstellt.
tatsächlich erhalten die labore nunmehr rd. 90 usd.
somit eine steigerung von rd. 50 usd.

diese 50 usd sind schlicht und einfach   " verdeckte werbungskosten  ".

und mit jedem verkauften test erhöht sich der gewinn deutlich.

was werden die sich reinknien !!



 

02.08.20 21:31

15 Postings, 1041 Tage philojoephus@ Mogli3: Philo... 01.08.2020 22:10 #9131

@ Mogli3: Philo... 01.08.2020 22:10 #9131

>> Bei so viel Arbeit hoffe ich dass du noch investiert bist.
Ja, bin ich. Und bei dem Kursanstieg ist die Position auch wieder in den sichtbaren Bereich des Depots emporgeklettert :-).

>> Diesmal wird es das erste Mal klappen, die Voraussetzungen sind einfach andere als bei der FDA
>> oder der ACS. Die CMS prüft etwas näher bevor sie einen 9-monatigen Prozess anfangen. Und wenn
>> von 67 Kommentaren nur ein einziger wirklich negativ ist ( ein Übergangener aus 2014!), dann
>> können sie praktisch nicht anders. Immerhin waren die ganzen Koryphäen in diesem Sektor darunter.
>> Und ein zweites Mal wird es eher nicht geben trotz Einsprachemöglichkeit.
Dein Wort in Gottes Ohr. Hört sich schlüssig an. Hat sich aber immer vorher schlüssig angehört und kam hinterher leider immer anders.

Mogli3: Aus WO 02.08.2020 11:09 #9141
>> Offen ist was Polymedco bekommt. Im alten Vertrag waren das um die 30-35$ pro Test.
Sorry, aber das stimmt nicht. Da waren keine festen Beträge ausgemacht worden, sondern es gab ein Profitsharingagreement. Je nach Verkaufspreis für den Test, hätte Polymedco mehr oder weniger bekommen.
Wie die Konditionen gemäß dem alten Vertrag waren, wird in den Präsentation vom Januar 2015 S. 17 und März 2015 S. 17 deutlich. Von den Einnahmen, die Polymedco als Vertriebspartner von Epigenomics in den USA von den Laboren erhält (in den Grafiken wurden 75-90 USD pro verkauften Test angenommen) bezahlt Polymedco an Epigenomics erstmal die Herstellungskosten für den Test (COGS = cost of goods sold bzw. ?Epigenomics supplies Epi proColon® in bulk ex-factory direct cost of goods? to Polymedco). Und was dann übrig bleibt, wäre zwischen beiden Partnern hälftig geteilt worden (?50% gross profit share?).

Schade das wir uns dieses Jahr nicht gesehen haben.

Ich drücke uns die Daumen.

Bleib gesund.

MfG J:)E
 
Angehängte Grafik:
epipr__s2015_01.jpg (verkleinert auf 31%) vergrößern
epipr__s2015_01.jpg

02.08.20 21:32

15 Postings, 1041 Tage philojoephushier noch die zweite Grafik

 
Angehängte Grafik:
epipr__s2015_03.jpg (verkleinert auf 31%) vergrößern
epipr__s2015_03.jpg

02.08.20 21:48
4

15 Postings, 1041 Tage philojoephus@ Guru51

@ Guru51: philojoehus 02.08.2020 13:16 #9144
>> was ist so bemerkenswert oder gar zu kritisieren wenn gh in einer frage/antwort runde über eine
>> stunde 27 mal  "letzten endes"  und 17 mal (oder mehr)  "im wesentlichen"   sagt.
Ich fand das ungewöhnlich und deshalb habe ich es erwähnt. Leider bin ich kein Sprachprofessor und kann Dir daher nicht sagen, ob es eine besondere Bedeutung hat. Ich hatte gehofft, jemand anderes kann etwas dazu sagen.

