Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

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neuester Beitrag: 26.05.20 17:57
eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 2590
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01.05.16 00:56
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10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
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08.05.20 09:12

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerVon Sandförmchen und Modellen

Es wird zunehmend klar, dass die Trennlinien zwischen den Lockdownbefürwortern und dem Rest zwar nicht hundert Prozent aber doch fast deckungsgleich sind mit den Klimageddonanhängern und den "Leugnern". Die Strategien, sprich Diffamieren der Andersmeinenden (Rechtspopulist, Menschenexperiment etc.), Auswahl geeigneter Experten, pauschaler Vorwurf der Antiwissenschaft, obwohl das Gegenteil der Fall ist, falsche Computermodelle, Utopien in Sachen Problemlösung, ähneln sich auch frappierend. Kein Wunder, denn die zugrundeliegende Triebfeder ist im wahrsten Sinne des Wortes die von den Chromosomen bestimmte Kultur. Es ist wie im Sandkasten. Wenn man eine Kuchenform hat, kommt ein Kuchen raus. Es ist egal, ob die Form blau, grün oder durchsichtig ist, das Resultat bleibt ein Kuchen. Die Form produziert, abhängig von ihrer Größe natürlich entsprechend große Kuchen. Weshalb die Wetterrallye und die Umweltparanoia um die Luftschadstoffe nun schon Jahrzehnte aufm Buckel haben, die Corona-Panik aber nur ein paar Monate. Sie ist dafür aber ein eindeutiger Katalysator zur Ideologisierung, Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft.

Zu den Modellen. Dass Neil Fergusson sich dramatisch verrechnet hatte, weil er viel zu hohe Letalitäten und falsche Ausbreitungsparameter angesetzt hatte, ist mittlerweile bekannt. Nicht so bekannt ist, dass all diese Modelle von Durchschnitten ausgehen. Dabei übersieht man einen entscheidenden gesellschaftlichen Aspekt. Die Menschen sind in ihrem Sozialverhalten bei weitem nicht so homogen wie modelliert und die Heterogenität hat einen entscheidenden Einfluss auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit. Wenn man sich die Reproduktionszahl sehr stark vereinfacht als Basis einer Exponentialfunktion (R^x) vorstellt, sollte einem unmittelbar klar werden, dass die Heterognität einen überdimensionalen Einfluss auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit hat. Beispiel:

Die fiktive Kommune K besteht aus ganz vielen Hänschens mit identischem sehr extrovertiertem Sozialverhalten. Hätte man nur Hänschens, läge deren Rh bei angenommen 4. Die andere Hälfte der Kommune besteht aus deutlich schüchterneren und zurückhaltenderen Gretels, deren Rg bei 2 liegen soll. Im Schnitt hätten wir ein R von 3. Nach drei Infektionsrunden landen wir theoretisch bei im Schnitt 40 Infizierten. Tatsächlich infizieren sich bei Aufdröselung nach den 2 Gruppen aber 100. Ein phänomenaler Unterschied nach nur 3 Kettengliedern. Das hat wichtige Auswirkungen auf die als "rechtspopulistisches Menschenexperiment" verteufelte epidemiologische Empirie der Herdenimmunität. Die Hänschens, selbst wenn sie nur einen kleinen Teil der Bevölkerung ausmachen, werden sich überwiegend als Erste infizieren und immunisieren. Sind sie durch, ist der größte Teil schon erledigt, zumal sich die restlichen Menschen auch ohne Verbote vorisichtiger verhalten werden als modelliert. Das ist auch der Grund, wieso wir anfangs steile Anstiege in den neuen Infektionen sehen, die dann ohne großes Zutun ein Top bilden und anschließend langsam abklingen, statt wie in den (nach Bevölkerungsdichte gehenden) Modellen fast genauso schnell zurückzugehen wie sie gewachsen sind. Die Zahlen von 60%-90% bis zur Herdenimmunität dürften deutlich übertrieben sein. Wahrscheinlich reichen, wenn z.B. Hänschens mit dem 5-fachen R der Gretels existieren, schon Werte von 10%-20% aus, um einen ausreichenden Grad an Herdenimmunität zu gewährleisten. Wir werden es sehen, wenn in den kommenden Wochen/Monaten aus allen Ländern serologische und repräsentative Daten vorliegen und wie sich davon abhängig die zweite Welle gestalten wird.

Das ist für die Entscheidung, was zu tun ist, von enormer Bedeutung. Denn, wenn es so ist, kommen die Lockdowns etc. meist zu spät. Bis die Todeszahlen spürbar werden und einen Lockdown einläuten,  haben sich die hochgradig Vernetzten längst infiziert. Das sind überwiegend auch jüngere Menschen. Theoretisch müsste deshalb auch die Sterberate unter den unter 65-Jährigen am Anfang der Epidemie höher als am Ende sein, wo der Virus dann schlussendlich zu den weniger Vernetzten gelangt. Ich habe so etwas noch nicht entdeckt, aber es wäre interessant, die Zahlen chronologisch und nach Alter aufgeschlüsselt zu bekommen.

Dass die Modelle das bisher nicht berücksichtigen, ist schon fast eine Tragödie und erklärt partiell, wieso sie so dramatisch daneben liegen. Aber es gesellt sich ein anderer Effekt dazu, der große Teile der Wissenschaft an sich betrifft. Die Unsicherheiten werden unter den Teppich gekehrt und die vielen Annahmen in den Modellen, egal ob Klima- oder Epidemiologiemodell werden als Fakt verkauft. So erklärt sich, wieso Realität und Ergebnis, an dem sich jedes Modell messen lassen muss, nicht zusammenpassen. Trotz dieser offensichtlichen Diskrepanz stellen sich diese Wissenschaftler hin und verkünden weiter Pseudowahrheiten und darauf basierende Handlungsanleitungen.

