Gazprom ADR 2022 - Wie geht's weiter?

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neuester Beitrag: 29.08.25 15:33
eröffnet am: 08.04.22 21:16 von: EarlMobileh Anzahl Beiträge: 9246
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08.04.22 21:10
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11 Postings, 1484 Tage EarlMobilehGazprom ADR 2022 - Wie geht's weiter?

Liebe Mitinvestoren,

da der "normale" Gazprom-Thread mittlerweile fast unleserlich geworden ist, hier neuer Vesuch, um sich zu der Gazprom-ADR-Sanktions-Problematik auszutauschen.

Mein bisheriger Wissensstand zum Thema (OHNE GEWÄHR!):

1.: Jeder/s ADR verbrieft das Recht auf 2 Original-Gazprom-Aktien. Die ADR werden von der Bank of New York Mellon (BNY, nicht gerade eine kleine "Zockerbude"...) herausgegeben.

2.: Das Recht auf Übertrag der jeweils 2 "Original-Aktien" pro ADR kann bei BNY beantragt werden, ist mit einer gewissen (eher sehr geringen) Gebühr verbunden und kann aber offenbar aktuell wegen Sanktionen nicht ausgeübt werden.

3.a): Bewohnern eines von RUS so benannten "unfreundlichen Staates" (womit u. a. die gesamte EU + CH + USA gemeint sind), sind Aktienverkäufe (+käufe?) russischer Aktien derzeit untersagt.

3.b)...auf der anderen Seite wickeln die Clearing-Stellen in der EU (Clearstream in LUX) gerade wegen EU-Sanktionen keinen Umtausch von ADR in russische Aktien ab.

4.: BNY hat das ADR-Programm Ende März 2022 gecancelt

5.: Die Depotbanken (z. B. Consors, DiBa, Sparkasse...) haben keinen Durchblick oder/und wenig Interesse, ihre Kunden mit sachdienlichen Informationen zu dem Thema zu versorgen.

6. Der "rein mathematische" Kurs eines Gazprom-ADRs liegt aktuell bei knapp 5,50 ? pro ADR. (2 x MOEX-Rubelkurs in Euro).

7.: Manche Forenteilnehmer berichten neuerdings von "Horrorabfindungen" im Gegenzug für ausgebuchte Anteile an Gazprom-ADRs, obwohl dies niemals von ihnen autorisiert wurde.


Jetzt stellt sich die Frage - was tun?
Diverse Szenarien wurden schon vorgeschlagen:


A: Gar nichts tun und warten, bis sich die Depotbank meldet oder irgendwas macht.

B: Nichts machen außer der Depotbank mitzuteilen, dass man in der Sache "Gazprom ADR" nichts ohne eine/n klare Einwilligung/Auftrag/Weisung akzeptieren wird.

C: Einen Broker nutzen (oder dort ein neues Depot-Konto eröffnen), der den Handel an der MOEX für Nicht-Russen "in Friedenszeiten" ermöglicht und versuchen, die ADR dorthin zu transferieren (was offenbar gerade auch nicht möglich ist). Als Beispiel kursiert immer wieder "InteractiveBrokers",  wobei auch dieser Broker angeblich gerade keine ADR in russ. Aktien tauscht bzw.  tauschen kann.

D: Ausübungsantrag an die BNY stellen und sich die "Originalaktien" auf sein eigenes russisches Depotkonto (wenn man (auch) russischer Staatsbürger ist) oder die eines russischen Freundes buchen lassen. Hielte ich für eine interessante Option, geht aber wschl. auch nicht.

Also, was tun? Ich schwanke zwischen den von mir genannten Optionen A + B.  Ich glaube, bis jetzt, hat niemand einen Plan, was gerade vor sich gilt in dieser Sache und vielleicht ist "Abwarten" wirklich die beste Option. Einen Vorteil durch einen Broker, "der auch MOEX kann", sehe ich nicht. Denn augenscheinlich sind die ADR gerade "nirgendwohin wandelbar" und (aus russischer Sicht) "Ausländer bleibt Ausländer" - egal bei welchem Broker.

