Martin D
@SkyMartiner
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2 Std.
#BREAKING im #Wirecard-Gerichtssaal, für alle Interessierten; heute aus dem Justizpalast in München, im selben Gerichtssaal, in dem im Februar 1943 die Geschwister Scholl von der NS-Widerstandsgruppe Weiße Rose zum Tode verurteilt wurden (kein Scherz!)
Wirecards ehemaliger Chefbuchhalter von Erffa befragt endlich den Gutachter, den deutschen Universitätsprofessor Hauser, der für das Gericht ein umfangreiches Gutachten erstellt hat, in welchem die verschiedenen #Wirecard-Tochtergesellschaften nach ihren Finanzen bewertet werden.
An einer Stelle fragt von Erffa den Gutachter, ob er seine Methoden überdacht habe, nachdem er erfuhr, dass #Wirecard Brasil vom ihm mit 7 Millionen Euro bewertet wurde, diese Gesellschaft aber vom Insolvenzverwalter für satte 46 Millionen Euro (!!!) verkauft worden sei, also rund das 7-fache dessen, was der Gutachter in seinem Gutachten angegeben hat.
Etwa 30 Minuten lang entwickelt sich ein bizarres Ping-Pong zwischen Prof. Hauser, dem vorsitzenden Richter #Wirecard und von Erffa, in dem der Sachverständige jede Verantwortung und jedes Fehlverhalten von sich wies, indem er Zeile für Zeile aus seinem Gutachten vorliest.
Der Richter behauptet allen Ernstes ?naja, aber das war so ziemlich der einzige Fehler dieser Art? im Gutachten, unterbricht von Erffa immer wieder aggressiv mit dem Hinweis, dass angeblich ?niemand die Frage verstehe? des ehemaligen Hauptbuchhalters, und warum er eigentlich ?diese Frage? stelle.