von Feb.2012
Ehrgeizige Ziele von Adriana
So weit ist Adriana noch nicht. Lac Otelnuk liegt etwa 150 Kilometer nördlich der Stadt Schefferville im Inuit-Gebiet Nunavik. Mit 6,45 Milliarden Tonnen gibt Adriana die Eisenerz-Ressourcen an, der Eisengehalt des Erzes liegt bei 29 Prozent. Produziert werden sollen Pellets mit einem Eisengehalt von 67 bis 69 Prozent. „Wir sprechen von einer anfänglichen Produktion von 50 Millionen Tonnen pro Jahr“, sagt Palmiere.
Zwar gibt es aus der Region Eisenbahnlinien anderer Unternehmen nach Süden nach Sept-Iles oder Port Cartier am St. Lorenz-Strom, aber deren Kapazität ist erschöpft. Für Lac Otelnuk muss eine neue Bahntrasse angelegt werden. Die Gesamtkosten beziffert Palmiere auf 12 Milliarden Dollar, wovon 4,3 Milliarden auf die Anlage zur Herstellung von Pellets, 2,4 Milliarden auf Anlagen zum Zermalen und Anreichern des Erzes und 2,6 Milliarden auf die Eisenbahnstrecke entfallen. Die Mine selbst mit Ausrüstung und Infrastruktur steht nur mit 655 Millionen Dollar in den Büchern.
Chinas Industrie als Partner
Um das zu stemmen, brauchte Adriana Partner. „Wir gingen nach China, um einen Partner zu finden“, berichtete Palmiere. Sie fanden den Partner in WISCO. Mit rund 91 Millionen Dollar engagiert sich WISCO, eine Tochtergesellschaft der WISCO-Gruppe (Wuhan Iron & Steel Corporation), bei Adriana und im Joint Venture Lac Otelnuk Mining Ltd (LOM). Wisco hält 60 Prozent der Anteile an LOM, Adriana 40 Prozent. 60 Prozent der Produktion sollen nach China gehen.
Eine Machbarkeitsstudie (Feasibility Study) soll 2012/2013 ausgearbeitet werden, parallel dazu soll das Environmental and Social Impact Assessment erfolgen und mit den Inuit das „Impact and Benefit Agreement“ ausgehandelt werden. CEO Palmiere hofft, dass der Bau zwischen 2014 und 2017 erfolgen und 2017 mit der Produktion begonnen werden kann.
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