So geschehen diese Woche im heute Journal, als Klaus Kleber meinen Landesvater, den politischen Libero und Haudrauf Söder zu den Lockerungsmaßnahmen interviewte. Beiden ging es natürlich viel zu schnell, entsprechend unkritisch war das Interview. Zum Austausch von Körperflüssigkeiten konnte es nur dehalb nicht kommen, weil Söder nur zugeschaltet war. Kleber fragte z.B. Söder, wieso man nicht noch ein paar Wochen warten könne, dann sei man doch durch. Wie kommt der Mann bloß auf diese Idee? Die Antwort folgte auf dem Fuße. Denn nach dem Interview präsentierte Onkel Klaus seinen Lieblingswissenschaftler, der behauptete, erst wenn man 300 Fälle/Tag hätte, wäre man auf der halbwegs sicheren Seite, um den Breakdown in den Krankenhäusern zu vermeiden. Diese Zahl ist aber vollkommen aus der Luft gegriffen. Zum Zeitpunkt des ersten Lockdowns hatte man bereits 2-3.000 Fälle/Tag, anschließend war man Lichtjahre von einer Überbelastung entfernt. Wieso sollte das also jetzt ein Problem sein bzw. wieso bräuchte man jetzt plötzlich < 300 Fälle/Tag? Diese Frage wurde gar nicht gestellt. Ich vermute, der gute Mann hat die Fallzahl als Proxy für die Anzahl an Menschen, die gerade ansteckend sind,  genommen. Je höher diese Zahl ist, desto schlimmer wäre das Überschreiten des R >1. Aber auch da kann man Entwarnung geben. Bei der Anzahl der aktiven Fälle liegen wir heute gleichauf mit dem ersten Lockdown. Realiter sind wir vermutlich deutlich darunter, da die Dunkelziffer heute wegen gestiegener Tests und die Ansteckenden wegen der bereits erfolgten kleinen Immunisierung niedriger liegen dürften. Dazu kommt, dass in der ersten Welle bereits sehr viele der hoch vernetzten Transmitter infiziert wurden und für die zweite Welle ausfallen (s.o.). Die Zahl 300 war also höchstwahrscheinlich vollkommen aus der Luft gegriffen. Aber man hat wieder einen Schwätzperten gefunden, der eine Zahl genannt hat, an der man sich ereifern und Kritiker ohne Beleg diskreditieren kann.

Ich hoffe, dass die Coronakrise  dazu beiträgt, diese Dünnpfiffwissenschaftler als politische Helferlein entzaubert.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

08.05.20 10:01

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerDer Grund für den Graben

ist der Absolutismus und die falsche Moral. Denn die Befürworter des Lockdowns sehen es als moralische Pflicht, dass man die durch das Virus bedrohten Risikogruppen schützt, indem man sich selbst einsperrt. Das Argument, das vorgbebracht wird, ist ebenso rein moralisch/emotional bedingt. Die Risikogruppen sind anders nicht zu schützen. Man könne sie ja nicht wegsperren. Dieses Bild geistert im Hinterkopf, ist aber reine Einbildung.

Ein aktiver Schutz der Risikogruppen würde viel mehr Solidarität abverlangen, als die Befürworter bereit sind zu geben. Stattdessen erleichtert man sein Gewissen mit einer Verordnung für alle und Geld aus der Gieskanne. Kann man machen, ist aber wenig hilfreich.

Pflegeheime kann man duch Schichtmodelle, Umleitung medizinischen und freiwilligen Personals und Schutzausrüstung für dieses Personal schützen. Sicher nicht zu 100%, aber zumindest besser als es während des Lockdowns passiert ist. Die Krankenhäuser haben es vorgemacht, wenn auch anfangs unter dem Mangel an Schutzausrüstung. Leute, die nicht in Pflegeheimen wohnen, entscheiden generell selbst, wie sie sich schützen wollen. Die Gesellschaft und ihre nähere Umgebung muss aber die Solidarität aufbringen, um ihnen zu helfen. D.h. Einkaufsservice, feste Einkaufszeiten für Risikogruppen. Schutzanleitungen. Auch die Sozialkontakte dieser Menschen sollten ihnen selbst überlassen bleiben. Sie sollten ihre Familie sehen dürfen, wenn sie es möchten und die Familie sollte dem Schutz Rechnung tragen mit Masken, Handschuhe, was auch immer. Wieso sollten Familienmitglieder das Leben ihrer Lieben freiwillig aufs Spiel setzen?

Das Argument, die Risikogruppen wollen und brauchen zu 100% das Kontaktverbot der ganzen Gesellschaft, ist eine Ausrede, um das moralische Tabu der wissentlichen Opferung einer Bevölkerungsgruppe zu umgehen.

Die Kehrseite dieses Tabus ist die Aggression, mit der man den Lockerungsbefürwortern, die eben auch andere Opfer im Blick haben, begegnet. Als wären diese Menschen Monster, die nur an sich denken.

Und noch eins: Ein neues, tödliches Virus ist immer eine Gefahr, die nicht ohne Opfer an uns vorüber ziehen wird, egal, wie wir uns schützen. Im Normalfall hilft Verkriechen am wenigsten und schadet ganz sicher. Aber man ist aufgrund der Sensibilisierung und Emotionalisierung der Gesellschaft nicht mehr bereit, Opfer egal in welcher Form, zu akzeptieren. An die Stelle der Akzeptanz der Realität tritt  die surreale Verantwortungsabtretung an eine andere Bevölkerungsgruppe, der man sowieso wenig zugeneigt ist. Mit diesem psychologischen Trick zieht man plötzlich auch Vertreter in sein Lager, die sich dort bisher nicht so wohl gefühlt haben, aber jetzt ein oft persönliches Incentive in der Mitgliedschaft sehen.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

08.05.20 12:38

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerDas Verantwortungsvakuum

ist ein weiteres Merkmal der technokratischen Politära. Dass die Politik sich fachlichen Rat holt, ist natürlich begrüßenswert. Aber der wird, wenn keine Prozeduren für die Besetzung dieser Gremien existieren, zum Legitimationsverein der eigenen Wunschvorstellungen und Ängste degradiert.

Die so wütenden Technokraten habe damit die Verantwortung für ihr Handeln in die Hände der Wissenschaft gelegt. Nur, das Problem ist, dass genau dieses Milieu noch nie Verantwortung für sein Tun übernommen hat und es auch nicht tun wird. Denn die Wissenschaft argumentiert zurecht, dass sie nur den momentanen Stand des Wissens widergeben kann und alle Einschätzungen zur Zukunft mit Unsicherheiten behaftet sind. Das ist ihr täglich Brot.

Genau darin liegt die Crux. Die wissenschaftlichen Unsicherheiten und Wissenslücken fallen im Entscheidungsprozess komplett durchs Kommunikatiosraster. Aus einer notwendigerweise vagen Einschätzung mit klarer Identifikation der Unsicherheiten und Annahmen werden nach außen plötzlich unverrückbare, wissenschaftliche Fakten.

Dafür sind beide Seiten verantwortlich, an erster Stelle aber die Politik, die aus Verantwortungsscheu klare Aussagen präferiert und deshalb nur hörigen Wissenschaftlern in den Steigbügel verhilft. Die Konsequenz, dass heute respektive hier dies und morgen respektive andernorts das Gegenteil wissenschaftlich fundiert ist, reicht aber nicht aus, um in der Bevölkerung Zweifel am Prozess zu wecken.

