Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

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neuester Beitrag: 31.08.25 19:47
eröffnet am: 26.07.13 11:40 von: Scansoft Anzahl Beiträge: 30886
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26.07.13 11:40
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18605 Postings, 7312 Tage ScansoftHypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

Ich habe mich in den letzten Monaten substantiell an Hypoport beteiligt. M.E. bietet die Aktie auf dem derzeitigen Niveau die reelle Chancen von nennenswerten Überrenditen in den nächsten 2-3 Jahren. Die Gründe für die Einschätzung stelle ich anschließend kurz dar und erläutere sie kurz:

1) Antizyklisches Investitionsmöglichkeit in der Finanzdienstleistungswirtschaft
Die Finanzdienstleistungswirtschaft in Deutschland befindet sich aktuell in der Krise, was man auch an den Aktienkursentwicklungen der Peers von Hypoport MLP, OVB und Aragon ersehen kann. Entsprechend sind die Bewertungen der dort operierenden Unternehmen allgemein depressiv mit teils einstelligen KGV´s. Da der Finanzdienstleistungsmarkt eher zyklisch verläuft deutet sich hier ein zyklischer Tiefpunkt an. Weiterer Vorteil von depressiven Marktstimmungen ist bekanntlich, dass nicht mehr zwischen guten und schlechten Unternehmen unterschieden wird (ähnlich wie in einer euphorischen Marktstimmung). Strukturell ist der Finanzdienstleistungsmarkt weiterhin ein Wachstumsmarkt, da die Marktmacht der Banken tendenziell sinkt und der Bedarf zur Altersvorsorge weiterhin hoch bleibt, da der Staat zunehmend seine Leistungsversprechen nicht mehr finanzieren kann. Im Vergleich zu Banken haben die Finanzdienstleistungsunternehmen den Vorteil im Hinblick auf die Assets deutlich transparenter zu sein und somit weniger unkalkulierbare Bilanzrisiken aufzuweisen. Für ein antizyklisches Investment insoweit ein interessantes Marktsegment.

2) Strukturell überlegendes Geschäftsmodell
Hypoport hat m.E. ein im Vergleich zum Wettbewerb strukturell überlegendes Geschäftsmodell, was dem Unternehmen ermöglichen wird auch in einem stagnierenden bzw. rezessiven Marktumfeld zweistellig organisch zu wachsen.
a) Allfinanzvertrieb Dr.Klein
Hypoport besitzt einen "normalen" Finanzvertrieb wie ähnlich z.B. AWD, OVB, Bonnfinanz, DVAG und MLP. Der Unterschied ist, dass dieser Vertrieb vollständig internetfokussiert und nachfrageorientiert ist. Dr. Klein berät, wenn eine Nachfragesituation beim Kunden vorhanden ist und "drückt"( in der Regel) keine ungewollten Produkte auf. Folge ist eine höhere Beratungsqualität und einhergehend eine relativ gute Markenreputation. Die notwendigen Leads werden sehr effizient über eigene Seiten (v.a. vergleich.de) im Internet generiert, wobei einfache Produkte über den Telefonvertrieb und komplexe Produkte über den Filialvertrieb verkauft werden. Im Unterschied zu reinen Onlinevertrieben wie Check24 und finanzen.de verfügt Dr.Klein auch über ein "Offline" Filialvertrieb der als Franchisemodell betrieben wird, was dem Unternehmen eine kapitalschonende Expansion in diesem Bereich ermöglicht. Dies zeigt, dass Dr.Klein im Gegensatz zu den vorgenannten Strukurvertrieben bei entscheidenen Elementen anders (m.E. besser) organisiert ist. Dieses "neue" Geschäftsmodell des Vertriebs scheint sich auch verstärkt in der Branche durchzusetzen, da Dr.Klein für sein Modell seit Jahren neue Berater gewinnen konnte, während bei fast allen Vertrieben diese Kennziffer rückgängig ist. Mit steigender Beraterzahl steigt bekanntlich auch die Vertriebsmacht und damit einhergehend der Wert des Vertriebes.

