Zumindest indirekt. Denn er mahnt das an, was Stoiber in unverantwortlichster Weise (er ist immerhin MP) vermissen läßt:
Papst für bessere Integration von Muslimen
09. Sep 22:55
Der Papst hat bessere Integration von Muslimen in Deutschland für den Dialog zwischen Islam und Christentum angemahnt. Kanzlerin Merkel versprach, sich bei der deutschen EU-Präsidentschaft für christliche Werte einzusetzen.
Papst Benedikt XVI. hat Bundespräsident Horst Köhler zu einer besseren Integration von muslimischen Mitbürgern in Deutschland aufgefordert. Nach einem Vier-Augen-Gespräch sagte Köhler am Samstagabend, der Papst erwarte sich dadurch außerhalb Deutschlands ein deutliches Zeichen für den Dialog zwischen Islam und Christentum. Der Papst habe sich besorgt über die Situation im Nahen Osten geäußert.
Benedikt habe Sorgen über den Zustand des Christentums in Deutschland, berichtete Köhler über das Gespräch. Die Menschen hätten einen Wunsch nach religiösen Themen, der Papst sei nicht sicher, ob daraus genug gemacht werde. Auch über die Ökumene habe er mit dem Papst gesprochen. «Meine Erfahrung ist, dass katholische und evangelische junge Menschen nicht mehr beim Abendmahl getrennt sein wollen.» Der Bundespräsident nannte seine Unterredung mit dem Papst eine «Bereicherung» und überreichte ihm als Geschenk einen wertvollen antiken Stich vom Regensburger Dom.
Mit Begeisterung und «Benedetto»-Rufen war Benedikt XVI. zu seinem sechstägigen Besuch in Bayern empfangen worden. 150.000 Menschen begrüßten nach Polizeiangaben auf Münchner Straßen und Plätzen mit Fähnchen und Konfettiregen das Kirchenoberhaupt. Das letzte Stück in die Innenstadt fuhr der Papst im Papamobil und winkte den Gläubigen zu.
«Kraft als Theologe»
Nach einem Gebet auf dem Marienplatz traf der Papst Köhler, Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Stoiber (CSU) zu persönlichen Einzelgesprächen in der Münchner Residenz.
Merkel sagte, sie habe dem Papst versprochen, sich bei der anstehenden EU-Präsidentschaft durch Deutschland für gemeinsame christliche Wertevorstellungen in Europa einzusetzen. Weiter sagte sie, die Ausstrahlung des Papstes liege in seiner «Kraft als Theologe». Nach den Gesprächen in der Residenz fuhr Benedikt im Papamobil zu seiner Unterkunft im Erzbischofshof in der Innenstadt.
Höhepunkte der Papst-Reise unter dem Motto «Wer glaubt, ist nie allein» sind zwei Gottesdienste unter freiem Himmel an diesem Sonntag in München und am Dienstag bei Regensburg, zu denen hunderttausende Menschen erwartet werden. Weitere Stationen nach München sind bis Donnerstag der Marien-Wallfahrtsort Altötting, der Papst-Geburtsort Marktl am Inn, Regensburg und Freising. (nz)
http://www.netzeitung.de/spezial/derpapst/439078.html