Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 01.12.20 20:41
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 151339
neuester Beitrag: 01.12.20 20:41 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 17629138
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20.02.07 18:45
460

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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151313 Postings ausgeblendet.

30.11.20 13:33

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingDas ist in Kombination aufFALLEND

30.11.20 16:08

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingPending U.S. home sales drop 1.1% in October

30.11.20 16:08

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingChicago PMI slips to 58.2 in November from 61.1

30.11.20 16:33

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingÖkonom El Erian warnt vor Pleiten

https://www.marketwatch.com/story/...-warns-11606671862?mod=home-page

...El-Erian acknowledged that investors are taking on risk, and that there are valid reasons to support such a move, specifically the Federal Reserve?s clear intention of remaining a backstop for the market as well as the promise of a vaccine finally putting the end of the pandemic in view.

?As long as we believe that there?s a vaccine, and as long as we believe the central banks are going to minimize all the damage to the markets, not to the economy, to the markets up to that point, what you will get is people stretching for more returns,? he explained.

But, he warned, there?s one potential problem those two factors can?t fix: bankruptcies, which he says are on the way. ?I tell investors, please be careful,? he said. ?Do another granular analysis because as you stretch for more yield, you take on a lot more default and bankruptcy risk. And that is not something that central banks can save you from.?  

30.11.20 18:10
2

191 Postings, 236 Tage TonyS#319 PMI

Aber erwartet wurden 58.1%, also übertroffen - super ! :)  

30.11.20 20:41
1

15646 Postings, 5846 Tage pfeifenlümmelKopie

Anfang der neunziger Jahre
3
28.11.20 12:30
#293209
betrug die Umlaufrendite noch 9%, das heißt, dass der Staat bei Kreditaufnahmen 9% Zinsen zahlen musste.
Eine sorgfälige und sparsame Finanzpolitik war deshalb unbedingt notwenig, wenn der Staat sich nicht schwarz an Zinsen zahlen wollte.
Seit dieser Zeit ist die Umlaufrendite unter Schwankungen von wenigen Prozenten weiter gesunken und liegt jetzt bei fast Minus!!! 0,6%.
Die negative Umlaufrendite bedeutet für den Staat, das seine Kreditaufnahmen belohnt werden mit 0,6% Rendite für den Staat bei Geldaufnahme!
Also schön blöd, wenn "man" ( wer wohl?)  jetzt nicht klotzt. Der Sparer blutet dafür und kotzt statt klotzt. Aber nicht nur der Sparer, sondern auch derjenige,  der seine Rente über die Lebensversicherung bekommt ist der Dumme, ebenso der Krankenversicherte, weil auch die Krankenkassen ihre Überschüsse ( als vorgeschriebenen Reserven ) nicht mehr verzinsen können, sondern sogar "Strafzinsen" für die Reserven zahlen müssen.
Jahrhundertlange oder jahrtausendlange Grundsätze, dass man für Kredite bezahlen muss ( musste), gelten nun in diesem Schlaraffenland nicht mehr.
Wann rammt der Wal?
www.spektrum.de/news/...utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
------------------
Übrigens kein Wunder, wenn in Aktien "geflüchtet" wird.
 

01.12.20 11:15

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingTesla bleibt ein Shortkandidat

01.12.20 11:36

2730 Postings, 389 Tage Aktiensammler12Pfeifenlümmel,

Kann ich mir als Privatmann nicht 5 Millionen leihen und dann von der Rendite leben?

Gut, 5 Millionen könnten bei vielleicht - 1% knapp werden..  

01.12.20 11:48
1

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingStreit bei der OPEC offenbart Markt-Labilität

Die OPEC+ Staaten sind zerstritten, sie konnten sich gestern bei einem Treffen nicht auf die dringend erforderliche Förderbegrenzung einigen (news unten). Das Meeting wurde vertagt und wird erst am 3. Dez. fortgesetzt.

Förderbegrenzungen sind nötig, weil wegen der vielen Lockdowns weltweit die Ölnachfrage schwächelt. Wird weitergepumpt, "was die Kanne hält" (wie im März), könnten die Spotpreise erneut extrem einbrechen oder gar wieder negativ werden.

Während US- und Brent-Öl auf die geplatzte OPEC-Einigung nur mit kleineren Kursrückgängen (WTI fiel von 46 auf 45 Dollar) reagierten, fielen die (mit "Impfstoff kommt bald") hochgejubelten Ölaktien gestern um bis zu 7 % (Shell, BP, Exxon). Heute sind die drei vorbörslich wieder 5 % im Plus.

Bärisches Warnsignal!

