die haben halt alle nicht verstanden, dass man nur unser bestes will, ne?
meine persönliche analyse der situation ist die:
die gründungs-motivation der grünen war nicht parteiisch - da waren konservative, liberale und bauern dabei, die sich ernsthaft sorgen um die natur machten.
rel. schnell wurden die urgrünen von links gekapert und wurden so zu einer in sich zerstrittenen ursuppe von kryptokommunisten, feministinnen, pazifisten, etc.
ca. 8 jahre nach den ersten lantagsbeteiligungen wurde man peu a peu die spinnerten fundis los -da zeitgleich die ddr zerbrach verlor auch die gesamte linke ihre überzeugungskraft
ich habe mehrfach erlebt, dass altlinke, die am irrsinn des "realen sozialismus" ihren glauben in den kommunismus verloren sich der ökologie zugewendet haben. das mag daran liegen, dass man seine grundkritische haltung an unserer westlichen welt natürlich nicht aufgeben wollte - wenn wir vorher alles elendige ausbeuter waren, so sah man uns nun schlicht als elendige umweltverschmutzer ... es gibt eben menschen, für die ist die welt nur in ordnung, wenn sie bald untergeht, bzw. schlecht ist ... daraus ziehen sie ihre daseinsberechtigung.
im interim der 90er tat sich auch bei den grünen einiges - z.b. zogen dort vermehrt technokraten ein und die ökologen verloren ihre angestammte fortschritts und technikfeindlichkeit ... man könnte dies "neuen realismus" nennen, wenn diese partei nicht in ihrer innersten identität stets links geblieben wäre und diese flanke erringt nun -in antikapitalistischen, vermeintlichen krisenzeiten wieder die oberhand.
was nun passiert? nun, es steht zu hoffen, dass diejenigen, die diesen haufen in den letzten jahren salonfähig gemacht haben, die liberalen, realisten und technokraten das sinkende schiff verlassen und wir diese schlicht und ergreifend lästige partei wieder da sehen, wo sie hingehört, in der "sonstige-nische", wo all die anderen spinnerten weltverbesserer und visinären wirrköpfe auf ihre 2-3% stammwähler warten.
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