So. In die USA darf ich nicht mehr.

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neuester Beitrag: 26.06.03 10:18
eröffnet am: 20.12.02 10:54 von: BRAD PIT Anzahl Beiträge: 103
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20.12.02 10:54
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5937 Postings, 6326 Tage BRAD PITSo. In die USA darf ich nicht mehr.

Es entwickelt sich alles so, wie ich es seit 8 Monaten geprädigt habe und mit meinen kritischen Beiträgen passe ich wohl inzwischen in deren Raster.

Das würde mich erwarten:

Verschärftes Ausländerrecht
Massenverhaftungen in Kalifornien

Die Behörden im US-Bundesstaat Kalifornien haben mit der Verhaftung von Hunderten Ausländern Massenproteste und Beschwerden von Menschenrechtsorganisationen ausgelöst. Bei den Festgenommenen soll es sich um bis zu 2000 Geschäftsleute, Studenten und Besucher handeln.

 
AP

Verhaftungen in Los Angeles: Der 16-jährige Sohn von Gisroo (l.) und Ali Mohajeri (r.), einem US-Staatsbürger, sitzt derzeit in Haft


Los Angeles - Nach Angaben von Einwanderungsanwälten sollen sich bis zu 2000 Männer, darunter auch Jugendliche, seit Wochenbeginn im Gewahrsam der Einwanderungsbehörde INS befinden. Das US-Justizministerium spricht dagegen von 227 Festnahmen. Wie US-Medien berichteten, protestierten am Mittwoch Tausende iranstämmige US-Bürger gegen die Verhaftungen und angeblich unmenschliche Haftbedingungen.

Im Rahmen der Terrorbekämpfung und verschärfter Einwanderungsbestimmungen mussten sich Männer aus Iran, dem Irak, Libyen, Sudan und Syrien am Montag zur Registrierung bei den Behörden melden. Dabei sollen vor allem ausländische Geschäftsleute, Studenten und Besucher mit abgelaufenen Visa festgenommen worden sein. Nach Angaben ihrer Anwälte hatten viele bereits eine Verlängerung oder eine Arbeitserlaubnis beantragt. Bei den Festgenommenen soll es sich zumeist um Iraner aus dem Großraum Los Angeles handeln.

Aktivisten rechnen in den kommenden Wochen mit weiteren Festnahmen und Auslieferungsverfahren. Bis zum 10. Januar müssen sich die Bürger von weiteren 13 Ländern, darunter Afghanistan, Nordkorea, Somalia und Tunesien, zur Registrierung und Abgabe von Fingerabdrücken melden. Für Männer aus Saudi-Arabien und Pakistan läuft die Frist am 21. Februar ab.






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77 Postings ausgeblendet.

30.01.03 15:42

6422 Postings, 7376 Tage MaMoe@Brad: Ja und? Soll ich mich jetzt schlecht

fühlen ?? Sicher nicht ... warum auch ???

Und der Bericht der "Soldatenfrau" ist insbesondere interessant da er die Aussage: "Ausnahmen bestätigen die Regel" bestätigt ... ist aber i.O. ... wenn sie´s so empfindet, soll´s sie´s rauslassen ... freies Land = freies Reden ... siehe hier ...

Junge, Junge ... dein "wenn ich mal in Fahrt bin" erinnert mich an eine ganz bestimmte Mentalität, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann ... aber mit der lebst du ja täglich ;-))

Aber wie gesagt ... Ende März ist das Geblubbere hier zum Glück endlich vorbei ...
Die USA starten Anfang März, da sie wenigstens (nicht ohne Hintergedanken) so fair sind, die große Hadsch-Pilger-Zeit gen Mekka unberührt zu lassen und dann kann sich diese gespielte Aufregung endlich legen ...

Das grenzt ja schon an lächerliche Hysterie ...

Sorry, aber das sind facts und das was ihr macht, sind Spekulationen: viel heiße Luft um nichts ...

Aber viel Spass weiterhin dabei und hoffentlich frisst euch eure eigene Ohnmacht nicht irgendwann auf ...

Es empfhielt sich einiges etwas nüchterner zubetrachten, aber das kann deine "Mentalität" nicht, das kenn´ ich schon, daher:
nix für ungut ... ich finds spassig ... nur weiter gegeifert und nichts ausgerichtet ... ich geh lieber ins Fitness-Studio und freu´ mich des Lebens, denn das Leben ist hart ...