Dass Ölaktien sich deutlich stärker bewegen als das "Underlying" (Öl), ist ein klares Indiz, dass der Aktienmarkt wegen Zentralbank- und Impfstoff-Hype sehr viel höher gelaufen ist, als es angesichts der Covid-Krise fundamental angezeigt wäre. Entsprechend nervös reagieren die "Investoren" (Zocker) auf News wie die gestrige von OPEC.

FAZIT: Der aktuelle ATH-Höhenritt des Aktienmarktes erfolgt auf schmalem Grat. Er ist äußerst störanfällig. Sobald dieser Hype erkennbar kollabiert (mehr als -3 % an einem Börsentag), bietet sich prozyklisches Index-Shorten an.

Vorher wohl eher nicht. Denn ist wäre ein "Irrsinn für sich", mit rationalen Mitteln das Maximum einer Markt-Absurdität ausloten zu wollen. Daran ist bereits von einigen hundert Jahren Isaac Newton, der Entdecker der Fallgesetze, gescheitert.

https://oilprice.com/Latest-Energy-News/...Disagreements-Persist.html

OPEC+ Forced To Reschedule Meeting As Disagreements Persist
By Julianne Geiger - Nov 30, 2020, 3:02 PM CST

The OPEC meeting ended on Monday without an agreement among its members regarding the production cuts next year. Instead, the meeting ended with three of its heavyweights?Russia, Saudi Arabia, and the UAE?holding different opinions as to how to handle things going forward.

The meeting with OPEC+ was set to resume tomorrow, but a late?and a rather surprising?announcement came in the afternoon saying that the meetings had been rescheduled to December 3 as more talks are needed....
 

01.12.20 12:03

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingEZB angeblich "unter Zugzwang"

Die Inflation in der Eurozone liegt bei -0,3 %, d.h. es gibt faktisch Deflation. Ursache sind vor allem die gegenüber dem Vorjahr stark gefallenen Öl- und Gaspreise.

Deshalb dürfte die lockere Christine nun bald die nächsten "Maßnahmen" einleiten. Ein EZB-Pressesprecher hat mir allerdings bereits jetzt (unter der Hand) mitgeteilt, dass die EZB unter gar keine Umständen massenhaft Klopapier aufkaufen wird ;-)

Aber allen Ernstes läuft es jetzt so, dass die EZB irgendwelche Schrottanleihen aufkaufen wird, nur weil die Energiepreise gegenüber 2019 um 8,4 % nachgegeben haben.

Kann die EZB den Markt nicht einfach mal in Ruhe lassen? Nein, kann sie nicht, denn der ganze Begründungszinnober dient ja nur dazu, um überhaupt einen Vorwand für das "Gelddrucken" zu finden, ohne das der Euro wegen der PIIGS-Dauerkrise dem Untergang geweiht wäre.

Und die Politik (inkl. Olaf Scholz) findet das alles ganz normal und lobt sogar die "Stabilisierungsmaßnahmen", die angeblich den Euro "vor Spekulanten" (Zitat Scholz) schützen sollen. (Derselbe Schmarren wie 2012, als Draghi erstmals die große Pumpe anwarf.)

https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/...rticle22205855.html

Preise sinken - EZB gerät unter Zugzwang

Die Preise in der Euro-Zone sind im November den vierten Monat in Folge gefallen. Die Inflationsrate lag bei minus 0,3 Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Hinter dem Rückgang im November standen insbesondere die Energiepreise, die zum Vorjahr um 8,4 Prozent nachgaben.

Auch im September und Oktober hatte die Inflation bei minus 0,3 Prozent gelegen, nach minus 0,2 Prozent im August. Dies bietet der Europäischen Zentralbank Grund zur Sorge: Denn Inflationsraten unter der Null-Linie sind nicht mit dem Ziel von Preisstabilität vereinbar, das die EZB bei einer Teuerungsrate von knapp zwei Prozent verankert sieht. Diese Marke gilt als Idealwert für die Wirtschaft, da sie genügend Sicherheitsabstand zu einer Deflationszone bietet, in der fallende Preise eine Abwärtsspirale aus sinkenden Löhnen und Investitionszurückhaltung auslösen können. Die Volkswirte der EZB gehen derzeit davon aus, dass das Inflationsziel auch längerfristig nicht erreicht wird.

An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die EZB deshalb ihre Geldschleusen weiter öffnet - wohl mit mehr Anleihenkäufen und Geldspritzen für die Banken.
 

01.12.20 12:06
2

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingInsbesondere dieser Satz macht mich "krank"

Zitat aus der nTV-Meldung:

"Denn Inflationsraten unter der Null-Linie sind nicht mit dem Ziel von Preisstabilität vereinbar, das die EZB bei einer Teuerungsrate von knapp zwei Prozent verankert sieht."