@ Guru51: mogli 02.08.2020 09:57 #9137
>> insbesondere durch den  deutlichen hinweis von gh in derm interview auf die sehr wichtige
>> rolle der labore ( siehe einen beitrag von hal in den letzten tagen ) bei einem möglichen markteintritt.
Sorry, Guru, aber diesen Vorteil hat Greg auch schon vor zwei Jahren erklärt. Das ist keine neue Information.

@ Guru51: thian 01.08.2020 16:02 #9110
>> im hinblick auf die positive wirkung der labore sind zukünftig keine umfangreichen werbungskosten
>> mehr erforderlich.
Greg hat früher angedeutet, dass sie Awareness bei den Patienten brauchen, damit die ihren Arzt auf den Test ansprechen. Dafür sind Werbekampagnen nötig.
In dem Webinar war die Rede davon, dass Cologuard die einzige Marke in dem Bereich der Darmkrebsvorsorge ist und das Epi ProColon die zweite Marke sein wird (siehe: ?But yes, we will be the only other truly branded non-invasive product out there.?) Kennst Du eine Marke, die keine gewachsene Geschichte hat und ohne Werbung in den USA zur Marke wurde?


@ Guru51: thian 01.08.2020 16:02 #9110
>>im nächsten jahr wird die grenze für die, die den test machen dürfen,  auf 45 jahre reduziert. dann
>> reden wir von 50 mio patienten, die den test verweigern.
Wie viele der 50 Mio. Patienten sind Medicare versichert? Nur für die gäbe es bei positiven CMS-Bescheid eine Erstattung. Ehrlich gesagt, kann ich Dir nicht mehr im Detail darstellen, wer in den USA wie versichert ist. Aber wenn ich mich recht erinnere beginnt Medicare ab dem 65. Lebensjahr. Davor ist man privat versichert. Für diese Versicherten müssen erst Erstattungsverträge mit den Versicherungen abgeschlossen werden. Ich glaube, das machen die Labore und nicht Epi. Trotzdem dauert es eine Weile. Wenn ich mich recht erinnere hat Exas damals 1,5 Jahre gebraucht, bis sie bei den privat Versicherten 50 % der potenziellen Patienten eine Erstattung erreicht hatten. Die von den privaten Versicherungen gezahlten Erstattungspreise orientieren sich am CMS-Erstattungspreis, können davon aber auch deutlich abweichen. Ich bin mir sicher, dass das andere hier besser wissen als ich.

Und auch die 192 USD Erstattung von Medicare sind nicht in Stein gemeißelt. Wenn ich mich richtig erinnere gilt der Preis für drei Jahre und dann wird neu geschaut. 1,5 Jahre dieser Zeit sind bereits rum.

>> zu deiner kritik an der 1 mrd. alles sehr grob und sehr konservativ gerechnet.
>> für dich unterstelle ich 2 mio test pro anno. der gewinn für epi beläuft sich auf 50 usd pro test. dazu
>> gibt es eine reihe von früheren rechnungen. (eigentlich sind es 50 euro, das vergessen wir mal).
>> 50 usd mal 2 mio tests = 100 mio usd.
>> bei einem kursgewinnfaktor von 8 errechnet sich eine marktkapitalisierung von 800 mio usd.
>> teile ich diesen wert  durch  51,8 mio aktien ergibt sich ein kurs von rd. 15,50 usd.
Also wenn Du mit klassischen Bewertungsmethoden argumentierst, dann ist das eher nicht konservativ gerechnet. Ein KGV unterstellt, dass Du Dein investiertes Geld in 8 Jahren zurück verdient hast. Wieso in 8 Jahren? Greg sagt in dem Webinar leider ganz deutlich, dass die Patente noch bis 2025 laufen. Das sind fünf Jahre nicht acht. Der Vorstand gesagt, dass die Verlängerung möglich ist - für ein paar Jahre. Wie das genau funktionieren soll, wollte der Vorstand auf der 2019er HV nicht beantworten. Gibt es seit dem neuere Informationen zu dem Thema?