Grüßles
MaMoe ...  

30.01.03 15:51

5937 Postings, 6326 Tage BRAD PIT@mamoe

Du las Ex-Jagdbomberpilot musst dich nicht schlecht fühlen. Wenn deine Bomben ihr Ziel trafen warst du ja schon 100 Km entfernt in deiner Maschine.

Musstest nicht anschauen, was die Bomben anrichten.


Makaber

Mir wird übel.  

30.01.03 16:09

6422 Postings, 7376 Tage MaMoe@Brad: entweder lebst du, dann sterben andere, ode

r du stirbst, dann leben andere ... das ist das Leben ...

Realität

Mir ist nicht übel und wird es auch nicht ...

im übrigen waren 1991 die Lasergelenkten Bomben noch nicht soweit, dass man fire-and-forget- sagen konnte ... du mußtest die Zielerfassung bis zum Einschlag im Sucher lassen ... das ist 2003 nun vollkommen anders ... heutzutage kannst du mit deiner Aussage recht haben ... aber auch nur bedingt ...
Im übrigen waren 1991 nur 12% der gefallenen Bomben und Marschflugkörper lasergesteuert ... auch das ist heute anders: 92% ist die Quote und die Irakies werden es merken, wenn Rumsi die bereits beschlossene "shock and awe"-Taktik anwendet: 400-600 Marschflugkörper werden sich da in der ersten Minute auf den Weg machen und das dürfte dann auch schon die vorletzte gewesen sein ...

Grüßles und ärger dich nicht so ... es gibt viel auf der WElt, über das man sich freuen kann, glaubs mir ...

MaMoe ...  

30.01.03 16:48

49 Postings, 6237 Tage carlone@mamoe

puhh, mamoe du bist ja ein ganz harter knochen, respekt, respekt. zum frühstück ein paar irakis und dann die abschußkreuze in die topgun schnitzen. was solls, thats life, der stärkere bleibt eben über und recht hat, wer recht bekommt. die welt ist eben schwarz-weiss oder was glaubt ihr, warum die coolen boys auch in der nacht sonnenbrillen brauchen? solche jungs wie du nehmen dann auch die harte couch beim psychotherapeuten, alle achtung, mann!!  

30.01.03 16:57

3286 Postings, 6479 Tage PRAWDADamit wird die Softy-Generation nicht fertig, wa? o. T.

30.01.03 17:45

214 Postings, 6544 Tage deepgreenalso ob einer ein softy oder harter junge ist,

zeigt sich sicher nicht hier im board am geschriebenen. man stelle sich mal im november bei regen 4 tage in den schützengraben, mit nassen stiefeln, nix zum fressen, fast nix schlafen und wer dann noch am 5ten tag den turbo einschalten kann, nicht rummeckert, bei einem witz lacht und die disziplin behält, der ist ein harter junge.
oftmals hat man dann aber nurmehr die jungs um sich, die man vorher eher als soft eingestuft hatte, die eher stillen, die mehr handeln und weniger rumquaken, die maulhelden des ersten tages sitzen dann zumeist schon im krankenrevier ...
   

30.01.03 17:59

59073 Postings, 6873 Tage zombi17@ deepgreen

Endlich mal wieder Jemand , der mit offenen Augen durchs Leben zieht.
Ist zwar schon ne Weile her , aber das ist genau die Erfahrung die ich sehr oft bei der BW gemacht habe , und da gab es noch nicht mal einen  Feind oder Feuergefechte.
Die mit der größten Fresse , hatten am wenigsten auf dem Kasten.
Bischen kalt : Sani , bischen Regen : Sani , bischen laufen : Sani, Ein bischen MG tragen : Zusammenbruch , Schlägerei in der Kantine : Beine in die Hand und schneller weg wie man gucken kann.
Wenn die Mehrzahl unserer grünen Jungens noch genauso drauf sind wie damals , wäre Gerd ein Mörder , wenn er sie irgendwo hinschickt wo es gefährlich wird.  

31.01.03 00:26

9045 Postings, 6874 Tage taosHallo BRAD PIT

Es ist ja schön, das Du als Kleinkind ein paar Jahre im Irak gelebt hast. Schreib doch mal einen Bericht über Kindergärten im Irak.

