Rund um den Dax

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neuester Beitrag: 14.10.19 14:52
eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord Anzahl Beiträge: 1381
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12.09.19 10:07
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6858 Postings, 3101 Tage ChartlordKaum verändert

Obwohl ich immer noch krank bin (und kaum Aussicht auf Gesundung habe), hat sich in der Zwischenzeit seit meinem letzten Beitrag nicht viel getan. Donald Trump hat weiter getwittert, die Beschäftigung in Deutschland ist weiter angestiegen, die Teuerungsrate in Deutschland ist auf inzwischen 1,4% gefallen, die Industrievorheuler jaulen wegen einer angeblichen Rezession in Deutschland, niemand ist gewillt das Wirtschaftswachstum in Deutschland, das vom klar größeren Teil der Wirtschaft inzwischen erbracht wird, ordnungsgemäß in die richtige Relation zur Industrie zu setzen, Konsum, Freizeit und Tourismus boomen fast unbeachtet und werden nicht gegen die Industriejammerer aufgerechnet, die Randbezirke der ostdeutschen Bundesländer erinnern schon fast an einen äußeren Distrikt (nur ohne Hunger Games), die auch ohne eine Katniss Everdeen den Aufstand gewagt haben und die AfD gewählt haben, wenigstens bleiben die schwarze Null im Bundeshaushalt und der Nullzins der EZB weiter erhalten und werden gemeinsam für weiteres Wachstum in Deutschland sorgen.

Der Haushaltsüberschuß betrug im ersten Halbjahr 2019 45,3 Milliarden €.
Die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes ist zuversichtlich - auch insbesondere wegen der heutigen EZB Sitzung.
Der Ölpreis und der Wechselkurs haben sich auf gesunkenem Wert stabilisiert.
Der Wohnungsneubau ist immer noch nicht auf dem notwendigen Niveau angekommen.
Das schwerverbrecherische Schleppertum auf dem Mittelmeer hat weiter zugenommen. Dort reicht es ja aus mit den "Migranten" solange an Bord abzuwarten, bis eine "Notlage" eingetreten ist, so dass eine Rückführung der "Flüchtlinge" zum Ausgangspunkt ihres illegalen Grenzübertritts nicht mehr möglich ist, und aus künstlich herbeigeführten "humanitären Gründen" ein Einlaufen in den Schlepperzielen notwendig geworden ist.

Wie ich erwartete und bereits mehrfach geschrieben habe, wird im zweiten Halbjahr 2019 der Wirtschaftsaufschwung ansteigen. Schon der Auftragseingang der Industrie im Juli hat entgegen den Erwartungen und Schätzungen der Kneipenweisen zugenommen anstelle zurück zu gehen. Die Bauwirtschaft meldet einen Rekordumsatz genau wie die Tourismusindustrie in Deutschland. Da werden Brexit und Handelskriege immer mehr dahin zurechtgerückt, wo sie hingehören - in den Hintergrund. Alle anderen "Unsicherheiten" werden durch die 800 000 offenen Stellen gepuffert, die zwar mit einer Verzögerung, die den Umschulungen geschuldet wird, einsetzen, aber es nicht zulassen, dass die in der Industrie entlassenen arbeitslos bleiben. Dazu kommt, dass auch in dieser angespannten Lage der Industrie kaum noch Leute entlassen werden, weil diese anschliessend nicht mehr beschafft werden können.

In der deutschen Wirtschaft gibt es eine gewisse Zange, die vormals nur sehr klein gewesen ist, die aber seit über 9 Jahren ständig gewachsen ist und mit eisenhartem Griff mit zwei Schenkeln quasi doppelt die Wirtschaft ankurbelt. Ich rede dabei von den deutschen Urlaubern, die immer mehr Urlaub in Deutschland machen (das ist der eine Schenkel), und das Geld hier ausgeben, und dabei gleichzeitig die Hotel- und Tourismusbranche deutlich wachsen lassen (das ist der zweite Schenkel). Dem haben sich die Urlauber aus dem Ausland passender Weise angeschlossen. Von Seiten der Statistik werden dabei alle Beherbergungsbetriebe mit weniger als 12 Betten gar nicht erst gezählt, weil sonst die deutsche Industrie noch mehr heulen würde, weil die Industrie immer mehr zum kleineren Standbein der deutschen Wirtschaft verkommen würde.
Wegen des nunmehr zweiten Supersommers war fast nirgendwo mehr ein Zimmer frei.

