AT&S - Wachstumsweg zu 80 Euro

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neuester Beitrag: 06.05.21 06:01
eröffnet am: 28.03.20 07:27 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 941
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28.03.20 07:27
7

1184 Postings, 1939 Tage cicero33AT&S - Wachstumsweg zu 80 Euro

Ich habe mich dazu entschlossen einen neuen AT&S - Thread zu eröffnen, weil das Unternehmen im Rahmen der dem Leitsatz "More than AT&S" untergeordneten Strategie eine bedeutende Veränderung erfährt, die dazu führen wird, dass AT&S auch an der Börse neu bewertet werden wird. 

Ich möchte damit auch das Kursziel 80 Euro für das Geschäftsjahr 2024/25 ausgeben und habe entsprechend auch den Thread-Titel angepasst.

Die Grundlage für dieses Kursziel bilden die unternehmenseigenen Prognosen, wonach mittelfristig, also in 5 Jahren (GJ 2024/25), ein Umsatz von 2 Mrd Euro und eine EBITDA-Marge von 25-30% erreicht werden soll. 

Was steht also hinter dem Leitsatz bzw. der Strategie "More than AT&S":?

* Die Hauptsäule ist definitiv der massive Ausbau der IC-Substrate - Produktion, welche die Kapazitäten bis zum GJ 2024/25 stufenweise verfünffachen lässt und AT&S unter die TOP 3 - Hersteller (weltweit) vorstoßen lassen soll. 

* Daneben steigt AT&S verstärkt in die Modulproduktion ein. Es wurden bereits Investitionen in Produktionsanlagen (Werk Chongqing II) vorgenommen. Die Umsätze sollen in den nächsten 2 Jahren
5-10% des Konzernumsatzes erreichen. 

* Zusätzlich zur "Produktion" von Modulen wird AT&S auch Dienstleistungen in diesem Bereich anbieten. Das geht von der Planung mit dem Kunden, über die Produktion und den Tests. Die Wertschöpfung wird also gesteigert und weitere Umsätze erzielt.

In den letzten Jahren ist es gelungen weltweit die Nr. 1 bei der Produktion von technologisch hochwertigen Leiterplatten zu werden. Die Margen stiegen stetig an. Die Pläne unter "More than AT&S" werden eine weitere Margenverbesserung nach sich ziehen.
Die Projekte sind nicht nur bereits geplant und großteils finanziert, sondern es wurde bereits mit der Umsetzung begonnen. Nach zuletzt getätigten Investitionen wird sich die Kapazität für die Produktion von IC-Substraten bereits im GJ 2020/21 nahezu verdoppeln. 

Anhand der angeführten Parameter (Umsatzverdoppelung und Margenverbesserung) lässt sich somit für das Geschäftsjahr 2024/25 ein EBITDA von 500-600 Mio bzw. ein Nettogewinn zwischen 205 und 280 Mio errechnen (Selbstverständlich wurden dabei auch erhöhte Abschreibungen und Zinskosten bzw. Steuern berücksichtigt).
Unterstellt man nun bei gleichbleibender Aktienanzahl einen Aktienkurs von 80 Euro käme man auf einen Marktwert von 3,1 Mrd Euro. Bei der erwarteten Gewinnspanne würde das ein KGV von 11-15 bedeuten. Die Kosten für den Ausbau sollen aus dem CashFlow, den bestehenden liquiden Mittel und neuen Krediten, bestritten werden. Es ist also keine Kapitalerhöhung geplant.

Ich freue mich auf Eure Meinungen zum Thema...  
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24.04.21 23:19

9 Postings, 13 Tage ClaudiaomibaLöschung


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Zeitpunkt: 25.04.21 12:26
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25.04.21 06:44

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Präsentationen

Wer es noch nicht gesehen hat, hier sind die weiteren Präsentationen des "Market & Tech Update 2021":

https://ats.net/de/investoren/downloadbereich/
 

25.04.21 11:24

10 Postings, 12 Tage LisaxupxaLöschung


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Zeitpunkt: 26.04.21 11:00
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25.04.21 20:07

101 Postings, 321 Tage hzenger2020AT & S

Die Chip-Knappheit wird immer schlimmer. Daimler setzt einen Teil der Produktion aus und Renault hat die Guidance für die Produktion für 2021 vollständig ausgesetzt.