Ja, Du magst auch noch Freunde im Irak haben. Habe ich nicht, ich hatte nur Freundinnen. Oh ja, diese Frauen sind so was von zärtlich! Aber ich in jetzt verheiratet, da ist nichts mehr mit Frauen aus Iran & Irak.

Aber, wo hast Du immer Deine Probleme mit den USA? Ich habe oft in den USA gearbeitet und auch ein paar Mal dort Urlaub gemacht. Ja sicher, ich muss mich dort an die dort geltende Gesetze halten. Sollte man aber auch in Deutschland tun. In Nürnberg ist vor ein paar Jahren ein griechischer Schwarzfahrer von einer Polizistin erschossen worden.

Nee, auch ich bin nicht für einen Krieg im Irak, aber ich muss deswegen die USA nicht unentwegt schlecht machen. Das ist kein Krieg der USA, das ist ein Krieg den Bush will. Er will Öl und seinen Vater rächen.

Kämpfe gegen diesen Krieg, aber ARIVA ist das falsche Forum.

Taos

 

31.01.03 08:34

8584 Postings, 6738 Tage RheumaxHallo Taos! Wer den Iran nicht vom Irak

auseinanderhalten kann, sollte nicht so laut schreien!

Rheumax  

31.01.03 11:06

5937 Postings, 6326 Tage BRAD PITDanke Rheumax, @taos

Du machst dir nicht mal die Mühe meine Postings zu lesen, was man nicht nur an deiner Verwechslung zwischen Irak und Iran merkt. Wieso soll ich dann überhaupt noch auf dich und die Prokationen eingehen?  

31.01.03 11:43

25551 Postings, 6703 Tage DepothalbiererMamoe, ich bin etwas verwundert über Deine

Informationen. 92 % lasergelenkte Bomben ?
Also jeder B 52 trägt, laß mich lügen, ca. 24-28 t Bomben. Diese mittelgroßen Teile ca. 225 kg Gewicht/Stück sind definitiv ungelenkt.
Ein Großteil der beim nächsten Krieg eingesetzten Bomben werden auf diese Weise verteilt.
Also nix mit 92 % Mehrweg-Quote, womit wir wieder beim Thema Propaganda wären....  

31.01.03 11:47

2509 Postings, 7300 Tage HiobMaMoe sieht das doch aus der Perspektive des


(Über-)Fliegers. Wahrscheinlich sieht da alles irgendwie "gelenkt" aus.  

31.01.03 16:08

6422 Postings, 7376 Tage MaMoe@Depothalbiere: leider wieder totales Unwissen:

aus einem aktuellen Bericht:

In Desert Storm, just 3 percent of the bombs dropped were smart bombs. In Kosovo, where JDAMs were first used the figure rose to 30 percent. In Afghanistan, it approached 70 percent ...

Wieviel werden´s wohl im Irak sein ???
Die wollen die Infrastruktur nicht kaputtmachen, sondern das Ganze nach der Woche wieder nutzen ...
Mag sein, dass da einige Streubomben über einigen Stellungen niedergehen, was ja auch aus der Sicht der Kriegsführung durchaus Sinn macht, aber mehr als 10% werden´s nicht sein ... die USA haben in den 11 Jahren viel gelernt und noch mehr an smart-bombs entwickelt ... die neusten Test in Afghanistan zeigens ...

Soviel zum Thema Propaganda ...

Grüßeles und munter weiter
MaMoe ...  

31.01.03 16:41

25551 Postings, 6703 Tage DepothalbiererAlso, allein aus Kostengründen werden es höchstens

20 % gelenkte Bomben sein.In Deinem ersten Thread schreibst Du 12 % im ersten Irakkrieg, in dem "aktuellen bericht" wird die Zahl auf 3 % revidiert, also ein viertel.
Nehmen wir mal ein Viertel von 92 % an, dann haben wir vielleicht die richtige Zahl.
 

31.01.03 17:36

2509 Postings, 7300 Tage HiobNa, wenn die Tests in Afghanistan zeigen,


wie erfolgreich die Yankies beim Bomben sind, dann werden die aber lange im Irak zu tun haben. Interessanter, als den Anteil der Lenkwaffen zu kennen, wäre es zu wissen, wieviel Plastiksäcke mit Reßverschluß sie mit auf die Reise genommen haben.  