Wissenschaft sollte m.E. weiterhin frei von Verantwortung sein. Das ist ein Muss, sonst traute sich bald keiner mehr an riskante Felder, die meist am dringendsten der Erkenntnis bedürfen. Trotzdem muss es wieder Pflicht werden, alle Unsicherheiten und Annahmen zu benennen. Danach hat der Wissenschaftler seinen Dienst getan und tritt wieder in den Hintergund statt vor die Mikrophone. Die Entscheidung auf der Basis dieser Unsicherheiten ist die Verantwortung des Politikers. Die kann er nicht abwälzen.

Ein Drosten samt seiner Anhänger wundern sich, wenn er als Konsequenz dieser Verantwortungsrochade Morddrohungen bekommt. Irgendwann wird er merken, dass die Politik ihn vor ihren Karren gespannt hat. Merkel bekommt die Zustimmung für die feinfühige aber faktisch nicht existente Führung, er die Prügel, von den Morddrohungen abgesehen nicht ganz zu Unrecht.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

10.05.20 20:00

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerAls hätte es eines Beweises bedurft

schwadroniert der Wetterfanatiker C. Stöcker in der Bild am Montag von Corona-Verschwörungstheoretikern, Aluhüten etc., um seine unterbelichtete Ideologie vor dem Zerbröseln zu bewahren. Es wird ihm vermutlich durch die verkrampften Finger rinnen. Er kann heilfroh sein, wenn er mit seiner permanenten Diffamierung unversehrt davonkommt. Dem Kurzschlussdenker ist wahrscheinlich entgangen, dass Corona den politischen Diskurs in die Nähe der körperlichen Auseinandersetzung gehievt hat. Das ist die unvermeidliche reactio auf die actio. Die Chromosomen twittern dieses Prinzip schon seit Jahrtausenden.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

12.05.20 00:35

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerWusste Neil Ferguson,

dass er mit seiner Studie nur Datenmüll produzierte oder war sein Geist schwächer als sein Fleisch? Auf jeden Fall hat er den Beraterposten hingeschmissen, nachdem er sich während des Lockdowns unerlaubterweise mit seiner Geliebten getroffen hatte. Menschlich ja durchaus verständlich, aber vielleicht scheitern genau deshalb technokratische Vorgaben so oft an der Realität. Sie müssen halt auch praktikabel sein. Anderen etwas vorzuschreiben, das man selbst nicht bereit ist zu tun, ist leicht, aber selten erfolgreich.

Passt irgendwie dazu, dass die heutigen Demonstranten allesamt als Spinner, Hedonisten und Dummköpfe diffamiert werden. Vielleicht wollten die eben nicht heimlich oder illegal ihre Lieben sehen, oder einfach nur auf einer Parkank sitzen, ohne als egoistische Frevler, Ketzer und Saboteure beschimpft und bestraft zu werden. Vielleicht wollten die bösen Kapitalisten auch nur ihre nicht vom Staat abhängige Existenz sichern. Solches Gedankengut ist Staatsbütteln wesensfremd, weshalb Lehrer, Journalisten und andere Mitläufer sich heute mit beitem Kreuz hinstellen und die asozialen Abweichler beschimpfen, gerne über das Kommunikationsrohr der Schüler, die sie jetzt teilweise wieder und nicht selten widerwillig an der Backe haben.

https://www.telegraph.co.uk/news/2020/05/05/...uson-resigns-breaking/
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

12.05.20 00:54

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerTreffend gesagt und seziert

"Schneddertäng in der Stimme, argumentationsloser Vortrag, saubere Aufteilung zwischen der eigenen tadellosen Haltung und den anderen, bei denen es sich noch nicht einmal um Leute mit einer satisfaktionsfähigen Meinung handelt, sondern eben um Spinner, Wirrköpfe, Coronakritiker ? was immer auch ein Coronakritiker ist ? , kurzum, um innere Feinde, denen etwas gesagt sei."

... sich überhaupt nach so etwas wie gesellschaftlicher Normalität zu sehnen, hält er [Becker, ARD] offenbar für eine Geisteskrankheit. Damit knüpft er an eine kollektive Haltung an, die Sebastian Haffner in ?Geschichte eines Deutschen? beschrieb, und zwar als wesentlichen Grund für den Untergang der Weimarer Republik: die Unfähigkeit vieler Deutscher, als Individuen zu leben und ohne heroisches übergeordnetes Ziel auszukommen.

Ich nehme mir die Freiheit, Spinner nach ihren Möglichkeiten zu beurteilen, tatsächlich etwas zu bewirken. So weit ich es sehe, werden der Koch Attila Hildmann und ein in diesen Tagen aufgeregt herumwuselnder Ex-Radiomoderator so schnell keinem Bundeskabinett angehören. Das, was sie öffentlich verlautbaren, unterscheidet sich in seiner Argumentationsstruktur allerdings nicht grundlegend von einer Annalena Baerbock, die Strom im Netz speichern und ein Industrieland künftig nur mit Sonnen- und Windstrom betreiben will. Es unterscheidet sich kaum von den Äußerungen eine Luisa Neubauer, für die es außer Frage steht, dass eine sinistre Verschwörung der Öl- und Kohlelobby weltweit Regierungen lenkt. Baerbock könnte demnächst Regierungspolitik betreiben. Und vermutlich fände sie eine große Zahl journalistischer Begleiter, die das Kollektiv dazu auffordern, ihr zu folgen, an sie zu glauben und sich so etwas wie Normalität aus dem Kopf zu schlagen.
Denn im Ringen um höchste Ziele darf kein Opfer zu hoch sein."

https://www.publicomag.com/2020/05/der-8-mai-und-die-tonfallstricke/
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

12.05.20 02:33

104 Postings, 16 Tage AgneliiaLöschung


Moderation
Moderator: JDWO
Zeitpunkt: 12.05.20 20:41
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12.05.20 14:31
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10159 Postings, 5841 Tage lumpensammler3 neuralgische Punkte

Nach der fast globalen Unterschätzung von Covid-19 im Januar und Februar kam der erste neuralgische Punkt mit der Pandemieeinschätzung der WHO Anfang März. Kurz darauf begannen die Todeszahlen in Italien zu steigen. Die anfängliche Verharmlosung kippte innerhalb von 2 Wochen in Panik. Der österreichische Shutdown löste eine globalen Dominoeffekt aus. Die Medien waren über Nacht auf Auslöschung der Menschheit programmiert und scharten sich wie im Krieg hinter ihren Felddamen und -herren. Die Bilder aus Italien wurden immer dramatischer und zwangen die letzten Renitenten (Niederlande, USA und UK) ins Lager der Isolationisten. Die Politiker der Volksparteien, in den letzten Jahren von einem Vertrauensentzug in den nächsten torkelnd, waren plötzlich die Helden und konnten mit drakonischem Gehabe bei ihren Untertanen punkten.