Zudem schwappt das Problem jetzt auch von Automotive in andere Märkte. Insbesondere berichten Kühlschrank und Fernsehhersteller, dass sie nicht an die benötigten Chipmengen kommen.

Dementsprechend feuern die Chiphersteller aus allen Rohren. Selbst drittklassige Foundries wie Global Foundries in Dresden (ex AMD) platzen aus allen Nähten mit Produktion.

Wenn AT&S nicht einen total außergewöhnlichen Product-Mix hat, sollte das also in 1H2021 auch bei AT&S für hervorragende Kapazitätsauslastung und Zusatzschichten führen. Ein hervorragendes Umfeld, um mit guten Zahlen das GJ 2020/21 abzuschließen und dann in Q1 2021/22 hoffentlich gleich aus allen Rohren zu feuern.

Auf dieser kurzfristig hoffentlich erfolgreichen Basis lässt sich natürlich auch eine langfristige Investition wie in Vietnam besser am Kapitalmarkt verkaufen.

Ich will hier nichts beschreien, denn die Erfahrung mit AT&S lehrt, dass Quartalsergebnisse schwer zu prognostizieren sind und oft unerwartete Sonderfaktoren beinhalten. Aber zumindest mal sehe ich angesichts der Marktverfassung ein gutes Potenzial, dass wir hier bald Richtung 40 EUR laufen könnten.  

26.04.21 11:39

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Verzögerter Ansprung der Konjunktur

#hzenger

Ich weiß jetzt nicht genau, welche Sonderfaktoren Du jetzt meinst. Auf der Währungsseite dürfte es in Q4 keine negativen Einflüsse mehr gegeben haben. Ansonsten könnte natürlich auch ein Impairmenttest einen Einfluss auf die Zahlen haben - allerdings sollte dieser eher einen positiven Einfluss auf die Zahlen haben.

Rein operativ würde ich meinen, dass das Geschäft nun endlich auch bei AT&S sehr gut laufen sollte, also nicht nur Umsatzseitig sondern nun auch Gewinnseitig.

Die asiatischen Konkurrenten dürften im letzten Geschäftsjahr auch deswegen schon eine sehr gute Gewinnsituation gehabt haben, weil sie auch in der Hauptsache den asiatischen Markt bedienen. Die Konjunktur in Asien ist ja wesentlich früher wieder angesprungen.
AT&S hat ja hauptsächlich US-Kunden. Das Automotiv-Geschäft kommt Großteils von Kunden aus Deutschland und Österreich (Zulieferer). Diese Bereiche - auch die Industrie - ist ja erst mit Verzögerung angesprungen.
Ich denke schon, dass wir das nun auch Gewinnseitig sehen müssten.  

26.04.21 12:49

101 Postings, 321 Tage hzenger2020AT&S

@cicero: Ich meinte in erster Linie potenzielle Effekte im Produktmix (das kann natürlich in beide Richtungen gehen) und mögliche Kosten des schnelleren Ausbaus der Werke. Da wird halt manches durch die GuV gezogen, anderes kapitalisiert und dann abgeschrieben. Gegeben wie stark AT&S investiert, ist hier auf Höhe des EPS immer eine Überraschung möglich.

Ich habe das ja auch nur einschränkend geschrieben, um den Kern meiner Aussage nicht zur blanken Pusherei verkommen zu lassen: von der Nachfrage im Markt her stehen für AT&S Profite in den nächsten Quartalen eigentlich alle Zeichen auf grün!  

26.04.21 20:42
1

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Vorratsbeschluss

Es hat mich heute jemand angeschrieben und gefragt, ob eine Kapitalerhöhung überhaupt ohne HV-Beschluss möglich sei. Es wäre in einem anderen Forum behauptet worden, es gäbe keinen diesbezüglichen Vorratsbeschluss.

Ich habe dem User geraten, sich in Zukunft die Mühe zu machen, möglichst nahe an der Quelle nach Infos zu suchen oder eben ein qualitativ hochwertiges Forum zu wählen.

Hier ist der Beschluss der 25. Hauptversammlung der AT&S dazu:

Der Vorstand wird ermächtigt, bis zum 3. Juli 2024 das Grundkapital der Gesellschaft mit
Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 21.367.500,-- durch Ausgabe von bis zu
19.425.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlage oder
Sacheinlage, einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren
AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft
Firmenbuchnummer: 55638 x
ISIN: AT0000969985
5
Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß
§ 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen. Der Vorstand wird ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des
Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen, sowie mit
Zustimmung des Aufsichtsrats die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere
Ausgabebetrag, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der
Bezugsrechte etc.) festzulegen (genehmigtes Kapital).
Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von
Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.



https://ats.net/de/wp-content/uploads/sites/3/...fassung_108_AktG.pdf

 

26.04.21 20:50

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Vorratsbeschluss

Fakt ist also, dass sogar eine Kapitalerhöhung bis zu 50% des Grundkapitals möglich ist.