03.02.03 19:06

5937 Postings, 6326 Tage BRAD PITDieser Thread wird immer aktueller-

Die Meldung von heute:."....Dt. Regierungsdelegation von USA ausgeladen..."

Besonders interessant ist folgender Teil:        "...Weiterhin haben die USA momentan kein Interesse an dt. Auslandslehrkräften in den USA ... die geplanten Lehreraustausche werden aufgrund der Nichtgenehmigung der notwendigen Visa für unsere dt. Lehrer nicht genehmigt ..."

Jetzt bekommen also schon deutsche aus Gründen der Politik kein Visum !!!!

2.
Eine Bitte: Ich finde es sehr Menschenverachtend, wenn hier einige User geradezu schwärmerisch über die US-Waffenstärke sprechen.

Denkt bitte daran, dass die Armee des Irak laut eigenen US-Angaben nur 1/3 so stark ist, wie 1991 im Golfkrieg. Damals schon hat der Krieg nur 1 Tag gedauert.
Dieses Mal wird es ein pures Gemetzel.

Wenn Ihr schon kein Mitleid haben wollt oder könnt, dann zeigt es wenigstens nicht so offen. Es ist nicht worauf Ihr stolz sein könnt.
 

03.02.03 19:22

5937 Postings, 6326 Tage BRAD PITSorry. Besonders auf den 2. Teil kam es mir an o. T.

07.02.03 14:47

4420 Postings, 6882 Tage Spitfire33Amerikaner, die Meister des Bombenwurfes

Gegen Kriegsende warfen die Amis gemeinsam mit den Engländern über Dresden mit 773 Bombern ihre Bombenlast ab.

Die Bilder dieses Infernos waren in verschiedenen TV Programmen zu sehen.

Argumentation eines amerikanischen Bomberpiloten: Wir wollten Leben retten, indem wir möglichst schnell, möglichst viele Menschen töteten und diesen Krieg beenden konnten.

Dann wäre die heutige Lösung der Amis: Atombombenabwurf auf den Irak um möglichst viele Leben zu retten.

Bekomme bei diesem Gedanken das Schütteln.  

04.03.03 15:31

5937 Postings, 6326 Tage BRAD PITZur Klarstellung: Die Thraedeinleitung hab ich nur

als Provokation so formuliert. Es ging mir nur um die Hexenjagden, für die die USA bereits bekannt sind.

Hier das neuste Beispiel dazu:

 "Un-Amerikanische Aktivitäten"

US-Schauspieler-Gewerkschaft befürchtet neue "Hexenjagd"

Die US-Schauspieler-Gewerkschaft SAG befürchtet die Wiedereinführung "schwarzer Listen" mit den Namen von Darstellern, die sich gegen einen Krieg im Irak aussprechen. Anfang der fünfziger Jahre waren Schauspieler wegen vermeintlich kommunistischer Aktivitäten verfolgt und mit Berufsverboten belegt worden.

 
DPA

Kriegsgegner Penn: Bald auf der "schwarzen Liste"?


Hollywood - Die Gewerkschaft der Filmschauspieler Amerikas (SAG) hat vor der Aufstellung "schwarzer Listen" mit den Namen von Schauspielern gewarnt, die sich offen gegen einen Irak-Krieg aussprechen. Es seien Empfehlungen bekannt geworden, solche Stars "dadurch zu bestrafen, dass sie ihr Recht auf Arbeit verlieren", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung des SAG-Exekutivkomitees. Die Gewerkschaft teilte nicht mit, wer nach ihren Erkenntnissen derartige Listen gefordert hat, wie sie aus der McCarthy-Ära in den fünfziger Jahren bekannt sind. Man habe jedoch einen "Besorgnis erregenden Trend" ausgemacht.

"Diese schockierende Entwicklung legt nahe, dass die Lehren der Geschichte bei einigen auf taube Ohren gestoßen sind", heißt es in der Erklärung der SAG. Selbst bloße Überlegungen zu "schwarzen Listen" dürften "in dieser Nation nicht wieder toleriert werden". Zu den Hollywood-Schauspielern, die sich in den letzten Wochen an Protesten gegen einen Irak-Krieg beteiligt haben, gehören unter anderem Sean Penn, Susan Sarandon, Martin Sheen, Penelope Cruz, Edward Norton, Alec Baldwin und Mike Farrell.