Ich selber werde mich jetzt weiter informieren über die Rolle der Clearing-Stellen bei der ganzen Thematik, denn hier scheint mir der bisher juristisch fragwürdigste Punkt bei der ganzen Geschichte zu liegen.

Würde mich freuen, wenn die nächsten paar Beiträge zum Thema beitrügen.

Danke und viel Glück allen!  
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29.08.25 10:21

2371 Postings, 5274 Tage fenfir123USA-Russland-Gazprom

https://www.tagesspiegel.de/internationales/...eschafte-14231990.html

Auf N-TV selbst sagt man auch, das Gazprom auch dabei sein soll.
Geld kennt keine Moral  

29.08.25 11:22

7786 Postings, 710 Tage SilberrueckenUnd genau daran wird es scheitern!

"Wie fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilten, wurden diese Geschäfte als Anreize vorgeschlagen, um den Kreml zu ermutigen, dem Frieden in der Ukraine zuzustimmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters exklusiv."  

29.08.25 11:26

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29.08.25 11:28

7786 Postings, 710 Tage SilberrueckenAlles nur Spekulationen!

Sollte es zwischen den USA und Russland kommen, wird die USA die Preise diktieren!

Putin ist im Grund zum Bittsteller geworden und das in allen Bereichen ;-))

China und Indien bestimmen den Preis!
Link wurde schon eingestellt!


https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-09/...tin-nordkorea-russland
 

29.08.25 11:30

7786 Postings, 710 Tage SilberrueckenJeden Tag eine neue brennende Raffinerie !

29.08.25 11:30

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29.08.25 13:27

7786 Postings, 710 Tage SilberrueckenKein ....

"Die Ukraine lässt aber weiter Russische Gas über die Ukraine in den Westen,
um Gebühren zu Kassieren, kostet das kein Ukrainisches Blut?"

Seit dem 1. Januar 2025 fließt kein russisches Gas mehr über die Ukraine in den Westen, da der Transitvertrag zwischen Gazprom und Naftohaz ausgelaufen ist und von der Ukraine nicht verlängert

Nun mit Link ;-))

https://www.deutschlandfunk.de/...kraine-transit-russisch-eu-100.html  

29.08.25 13:32

553 Postings, 811 Tage Det123Verwendung russischer Vermögen

Brüssel testet neues Programm zur Umwandlung eingefrorener russischer Milliarden in den Wiederaufbaufonds für die Ukraine - Euromaidan Press
https://t.me/RussischeADR/18263/25693
Die Befürworter des Plans sehen in ihm auch einen Schritt hin zu einer möglichen Beschlagnahmung und Übertragung von Vermögenswerten an die Ukraine als Strafe für die Weigerung Russlands, nach dem Krieg Entschädigungen zu zahlen
Die Dringlichkeit hat sich angesichts des verringerten US-Engagements in der Ukraine und der erfolglosen Friedensverhandlungen von Präsident Donald Trump verschärft.
?Wir hören, dass es schwieriger ist, Geld [aus den nationalen Finanzen oder dem EU-Haushalt] aufzutreiben?, erklärte Kerli Veski, Staatssekretär für Rechts- und Konsularangelegenheiten im estnischen Außenministerium. ?Aber wir haben diese Mittel dort, und die logische Frage ist, wie wir diese Mittel nutzen können und warum nicht
Die Übertragung von Geldern auf eine neue Einheit mit möglicherweise anderen Abstimmungsanforderungen würde Ungarns Vetorecht neutralisieren.
Fazit: Selbst wenn sie die 200 Mrd höher verzinslich anlegen kommt das möglicherweise einer quasi Enteignung gleich. Da werden dann solch komplexe Finanzkonstrukte über swaps etc aufgelegt, die langfristigen Charakter haben. Wenn die Zinsen weiter ansteigen und davon ist auszugehen, werden diese Konstruktionen immense Verluste einfahren bzw. können über Jahre nicht aufgelöst werden. Was dann mit unseren Vermögenswerten passiert, brauche ich nicht zu beschreiben.
"Valérie Urbain, CEO von Euroclear, äußerte ihre Besorgnis darüber, dass EU-Steuerzahler durch riskantere Anlagestrategien Verluste erleiden könnten. Belgien fordert, dass andere EU-Länder im Rahmen des von der Kommission vorgeschlagenen Rahmens die Haftung teilen."  