Dann kam die Erkenntnisphase Ende März/Anfang April, als man feststellte, dass erstens die chinesischen Daten mit Vorsicht zu genießen waren, die Letalität maßlos übertrieben war und irgendwas in den schwer betroffenen Ländern abseits der Virengefahr nicht stimmen konnte. Den Abschluss dieser Phase und damit den zweiten neuralgischen Punkt bildete die Vorabveröfentlichung der Heinsbergstudie Anfang April. Von da an war klar, dass das Gefahrenpotenzial langfristig klein und die Epidemie an sich beherrschbar sein würde. Aber genau das löste einen medialen und politischen Abwehrreflex aus. Denn die Pandemiekatastrophe war das Trittbrett für Wählerstimmen und Lesertreue. Logischerweise waren die Erkenntnisse dieser 2 Wochen des Teufels und genauso benahmen sich Medien und Politik. Der Beißreflex hetzte die emotional sowieso aufgewühlte Bevölkerung gegeneinander auf. Es bildeten sich Lager heraus: Die wirtschaftlich und sozial Betroffenen auf der einen gegen die Unbetroffenen aber moralisch 180%igen Regierungssupporter auf der anderen Seite. Die wirklich vom Virus Betroffenen zählten wegen ihrer geringen Anzahl für beide Lager gar nicht. Das Virus wurde von seinem biologischen in eine moralisch-politischen Aggregatszustand befördert. Das konnte allerdings die Inkonsistenz der politischen Entscheidungen ohne und Handlungskriterien nicht ganz übertünchen. Die Zweifel an den Maßnahmen, der Politik und den Medien wuchsen langsam.  Erst jetzt wurde vielen klar, dass es ein Abwägen der Risiken nie gab. Als erste Konsequenz gab es homöopathische Lockerungen.

Dieses Spiel konnte man eine Weile lang betreiben, ohne dass Gesichts- und Zustimmungsverlust gefährdet war. Aber schon Ende April war spürbar, dass der Ruf nach viel weiter reichenden Lockerungen nicht mehr ungehört bleiben wird. Mit der Anzahl der ausländischen Studien, die die Letalität in den Bereich der Grippe einordnete, schrumpfte die Angst und die Politik überbot sich plötzlich im Lockerungswettlauf.

Der dritte neuralgische Punkt dürfte die Veröffentlichung des Papiers aus dem BMI sein, wo ein renitenter Beamter eine nicht enden wollende Fehlerauflistung des Krisenmanagements vornimmt und die Politik endlich zum Abwägen zwingen will.
https://www.bitterlemmer.net/debatte/...nisterium-zum-download/17150/
Das Papier ist ein hastig zusammengeschustertes, oft emotionales, aber durchaus interessantes Einzelwerk eines Beamten, der vermutlich sein Handwerk versteht, sich aber aus politischen Gründen übergangen fühlte, obwohl gerade das doch sein Job war. Auf alle Fälle lesenswert, wenn auch entscheidende Daten fehlen oder erst noch zu validieren sind.

Wahrscheinlich wird das Papier kurzfristig entweder ignoriert oder der Autor diffamiert werden, um keinen Zweifel an den handelnden Akteuren aufkommen zu lassen. Ein Aluhutträger, Spinner, Verschwörungstheoretiker eben, und das mitten in einem entscheidenden Ministerium. Mittel- und langfristig dürfte jedoch durchsickern, wieviel tatsächlich politisch falsch gemacht wurde. Nur ist das heutige Ergebnis nicht das Ende der Rechnung, ja noch nicht einmal der Anfang.

Insgesamt sieht man den Meinungsumschwung auch an den Cosmos-Umfragen aus Erfurt bzw. im darübergelegten Mobilitätsindex. Die totalitären Regierungssupporter dürften bald in Erklärungsnöte kommen oder soviel Macht an sich reißen, dass Erklärungen gar nicht mehr nötig sein werden.
https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo2020/archiv/...osmo-analysis.html
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12.05.20 22:23
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10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerDas BMI Papier

Ich habe das nach dem ersten 10 min. Querlesen nochmal ?intensiver? überflogen. Puh, das ist schon ein Profi und ich kann seinen Frust jetzt besser verstehen. Das Ding ist wirklich lesenswert und theoretisch der Sargnagel für die Regierung, sobald die wirtschaftlichen Auswirkungen in den kommenden Monaten spürbar werden. Ich finde es bemerkenswert und unheimlich beruhigend, dass der deep state auch solche Beamte hat. Hut ab.
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12.05.20 23:04

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerDas moralische Dilemma

Man hat einfach die kurzfristige Wohlfühlvariante gewählt. Nach mir die Sintflut.
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12.05.20 23:50

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerAnalyselöcher

Was mich interessiert hätte und was ich trotz intensiver Suche nicht gefunden habe

  1. Eine Aufstellung der Toten mit Angaben zu:
    - Erlrankungsdatum
    - Testdatum
    - Todesdatum
    - Datum Hospitalisierung
    - Symptome ja/nein
    - Wo gestorben (Daheim, Krankenhaus, plötzlich)
    - Intubation ja/nein
    - Ärztlich bescheinigte Todesursache
    - Obduktionsergebnis
  2. Internationale Kommunikation Behandlungsmethoden
    Wie kann es sein, dass in Italien, Spanien und sogar Wochen später noch in NYC Tausende einen sinnlosen Tod an Beatmungsgeräten sterben müssen, während man sich in Deutschland und evtl. anderswo entspannt auf die Schulter klopft. Dass es die behandelnden Ärzte nicht in großer Welle tun können, ist klar. Aber da muss es doch Gremien, Kommunikationswege etc. geben, über die man dieses Wissen in die Intensivstationen und vor allem zu den behandelnden Ärzten außerhalb der IS tragen kann. Was hat da die WHO gemacht?
  3. Was ging an den hot spots tatsächlich vor?
    Ich glaube gerne, dass es mancherorts ein Ausnahmezustand war. Aber war es tatsächlich flächendeckend so schlimm wie die Medien suggerierten. Die Letalität des Krankenhauspersonals in Italien war z.B. nicht stärker als die der normal Infizierten, obwohl laut Medien da ein Massensterben eingesetzt hat. Eine nüchterne Analyse mit Belegungsverlauf und Personalkapazität wäre hilfreich für eine Analyse, ob es tatsächlich mancherorts bezogen auf die lokale Bevölkerungsdichte zu wenig Kapazität (v.a. an was) gab, oder ob man einfach aus Unwissen falsch eingeordnet bzw. behandelt hat.
  4. Übertragungs- und Superspreaderanalyse
    Für die jetzige und für folgende Epidemien ist es zwingend erforderlich, endlich vernünftige epidemiologische Modelle zu bekommen. Dazu bedarf es deutlich mehr an Forschung oder Belehrung der Experten mit Forschungsergebnissen zu den Übertragungswegen. Die Kakophonie der Wissenschaft hierzu ist unterirdisch. Dann sind dringendst Handlungsanweisungen für die Ermittlung von Attack rates und Letalitäten zu erstellen. Dafür braucht man die parallele Entwicklung von Antikörper- und PCR- Tests. Last but not least müssen die epidemiologischen Modelle auf Vordermann gebracht werden. Die Superspreader müssen bewertet werden und der Grad der Herdenimmunität muss viel genauer ermittelt werden, als das heute mit grottenfalschen Pi mal Daumen Weißkittelversprechungen der Fall ist.
  5. Zum Schluss gehört ein eindeutiger internationaler Standard zur Qualitätssicherung der Datenerfassung definiert. Um nicht unnötig im Trüben zu fischen, muss alles an verfügbaren Daten nach vorgegebenem Prozess und Format erfasst, übermittelt und zeitnah ausgewertet werden. Nur damit können später betroffene Länder effizient von den armen Erstbetroffenen lernen und sich wappnen. Siehe z.B. auch #1
  6. Was macht eigentlich die WHO?