Die Führung der SAG, die mehr als 90.000 amerikanische Schauspieler vertritt, erinnerte daran, dass die Filmindustrie Ende der vierziger und Anfang der fünfziger Jahre heimliche Berufsverbote für angebliche Sympathisanten des Kommunismus zugelassen habe. Eine derartige "Schmierenkampagne und Hexenjagd" dürfe nicht wieder hingenommen werden. "Unsere Branche versteht vielleicht besser als andere die Notwendigkeit, jene Rechte zu verteidigen und zu ehren, für die Amerikaner gekämpft haben und gestorben sind", heißt es in der Erklärung weiter.

Der US-Senator Joseph McCarthy erwirkte Ende der vierziger Jahre ein verschärftes Vorgehen seitens der Regierung gegen angeblich unamerikanische Aktivitäten. Vor das Tribunal mit dem Namen "House of Un-American Activities" wurden zahlreiche Schauspieler, Drehbuchautoren Künstler, Regisseure und Produzenten geladen, die oft durch bloße Vermutungen oder einseitige Denunziationen von Spitzeln in den Ruch geraten waren, mit kommunistischen Idealen zu sympathisieren. Mit einem inoffiziellen Berufsverbot wurden unter anderem Charlie Chaplin, Leonard Bernstein, Hanns Eisler, Dashiell Hammett, Arthur Miller und Orson Welles belegt.

Als US-Präsident Dwight D. Eisenhower 1953 merkte, dass McCarthy seine Spitzeleien auch auf das Militär ausdehnte, ließ er den erzkonservativen Politiker öffentlich fallen und ermutigte dadurch auch die Medien, Attacke um Attacke gegen McCarthy und seine zwanghaften Verschwörungstheorien zu formieren. Kurze Zeit später verlor er sein Senats-Mandat und verschwand in der Bedeutungslosigkeit. Unter den Nachwirkungen der "Hexenjagd" leidet Hollywood noch heute. Erst vor wenigen Jahren gab es Tumulte bei der Oscar-Verleihung, als der Regisseur Elia Kazan ("Jenseits von Eden") mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Kazan steht noch heute dazu, 1952 als einer der ersten Informanten vor dem House of Un-American Activities öffentlich gegen Kollegen aus der Filmbranche ausgesagt zu haben. Viele Gäste der 71. Oscar-Zeremonie blieben aus Protest sitzen oder verweigerten den Applaus für den vermeintlichen Verräter.






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© SPIEGEL ONLINE 2003
 

04.03.03 16:34

2509 Postings, 7300 Tage HiobEin gutes hat die Sache aber:

wir werden bald wieder mal "Ein König in New York" von und mit Charly Chaplin sehen können, ein Film, in dem er irre Szenen vor dem McCarthy-Ausschuß spielt.  

06.03.03 12:47

5937 Postings, 6326 Tage BRAD PITVom "Land of the free" zum Überwachungsstaat

US-GESETZESENTWURF   03.2003

Vom "Land of the free" zum Überwachungsstaat

Von Lutz Kleveman in New York

In den USA wächst der öffentliche Widerstand gegen den "Patriot Act", mit dem die Bush-Regierung seit Herbst 2001 ihre Bürger massiv überwacht und ausspioniert. Derweil strickt das US-Justizministerium unbeeindruckt an einem neuen, weitaus schärferen Gesetz, mit dem terrorverdächtige Amerikaner nun sogar heimlich verhaftet und ausgebürgert werden können.

 
Lutz C.Kleveman

Bürgerrechtler Jaffer: "Die Regierung ist besessen vom Drang nach Geheimhaltung"


Tiefschwarze Balken bedecken fast jede Seite, die Jameel Jaffer in dem Aktenordner vor sich aufschlägt. "Alle wichtigen Absätze haben sie unleserlich gemacht", sagt der Bürgerrechtler entgeistert. "Das ist eigentlich nur in Fragen der nationalen Sicherheit erlaubt, aber diese Regierung ist besessen vom Drang nach Geheimhaltung." Erst vor ein paar Tagen traf der Ordner im Hauptquartier der angesehenen Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) in Downtown Manhattan ein. Absender: das US-Justizministerium.
"Ende letzten Jahres haben wir das Ministerium vor einem Bundesgericht verklagt, damit es uns Auskunft darüber gibt, wie viele US-Bürger es unter Terrorverdacht überwachen lässt und verhaftet hat", erklärt Jaffer und blickt aus seinem Bürofenster über den Hudson River, bis zur Freiheitsstatue. Nach ernstem Zureden des Richters lenkten die Anwälte des Ministeriums damals scheinbar ein. "Und jetzt haben sie uns das hier geschickt! Die Justizorgane können vom Volk nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden. Gleichzeitig ist diese Regierung aggressiver an Informationen über ihre Bürger interessiert als jede andere in der Geschichte der USA."