Und schon jetzt wird es schwer etwas für 2020 hier zu bekommen.
(Manchmal kommt man bei 42,6 Grad Celsius im Binnenland schon auf die Idee, dass sich die deutschen Urlauber zum Abkühlen an die deutschen Küsten begeben.) Doch jetzt sind die Ferien vorüber und auch die Anleger kehren wieder an die Aktienmärkte zurück - egal, was die EZB nachher beschliessen wird. Früher oder später werden wieder Aufkäufe notwendig werden, da Strafzinsen für Banken nur noch einen immer kleiner werdenden Effekt haben werden. Lange warten darf die EZB nicht, denn die Teuerungsrate in Europa ist schon wieder auf 1% gefallen.
Und auch Christine Lagarde wird den Kurs der EZB nicht ändern.

Der Chartlord


 

16.09.19 10:38

6858 Postings, 3101 Tage ChartlordDrastisches Rumgezocke mit Rohöl

Nach dem Ausfall der saudiarabischen Raffinerieanlage nimmt das der Markt zum Anlaß kräftig im und mit dem Rohöl zu zocken, dabei ist der Markt überflutet und hing am seidenen Faden irregulärer Stützungskäufe, damit der Ölpreis nicht völlig wegbricht. Duch den Ausfall der Anlagen wird die Weltproduktion um ca. 5% vermindert. Allerdings werden nur richtig blauäugige Trompeter davon ausgehen, dass das sich anderen Produzenten nicht entgehen lassen werden diese Lücke für sich in Anspruch zu nehmen. Man darf nicht vergessen, dass sich die gegenwärtige Produktionsmenge schon zum x-ten Mal zwangsläufig runterfahren musste, weil die Nachfrage in diesem Jahr deutlich vermindert ist, wogegen die Produktionsmenge angestiegen ist.

Wir weren es sehen, dass schon nach wenigen Tagen diese 5% durch anderweitige Produzenten ausgeglichen sein wird und sich der Rohölpreis wieder in den alten Chart hinein begeben wird. Entsprechend werden sich auch die A ktienmärkte verhalten, wobei selbst heute ein so drastischer Ausschlag wie am Rohölmarkt bei den Aktien nicht zu sehen ist und auch nicht zu sehen sein wird. Wer heute im Rohölmarkt rumzockt, muss sehr vorsichtig sein, denn am Freitag ist großer Verfallstag und die Aktienkurse der Ölfirmen und der Verbraucher von Rohöl werden nicht den kurzfristigen Trend des Ölpreises mitgehen.

Der Chartlord  

19.09.19 10:25

6858 Postings, 3101 Tage ChartlordKurz vor dem Verfallstag

Zum Verfallstag werden die Anleger kaum noch ein Risiko eingehen wollen.
Allerdings sind die Währungsmaßnahmen der EZB und auch der Fed ab sofort nicht mehr aus den Kursen heraus zu bekommen.
Das bedeutet, dass Rücksetzer, egal welcher Art, immer als neue Einstiegsmöglichkeit angesehen werden, da das Zinsumfeld weiter und jetzt auch längerfristig auf sinkende Zinsen ausgerichtet ist, und Aktien jetzt den Anleihen deutlicher vorgezogen werden.

Rein technisch lässt sich momentan so gut wie gar nichts zum Dax sagen, da er zumindest bis Montag seitwärts ausgerichtet ist, wobei bei 13 303 eine horizontale Unterstützung liegt. Nach oben ist entgegen vielen Meinungen von Analysten kein Deckel beim bisherigen Jahreshoch oder beim jetzigen Verlaufshoch. Allerdings werden die Großanleger versuchen das bisherige Verlaufshoch des September nicht zu übersteigen, wogegen andere Interessen genau darauf aus sind wegen der gefallenen Zinsen, die für baldige Nachkäufe sorgen werden.

Der Wechselkurs hat sich bei etwa 1,10 eingependelt, und der Ölpreis hat seinen Zenit der Zockerei überschritten. Die Nachricht aus Saudi Arabien, dass in drei Wochen die Raffenerie wieder voll produzieren wird, hat dem wilden Treiben ein schnelles Ende bereitet. Je nach dem wieviel die anderen Produzenten ihre Leistung steigern, kann es bei der Wiederherstellung der Produktionsmenge wie vor dem Anschlag zu Produktionsüberhängen kommen, die dann nicht nur Rohölüberschuß sondern auch Spritüberschuß bedeuten. Das hätte sofortige, fallende Preise/Kurse an den Zapfsäulen zur Folge. Wenigstens hat dieser Anschlag keine nachhaltigen Folgen.

Der Chartlord  

20.09.19 09:05

6858 Postings, 3101 Tage ChartlordDie Stimmungslage am Verfallstag

wird heute geprägt von den Zinsentscheidungen der Notenbanken.
Die Zinsen im Euroraum sind schon auf dem Maximaltief und geben keine Möglichkeit der direkten weiteren Absenkung. Lediglich über Aufkäufe von Wertpapieren kann die Geldmenge künstlich vergrößert werden, was aber die Aktienmärkte begünstigt. Die fed dagegen hat den Erwartungen nur zum kleinsten Teil entsprochen, was die Erwartungshaltung zwar auch für die nächste Zukunft auf weitere Zinssenkungen aufrecht erhält, aber die Aktienmärkte nur gering anfeuert.