b) Europace
Das interessanteste Asset von Hypoport ein Europace. Ein Marktplatz für Finanzprodukte, der als Cloudsoftwarelösung bei Vertrieben und Produktgebern platziert wird. Dieser Marktplatz ist in seiner Konzeption einzigartig in Deutschland und wird über Finmas und Genopace aktuell auch im Sparkassen und Genossenschaftsbankensektor platziert. Der Marktplatz ermöglicht einen sehr effizienten Vertrieb bzw. die Abwicklung von Finanzierungsprodukten und scheint ein Marktbedürfnis zu befriedigen. Jedenfalls steigen die Umsätze auf dieser Plattform kontinuierlich an und haben zuletzt 2012 ein Volumen von 28 Mrd. erreicht. Insofern kann man nunmehr feststellen, dass sich diese Geschäftsidee bzw. dieses Geschäftsmodell in Deutschland durchgesetzt hat. Gerade bei neuartigen Geschäftsmodellen besteht regelmäßig die Gefahr, dass diese scheitern. Dies sehe ich bei Europace nicht mehr, da der erreichte Track Record eine beeindruckende Sprache spricht. Sobald sich eine Plattformlösung durchsetzt, proftiert der Inhaber dieser Plattform von zwei positiven Effekten. Dem Marktplatzeffekt und den hohe Grad an Skalierbarkeit( vgl. Ebay). Beide Effekte werden in den nächsten Jahren immer deutlicher hervortreten, da bislang die Investitionen in dem Plattformaufbau im Vordergrund standen, die bis dato schon über 50 Mill. EUR (mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung) betragen haben (aufgrund der Höhe der bislang geleisteten Investitionen sehe ich auch das Replacementrisiko durch Wettbewerber als gering an). Die "Erntezeit" bei Europace beginnt also erst langsam.
c) Maklertätigkeit für die Wohnungswirtschaft
In seinem dritten Geschäftsbereich ist Hypoport als Makler in der Wohnungswirtschaft tätig. Nach eigenen Angaben ist man hier Marktführer. Dies kann ich nicht verifizieren, allerdings generiert Hypoport hier seit Jahren kontinuierlich Ebitmargen von 30%, so dass hier offenbar ein Wettbewerbsvorteil gegeben ist.

Zu der zugegeben schwierigen und strittigen Frage der Bewertung des Unternehmens nehme ich im Verlauf der kommenden Tage nochmal gesondert Stellung.  
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Aktienmarkt ist halt kein Ponyhof
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30860 Postings ausgeblendet.

27.08.25 16:24
1

6687 Postings, 5454 Tage sonnenschein2010für manch einen sind halt

148 er Kurse bei Hypoport durchaus attraktiv ;-)

 

27.08.25 17:00

1977 Postings, 2809 Tage Grish.

Ja, hab ich auch von gehört ;-) vielleicht ist es das ja auch, wer weiß das schon.  

28.08.25 13:36
2

6687 Postings, 5454 Tage sonnenschein2010die zu beobachtende

Abverkaufsstrecke ist imho beeindruckend und
gibt Raum sich gut zu positionieren ;-)

Als würde das Geschäftsmodell ins Wanken geraten sein...
ist es nicht.
 

28.08.25 15:40

101 Postings, 1257 Tage Borolli@sonnenschein,

guter Zeitpunkt sich positionieren? Vielleicht ist es auch noch ein guter Zeitpunkt zu verkaufen? Wer weiß das schon, ich habe hier viel Geld verloren bisher, brauch von dem Zeugs nichts mehr...  

28.08.25 15:58

1977 Postings, 2809 Tage Grish.

Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum man sich unbedingt jetzt positionieren sollte. Eine V-förmige Erholung ist ja sicherlich nicht zu erwarten. Von daher hat man ja durchaus Zeit, falls man sich positionieren möchte. Im Moment sieht der Chart gar nicht gut aus und scheint nach unten auszubrechen, die Saisonalität ist gerade auch negativ und der Trend wirkt auch eher negativ. Also warum jetzt, warum nicht abwarten?! Falls man Angst hat, dass einem die Gewinne entgehen, übersieht man schnell mal die Risiken und fährt stattdessen häufig erstmal ein paar Verluste ein. Insbesondere der Durchbruch unter 150 ? und damit ein neues 52-Wochen-Tief ist (zumindest für mich) jetzt echt mal kein Kaufsignal!  