Selbst 10 Jahre sind ein sehr kurzer Zeitraum, um das investierte Geld zurückzuverdienen. Epi läuft die Zeit davon!
Ich glaube: Wer sagt, dass Epi ein, zwei, drei KEs und dann die Kommerzialisierung selbst machen soll, der träumt! Die Zeit reicht einfach nicht, um nach einer längeren Aufbauphase in der dann noch verbleibenden Zeit das investierte Geld zurückverdienen.
Meiner Meinung nach wäre es für die Investoren das Beste, wenn nach der Erstattungszusage möglichst schnell, sehr viele Tests verkauft werden. Das kann sicher ein großes Unternehmen aus dem Bereich mit viel Erfahrung, Geld und bestehenden Vertriebssystemen viel besser als Epi.
Je nachdem, wie schnell man auf ein, zwei oder drei Mio. Tests im Jahr kommt, kann man vielleicht mehrere 100 Mio. Euro Umsatz machen. Aber eben nur für ein paar Jahre.
Wie soll man da noch ein Anfangsinvestment (Übernahme) von einer Milliarde Euro rechtfertigen?

All diese Fragen weisen auf ein Problem hin, das mich schon länger stört. Es gibt von Epi eine mega detaillierte Grafik, wie der Weg zur Kostenerstattung ist. Aber wenn man wissen will, wie die Kommerzialisierung im Anschluss laufen soll, bekommt man vom Vorstand nur extrem dünne Antworten. Eigentlich gar keine. Weder zu den Kosten, noch wie es konkret laufen soll, noch wie schnell man wie viele Tests verkaufen kann oder wie lange man noch Geld verdienen kann etc. All die Informationen, die man bräuchte, um wirklich mal zu berechnen, was das Unternehmen wert ist.
Wenn Greg wirklich Recht hat und es in weniger als 30 Tagen einen positiven Bescheid gibt, sollte er dann nicht in der Lage sein, auch die nächsten Schritte gut dokumentieren zu können. Damit die Aktionäre die Aussichten einschätzen können?
Aber das macht er nicht. Kann er vermutlich auch nicht. Denn wenn ich das richtig verstanden habe, hat er selbst noch keine Kommerzialisierung gemacht. In dem Webinar wurde deutlich, dass seine Vorgängerfirma (Third Wave) sogar schon verkauft wurde, bevor der entwickelte Test überhaupt die Zulassung erhalten hatte. Die Kommerzialisierung hat dann die übernehmende Firma (Hologic) gemacht.
Ich frage mich daher ob es überhaupt einen Plan B (=Kommerzialisierung) gibt und ob Greg den wirklich glaubhaft vermitteln könnte? Gemessen am dem, was ich bisher dazu vom Vorstand gehört habe, würde ich sagen: Nein.

@ HAL2016: ich muss Thian und Philo 02.08.2020 12:19 #9143

>> wenn ein ehemals Screening Verweigerer ProColon nimmt und positiv getestet wird muss er zu
>> Koloskopie (darf er danach zurück in das ProColon System?)
Nein. Noel Doheny, der damalige CEO of Epigenomics U.S.A., hat mir in 2016 erklärt: Wenn der Epitest positiv ist, muss eine Koloskopie zur Abklärung gemacht werden. Wird bei der Koloskopie nichts gefunden, ist der Patient nach den Guidelines für 10 Jahre raus aus dem Testsystem, denn er gilt ja als "screened". Er ist also für Epi als Kunde für 10 Jahre verloren, denn Epis Test nur für Screenverweigerer zugelassen.  Und wenn was gefunden wurde (kommt drauf an was), muss er schon nach wenigen Jahren wieder zur Koloskopie (auch dann ist er für Epi als Kunde verloren).

Ich hätte mich sehr gefreut, wenn wir uns wieder in Berlin gesehen hätten.

Bleibt gesund.

MfG J:)E
 

02.08.20 22:00

3980 Postings, 2296 Tage Guru51philo


schau mal bitte.
hatte dir heute nachmittag eine bm geschickt.  

02.08.20 22:11

1960 Postings, 1652 Tage HFreezerPhilo


NEIN!!!