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15.05.20 10:00
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10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerWas ist eigentlich in Belgien los

Warum gibt es soviele Länder, in denen Corona praktisch nichts anrichtet und dann wieder welche, wo es "wütet", als wäre der Teufel los? Nehmen wir Belgien, den Spitzenreiter aller Länder. Das Land hat frühzeitig einen Lockdown verhängt und kontrolliert aufwändigst Verstöße dagegen mit Drohnen. Trotzdem hat es mit aktuell 769 international die unangefochtene Spitzenposition in der Kategorie Tote/Million Bevölkerung. An zweiter Stelle folgt schon fast abgeschlagen Spanien mit gerade 584 Toten/Million.

Belgien hat laut Worldometer natürlich eine unterirdisch schlechte Sterberate bei den abgeschlossenene Fällen. Einmal als Erkrankt regitriert, sterben in Belgien fast 40%. Das ist ein Wort und sollte den positiv Getesteten gehörigen Respekt einflößen. In Deutschland liegen wir hier praktisch seit Anfang der Krise bei 5%. Warum also sterben im Nachbarland trotz strikten Lockdowns 8 mal soviele Patienten? An den Krankenhauskazitäten sollte es eigentlich nicht liegen. Belgien liegt hier im europäischen Vergleich noch über dem Durchschnitt in der Spitzengruppe. https://www.ariva.de/forum/...che-revolte-537172?page=102#jumppos2558

Nun, Belgien zählt auch Verdachtsfälle ohne positiven Test als Tote, wenn sie z.B. in Heimen und Krankenhäusern mit Corona Patienten untergebracht waren. Angeblich, weil man so möglichst hohe Transparenz gewährleisten will. Ich würde eher sagen, weil man maximale Panik schüren will. Außerdem hatte Belgien das Pech, 2019 6 Millionen FFP-2 Schutzmasken verschrotten zu müssen, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen war. Danach fehlte das Geld, sie zu erstezen. Seit Anfang der Krise werkelt das Personal oft ohne Schutz an den Patienten herum und infiziert dabei sich und die Risikogruppen.  Aber was soll man auch machen? Was an dieser Misere Ausgangsbeschränkungen und Drohnen ändern sollen, ist mir ein Rätsel.

https://www.tagesschau.de/ausland/belgien-corona-pandemie-101.html
https://plus.lesoir.be/294338/article/2020-04-14/...us-affecte-par-le

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18.05.20 01:25
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10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerDas ideologische Virus

Ab und zu schaue ich auch mal bei Sciencefiles vorbei. Dort behandelt man die Irrwege der Wissenschaft, vornehmlich aus den Bereichen Sozialwissenschaften, Klima und aktuell auch Corona. Ab und zu findet man dort wirklich hervorragende Analysen. Aber oft ist es einfach nur eine Spiegelung des linken Schwachsinns auf die rechte Seite. Man ist generell rechts, gegen Gender (v.a.), Klima etc.

Beim Thema Corona ist nun etwas Unerwartetes passiert. Sciencefiles findet sich durch den 180 Grad Schwenk der Regierung plötzlich in deren Boot. Hat man anfangs zurecht und heftigst die Regierung kritisiert, dass sie nichts macht und das Virus unterschätzt, wurde man Mitte März quasi über Nacht zu deren Paniksprachrohr. Nun gut, das kann passieren, wenn es die Sache hergibt, wieso nicht? Aber ab April hat es die Sache eben nicht mehr hergegeben. Statt den Turnaround zu machen, blieb man in seiner Ecke sitzen und schwenkte mit Drosten und der Regierung die Panikflagge.

Jetzt, wo die Panikfelle schneller davonschwimmen, als sie gekommen sind, ist man nicht mehr bereit, den Fehler einzugestehen. Komischerweise macht man mit Drosten genau das, was man andernorts (Klima) kritisiert. Man erklärt ihn zur leuchtenden Überfigur aller Virologen, dem als alleinigen Wissensrichter das einzige Kommunikationsrecht zu erteilen wäre. Unfassbar, wenn man die SF Tiraden gegen ähnliche Wissenschaftler anderen Bereichen, die kraft ihrer Autorität Widerspruch nicht dulden, vor Augen hat.

Interessant, wie egoistisch Menschen sind. Fehler zuzugestehen, ist nicht einfach. Lieber setzt man sich in ein Boot, das einen vorher regelmäßig zum Kotzen gebracht hat. Und das nur, weil man hofft, es bringt einen weg vom Ort des Gesichtsverlustes. Dabei ist der längst passiert, man will es nur nicht wahrhaben. Ab jetzt beginnt der Vertrauensverlust.

https://sciencefiles.org/2020/05/13/...in-deutschland-gerufen-werden/
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

18.05.20 14:15

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerIoannidis in Times

"The science is becoming clear: lockdowns are no longer the right medicine"

https://www.thetimes.co.uk/article/...er-the-right-medicine-k5c652wk8

Was mich am meisten nervt: Dass die Schulen immer noch nicht ganz geöffnet sind, obwohl sie laut Wissenschaft mit am wenigsten zur Verbreitung beitragen und Kinder/Jugendliche seltener an Covid-19 sterben als an einer Grippe. Offenbar hat man es sich bequem eingerichtet. 100% Gehalt, Dauerurlaub, wieso wollte man daran auch etwas ändern?  Die Flaschen an unserer Schule haben sich bereits krank schreiben lassen, als die erste Öffnungswelle anrollte und werden wohl auch nicht mehr zurückkommen. Fairerweise muss man allerdings auch sagen, dass es viele engagierte Lehrer gibt, die sich wirklich reinhängen, um den Kindern wenigstens das Minimum beizubringen. Leider orientiert sich das notgedrungen am unteren Leistungslevel. Mir ist durch die "Krise" erst bewusst geworden, wie groß die Spannweiten beim Lehrerengagement sowie beim Niveau der Schüler sind und welche Unterschiede das im Ergebnis erzeugt, obwohl alle theoretisch den gleichen Lehrplan haben.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