28.08.25 19:51
4

73 Postings, 695 Tage tommsterStudie der Deutschen Bank zu Neubauten

Die Deutsche Bank erwartet in den nächsten Jahren durch Automatisierung einen sehr starken Anstieg des Neubaus. Siehe Seite 8.

https://www.dbresearch.de/PROD/RPS_DE-PROD/...WLzQcrRkly7j~e3DTT5Oz8T  

28.08.25 20:06

73 Postings, 695 Tage tommsterDer erwartete

Anstieg beim Neubau würde dann auch in den Zeitraum der Refinanzierungswelle fallen.

 

29.08.25 07:34
3

6687 Postings, 5454 Tage sonnenschein2010@grish

kann deiner Logik nicht folgen...
würde bedeuten auf eine trendwende zu warten und diese bestätigt zu sehen...
das führt häufig zu einem EK der mal locker 10-20 % über den möglichen entry liegt...

Und wenn ich mir den Jahreschart anschaue sehe ich doch so einige V-förmige Formationen ;-)

Vielleicht einigen wir uns auf folgendes "Handelsgesetz":

Der Gewinn liegt im Einkauf.  

29.08.25 08:44
3

1977 Postings, 2809 Tage Grish.

Nach meiner Erfahrung gibt es bei so längerfristigen, fundamental begründbaren Trends vor der Trendwende eine Bodenbildung. Kleiner Tipp: Frische 52-Wochen-Tiefs sind kein Indikator dafür ;-) Davor ist es einfach nur etwas ungezieltes Hineingreifen in ein fallendes Messer oder hast du irgendein Argument warum gerade 150 oder 140 oder 130 der Punkt sein sollte an dem der Trend wechselt?!
Damit läuft man Gefahr, dass die eigene Position relativ schnell relativ groß wird, wodurch spätere Nachkäufe deutlich abgeschwächt werden bzw. der persönliche Druck bei weiteren Verlusten schnell zunehmen kann.

Die angeblichen V-förmigen Erholungen im Jahreschart sehe ich ehrlich gesagt nicht. Ich sehe Erholungen, die danach wieder genauso schnell abverkauft wurden. Aber ich wollte ja auch niemandem sagen was er tun soll. Ich verstehe lediglich nicht, warum so eine Situation Leute zum Kaufen animiert, aber ich muss ja auch nicht alles verstehen ;-)

 

29.08.25 10:35
2

238 Postings, 2650 Tage Master Magnoliazeitlicher Faktor

Der Markt spielt sicherlich momentan eine Abschwächung des deutschen Baufinanzierungsmarktes. Die ist momentan aber nicht zu sehen. Und die müsste sich spätestens jetzt Anfang September, wenn saisonal, nach der Ferienzeit wieder mehr finanziert wird zeigen. D.h. in 2 Wochen ist klar ob diese Befürchtungen übertrieben waren.  
Angesichts des stabilen Zinsumfeldes  und eines Marktes, der in den letzten Jahrzehnten kaum zins- und konjunkturabhängig war, halte ich genau das für sehr wahrscheinlich. 2022 wurde halt genau die Fraktion unter den angelsächsischen Investoren, die immer gleich von Markteinbrüchen ausgeht, bestätigt. Seitdem haben wir diese erhöhte Volatilität in der Aktie, das wird sich irgendwann wieder normalisieren.
 

29.08.25 11:22

3654 Postings, 3233 Tage ChaeckaMarktanteil/Potenzial

Welches Verständnis zu Potenzial und Marktanteil von Hypoport gibt es?
Das würde Rückschlüsse zum künftigen Wachstum aufzeigen.

Nach meinen Infos wurden in Deutschland im Jahr 2024 durchschnittlich 16,5 Mrd. Euro/Monat Immobiliendarlehen abgewickelt. Daran ist Europace mit 6 Mrd. beteiligt.
Daraus leite ich einen Marktanteil von 36% ab. Die Durchdringung ist also schon ziemlich hoch. Ob dieser Marktanteil tatsächlich weiter gesteigert werden kann?
Ich habe Zweifel, denn es gibt sicher einige grosse Banken, die ihre eigenen Systeme haben und deswegen nicht als Kunde infrage kommen.

Meinungen?  