Im übrigen wäre es grob fahrlässig, wenn ein derartiger Vorratsbeschluss nicht gefasst worden wäre.

Das macht eine Kapitalerhöhung aber jetzt nicht unbedingt  wahrscheinlicher.
Ein Unternehmen macht solche Vorratsbeschlüsse, weil es sich alle Möglichkeiten offen halten möchte.
 

30.04.21 06:22

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Chipinitiative Breton

Nachdem wir heute bereits den 30. April haben und die Mitte des Monats bereits um 2 Wochen überschritten wurde (bis dahin sollte ja eine Entscheidung in Vietnam fallen) darf man sich die Frage stellen, ob diese zeitliche Verzögerung mit der Initiative des Binnenmarktkommissar Breton zu tun hat. Dieser plant ja eine Europäische Chipallianz. Breton gilt als Durchsetzungsstark.
Vielleicht will man hier noch zuwarten, was Herr Breton auf die Beine zu stellen vermag.

https://kurier.at/wirtschaft/...r-allianz-gegen-chip-mangel/401367386

Auf jeden Fall sollte AT&S diese Initiative von Breton dazu nützen, um die Verhandlungsposition mit dem Vietnamesischen Staat zu verbessern.
 

30.04.21 10:04

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Standortfrage

Natürlich könnte es ja auch umgekehrt sein und AT&S veranstaltet mit Vietnam Theatherdonner um seine  Verhandlungsmacht hier in Europa zu stärken.

Falls die Überlegungen also auch einen Standort in Europa miteinschließen, hätte ich gleich einen Vorschlag:

In Fehring gibt es bereits einen Standort. Hier herrscht ohnehin Arbeitsplatzmangel. 60% der Arbeiter hier pendeln in Richtung Norden aus. Diese Pendler, die zumeist bei den Magna-Werken in Weiz bzw. Graz arbeiten wären sicher dankbar, wenn man hier einen Arbeitsplatz für sie schafft.
Darüber hinaus ist Ungarn und Slowenien mit billigen Arbeitskräften sehr nahe.

 

30.04.21 17:28

360 Postings, 4257 Tage HandbuchOder gleich zusammen mit Intel in D...

30.04.21 18:05

101 Postings, 321 Tage hzenger2020AT&S

Interessanter Gedanke, cicero. Hierzu zwei Anmerkungen:

1.) Ich hatte hier ja schonmal spekuliert, dass der erwogene Ausbau von AT&S im Zusammenhang mit den riesigen Investitionen stehen könnte, die AT&S Kunde Intel plant, um externen Kunden (Chipherstellern ohne eigene Fab) in Konkurrenz zu TSMC Auftragsproduktion anzubieten.

Interessanterweise hat der Intel CEO gerade diese Woche einen langen Artikel in der Financial Times geschrieben, wo er weitere Investitionen in Europa ankündigt und recht unverhohlen Subventionen dafür fordert.

2.) Die Investitionsprogramme der EU laufen oft über sogenannte IPCEIs (“important project of common European interest”). Diese sind so strukturiert, dass zahlreiche Mitgliedsstaaten da mitmachen. Am Ende subventionieren immer die lokalen Staaten dann die Industrie, die Lokal teilnimmt. Also z.B. könnte Österreich ein AT&S Werk in Österreich subventionieren.

Allerdings sind IPCEIs immer sehr breit. Da werden dann normalerweise Dutzende Firmen gleichzeitig gefördert. Ob sich das für ein Mammutprojekt wie das von AT&S lohnt, ist daher nicht ganz klar. Wenn AT&S statt Vietnam in Österreich ein solches Werk bauen sollte, würde das vermutlich nur mit sehr erheblichen Subventionen profitabel operieren können.

Aus diesem Grund bin ich etwas skeptisch, ob Österreich da ernsthaft als Alternative für Vietnam taugen könnte. Vielleicht eher ein kleines Werk zusätzlich, wo nur sehr margenstarke und R&D-lastige Produkte hergestellt werden?
 