29.08.25 13:35

126 Postings, 1059 Tage Mr. Y@SR

Die Ukraine war vor dem Krieg fünftgrösster Gasverbraucher in der EU, Platz Nr. 13 weltweit.

https://en.wikipedia.org/wiki/Natural_gas_in_Ukraine

Denken Sie daran, dass in den Berechnungen zur Unabhängigkeit von russischem Gas die Ukraine bislang überhaupt nicht berücksichtigt wird.

Ich hätte, aus russischer Sicht, der Verlängerung auch nicht zugestimmt. Wenn die Ukraine diesen Schritt als erstes gilt, spricht das nicht für Verhandlungsgeschick.  

29.08.25 13:36

126 Postings, 1059 Tage Mr. Y_

Korrektur: nicht in der EU, sondern in Europa selbstverständlich
8-)  

29.08.25 14:40

2371 Postings, 5274 Tage fenfir123#9239

Und das Gas das Rußland bis dahin über die Ukraine verkauft hat?
Das da verdiente Geld hat Rußland nicht für den Krieg gegen die Ukraine verwendet?
Nur das Gas / Oel das auf anderen Weg Verkauft hat wurde für den Krieg genutzt.
Gas das durch Polen floß, war für die Polen ok
weil sie auch daran verdient haben.
Wenn es über NS2 fließt, dann ist das Gas, das uns von Rußland abhängig macht,
den da hat Polen nicht daran verdient.
Daran kann man sehen, wie Glaubwürdig ihre Aussagen sind,
und wie sie sachen verdrehen  

29.08.25 15:05
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126 Postings, 1059 Tage Mr. Y@fenfir

Die Ukraine hat ja sogar Kompensationen seitens Gazprom erhalten, weil das Geld nicht mehr über die Ukraine, sondern durch Nord Stream geflossen ist.

Ein weiteres Beispiel ist die Fährverbindung Mukran - Klaipeda. Ein Grund für deren Einrichtung war, dass Polen für die Transportleistungen mit der PKP sehr hohe Forderungen an die DDR und an die UdSSR gestellt hat. Deshalb hat man die Landverbindung umgangen - selbst unter "sozialistischen Bruderstaaten" im RGW.

----

Woher das Gas / Energie für die Ukraine in Zukunft kommt ist doch beim geplanten Ausstieg per 01.01.2028 vollkommen offen. Woher kommt das Uran für die ukrainischen AKW in Zukunft.

Wird das Alles dann über die USA oder Katar abgedeckt? Liefert dann Norwegen zusätzlich über Polen zurück in die Ukraine?  

29.08.25 15:23

7786 Postings, 710 Tage SilberrueckenLöschung


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Zeitpunkt: 29.08.25 16:42
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29.08.25 15:33

126 Postings, 1059 Tage Mr. Y@SR

Ich mache mir keinen Kopf an der Seite amerikanischer Investoren, ganz gewiss nicht.

Für die EU und insbesondere Deutschland mag das ggf. anders aussehen - es kommt jetzt auf die Zeichen an, die Brüssel dem Kapitalmarkt gibt. Kapital ist ein scheues Reh und weltweit gibt es ggf. interessante Investitionsmöglichkeiten.

8-)


https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/...isierung-hin.html







 

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