Ich sehe das ein bisschen differenzierter - Ja, die Belastung für einen Spieler ist mittlerweile Grenzwertig (Sicherlich nicht für eine einzige Saison und auch sicher nicht, wenn man immer nur grundsolide seinen Stiefel runterspielt - Aber auf Jahre gesehen und mit dem Wunsch der Fans, immer eine formidable Leistung erkennen zu können, sind wir langsam an einem Peak angekommen)
Allerdings gibt es eine einfache Möglichkeit - Was machen Wirtschaftsunternehmen, wenn sie auf Dauer eine Mehrbelastung zu managen haben? Klar, kurzfristig wird es mit Mehrarbeit aufgefangen, aber langfristig werden mehr Mitarbeiter eingestellt. Dementsprechend würde mein Kader nicht mehr aus 25-30 sondern eher aus 30-35 Profis bestehen. Hier würde natürlich die Qualität etwas leiden, macht aber gar nichts, denn das würde die Diskrepanz zu kleineren Verein in manchen Spielen deutlich reduzieren. Als Beispiel, Dortmund spielt regelmäßig in allen möglichen Wettbewerben, dann muss vielleicht in der Bundesliga oder im Pokal gegen vermeintlich schwächere Mannschaften die B-Elf ran - Somit gibt es erhöhte Chancen für die Underdogs ein Schnippchen zu schlagen, was wiederum gut für den Wettbewerb ist. Ich muss also als Team viel genauer analysieren, wann, wie oft und wie lange ich meine Stars aufs Feld schicke - Ich sehe hier kein Problem. Dann spielt ein Guirassy eben nicht jedes Spiel sondern bleibt im Rückspiel gegen Lissabon erstmal auf der Bank und kommt nur im Ernstfall, why not? Schaut euch hierzu gerne mal Lewandowski bei Barca an - Dieser wird aktuell extrem gesteuert in seiner Belastung und spielt eben nicht jedes Spiel oder wird nur für 30 Minuten gebracht - Da hat es jemand erkannt und es geht.
Also nach meiner Sichtweise, Mehrbelastung für den einzelnen Spieler grenzwertig? Ja! Problem von zu vielen Spielen im Jahr für die Klubs? Nein!
Ob das grundsätzlich klug und richtig ist, noch weitere Wettbewerbe oder noch größere ins Leben zu rufen steht auf einem anderen Blatt.
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