19.05.20 12:07

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerDas ideologische Virus #2

https://sciencefiles.org/2020/05/18/...rofessor-der-finanzen-umfrage/

Ich finde das wirklich phänomenal, wie sich Entgegengesinnte finden und gemeinsame Sache machen, wenn sie einen gemeinsamen Feind haben. Die sachlich fundierte und komplett emotionsfreie Überzeugung ist bei vielen (mich sicher eingeschlossen) oft überschätzt, wenn nicht Irrglaube, aber das ist ein separates Thema.

Die Art und Weise, also wie fundamental und bis ins letzte Detail berserkernd SF generell argumentiert, outet die stark emotional gefärbte Basis der Argumentation. Man ist gegen eine bestimmte Personengruppe, weil man vielleicht enttäuscht wurde, sie generell nicht mag oder was auch immer. Also schreibt man dagegen an und findet tatsächlich Leute, die das vielleicht übertrieben finden, aber im Prinzip dankbar für die vom Mainstream abweichenden Informationen und Analysen sind, die sich mit den Ihren in der Sache größtenteils decken.

Jetzt passiert dieser unsägliche Umschwung in Sachen Corona und man hält eisern an seiner eigentlich nicht mehr haltbaren Position fest. Die emotional getriggerten Leser werden dieses Manöver mitmachen, weil sie die zusammengezimmerten Daten unkritisch aufnehmen. Die kritischen Leser allerdings werden da von der Stange gehen.

So geschehen in einem Beitrag über den "Corona-Leugner" Stefan Homburg. Der hat mit seinem Vergleich zwischen heute und 1933 natürlich übers Ziel hinausgeschossen. Aber was solls, wenn heute brave Familienväter, die gegen die Regierung demonstrieren, als rechtsextreme Aluhutträger und Spinner tituliert werden, dann dürfte auch diese Zuspitzung im Rahmen des existierenden Diskursqualitätsbandes liegen.

Aber jetzt schämt sich plötzlich ein anderer Professor öffentlich für den Corona-Leugner fremd und Sciencefiles hat nichts besseres zu tun, um dem Affen Zucker zu geben und Homburg bloßzustellen. Interessanterweise hängen sie aber eine Umfrage unter den Beitrag, wie die Leser denn das Scharmützel finden. Tatsächlich und wie zu erwarten geben dem Fremdschämer nur 10% recht.

Nicht weil sie den Vergleich von Homburg besonders toll fänden, sondern weil sie das Verhalten des Fremdschämers als bigott empfinden. Und das nicht nach dem Motto "na ja, isch wees ned, awa denk amol" sondern gut fundiert, wie die Kommentare zeigen. Jetzt darf man gespannt sein, was SF daraus macht. Setzt jetzt Selbstkritik ein?  
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25.05.20 13:18

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerDer Corona Katalysator

Es scheint, als spitzten sich durch Corona die gesellschaftlichen Streitthemen, die bisher alle als alternativlos auf die politische Agenda gesetzt wurden, zu. Teils passiert das zufällig, teils nagt der durch die politische Corona-Willkür induzierte Vertrauensverlust am Glauben an die Alternativlosigkeit anderer Maßnahmen.

Die Klimagedönsklamotte, die die Regierung im Schulterschluss mit den veganen Nachhaltigkeitsjüngern  und EU-Allmachtsphantasteinnen jetzt wieder aus dem Hut ziehen will, dürfte angesichts der schwindsüchtigen öffentlichen Kassen größeren Zweifeln ausgesetzt sein, als das bisher der Fall war. Dass man in diesem Feld gerade jetzt noch mehr Gas geben will, muss zwangsläufig mehr Kritiker mobilisieren, weil jetzt sehr viele direkt wirtschaftlich davon betroffen sein werden.

Die Herrscherkaste, die durch die überzogenen Corona Maßnahmen überraschend unter Erklärungszwang kommt, reagiert darauf mit der üblich gewordenen Diffamierung von Kritikern. Wie bei Klima, Migration etc. sind das alles Verschwörungstheoretiker, Rechtsaußen, wenn nicht Nazis. Diese Art der Diskursverweigerung könnte ihr Effizienzende gefunden haben und wird vermutlich, statt die Kritiker abzuschrecken, für deren Zuwachs sorgen. Denn die Politiker spüren zunehmend den Gegenwind und verlassen den Schulterschluss. Die Kanzlerin hat sich und ihre alternativlose Politik unnötig einem Unterduckexperiment ausgesetzt. Die konsequente Implosion wird durch die sukzessive Flucht ihrer inner- und außerparteilichen Supporter befördert.

Diese Kehrtwende zum grassierenden  Vertrauensverlust trifft nun auf unangenehme Entwicklungen von anderer Seite.  Auf den ersten Blick kann man die aktuelle EU-Krise als ein von Corona, Klima & Co. unabhängiges Phänomen betrachten. Am Ende folgt es aber denselben kulturellen Taktgebern. Die EU ist entgegen ihrer Selbstdarstellung eine Versammlung nicht legitimierter Moralapostel, die seit Jahrzehnten intransparent, teuer und willkürlich in das Leben der europäischen Bürger hineingrätscht. Bisher hat das niemanden wirklich interessiert, weil es wohlstandsbedingt jedem gut genug ging, als dass diese Regulierungswut intolerabel würde. Mit Dieselverboten, Uschi von den leuchtenden Augen und Corona im Gepäck soll diese Willkür jetzt aber in eine neue Dimension katapultiert werden. Der Billionen schwere Green New Deal soll gerade jetzt, wo das Geld national sowieso knapp wird, Realität werden. Das ist aber nicht genug. Oben drauf will man Deutschland in die nicht legitimierten Schranken weisen, weil desssen Verfassungsgericht die EZB-Politik für verfassungswidrig erklärt hat. Darüber hinaus müssen auch noch die bösen Briten für ihr ungezogenes Verhalten, den EU Tanker kurz vor dem Sinken zu verlassen, bestraft werden.