30.04.21 18:08

101 Postings, 321 Tage hzenger2020AT&S

Danke, Handbuch. Das war ein Cross-Posting. Der Intel CEO scheint also auf Tour zum Klinkenputzen für Subventionen zu sein.

Vermutlich muss AT&S sich auch nach dem ausrichten, was Intel vorgibt, wenn Intel der Launch Customer ist.  

30.04.21 18:12

184 Postings, 170 Tage DividendiusFehring

Lieber Cicero, das ist ein seeehr lobenswerter Ansatz von Dir, an Arbeitsplätze in Österreich zu denken. Aber ich fürchte, das scheitert hier am Kapitalismus (und ich bin einerseits KEIN Kommunist und mir andererseits über den Anachronismus im Klaren, dies ausgerechnet in einem Börsenforum zu posten).

Was würde wohl ein Werk, das in Vietnam 1,5 Mrd kostet, hier bei uns kosten ? Billigere Arbeitskräfte aus Ungarn gibt es eigentlich nicht, wenn die hier arbeiten. Kollektivvertrag, Lohnnebenkosten, Arbeitszeitregelungen, Urlaubsrecht etc... all das gilt auch für Ungarn in Österreich. Krankenkasse, Pensionsrecht, Arbeitnehmerschutz, Betriebsräte, Gewerkschaft etc.... total wichtige Errungenschaften.  ..... und der Grund, warum AT&S bisher in China und Indien produziert. Auch "unter Androsch".

Bleibt zu hoffen, dass AT&S in diesen Ländern wenigstens ein wenig mehr tut, als sie müssen. Würde AT&S ein Werk wie die Chinesischen oder meinetwegen das in Vietnam (das mich sowieso nicht freut - dazu hab ich mich ein paar Monate geäußert, ehe das Gerücht aufkam), würde man das in Österreich planen, würde wahrscheinlich der Aktienkurs einbrechen.... Und das ist die Schande, mit der zumindest ich mit mir selbst klarkommen muss..  

Klingt deprimierend und ist es auch. Finde ich halt.  

01.05.21 06:52

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Standortfrage

Vielen Dank für Eure interessanten Beiträge.

Ist mir klar hzenger, dass Du das bereits erwähnt hattest, mit Intel. Der Gedanke hat natürlich schon etwas. Einwerfen kann man dazu allerdings, dass AT&S zumeist auch damit Argumentiert hat, die Standorte in Asien zu haben, weil dort die ganzen Lieferketten/Abnehmer etc.  Vor Ort sind. Ein einzelnes Intel - Werk (zugegeben ein sehr großes) wird damit eher ein schwaches Argument sein, für einen Standort in Europa. Allerdings gibt es ja aber auch die Bestrebungen der Politik hier noch wesentlich mehr zu schaffen. Ich befürchte halt, dass die Unternehmen hier recht schnell eine Entscheidung wollen und die Politik diese nicht liefern wird können.

#Dividendius

Fehring hatte ich ja nur in dem Zusammenhang ins Spiel gebracht, wenn man sich ohnehin bereits für einen Standort in Europa entscheidet. Du hast natürlich recht. Mit Vietnam wird man von den Kosten nie mithalten können. Ich finde die Aussage mit den 40% interessant - die in dem Artikel mit Intel genannt wurden. Ich sehe die Chancen allerdings auch als sehr gering an, dass sich die Staaten hier so weit strecken.  

01.05.21 10:54
1

184 Postings, 170 Tage DividendiusStandortfrage EU

Europa wird, solange die Sozialstandards so hoch sind (und sie sind noch immer nicht gerecht) mit Produktionskosten in Asien niemals einen Standortwettbewerb gewinnen. Das ginge nur mit maximalen Subventionen - und zwar nicht einmalig, oder für 10 Jahre, sondern auf Dauer. Und das ging bisher immer schief vgl. Verstaatlichte Industrie (solang sie noch verstaatlicht war, Fluglinien, Bankenrettungen wegen zarter Regulierungsvorschriften etc...) Die EU plagt sich ja schon damit, die Pharmaindustrie wieder mehr in der EU zu positionieren. Da sind Chips eher erst an der zweiten Stelle. Umweltfragen (wo es viel an hochtechnologischem Investitionsbedarf gäbe !!) findet sich in allen Sonntagsreden der Politik - aber die Taten erreichen bisher die Versprechen nicht.

