Lufthansa 2012-2015: wohin geht die Reise...

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neuester Beitrag: 06.08.20 17:35
eröffnet am: 18.04.12 19:02 von: sir_rolando Anzahl Beiträge: 46383
neuester Beitrag: 06.08.20 17:35 von: hartgeldinves. Leser gesamt: 6837830
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18.04.12 19:02
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1204 Postings, 3569 Tage sir_rolandoLufthansa 2012-2015: wohin geht die Reise...

Ich dachte mir langsam wirds Zeit für einen neuen Thread wo einerseits Chart-Diskussionen nicht erwünscht sind (es gibt ja bereits ein Eigenen) und andererseits auf die Zukunfts-Chancen der LH näher eingegangen werden soll.

Ich sehe im Moment folgende Risken:

* weltweiter wirtschaftlicher Abschwung
* möglicherweise dramatische Ölpreissteigerung Richtung 150$ (obwohl es im Moment eher umgekehrt aussieht)
* AUA-Umstrukturierung
* diverse Streiks
* EU-co2-Steuer mit gefahr, daß China&Co europäische Luftlinien mit Strafzöllen belegen
* Vielleicht kommt wieder ein Vulkanausbruch mit Flugverboten usw.....


...und andererseits große Chancen, da:

* die Aktie nahe des absoluten Tiefstkurs notiert
* weit unter Buchwert
* Verlustbringer wie BMI oder Jade (Cargo) verkauft/geschlossen wurden
* die Umstruktierung der AUA/Germangwings im vollen Gange ist
* bereits ein neues 1,5Milliarden Sparprogramm veröffentlicht wurde
* Konkurrenten wie AirBerlin oder AirFrance straucheln und massiv Flüge kürzen
* der eindeutige Trend zur besseren Auslastung voranschreitet
* niedrigere Dividende bedeutet gleichzeitig Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich
* mit dem neuen CEO Franz jetzt ein Profi am Steuer ist, der es auch bei der Swiss eindrucksvoll geschafft hat den Turnaround zu erzielen
* sinkender Ölpreis (ist ja nicht nur Risiko sondern auch Chance) - bei erwarteten Kerosinaufwände in 2012 von >7milliarden Euro zählt jedes Prozent


persönliches Fazit: ich erwarte mir spätestens in 2014 eine Gewinnrentabilität von mindestens 3% -> bei 30miliarden Umsatz wären das 900-1000mio. was weiters einen Gewinn/Aktie von ca. 2? bedeutet -> bei einem fairen 10er KGV würde das einen Kurs von 20? bedeuten...  
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46357 Postings ausgeblendet.

06.08.20 14:05

4215 Postings, 5643 Tage 123456a@Zeitungsleser

Eigentlich unfassbar.
Aber da ist das letzte Wort nicht gesprochen. Manchmal habe ich mich selbst dabei ertappt, wie das Szenario Insolvenz und somit manche Problemlösungen durchgespielt habe. Am Schluss hat es für mich nie einen Sinn ergeben, aber so kann es mit diesem Weltfremden Gewerkschaften auch nicht weitergehen.  

06.08.20 14:28

255 Postings, 1262 Tage floxi1Der Punkt ist langfristig, dass

Geschäftsflüge durch Corona aus der Mode gekommen sind und damit die Cashcow der Lufthansa teilweise ausfällt.
Da heißt es, sich mit Ryanair und Co um die Pauschaltouristen zu prügeln.
Gar nicht gut.
 

06.08.20 14:53

2388 Postings, 3835 Tage ZeitungsleserViel Spaß damit

SPD gegen betriebsbedingte Kündigungen bei Lufthansa

https://www.finanznachrichten.de/...uendigungen-bei-lufthansa-003.htm

Das hat man wohl davon, wenn sich die Politik spendabel zeigt. Das geht in die Hose.  

06.08.20 15:02
Erzähl das mal dem Ingenieure der im chinesischen Werk ne Maschine aufbaut, dass es jetzt aus der Mode gekommen ist, der soll sie mal per Skype Inbetriebnehmen, oder dem Vertriebler, dass Vertrieb am Telefon jetzt genauso gut geht wie wenn man vor Ort kommt. Der konkurrierende Vertriebler der Ortsbesuch macht hat dadurch bestiiiiimmt keinen Vorteil.  

06.08.20 15:05

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorZeitungsleser

Bernd Westphal, noch nie vom ihm gehört, Altmeier hat gesagt der Staat soll sich da nicht einmischen. Der hat das Sagen. Dass die Sozen jetzt wieder schreien war klar. Interessiert aber nicht die Bohne, die sind auf dem weg auf die 5% Hürde, die sollte man shorten.  

06.08.20 15:07

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorFDP meldet sich zu wort

06.08.20 15:14

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorDer UFO ist

die Lust am nachverhandeln vergangenen. Friss oder stirb. Sie können natürlich gerne ablehnen, dann hagelt es Kündigungen. Willkommen in der Realität liebe UFO.  