29.08.25 11:31

491 Postings, 4575 Tage snug_hoodieKegelbahn

Hier werden auch die allerletzten Knock Out Long Zertifikate rausgekickt. Sehr effizient  

29.08.25 11:52
2

238 Postings, 2650 Tage Master Magnolia@Chaecka

da ist nur die ING mit Interhyp, die steht aber in direkter Konkurrenz zu anderen Banken. Insbesondere auch im Geno- und Sparkassenbereich. Insofern kommt eigentlich nur Europace in Frage. Die Markteintrittsbarriere für neue Player ist viel zu groß. Bankeigene Altsysteme weiter zu pflegen macht irgendwann keinen Sinn mehr. Europace  integriert ja laufend die gesamte Regulatorik, weswegen es für Banken sogar Sinn machen kann eigene Kredite an eigene Kunden über Europace laufen zu lassen. Der Marktanteil wird perspektivisch auch die 50% überschreiten.
 

29.08.25 12:30
2

73 Postings, 695 Tage tommster@Chaecka

Europace wächst ja gerade bei den Volksbanken und Sparkassen aktuell relativ stark. Dort sind die Marktanteile mit 25% bzw. 20% auch weiterhin ausbaufähig.
Auch bei den Maklern, mit bereits 60% Marktanteil, ist weiterhin noch Luft nach oben.
 
Angehängte Grafik:
attachment-33290534.jpeg (verkleinert auf 19%) vergrößern
attachment-33290534.jpeg

29.08.25 17:43

6687 Postings, 5454 Tage sonnenschein2010mit Gewalt

ein neues 52 Wochentief 142,80 auf SK-Basis ;-)
paar Minuten vorher noch gut 500 Stück bei 144 im Geld...  

30.08.25 15:50

1977 Postings, 2809 Tage Grish@tommster

Das klingt für mich so als dürfte es schwierig werden bei Refinanzierungen deutliche Marktanteile hinzu zu gewinnen, weil die Masse der Kunden ihren Kredit anscheinend bei der selben Bank refinanzieren.  

30.08.25 17:05

73 Postings, 695 Tage tommster@grish

Bei einem jährlichen Volumen von 80 Mrd. Euro sind 25% (wechselnde Kunden) 20 Mrd. Euro. Davon dürfte ein Großteil bei Europace landen.
Aktuell werden ja nur 4 Mrd. Euro über Europace abgewickelt.
 

31.08.25 12:55
2

694 Postings, 4013 Tage wiknam@grish

Wenn man seine Immobilie zu 1% finanziert hat, jetzt in die Prolongation läuft und in Zukunft 3,5% zahlen muss, wird man sich sehr genau überlegen, wo man finanziert bzw. welchen Preis man bereit ist zu zahlen. Das wird vielen sehr weh tun.  

31.08.25 13:57

1977 Postings, 2809 Tage Grish@tommster

Also ich verstehe den Artikel im Kern so, dass es darum geht herauszuheben, dass es einen großen Unterschied macht, wenn die aktuelle Bank die Kunden frühzeitig bzgl. einer Refinanzierung anspricht.

?Wird die Kundschaft hingegen frühzeitig durch die Bank kontaktiert, verlängern über 90?Prozent beim Ursprungsinstitut. ?Eine frühzeitige, systematische Kundenansprache ist heute der zentrale Hebel für die Verlängerung?, erklärt Hendrik Tacke, Director bei Simon-Kucher. ?Wer erst kommuniziert, wenn die Zinsbindung fast abgelaufen ist, ist zu spät und verliert die Kund:innen.??

Grundsätzlich muss man sich doch fragen, warum der Anteil der Refinanzierungen bei Hypoport plötzlich stark steigen sollte. Refinanzierungen gibt es ja jetzt auch schon und der Anteil von Hypoport liegt unter 10% vom Gesamtmarkt. Einfach mal anzunehmen, dass von den möglicherweise 25% Wechselwilligen der Großteil bei Hypoport landen dürfte, hat eigentlich keine Grundlage. Aktuelle Zahlen zeigen das jedenfalls nicht.
Außerdem basiert der Anstieg der Refinanzierungen, wenn ich die Grafik von Hypoport, die du am 21.8. gepostet hast, richtig verstehe, hauptsächlich darauf, dass viele Kredite mit 15 Jahren Festzins in den nächsten Jahren refinanziert werden müssen. Die wurden aber bis einschließlich 2030 alle vor der Nullzinsphase abgeschlossen. Daher dürfte der Zinsunterschied bei diesen Verträgen gar nicht so hoch sein. Oder verstehe ich da etwas falsch?