Hallo, hallo! Zwei Prozent "Sollinflation" sind KEINE Preisstabilität!  

01.12.20 13:09

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingWarum Sollinflation "Umverteilung von unten

01.12.20 13:50
dann haben wir bereits eine Deflation. Zwar mit -0,3% leicht aber immerhin.

Ich frage mich, wo die ganzen Billionen hinkommen? Bei sinkender Wirtschaft und gleichzeitiger Gelddruckerei, muss doch zwangsläufig Inflation entstehen... Wie, können wir bei so einem Zustand deflationäre Tendenzen hervorbringen?  

01.12.20 16:05

268 Postings, 891 Tage Bamzillodie Mehrwertsteuersenkung

läuft ja bald ab  

01.12.20 17:00

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingOpec einigt sich nicht, Öl fällt wieder

(Details: # 325)

https://www.marketwatch.com/story/...ensus-on-output-cuts-11606828179

Oil falls as OPEC+ delays meeting in bid to build consensus on output cuts  

01.12.20 17:50

2141 Postings, 7615 Tage fwsBiden's Wirtschaftsteam u. mögliche Stimuli

01.12.20 18:17
1

15646 Postings, 5846 Tage pfeifenlümmelkeine Angst, liebe EZB,

die inflation kommt. Im nächsten Jahr durch Energiepreiserhöhungen, die sich sogar auch beim Bäcker auswirken werden.
Mit der Ölbestellung sollte man auch nicht mehr warten: MWST auf 19% und 8 cent pro Liter Aufschlag durch den CO2 Wahn.
Der CO2 Wahn spielt auch wieder Tesla in die Hände; allein Fiat/Chrysler soll 1,7 Milliarden an Tesla überweisen, um Strafsteuern bei sich wegen der CO2 Vorschriften bezüglich ihrer Fahrzeugflotte zu vermeiden. Ihre neue Fabrik in Brandenburg ist schon finanziert.
Hierzulande versuchen die Autohersteller nun vermehrt aucf die Elektrokarren umzuschwenken wegen der Vorgaben 90 aus Brüssel.
Der Kunde wird aber nur kaufen, wenn er die Karren auch aufladen kann.
Man stelle sich das Bild in einer Großstadt vor, die Autos parken unter der Laterne und aus den Wohnzimmerfenstern hängen die Kabel runter zu den Karren auf der Straße. Im Keller sitzt einer, der immer die Haussicherungen wieder reindrückt.  

01.12.20 18:32

3876 Postings, 942 Tage walter.eucken#323

ja al, tesla ist jetzt zu hoch.
allerdings ... kommt jetzt erstens noch etwas window-dressing im dezember und, gut festhalten al, wird tesla in den sp 500 aufgenommen. es gibt enorm viele etf welche die sp500 entweder ausschliesslich oder neben anderem enthalten. dazu kommen viele family offices von ultrareichen, nationalbanken und auch ganz viele kleinere oder private vermögensverwalter, welche den sp500 von sich selber aus abbilden. die müssen alle noch im dezember tesla kaufen....

stichtag der aufnahme von tesla in den sp 500 ist der 18. dezember. warte doch mit shorten bis dahin, für anfang 2021 würde mich ein tesla nicht wundern, wenn dann endlich die vakzine ausgeliefert werden dürfte sowieso ein grosser wechsel in valuewerte, reise-, vergnügungs- und infrastruktur anstehen.

;-)  

01.12.20 18:34

3876 Postings, 942 Tage walter.euckenkorrketurr

"für anfang 2021 würde mich ein tesla-TAUCHER nicht wundern,.."  

01.12.20 19:18

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingIch hab keine Shorts aus Tesla

Ist auch schwierig, weil die Puts extrem teuer sind. Allerdings fand ich wichtig mitzuteilen, dass die Hegefonds-Szene trotz der enormen Anstiege immer noch an ihren Tesla-Shorts festhält (# 323).  

01.12.20 20:17

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingNDX und SP-500 auf ATH

Könnte beim NDX ein Doppeltop werden mit dem Meltup-Hoch von Anfang September. Auch damals gab es fast täglich Up-Gaps, ehe der Stecker rausflog.  
Angehängte Grafik:
utydzaza.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
utydzaza.png

01.12.20 20:35
1

65165 Postings, 6054 Tage Anti LemmingFear/Greed "extreme" - bei 93

 
Angehängte Grafik:
hc_3629.jpg (verkleinert auf 78%) vergrößern
hc_3629.jpg

01.12.20 20:41

65165 Postings, 6054 Tage Anti Lemming# 334

Window-Dressing endet im Wesentlichen bereits Ende November, weil viele Fonds ihren Jahresabschluss zum 1.12. machen.  

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