06.08.20 15:17

410 Postings, 133 Tage GearmanLangfristig werden auch Ingenieure

weniger reisen, weil die Chinesen die letzten 20 Jahre planmäßig über Gesetze und Bedingungen das technische knowhow ins Land geholt haben, die meisten Maschinen und Anlagen selbst zu bauen. Und viele Chinesen, die in Europa studiert haben, kehren zurück.
Abgesehen von Abkühlungen in Handelsbeziehungen, wenn wir China wg  Hongkong, Taiwan usw. kritisieren  

06.08.20 15:19

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorGearman

in 20 Jahren vielleicht. Aktuell läuft das noch mit deutschem Know How.  

06.08.20 15:50

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestor8300 Stellen schon abgebaut

So lieber Cockpit Vorstand, war wohl äußerst dumm die ausgestreckte Hand von Lufthansa, auszuschlagen. Die 800 Piloten die die nächsten Tage in der Kernmarke Post erhalten gehen auf eure Kappe.

https://www.welt.de/wirtschaft/article213026048/...n-800-Piloten.html  

06.08.20 16:03

3568 Postings, 4107 Tage kbvlerHartgeldinvestor

angenommen und siehe Postings heute von mir - habe auch kein Problem etwas zuzugeben - Cargo als Beispiel!

Bitte vergesst aber auch nciht, was so manche hier schreiben - 20-40% Gehaltseinbusse..........wie bezahlt der LH Mitarbeiter seine Autorate und seine Miete dann?

Selbst schonmal 40% Gehaltseinbusse gehabt? und dann als Arbeitnehmer zu sehen, das die Firma an AKtionäre die Kohle raushaut ( man hätte auch keine Divi zahlen können für schlechte Zeiten und bitte die Position Pensionfond im Q Bericht nicht vergessen) und sich Staatsgelder holt die auch indirekt von den Mitarbeitern sind?  

06.08.20 16:05

410 Postings, 133 Tage GearmanHartgeldinvestor

Leider keine 20 Jahre mehr. Die Standarts der nächsten Abgasnorm CN7 inklusive Motorentwicklung machen die Chinesen ohne Rücksicht auf EU7, so wie die KI für China von Alibaba, Tencent und Baidu entwickelt werden. Im gesamten Automotive Bereich müssen sämtliche OEM?s ihre deutschen Fertigungsstandorte von Chinesen zertifizieren und auditieren lassen mit entsprechendem Wissenstransfer.
Spezielle Hersteller von Maschinen wie zB für Verzahnungsgeometrien von Oerlikon/Klingelnberg werden im Business bleiben, weil es sich für Chinesen nicht lohnt, in dieses Business zu investieren, weil bisherige Antriebsgetriebe kein Wachstumsmarkt ist.
Habe mir die letzten 15 Jahre zig Firmen angeschaut, einige Zeit dort verbracht. Die Entwicklung aller Bereiche und der Ehrgeiz der Menschen zum Erfolg sind beeindruckend bei totaler Überwachung und Kontrolle.  

06.08.20 16:12

2388 Postings, 3835 Tage ZeitungsleserLH-AN sind unsolidarisch

Die Personalkosten liegen im Durchschnitt bei 65.926 je Mitarbeiter. Bei einem Cut auf durchschnittlich 50.000 Euro bis 2024 wird keiner verhungern. Man könnte ja auch noch einen earn-out Klausel vereinbaren, dass ein Teil bei Erfolg nachträglich gezahlt wird. Ryanair lag jahrlang bei 50 TEUR Personalaufwand je Mitarbeiter.  

06.08.20 16:27

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorGearman

Ja die Entwicklung ist mittel bis langfristig natürlich bedenklich, aber z.B. bei Maschinenbau ist Deutschland Exportweltmeister, und solchen Maschinen reisen nun mal die Inbetriebnehmer hinterher, das hat sich jetzt durch Corona nicht geändert. Klar gibt es auch Auslands entities aber die kosten auch Geld, das können sich große Konzeren leisten, der Mittelstand macht das anders. Am billigsten ist es bei Projekten und Aufträgen die Leute hinterher zu schicken, im moment sind tausende Projekte auf hold, die rollen wieder los sobald es eben geht. Corona mag manche Entwicklungen beschleunigen aber es wird keine Revolution sondern eine Evolution wenn auch eine beschleunigte. Die Mitarbeiter mögen das Reisen auf Firmenkosten, klar geht auch vieles ohne, und jetzt wird genau hingeschaut, aber das ändert sich auch wieder. Hab das schon mehrfach gesehen. Es gibt einfach Menschen die wollen raus aus dem Land und umher jetten. Und die gehen zu dem Arbeitgeber der das ermöglicht. Viele andere Dienstreisen sind und bleiben eh unumgänglich.  