Definitiv ist der Patient nicht für 10 Jahre für EPI raus, wenn eine Darmspiegelung nichts gefunden hat.

Die Frage ist, wie viele Menschen im „Intervall“ den EPi-Bluttest machen lassen.......einfach weil es angenehmer und weniger belastend ist.

Vllt auf „Selbstzahlerbasis“

Das werden mittel-bis langfristig eben nicht nur die Ungescreenten sein

EPiproColon muß nur erst einmal bekannt werden.......nach hoffentlich guten Nachrichten am 28.8. und 28.11.
 

02.08.20 22:19

1873 Postings, 1492 Tage Mogli3Philo

Ja du hast natürlich recht bei Polymedco. Ich habe mich da einfach falsch ausgedrückt. Vertraglich festgelegt war eine prozentuale Aufteilung weil der Preis stand damals ja gar nicht fest und änderte sich auch mehrmals, von 140 zu Taapken Zeiten auf 110 dann sogar 84 und dann am Schluss 192. Meine Rechnung hat einfach die verschiedenen Preise beim jeweiligen Vertragszustand beinhaltet. Den jetzigen Vertrag haben wir ja nicht gelesen aber da die 192$ feststehen wird auch der Anteil von Polymedco festgelegt sein und in der Größenordnung meiner Annahme liegen.  

02.08.20 22:40
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3980 Postings, 2296 Tage Guru51philo


zwei punkte sind mir vorab wichtig:

1. labore
erst vor einem jahr wurde auf der HV der neue preisanteil  von rd 90 usd genannt.
insoweit ist dein verweis auf die aussage von gh vor zwei jahren überholt.
nunmehr haben die labore einen deutlich höheren anreiz procolon in den markt zu bringen.

2. rechnungen
wir können uns darüber unterhalten welcher kursgewinnfaktor anzuwenden ist.
4 ,6, oder 8.
einen deiner ansicht nach zu hohen fakor gleiche ich aus indem nur 2 mio verkaufte tests ansetze.
auch bin ich großzügig mit dem ansatz von dollar und euro umgegangen.

ich bleibe bei meiner aussage:  eine vorsichtige rechnung.




 

02.08.20 22:53
2

1873 Postings, 1492 Tage Mogli3Marketing

Exas hat geschätzt über 500 Mio an TV-Werbung ausgegeben. Dies u.a. deshalb weil sie alles in eigenen Laboren macht und so das amerikanische Labor-Netzwerk nicht nutzen kann. Ich habe wie schon erwähnt diese Spots gesehen, lief reihenweise auf allen großen Kanälen. Ich fand ihn ziemlich dämlich nicht weil ich pro Epi bin sondern weil er es war. Ich kann mir da ein Urteil erlauben weil ich selbst verschiedene Prävention-Werbespots verantwortet habe, einer zB mit Roger Moore alias James Bond in einem Spot für die Einstellung von Skibindungen, gedreht in Zermatt. Der Erfolg des Spots von Exas ist ja sehr mäßig, wundert mich nicht. Es rennt keiner zum Arzt nachdem er den Spot gesehen hat und sagt den will ich machen. Der Entscheid für einen Test fällt beim Arzt und sonst nirgends. Und da sind die Labore entscheidet weil die Arbeiten mit den Ärzten zusammen. Ich glaube deswegen nicht dass epi sehr viel Geld in Werbung stecken muss, diese Arbeit machen die Labore für sie. Ich denke dass sie mit 100 Mio sehr weit kommen. Diese 100 Mio werden sie ja nicht auf einen Schlag ausgegeben sondern über Monate. Nach einer Erstattung dürfte es kein großes Problem sein 100 Mio einzusammeln zumal wenn man an die Nasdaq ginge. Philo..., ich teile also deine Sorgen nicht.  

02.08.20 22:55

3980 Postings, 2296 Tage Guru51philo


ganz einfach.
übernimme doch meinen sehr vereinfachten rechengang.
setze den für dich richtigen kursgewinnfaktor und die zu verkaufende menge an tests an.
ferner den gewinn pro test.   und mache bitte alle ansätze in einer währung.

dann vergleichen wir die ergebnisse.
 