Bisher konte man so etwas mit geschickter Kommunikation, sprich Diffamierung, übertünchen. Aber jetzt kommt einerseits Corona mit der Finanzknappheit und andererseits eine britische Regierung mit klarem Willen und Fokus auf das nationale Interesse dazu. Die Briten haben, weil die Gespräche mit der EU über Handelsabkommen keinerlei Früchte trugen, die bisherigen Vorschläge und die Argumente der EU dagegen veröffentlicht und verweisen zurecht darauf, dass es unfair wäre, ihnen mit der Begründung der räumlichen Nähe eine schlechtere Lösung anzubieten als z.B. Norwegen, den USA oder Kanada. Konkret will die EU nach wie vor GB unter ihrer Fuchtel haben. Das entlarvt sie als machtgeile, willkürliche und beleidigte Leberwurst, die sich nur den Anschein gibt, eine rechtssstaatliche bzw. demokratisch legitimierte Organisation zu sein.

Gut möglich, dass Corona sehr vielen Leuten jetzt vor Augen führt, in welchem Kartenhaus sie eigentlich leben und wie dieses Kartenhaus von den prunkvollen bzw. katastrophalen Erzählungen der Politik abweicht. Es könnte das Ende der links-grünen Hegemonie einläuten, wenn diese es nicht schafft, rechtzeitig die Demokratie außer Kraft zu setzen.
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25.05.20 16:42
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10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerMal Hand aufs Herz

Wer kümmert sich überhaupt noch um die kafkaesken Vorschriften? Masken trägt man nur noch, weil  man beim Verstß öffentlich angeprangert werden kann. Ansonsten herrscht im privaten Bereich doch längst business as usual und jeder klagt über die Deppen in der Politik. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zustimmung zu diesem Schwachsinn noch bei 50% liegen soll.
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25.05.20 17:35
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433 Postings, 853 Tage x lesley xHier könnte Ihre Werbung stehen

"Ansonsten herrscht im privaten Bereich doch längst business as usual und jeder klagt über die Deppen in der Politik."

Meine Zustimmung zu dieser Aussage liegt bei ca. -12,7%. Würde es dir was ausmachen, im Internet nur für dich zu schreiben? Oder was genau befähigt dich, zu wissen, dass nunmehr JEDER über "Politikdeppen" klagt oder alle nunmehr business als usual fahren? Dass es auch in der Politik kontroverse Meinungen dazu gibt, haste mitbekommen?  

25.05.20 19:03
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46378 Postings, 4371 Tage Fillorkillherrscht im privaten Bereich doch längst business

Das sehen auch die Mitglieder der Frankfurter Baptistengemeinde ganz genauso, im Vertrauen auf Gott und postmoderne Denker wie Lumpensammler ('Corona ist nur eine weitere Erzählung'):

...nach mehrtägigem Schweigen hat sich der Frankfurter Baptisten-Verein am Montag schriftlich zu den bislang bekannten 107 Corona-Infektionen geäußert, die nach einem Gottesdienst im vereinseigenen Bethaus am 10. Mai aufgetreten waren. Auf der Homepage heißt es in einem ?Informationsschreiben?, man sei ?tief bestürzt und traurig, dass die Infektion Eingang in die Gemeinde gefunden hat und sich mit einer starken Dynamik verbreitete?. Für seine späte Reaktion auf den Corona-Ausbruch bittet der Verein um Verständnis. Der Vorstand sei derzeit nur ?eingeschränkt reaktionsfähig?, da sich der Vereinsvorsitzende ?im kritischen Zustand auf der Intensivstation befindet und der Stellvertreter ebenfalls erkrankt ist?....

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/...ne-mundschutz-16785337.html
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relativism is vulgar materialism, thought disturbs the business

25.05.20 20:26
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10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerOK, euch zwei und hab ich vergessen

Vielleicht noch 20 Mio. andere, der Rest macht business as usual. Glaubt ihr tatsächlich anhand der Daten, dass das Schauspiel unterm Strich auch nur ansatzweise etwas bringt? Habt ihr auch nachgezählt, wieviel Baptisten sich jedes Jahr im Chor mit Grippe infizieren? Und wenn ja, wie lange müsste man diese peinliche Symbolpolitik dann durchhalten, nur so ganz grob nach eurer Rechnung? 1 Jahr, 10 Jahre? Bis Angie willens ist? Bis Söder die Luft ausgeht?

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25.05.20 22:09
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433 Postings, 853 Tage x lesley xOb es was bringt?

Ich sehe das so ähnlich wie die Sache mit dem klimawandel. Ich versuche kein Problem damit zu haben, mir selbst einzugestehen, dass ich davon eigentlich keine Ahnung habe. Ich bin so crazy, und versuche mich zu informieren. Wenn es um den klimawandel geht zuvorderst beim klimaforschern. Und wenn es um viren geht, wühle ich weniger in internetforen, sondern höre mir virologen, epidemilogen oder Mediziner an. Tja so richtig unplausibel klingt das nicht, was die so sagen, zu Übertragungsmöglichkeiten. Und  zum Schutz vor Übertragung durch Distanz und Hygiene.  Nach allem was ich meine wissen zu können, denke ich ja es kann schützen. Vielleicht weniger mich als andere. In jedem Fall halte ich es für sinnvoll, einen bäcker zu fragen, wenn ich backtipps brauche oder einen Schuster zu konsultieren, wenn die sneaker durch sind.  

25.05.20 23:32

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerEs ist fast egal,

wie das Virus übertragen wird. Das hat nur in einem Punkt eine Bewandtnis, nämlich, wenn man auf Risikogruppen trifft. Die gilt es zu schützen, wenn sie es wollen und dort sind diese Maßnahmen sinnvoll. Jede, ausnahmslos jede Maßnahme ist bei der dramatisch überwiegenden Mehrheit an nicht Gefährdeten nicht so lange durchzuhalten, wie man es müsste, um die letzte Sekunde Leben zu retten. Abgesehen davon, dass ausnahmslos jede Maßnahme kontraproduktiv wirkt. Also ist diese ganze Flickschusterei von Maßnahmen bzw. deren Reduktion eine reine politische Farce mit ein bisschen ?Ich wünsch mir was? dabei, nichts anderes.

Schulen zu schließen, zieht laut einer Metastudie ( Viner et al) einen riesigen Rattenschwanz an Nachteilen nach sich, hat aber keinen messbaren Effekt bei Covid-19. 0815-Masken dito. Eine wissenschaftliche Evidenz für einen shutdown gab es nie. Es ging - wenn ich daran erinnern darf - ja nur um ?flatten the curve?, was man ja erreicht hat. Sogar in UK und NYC, wo man wie die Fliegen starb, war keine Triage erforderlich. Einen lockdown gab es aber in NYC, in UK, in Belgien, in Italien, in Frankreich und in Spanien, die Top six der Coronaopferländer. Was braucht man noch, um all das Flickwerk an Einschränkungen als Sammelsurium einer geisteskranken  Bürokratenkaste abzutun? Es reichen auch keine RKI Daten zur Infektionshistoruie oder Widerlegungen der Katastrophenstudien, damit man von der Gefolgschaft der Politgurus abschwört. Ma ist eben auf Linie, weil das politisch korrekt ist, oder man ist es nicht, weil man gerne lebt und mit Hirn und Verstand seine Nächsten schützt, statt unsagbar doofe Parolen exekutierend durchs begrenzte Leben zu stapfen.