So ists wohl verständlich, dass sich AT&S u.a. nicht so sehr nach Europa als Produktionsstandort wendet. Ich denke, Vietnam - und später Kambotscha etc... sind die zukünftigen Standorte, denn einerseits ist es gut, wenn man sich nicht zu sehr von einem Land abhängig macht (besonders dann, wenn da immer wieder Wirtschafts- und sonstige Konflikte aufkommen) - und andererseits werden die Produktionskosten langsam auch in China steigen. Da sucht man sich anderswo billigere Arbeitskräfte und Produktionsstandorte.

Eine neue Art von Kolonialismus halt.

Was mich überrascht ist mehr, dass man in dem hochtechnologischen Produktionssegment, in dem sich AT&S befindet, genügend viele qualifizierte Arbeitnehmer in Vietnam finden lassen.  

01.05.21 11:13

184 Postings, 170 Tage Dividendius.... oder auf einen Nenner gebracht:

Billiger produzieren hat halt auch seinen Preis.....

Nur zahlen den dann andere. Bei den Produktionskosten die billigen Arbeitskräfte in Asien, und bei der Umwelt die jüngere Generation (nicht mehr die "kommende" Generation - die Betroffenen sind schon da).
 

03.05.21 07:11

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Substratproduktion

Nachfolgender Artikel beschreibt die einzelnen Aktivitäten von Unternehmen wie Intel und AMD zur Beseitigung der Substratknappheit.

Während AMD die Sache offenbar selbst in die Hand nehmen will, dürfte sich Intel weiter auf seine Zulieferer verlassen.


Vor kurzem sagte Pat Gelsinger, CEO von Intel: ?Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten nutzen wir unser internes Netzwerk für Montagefabriken kreativ, um eine wesentliche Einschränkung unserer Substratversorgung zu beseitigen. Wenn diese Funktion im zweiten Quartal online geht, wird sie die Verfügbarkeit von Millionen von Einheiten im Jahr 2021 erhöhen. Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass das IDM-Modell uns die Flexibilität bietet, den dynamischen Markt anzusprechen. ?

https://thenewspocket.com/...tel-invest-substrate-production-of-chip/

 

04.05.21 05:18

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Substrate für AMD

Diesem Artikel nach, dürfte sich AMD von Unimicron, Nan Ya und Kinsus beliefern lassen, wobei diese auch dafür auch neue Produktionslinien bauen.

https://www.digitimes.com/news/a20210503PD216.html

Guter Artikel, hinsichtlich der Mikrochipversorgung für Europa. Auch Herr Gerstenmayer wird hier zitiert.

https://www.dw.com/de/europas-mikrochip-dilemma/a-57377535



 

04.05.21 12:09

1184 Postings, 1939 Tage cicero33Virtuelleer Showroom

04.05.21 14:42

86 Postings, 1695 Tage AktienFredAT&S Virtual Showroom bereits online zugänglich

 

Besuchbar mit Registrierung unter virtual.ats.net/

 

 

 

04.05.21 14:43

86 Postings, 1695 Tage AktienFredAT&S Virtual Showroom bereits online zugänglich...

 

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05.05.21 07:05
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1184 Postings, 1939 Tage cicero33Entwicklung

Irgendwie hat sich dieser Rücksetzer abgezeichnet bei AT&S. Die jüngsten Nachrichten waren natürlich schon lange im Kurs eingepreist und die Aktie hatte ihren Zwischenzenit erreicht.
Gestern waren wohl die allgemein rückläufigen Börsen in der Hauptsache für den Kursrückgang verantwortlich.
Die Gründe für die schwächeren Börsen dürften mit der Ankündigung der US-FED-Chefin Yellen zu tun haben, wonach diese eine Zinsanhebung andenkt.

Wie es weiter geht, wird man sehen. Höhere Zinsen und damit auch Zinserträge sind natürlich einmal schlecht für die Börsen. Andererseits liegt der Grund für die angekündigte Anhebung ja auch darin, dass man nicht will, dass die Wirtschaft überhitzt. Es soll Schlimmeres für die Unternehmensgewinne -und damit die Börsen - geben, als eine gut laufende Wirtschaft.

Bei AT&S werden nun einmal die kommenden Zahlen und natürlich die Aussichten auf den Jahresverlauf entscheidend werden. Auch die Unsicherheit - wie man das Vietnam-Projekt (oder was es auch wird) finanzieren wird, wird weiterhin die Kursentwicklung bremsen.  