03.08.20 09:13

260 Postings, 1189 Tage citus17Philo: begrenztes Patent ist sicherlich ein Punkt

bei der Bewertung der Marktkapitalisierung. Da aber Epi letztes Jahr wohlwissend um dieses Problem dieses Thema aufgegriffen hat, indem Patentanträge für Multiplex-Marker-Panels und verschiedene Markerkombinationen eingereicht wurden, kann die Patentsituation über 2026 hinaus auch noch wieder anders aussehen.  

03.08.20 09:28
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1056 Postings, 1701 Tage HAL2016diskussion

Wir haben jetzt auch mal gegenläufige Meinungen gelesen, auch von dem von mir sehr geschätzten Philo. Sehr gute und saubere Recherche. Aber auch hier gibt natürlich zu jedem Punkt einen Gegenpitch.

Es gibt halt immer pro und contra. So solls ja sein. Ein Beispiel: Den 20 % falsch Positiven stehen ja auch 72% der richtig Negativen gegenüber. Jemand der korrekt richtig negativ getestet wurde, geht ja immer wieder zum Test hin, auch 1x pro Jahr wenn der Rhythmus so erstattet wird. Man muss dazu sagen, dass die gesamte Argumentation durch Epi nur noch mir 1x Jahr funktioniert. Sonst wäre ProColon nicht gleichwertig oder sogar besser als andere Tests.

Also, die die durch positiv Test, egal ob richtig oder falsch zur Koloskopie müssen und dadurch aus dem ProColon Screening rausfallen, werden ja überkompensiert durch die richtig oder auch falsch Negativen. Und das ist die Mehrheit. Jetzt könnte man fragen, ob denn ein richtig Negativer aus T0 ein falsch Positiver in T1 werden kann. Das sind übrigens Fragen, die derzeit die PAS klärt. Die ist in wieviel Jahren fertig?

Zum Thema Auslauf des KernPatents bis 2026 nicht 2025 sagte Garces: einerseits ist es das IP, viel wichtiger ist aber Zulassung und Erstattung. Also auch ein Wettbewerber, der a la Ratiopharm in den Markt will, müsste wohl diese Schritte mit einem Generica machen.  

03.08.20 10:29
2

1873 Postings, 1492 Tage Mogli3Hal

Genau das ist der Punkt betreffend Patenten. Ich wollte das gestern spät abends noch schreiben war aber zu müde. Die Diskussion 2026 ist eine Scheindiskussion. Jeder der die epi-Patente   ab 2026 benutzen will- sofern sie dann überhaupt auslaufen- muss einen Test in Eigenregie entwickeln, damit Studien machen und eine Zulassung und Erstattung dafür haben. Wie lange das dauert wissen wir. Wenn also alles Ruck Zuck ginge, selbst dann wäre vor 2030 kein anderer Test  mit den Epi-Patenten auf dem Markt. Da ist aber ein anderer Wettbewerber mit einem eigenen Test schneller als 2030 auf dem Markt. GH sagte ja 5 Jahre Vorsprung! Also die Patent-Diskussion ist eine Schein-Diskussion.  

03.08.20 10:38
3

1873 Postings, 1492 Tage Mogli3CMS

90%!Wahrscheinlichkeit sagen viele, also einer von zehn Fällen. Was könnte das sein? Die CMS hat vor dem Beginn des Prozesses genau überprüft ob ProColon erstattungsfähig ist oder nicht. Sie haben ja gesagt, die 67 Kommentare sprechen eine deutliche Sprache. Gewinnt die CMS im Laufe des Verfahrens keine neuen Erkenntnisse ist die Erstattung durch. Eine neue Erkenntnis könnte zB sein dass die MS wissenschaftlich nicht verhält, dass man einen Fehler findet der die Tabellen dann anders aussehen lässt. Das könnte dann der eine Fall sein wenn die Harvard das nicht ausräumen könnte. Kam sicher schon vor. Anderseits wäre da sicher bei den Kommentaren jemand damit aufgetreten oder hätte im Wissenschaftsjournal einen Gegenartikel geschrieben. War nicht der Fall.  