Glaub mir, ich hab alles an Studien gelesen, was es gab im März und April. So gut wie nichts davon fand ich in der Politik wieder. Das war ein reiner Blindflug ohne jegliches Abwägen und Analysieren. Gefühlsduselei und Wählerstimmen waren und sind die einzigen Orientierungspunkte dabei. Dass das immer noch wirkt, ist schon fast sagenhaft.
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26.05.20 17:01

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlerWer bis jetzt immer noch

an den Verstand der Politik glaubte, müsste sich spätestens heute von diesem kruden Glauben verabschieden. Ich schreibe das, obwohl ich weiß, dass es nicht passieren wird. Die geneigte Schar der Gläubigen wird weiterhin jeden Unsinn aus dieser Ecke dankbar aufnehmen und in die Welt plärren, als ginge es tatsächlich um deren Untergang. Was ist passiert?

Wie erwartet, boten die Länderplatzhirschen die Madame aus Berlin endgültig aus. Die Maßnahmen werden jetzt noch stärker als vorher Ländersache, was sie formal schon immer waren, aber was Merkel angesichts der politischen Disaster, die sie angerichtet hatte, nicht dulden wollte. Vom Scharen der Schäfchen hinter dem Leitbock bzw. der Leitkuh in Zeiten von Existenzangst und -kampf wollte sie sich eine Scheibe abschneiden. Leider hatte da der ein oder andere Herausforderer andere Vorstellungen, weshalb es vollkommen klar war, dass erstens mit oder ohne Mama ein Flickenteppich an Maßnahmen entstehen würde und zweitens, dass sie am Ende - weil formal machtlos und Corona keine ewige Existenzbedrohung - der Rückzug aus der Panik- und Kontrollecke erfolgen muss.

Nun steht sie im Regen und andere werden ihr mit jedem Tag, an dem das jüngste Gericht nicht tagen will, Gesellschaft leisten. Der von dieser Fliehkraft erzeugte Unterdruck in der Berliner Echokammer wird ihr noch gehörig die Backen aufsaugen. Das war klar wie Kloßbrühe. Was nicht klar war, ist die dem chaotischen Fluchtwettlauf trotzende Sturheit, mit der jeder einzelne MP diesen toten Gaul immer weiter reiten will.

Söder z.B. verkündet die Tautologie vom tödlichen Virus als Abschreckung, die das Nachdenken über seine allerfeinst austarierten Lockerungsmaßnahmen verhindern soll. Der vom weißblauen Gott gegebenen Logik zufolge dürfen Restaurants in geschlossenen Räumen bis 22 Uhr öffnen, draußen hingegen wütet das Virus bereits ab 20 Uhr. Auch Tanzstudios öffnen wieder ihre Pforten, weil da der Kontakt quasi ausgeschlossen ist und Viren genetisch über Null Taktgefühl verfügen. Aber auch außerhalb der glorreichen bayerischen Landesgrenzen ist man erfinderisch, wenn es dem kreativen Eindämmen der unsichtbaren Gefahr dient. Der Eine will alles an Maßnahmen abschaffen, oder auch nicht, auf jeden Fall irgendwas dazwischen, der Andere öffnet Freibäder aber keine Schulen. Wieder woanders sollen Gebote statt Verbote her, aber Schweden will man natürlich nicht. Weil Schweden ist doof, sagt Drosten mit Verweis auf deren im Vergleich zu Deutschland vierfachen Todesrate, die seiner Meinung nach auf den Unterschied zwischen den Buchstaben G und V  zurückzuführen wären. Ihm hat wohl noch keiner gesteckt, dass das V-Land Belgien  8 mal soviele Tote wie Deutschland zu beklagen hat und auch NYC, UK, IT, ES und F, alles V-Fetischisten, hatten wesentlich höhere Todesraten als der einsame G-Punkt in Skandinavien. Die Logik von Drosten ist wohl eher die, seiner Förderin noch einmal Einlass in die Kaffeerunde der MPs zu ermöglichen, um beim Triezen der Herde mit Gratis-Wählerbonus teilhaben zu dürfen, am besten längstmöglich, d.h. spätestmögliche Herdenimmunität, (igiit das klingt ja sowas von rechts, gibts da auch eine Genderversion oder braucht man für das N**iwort ne Triggerwarnung?).

Das Sagenhafte an diesem für uns Normalsterbliche scheinbaren Chaos ist, dass die Unbefleckten mit ihrem Sammelsurium an offensichtlichen Grotesken eine Art künstliche Schwarm- oder besser Herdenintelligenz entwicklen, die am Ende zum gewünschten Resultat führt, siehe RKI Fallzahlenentwicklung. Sind sie nicht großartig, unsere umsichtigen Herrscher? Wer möchte dafür nicht aufs Leben und ein Drittel oder 100% seines Verdienstes verzichten? Selbst die Pflegeheime darf man wieder besuchen. Da haben die Risikogruppen den vollkommen risikolosen Kindern in Kindergärten und Nichtabschlussklassen sogar etwas voraus. Dagegen kommt nicht einmal Drosten an, der bzgl. der Restaurants logischer- und konsequenterweise das Gegenteil der Politik behauptet, aber offenbar hat er seinen Zweck für die Politik erüllt. Er ist wie geplant der Sündenbock, von jetzt an hat wieder nur die Politik das rechte Händchen, wenns um den Schutz der Schäfchen geht. Wahrscheinlich denkt man sich dort: Heute hüh und morgen hott kann ich auch ohne Wissensschrott.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/...-4e3b-9d71-ddb27cab3573

Jemand, der es haargenauso sieht, nur kann er es besser erklären als ich:

https://www.achgut.com/artikel/..._hilft_immer_auch_gegen_coronaviren

Leider werden das genau diejenigen, die es verstehen müssten, nicht tun/können.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/...nsberichte/2020-05-25-de.pdf
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Angehängte Grafik:
rki-26.jpg (verkleinert auf 45%) vergrößern
rki-26.jpg

26.05.20 17:10

308 Postings, 67 Tage Fritz Pommes# 2588 gehst Du barfuss über Wasser?


dann lauf ruhig weiter !  

26.05.20 17:57

10159 Postings, 5841 Tage lumpensammlernö, das kann offensichtlich nur mein Landesvater

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