Der 32jährige und Dutzende weitere Aktivisten in der ACLU haben den Kampf aufgenommen gegen den "Patriot Act". Mit dem wenige Wochen nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 hastig verabschiedeten Gesetz weitete der US-Kongress radikal die Befugnisse von Sicherheitsorganen aus, US-Bürger und Amerika-Besucher zu überwachen und auszuspionieren.

Schon arbeitet das Justizministerium allerdings an einem Gesetz für den "Patriot Act II", dessen 83seitigen Entwurf das "Center for Public Integrity" Anfang Februar im Internet veröffentlichte. Darin droht Amerikanern, die eine von der Regierung als terroristisch bezeichnete Gruppe unterstützen, der Entzug der Staatsbürgerschaft und die Deportation ins Ausland. Außerdem sollen US-Bürger erstmals heimlich festgenommen und in Haft gehalten werden können - ohne dass der Staat jemals Angehörige informieren muss. Auch eine nationale DNS-Datenbank für Terrorverdächtige gehört zu den Plänen der Beamten von Justizminister John Ashcroft.

Terrorkampf gegen Amerikaner

"Schon der erste Patriot Act ging viel zu weit und hat die demokratischen Kontrollmechanismen in unserem Land völlig ausgehebelt", empört sich Jaffer. "Der zweite Patriot Act soll uns nun noch mehr Bürgerrechte nehmen, ohne uns wirksam gegen Terroristen zu schützen. Das ist verfassungswidrig." Die ACLU will die Regierungspläne durchkreuzen: vergangene Woche schaltete sie ganzseitige Anzeigen in der "New York Times", die die Leser zum Widerstand aufriefen. "Keep America safe and free" ist das Motto der 3,5 Millionen Dollar teuren Kampagne, die Bushs Kurs in Richtung Überwachungsstaat mit den anti-kommunistischen Verfolgungen unter Senator Joseph McCarthy in den fünfziger Jahren vergleicht.

Tatsächlich spiegelt die wachsende Opposition gegen den "Patriot Act II" die Angst vieler Amerikaner wider, dass sich die Heimatfront im "Krieg gegen den Terror" bald gegen sie selbst richten könnte. So heißt es in Absatz 501 des geplanten Gesetzes, dass einem Amerikaner die Staatsbürgerschaft entzogen werden kann, "wenn er, mit der Absicht, seine Staatsangehörigkeit aufzugeben, einer Gruppe beitritt oder ihr konkrete Unterstützung bietet, die die Vereinigten Staaten als eine 'terroristische Organisation' bezeichnet hat". Das gelte auch, wenn der Bürger von den vermeintlich terroristischen Aktivitäten der Gruppe nichts gewusst und selbst nur legal gehandelt hat.

Enzug der Staatsbürgerschaft

 
AP

FBI-Hauptquartier in Washington: Mehr Befugnisse für die Agenten


Während ein US-Bürger einen Verzicht auf die Staatsbürgerschaft bisher offiziell erklären muss, soll dies nunmehr aus seinem "Verhalten rück geschlossen" werden. Über die Ausbürgerung von Amerikanern hätte in Zukunft allein der US-Präsident zu entscheiden? unanfechtbar. Zu diesem in der US-Geschichte unerhörten Schritt wird das Justizministerium der Fall des Kaliforniers John Walker Lindh motiviert haben, der sich den afghanischen Taliban anschloss und während "Enduring Freedom" gegen US-Streitkräfte kämpfte. Dafür wurde der 21jährige inzwischen zu zwanzig Jahren Haft verurteilt, doch der vermeintliche Landesverrat und die Debatte über Lindhs religiöse Gründe dafür waren für US-Regierung hochpeinlich. Das könnte sie sich in Zukunft ersparen, indem sie "unamerikanische" Mitglieder der Gesellschaft schlicht desavouiert und ausbürgert - so wie es Saudi Arabien mit Osama Bin Laden getan hat.