03.08.20 10:47
1

15 Postings, 1041 Tage philojoephus@ Guru51 & citus17

@ Guru51: philo 02.08.20 22:55 #9170

>> ganz einfach.
>> übernimme doch meinen sehr vereinfachten rechengang.
So einfach ist es eben nicht. Ich glaube, dass Dein Rechenweg gar nicht geeignet ist, einen Wert zu berechnen, weil schon heute klar ist, dass sich einige wichtige Rechenparameter im Laufe der Zeit ändern werden, die Zeit recht knapp bemessen ist und vermutlich ein erhebliches Anfangsinvestment nötig ist, um überhaupt auf eine nennenswerte Anzahl verkaufter Tests zu kommen.

Grundsätzlich ist die eigentliche Berechnung des Wertes doch der allerletzte Schritt. Zuerst sollte man alle Rechenparameter auf Plausibilität überprüfen und gut begründen können. Wenn Du das nicht kannst, sorry, dann träumst Du. Dann ist alles, was Du berechnest ein Hirngespinst, weil die Zahlen völlig willkürlich sind.

Ein Beispiel:
Du sagst: Rechne mit 2 Mio. Tests.
Bitte begründe mir, bis wann und wie Du diese Anzahl erreichen willst. Ich nehme an, dass Du Dir einige andere Tests angesehen hast (in der Präsentation wurden ja einige genannt) und geschaut hast, wie schnell diese Tests 2 Mio. Stück erreicht haben. Dann hast Du sicherlich geprüft, welche Voraussetzungen dafür vorlagen (z.B. in welchen Guidelines sie drin waren, die Anzahl der Versicherungen, die erstattet haben, Anzahl der potenziellen Patienten, ob dieser Test erstmals zur Anwendung kam oder ob er einen bestehenden Test ersetzt hat etc.). Und das hast Du dann mit Epi verglichen, um abzuschätzen, inwiefern sich das auf Epi übertragen lässt?
Und das hast Du für jede Annahme getan, die in Dein Rechenmodell einfließt. Wenn Du das nicht gemacht hast, brauchen wir mit der Berechnung gar nicht erst anfangen.
Die Frage ist doch nicht ob ich mit 2 oder 4 Mio. Tests rechne, sondern warum diese Zahl eine konservative Annahme sein soll.

>> nunmehr haben die labore einen deutlich höheren anreiz procolon in den markt zu bringen.
Ich nehme an, dass jemand hier auf dem Board mal mit der IR von Lab Corp. oder Quest gesprochen und die nach deren Einschätzung gefragt hat. Da geht es ja auch um Potenzial von denen. Was haben die denn dazu gesagt? Was schätzen die, wie viele Tests sie in Jahr eins, zwei und drei machen werden?

@ citus17: 03.08.2020 09:13 #9171
>> Da aber Epi letztes Jahr wohlwissend um dieses Problem dieses Thema aufgegriffen hat, indem
>> Patentanträge für Multiplex-Marker-Panels und verschiedene Markerkombinationen eingereicht
>> wurden, kann die Patentsituation über 2026 hinaus auch noch wieder anders aussehen.  
Diese Anträge beziehen sich auf den von der FDA zugelassenen Epi ProColon Test und verlängern damit den Patentschutz dieses Tests? Oder geht es da um andere Ansätze?

Bleibt gesund.

MfG J:)E
 

03.08.20 10:50
1

15 Postings, 1041 Tage philojoephus@ HAL2016 & Mogli3

@ HAL2016: 03.08.2020 09:28 #9172

>> Zum Thema Auslauf des KernPatents bis 2026 nicht 2025 sagte Garces
Das stimmt. Mein Fehler. Freut mich, dass wenigstens einer sich die Mühe macht, meine Angaben zu überprüfen und mit Quellen zu belegen, anstatt immer nur Vermutungen zu posten.