05.05.21 10:26
1

101 Postings, 321 Tage hzenger2020AT & S

Ich habe gestern die Gelegenheit genutzt, meine Position wieder ein wenig aufzustocken.

Die Zinssorgen sind sicher nicht aus der Luft gegriffen, und wir sind generell ja in einem etwas heißgelaufenen Markt mit sehr hohen Bewertungen.

Ich würde bezüglich der Unsicherheit bei AT&S aber zu bedenken geben, dass AT&S ja nichts machen *muss*, was Investments angeht. Sie sind in einem absoluten Boom-Markt aktiv, der ihnen für die nächsten Jahre eine sehr gute Auslastung auch ohne ein Vietnam-Projekt sichert. Somit ist das "alte" Investitionsprojekt mit seinen Zielen für 2024/25 momentan sehr gut on track und läuft viel besser, als man es zum Zeitpunkt des Starts dieses Threads hätte erwarten können.

Insofern: das, was hier Unsicherheit ist mit Zinsen und Investments ist überwiegend eine (positive) Optionalität. Kein Mensch muss müssen! Insofern ist meine gedankliche Basis hier, dass ich die Aktie so bewerte, als würde das Vietnam Projekt nicht stattfinden. Und dann sind wir weiterhin auf sehr gutem Weg, was den "Wachstumsweg zu 80 Euro" angeht. Wenn da noch etwas on-top kommen sollte mit Vietnam, sehe ich nicht, warum man diese positive Option *negativ* einpreisen sollte, wie der Markt es momentan tut.

Solange China und USA sich nicht einen Wirtschaftskrieg entfachen, halte ich die Aktie zum aktuellen Preis weiterhin für attraktiv bepreist.  

06.05.21 06:01

1184 Postings, 1939 Tage cicero33hzenger

Ja, das stimmt schon hzenger.

Diese allgemein hohen Bewertungen - vor allem in den USA - bereiten mir aber trotzdem Sorgen. Es ist ja nicht so, dass das alle Bereiche betrifft, in erster Linie sind es halt die Technolgiewerte und von denen auch wieder nicht alle. Auch AT&S gehört natürlich nicht zu den überbewerteten Aktien dazu.
Das hilft aber nur bedingt. Irgend wann wird diese Blase platzen, dann werden vor allem die extrem überteuerten Aktien/Werte massiv an Wert verlieren. Aber auch AT&S und auch andere fair bewertete Unternehmen werden bei einer solchen Abverkaufsphase nicht ungeschoren davon kommen.
Wenn man hier einen - auf viele Jahre ausgerichteten - Horizont hat, dann könnte einem das egal sein, ist es aber trotzdem nicht. Vorsichtshalber wird man zumindest Teilverkäufe machen, wer sieht schon gerne seine Felle davon schwimmen.
Viele Börsianer haben nur die Finanzkrise 2008/09 und den Corona-Kurssturz hautnah miterlebt.
Davor gab es aber noch viele weiteren Blasen die geplatzt sind. Du hast sie ja vor kurzem auch erwähnt hier.
Ich persönlich habe auch die Blase zur Jahrtausendwende hautnah miterlebt. Auch damals waren es die Technologierwerte die extreme Bewertungen aufwiesen. An der NSADAQ und am Neuen Markt in Deutschland war eine richtige Goldgräberstimmung. IPOs waren vielfach überzeichnet, man bekam meistens nur einen Bruchteil der gewünschten Mange. Unternehmen ohne Gewinne oder - schlimmer noch - ohne überhaupt ein brauchbares Geschäftsmodell zu haben - wurden völlig illusorisch bewertet.    
Die Wirtschaft lief hervorragend. Auch damals gab es einen Nachfrageüberhang, der vielfach zu Doppelbestellungen führte.
Leider hört man das mit den Doppelbestellungen auch heute wieder vereinzelt. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser extreme Nachfrageüberhang im Chipbereich über Jahre Substanz hat. Bestimmte Bereiche, wie Laptops, Gaming-PCs usw. könnten nach der Pandemie einen Einbruch haben.
Der langjährige Trend - hin zur Miniaturisierung - Module, 5G usw. wird sicher bestehen bleiben. Ich mache mir also nicht um das Geschäft von AT&S Sorgen, sondern eher darum, dass sich das Unternehmen einer allgemeinen oder speziellen Baisse-Phase des Tech-Bereiches an der Börse nicht entziehen wird können.
 

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