06.08.20 16:30

410 Postings, 133 Tage GearmanZeitungsleser

Ob eine Stewardess vom Vermieter in München auch 20% oder mehr Mietminderung erhält? Über Gehaltskürzungen von anderen debattieren heißt auch, alle Aspekte zu berücksichtigen. Und wie würde man als selbst Betroffener darüber denken?  

06.08.20 16:35

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorKBVler

naja meine Zahlen waren jetzt fiktiv. Wollte nur sagen, es gibt eine Zahl an Einbußen bei der kann man alle Arbeitsplätze retten, das sagt Spohr ja selbst. Aber den Preis will der einzelne eben nicht zahlen. Dann bleibt halt nur noch Kündigungen. Einige müssen gehen, damit andere mehr Gehalt bekommen. Das ist die bittere Wahrheit. Wirklich alle Airlines sind weiter als LH, bei UFO, Cockpit, und Verdi glaubt man das wer das alles bezahlen soll, der Staat? Zweites Rettungspaket? Nochmal 9 Milliarden? Die Banken geben keinen Kredit. Also entweder schmerzhafte Einschnitte für alle oder manche müssen gehen für den Rest. Oder ewig Rettungspakete oder Rettungspakete und insgeheim wissen das auch die Sozen. Der Widerspruch zur Ankündigung heute ist bisher sehr gering.  

06.08.20 16:37

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestor*Oder Insolvenz

06.08.20 16:40

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorLH wäre die einzigste Airline

der Welt ohne betriebsbedingte Kündigungen. Und bei UFO wollte man direkt nach dem man ein Angebot nachverhandeln. Und zwar war man nicht bereit das Lufthansa die Lücke zwischen Gehalt und Kurzarbeitergeld nur zu 75% auffüllt. Sag mal, geht's noch, dann muss man eben Kündigen, dann kann man die Differenz auch zu hundert Prozent auffüllen. Das Verhalten von UFO ist einfach nur assozial.  

06.08.20 16:44

410 Postings, 133 Tage GearmanHartgeldinvestor

Genau so ist es. D.h. LH Business Langstrecke China ist u.a. abgängig vom Erfolg des deutschen Mittelstands. Und die Überkapazitäten der Airlines führt zu Preiskampf und sinkenden Margen.  

06.08.20 16:49

410 Postings, 133 Tage GearmanKurzarbeitergeld

ist kurzfristig eine super Überbrückungslösung, führt aber langfristig zu staatlich subventionierten Arbeitsplätzen und verlangsamt notwendige Reformen.  

06.08.20 16:55

4477 Postings, 713 Tage S3300Hartgeldinvestor

10% vom Tageshoch , da hätte man bei Evo wieder Alpträume  

06.08.20 17:02

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorGearman

So ist es, KUG dient als Überbrückung. LH geht hin und füllt die  40% Differenz zum Gehalt mitten in der Krise auch noch auf. Damit die Mitarbeiter keine Einbußen haben. Aktuell glaube ich bis zu 80%. Also wer gerade im Schwimmbad hockt, weil Flugzeuge nicht fliegen bekommt nicht 60% Kurzarbeitergeld, nein er bekommt von Lufthansa nochmal mächtig Geld obendrauf. Aber man bekommt den Hals nicht voll, hundert Prozent Gehalt muss es sein, bei 100% Freizeit, drunter läuft es nicht. Hab die geforderten Auffüllungen jetzt nicht zur Hand, aber die Forderungen sind so eben nicht zu erfüllen, die sind enorm. Die haben, Achtung ein Wortspiel, jegliche Bodenhaftung verloren.  

06.08.20 17:27

410 Postings, 133 Tage GearmanAlle großen Firmen erhöhen idR

KUG auf etwa 80%. Finde ich ok, denn über Monate schaffen es viele nicht mit 60% wegen hoher Mieten usw.
Und bitte nicht vergessen: KU wollen die wenigsten, denn es ist der letzte Schritt vor Entlassung. Schwimmbad und sonstige Aktivitäten kosten auch Kohle. Ja, paar Wochen daheim ist okay, wenn aber keine Lösung in Aussicht, dann kann es auch auf die Psyche gehen, denn adäquate Arbeit gibts nicht überall.  

06.08.20 17:34

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorGearman

Hab die Zahlen gefunden, die bekommen den Hals nicht voll:

"Die Kabinengewerkschaft UFO lehnt zudem Pläne der Geschäftsführung ab, das Kurzarbeitergeld nur noch auf 85 statt 90 aufzufüllen".

Nicht 80% wollen sie in der größten Krise der Luftfahrt, 90% müssen es sein.
Ok 85% bekommen sie geboten, da staunen die Arbeitnehmer der restlichen Republik, was alles möglich ist mit Steuergeldern.
Nö reicht nicht - 90%! Basta!!!
Ok dann wird gekündigt, steh ich als Steuerzahler voll dahinter. Recht so!

https://www.welt.de/vermischtes/article213010722/...ieder-online.html  

06.08.20 17:35

111 Postings, 42 Tage hartgeldinvestorFalscher Link

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