Einmal ihrer Staatsbürgerschaft beraubt, könnten US-Bürger als Staatenlose ins Ausland deportiert werden. Kurzfristig würde der Schritt allerdings eher dem Entzug der Bürgerrechte dienen, damit Terrorverdächtige ohne rechtsstaatlichen Schutz behandelt werden können. Schon jetzt verlegen die CIA und das FBI eingestandenermaßen Verhöre vermeintlicher Mitglieder von Osama bin Ladens Terrornetz Al Qaida in rechtsfreie Räume wie den US-Militärstützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba oder in verbündete Despotien wie Ägypten, in denen regelmäßig angewandte Foltermethoden bessere "Ergebnisse" versprechen. Dass den jüngst in Pakistan verhafteten Top-Terroristen Khalid Scheich Mohammed genau dieses Schicksal erwarte, äußern dieser Tage ehemalige Regierungsbeamte offen in US-Fernsehsendern.



Lesen Sie im zweiten Teil: Wie unter Patriot Act II selbst Tierschützer als Terroristen gelten und ihnen die Todesstrafe drohen könnte



 

21.03.03 09:34

5937 Postings, 6326 Tage BRAD PITDa wird der Thraed wieder interessant. Besonders

wenn man sieht wofür spitfire oben zwei schwarze Sterne erhalten hat.

Von mir bekäme er dafür eher heute grün.  

21.03.03 09:41

12850 Postings, 6465 Tage Immobilienhaideswegen darfst du ja auch nicht moderieren o. T.

21.03.03 10:08

13436 Postings, 7037 Tage blindfish@brad

sehr interessant und beängstigend zugleich - da wächst die nächste dritte-reich-regierung heran...

allein schon der satz: "jemand kann verhaftet werden, ohne die familie zu informieren"

oder: "dass einem Amerikaner die Staatsbürgerschaft entzogen werden kann, "wenn er, mit der Absicht, seine Staatsangehörigkeit aufzugeben, einer Gruppe beitritt oder ihr konkrete Unterstützung bietet, die die Vereinigten Staaten als eine 'terroristische Organisation' bezeichnet hat". Das gelte auch, wenn der Bürger von den vermeintlich terroristischen Aktivitäten der Gruppe nichts gewusst und selbst nur legal gehandelt hat

ist eigentlich jedem klar, an welchem punkt wir bereits angekommen sind!?!? die haben echt nen knall - solche einschränkungen der freiheits- und menschenrechte müssen im vorfeld bekämpft werden!! sonst wachen wir wieder vor 60 jahren auf! und dann ist es wieder zu spät, wie schon einmal...

es ist schlimm, was die abziehen :-(

gruss

ps: brad, wo gibt es den zweiten teil?  

26.06.03 10:18

5937 Postings, 6326 Tage BRAD PITFrische Meldungen (für unsere Zweifler)

HASS AUF MUSLIME

Amerikaner malträtieren Pizzaboten

Weil sie dachten, sie hätten es mit einem Muslim zu tun, haben zwei Amerikaner bei Boston einen Inder schwer misshandelt. Sie empfahlen ihm, zurück in den Irak zu gehen.
Hier klicken!
Boston - Nach Angaben der Polizei wurde der 24-Jährige überfallen, nachdem er abends eine Pizza in New Bedford bei Boston ausgeliefert hatte. Zunächst hätten die beiden Angreifer vorgehabt, den jungen Mann auszurauben. Als er ihrer Meinung nach wie ein Muslim aussah, seien sie erst richtig gewalttätig geworden. Gary Souza, der Polizeichef von Fairhaven sagte: "Sie haben ihm gesagt, er solle zurück nach Irak gehen."

Die Täter gingen gegen den Pizzaboten brutal vor. Obwohl das Opfer versicherte, er sei Hindu, wurde er geschlagen, mit Zigaretten versengt, gefesselt und geknebelt. Schließlich packten die beiden 17-Jährigen ihn in den Kofferraum seines Autos und fuhren damit nach Fairhaven.

Unterwegs gelang es dem 24-Jährigen, sich zu befreien. Als das Auto anhielt, sprang er aus dem Kofferraum und schlug einen seiner Peiniger mit einem Hammer nieder, wie Souza berichtete. Daraufhin verletzte einer der Angreifer ihn mit einem Messer, ehe er davonrannte.


 

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