>> einerseits ist es das IP, viel wichtiger ist aber Zulassung und Erstattung.
Um die Erstattung muss sich der nächste Bluttest vermutlich nicht mehr kümmern. In dem Webinar wurde deutlich ausgeführt, dass die NCD mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für Epi allein gilt, sondern für alle Darmkrebs Bluttests mit FDA-Zulassung.
Und was die Zulassung angeht, hat Exas bewiesen und Greg zugegeben, dass man die auch deutlich schneller erhalten kann, als das bei Epi der Fall war. Es gibt mehr als einen Weg, die Zulassung zu erhalten.
Der Test kann von einem Wettbewerber schon vor Patentablauf entwickelt werden. Und mit dem Patentablauf kann der Zulassungsprozess gestartet werden. Nach allem, was ich bisher gehört habe, hat Epi dadurch vielleicht ein, zwei Jahre länger Zeit. Wenn es länger dauert, wäre es gut für Epi. Aber ich würde nicht damit rechnen.
Und sobald ein zweiter Test da ist, muss man mit Preisdruck für den Epi-Test rechnen.
@ Guru Dieser Preisdruck ist noch so eine Variable, die in Deinem Modell keine Berücksichtigung findet, die aber jeder, der Epi übernehmen will, mit einkalkulieren wird.

@ Mogli3: 03.08.2020 10:29 #9173
>> Da ist aber ein anderer Wettbewerber mit einem eigenen Test schneller als 2030 auf dem Markt. GH
>> sagte ja 5 Jahre Vorsprung!

D.h. fünf Jahre Zeit, um gut Geld zu verdienen. Ich bleibe dabei. Gieße das in ein DCF-Modell und Du erkennst sofort das Problem, das Epi mit einem langsam anlaufenden Verkauf hat.

Bleibt gesund.

MfG J:)E
 

03.08.20 11:21
1

355 Postings, 2394 Tage neutrophilo

Alle Zahlen und Annahmen für die Zukunft sind bei einem Produkt, was es so in dieser Kategorie noch nie gegeben hat( weil es das Allererste seiner Art mit FDA-Zulassung ist),  nur theoretische Rechenbeispiele. Wie es in der Praxis aussehen wird kann keiner vorhersagen.

Aus deinem Beitrag lese ich jedoch heraus, dass du dem sehr skeptisch gegenüber stehst. Und das ist ok so. Ich beurteile Produkte danach, ob diese mir oder anderen einen Mehrwert (auch im Sinne von Bequemlichkeit) bringen. Und das tut dieses Produkt definitv.  Wieviele Tests letztendlich verkauft werden können wird keiner vorhersagen können, auch wenn mann sich 3 Jahre mit der Materie Tag und Nacht beschäftigt.  

03.08.20 11:24

1873 Postings, 1492 Tage Mogli3Philo

Deine Annahme von 5 Jahren halte ich für falsch weil in 2026 kein Nachahmer ein zugelassenes und erstattetes Produkt hat. Und dann müsste dieser ja auch noch in den Markt kommen, ProColon ist dann schon 5 Jahre etabliert. Und dann ginge das erst noch in kleinen Schritten vorwärts. Also vor 2030 hat da kein Nachahmer von ProColon einen nennenswerten Anteil im Markt. Du stellst hier Fragen die niemand beantworten kann und auch nicht beantwortet bekommt zB das mit den Fragen an die Labore. Wir können hier nur Annahmen treffen. Meine 5 Mio Tests innerhalb von 3 Jahren leite ich vom theoretischen Potential von über 60 Mio möglichen Patienten ab, kann stimmen oder auch nicht. Was wir ungefähr wissen ist der Gewinn bei Epi pro Test. Die ganze Rechnerei die darüber hinaus geht ist für mich Nonsens weil die Annahme über die Anzahl Tests pro Jahr eine enorme Bandbreite hat und niemand genauer kennt.  Es kann dir niemand auf der Welt sagen wieviele es tatsächlich werden. Aber ob du hier investierst oder nicht, du kannst nur irgendwelche Annahmen treffen so gut es eben geht oder einfach nur würfeln.  