 

31.08.25 16:29

73 Postings, 695 Tage tommster@grish

1) Ja du versteht die Grafik falsch. Es handelt sich um Kredite die schätzungsweise zwischen 2010 und 2020 abgeschlossen wurden. In diesem Zeitraum haben viele eine 15-jährige Zinsbindung abgeschlossen. Diese Kredite kommen ab 2027 vermehrt zur Refinanzierung.

2) M.E. unterschätzt du die Tatsache fundamental wieviele Vermittlerfinanzierungen im Markt sind. Europace und Interhyp haben mittlerweile einen Marktanteil von kumuliert 50% beim Neugeschäft.  
Die werden die Anschlusszinsfinanzierungen ganz sicher nicht allein den Sparkassen und Geno-Banken überlassen, sondern selbst frühzeitig die Kunden kontaktieren.
Zumal Hypoport mit Dr. Klein ja selbst als Vermittler aktiv ist und damit genaue Kundendaten bezüglich der Darlehen hat.
Genau deshalb gehe ich auch von steigenden Marktanteilen bei den Anschlusszinsfinanzierungen aus.


 

31.08.25 18:02

1977 Postings, 2809 Tage Grish@tommster

Ich denke dann verstehe ich die Grafik schon richtig. Aber wir reden hier ja auch nicht vom Neugeschäft, sondern von Anschlussfinanzierungen und erkläre mir doch mal warum der Anteil der Anschlussfinanzierungen derzeit so viel niedriger ist als die erhofften sagen wir mal 15-20%. Derzeit liegt der Anteil wie gesagt unter 10%. Wenn dein Argument schlüssig wäre, müsste man auch jetzt schon einen höheren Marktanteil haben. Der Marktanteil erhöht sich ja nicht einfach nur weil sich die Gesamtmenge der zu finanzierenden Kredite erhöht! Oder sagt Hypoport derzeit noch "vorerst sprechen wir diejenigen mit Anschlussfinanzierung noch nicht frühzeitig an. Das machen wir erst 2026 und danach!"?!

Und was die Veränderung der Zinskosten der Kreditnehmer angeht sehe ich da vorerst noch keinen größeren Kostendruck, der die Kreditnehmer händeringend nach Lösungen suchen lässt, weil der Zinssatz bei ihrer Hausbank nicht zu stemmen ist. Wir reden hier ja auch über wesentlich kleinere Summen, da bereits 15 Jahre getilgt wurde.
Wenn ich z.B. bei Google den Kreditzins für eine 15 jährige Zinsbindung im Jahr 2011 (also relevant für 2026) eingebe, wird mir ein Zinssatz zwischen 4,05 und 4,15% genannt

für 2012  3-3,5%
2013 2,54%
2014 2,5-3%
2015 2,1-2,4 %

Wenn man diese Zahlen als Basis nimmt, wird es noch einige Jahre dauern bis sich wirklich ein gravierender  Unterschied zum aktuellen Zinssatz ergibt.
 

31.08.25 18:57

73 Postings, 695 Tage tommster@Grish

1) Weil seit 2010 der Anteil der Vermittlungsfinanzierungen am Neugeschäft jährlich deutlich steigt und damit gehen dann logischerweise sukzessive mehr Vermittlerfinanzierungen in die Anschlussfinanzierung. Das ist einfache Mathematik.

2) Die Auswertungen der Unternehmensberatung zeigt ja das 50% der Vermittlerfinanzierungen auch bei der Prolongation wechseln.

 

31.08.25 19:47

73 Postings, 695 Tage tommsterZu 1)

Europace hat sich z.B. von 2010 auf 2012 nahezu verdoppelt.
Diese erhöhte Anteil an Vermittlerfinanzierungen geht jetzt ab 2027 sukzessive in die Anschlussfinanzierung.
Insofern ist es mehr als naheliegend das sich der Marktanteil von Europace bei den Anschlussfinanzierung jährlich wachsend sukzessive erhöhen wird.
 
Angehängte Grafik:
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