03.08.20 11:57
1

3980 Postings, 2296 Tage Guru51philo


ich erstelle doch keine ertragswertberechnug nach den grundsätzen der WP`s
oder eine berechnung nach dcf-modell.

ich erstelle eine sehr, sehr grobe überschlagsrechnung. die ich in der regel selbst
milchmädchen-rechnung nenne.

die daten kann dann ein jeder nach seiner eigenen einschätzung austauschen.

wir sprechen von zwei gänzlich unterschiedlichen vorgehensweisen.
du von einer arbeit, die auch einer wissenschaftlich prüfung standhalten könnte.
und ich von einer ungefähren hausnummer, einem bauchgefühl.
( wenn ich tiefer einsteigen will beschäftige ich mich mit den ausarbeitungen der research-häuser ).

wir sollten es nunmehr dabei belassen.


 

03.08.20 11:58
1

260 Postings, 1189 Tage citus17welchen finanz. Anreiz erhält der Hausarzt, wenn

er im Rahmen der Routine-Untersuchungen dem Patienten empfiehlt, einer zusätzlichen Blutabnahme für proColon zuzustimmen? Letztendlich ist der Arzt der "Verkäufer" von proColon. Seine Empfehlungen sind maßgebend und dies macht er nicht umsonst.  

03.08.20 12:31

355 Postings, 2394 Tage neutroCitus

Ist die Frage ernst gemeint? Wer aus dem Forum soll dir denn diese Frage beantworten können?  

03.08.20 12:41

1873 Postings, 1492 Tage Mogli3Citus

Das ist eine Preisfrage. Ich nehme mal an genau wie bei Fit und Coloquard. Koloskopie ist ein Facharzt zu dem normalerweise überwiesen wird. Der Arzt erhält ja einen Betrag für die Routineuntersuchung, also auch für das Blut das er abzapft und dem Labor zuschickt und für die Verarbeitung des Resultats. So läuft das zumindest bei uns. Bei den Stuhltests gibt er das Röhrchen ab, beim Bluttest schickt er das Blut an die Labore. Einen Extra Bonus wird er da keinen bekommen.  

03.08.20 12:46
1

1873 Postings, 1492 Tage Mogli3Labore

Es könnte natürlich sein dass die Labore pro Auftrag dem Arzt etwas rückvergüten. Für die USA könnte ich mir das vorstellen. Da müsste man aber mal in den USA fragen wie das so läuft.  

03.08.20 13:03

260 Postings, 1189 Tage citus17Mogli: wenn eine entsprechende Rückvergütung

machbar wäre, dann wäre dies die beste Marketingmaßnahme. Epi könnte sich dann zumindest einen erheblichen Werbeaufwand sparen.  

03.08.20 13:26

1873 Postings, 1492 Tage Mogli3Citus

Ich bin überzeugt dass die entscheidende Schnittstelle der Arzt  beim Routinecheck ist. Den Kontakt zur Ärzteschaft und den Krankenhäusern haben die Labore. Also findet das Marketing über die Labore statt, die verdienen ja kräftig mit. Ich glaube deswegen dass die hohe Marge die Epi den Laboren überlässt diesen Marketing- Anteil beinhaltet. ( das sollte ja früher Polymedco machen, deswegen bekommen die jetzt weniger). Teure Werbespots sehe ich da überhaupt nicht. Nicht mal bei Exas funktioniert das trotz hohen Aufwand. Also die von GH mal genannten 100-200 Mio die sie brauchen für das Marketing  glaube ich nicht. Das geht viel billiger und zwar indirekt über die den Laboren überlassene Marge, also eine Art Erfolgsbeteiligung. So ein Darmkrebstest ist nicht wie Vitasprint und Kitchimea das man in der Apotheke kauft. Da braucht es natürlich Werbung wie für Hundefutter und Cola.    

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