Vorhin sind die aktuellen Zahlen für die Erzeugerpreise in Europa bekannt gegeben worden und deutlich stärker gefallen als von den Analysten erwartet. Anstelle erwarteten minus 0,1% wurden minus 0,5% gemeldet. Das wird in den nächsten Wochen und Monaten den Druck auf die Inflationsrate weiter verstärken und die gegenwärtigen 1,0% Inflation in Europa nicht wie erhofft durch die 20 Milliarden € Aufkäufe ansteigen lassen sondern trotz der Aukäufe noch weiter fallen lassen. CL (Chistine Lagarde) wird Mühe haben diesen Trend gegen viele Stimmen aus dem Bankenlager wieder umzudrehen.

Mit diesen Vorgaben werden die Aktienmärkte nicht mehr bereit sein für den Rest dieses Jahres verstärkt Positionen aufzulösen. Zumindest gezieltes  Stockpicking ist jetzt angesagt.

Der Chartlord  

30.09.19 18:40

6858 Postings, 3101 Tage ChartlordEs wird immer schlimmer

Jeden Tag müssen wir nun in Presse, Funf und Fernsehen sowie im Internet miterleben, dass in Deutschland massive Stimmungsmache für bestimmte Wirtschaftszweige und gegen bestimmte Institutionen gemacht wird. Hervorzuheben sind die Banken und die Automobilbranche samt Zulieferwirtschaft.

Dabei wird inzwischen gegen reale Zahlen agiert, die entweder verfälscht oder vertuscht oder sogar ganz verschwiegen werden.
Bestes Beispiel sin die heute vorgelegten Zahlen der Agentur für Arbeit. Sie sind genau entgegen der Erwartung dieser Branchen ausgefallen, was ein nachhaltiges Beispiekl dafür ist, dass die Industrie in Deutschland nur noch das kleine Standbein der Wirtschaft ist. Die Erwartung der sogenannten Analysten lag bei (jahreszeitlich bereinigten) 5000 um die die Arbeitslosigkeit zunehmen sollte. Übel, übel, weil sie in
Wirklichkeit um 10 000 gesunken ist. Und wie schlimm diese Zahl ist erkennt man an dien fast überall verschwiegenen 787 000 offenen Stellen, die jeder Jaulerei der Industrie den Boden unter den Füssen wegziehen.

Das Heer der Beschäftigten ist natürlich auch wieder weiter gewachsen, und das obwohl in der Industrie tatsächlich Entlassungen vorgenommen wurden. Selbst der Ölpreis hat seine alten Werte und seine Abwärtsrichtung von diesen alten Werten wieder erreicht. Mit den Inflationszahlen und den neuesten Zahlen der Beschäftigung in Europa stellt sich genau der langsame aber nachhaltige Aufschwung in Europa und besonders in Deutschland ein, von dem ich bereits geschrieben habe. Besonders günstig waren die Auftragseingänge in den letzten Monaten. Hier hat sich die Summe zwar unterschiedlich hoch gegeben, aber im Durchschnitt wurde der sechsmonatige Puffer behalten. Damit ist der Beginn der Nachferienzeit ordentlich gelungen und wird mit der voll ausgelasteten Baubranche sowie den extrem Personalbedürftigen Branchen der Pflege und der Erziehung für weiteren Aufschwung sorgen. Die neu eröffnete Personalquelle an voll ausgebildeten Pflegekräften in Mexiko wird für fünfstelligen Beschäftigungszuwachs in Deutschland sorgen.

Die wichtigsten Faktoren für Wirtschaftspolitik in Deutschland sind und bleiben der Nullzins, die schwarze Null und der Wohnungsbau. Alles andere kann sich daran ausrichten/anschliessen. Um wenigstens einen Punkt in absehbarer Zeit zu erledigen, sollte entsprechend dem Bundesverfassungsgericht der Soli abgescgafft werden, und zwar so wie vorgegeben vollständig. Das wäre ein erster kleiner Schritt zur Wiederherstellung der Rechtstreue in Deutschland.

Der Chartlord  

14.10.19 14:52

6858 Postings, 3101 Tage ChartlordKaum noch bewertbar

Der Dax hat wie alle Indizes unter dem Brexitgeheule der Briten und unter dem ständigen Getwitter des amerikanischen Vollhonks zu leiden. Die Börsen werden faktisch zu einem unendlichen und ständig wechselnden Pinball politischer Tages- und Stundenmeldungen degradiert. Eine seriöse Analyse/Bewertung ist somit faktisch ausgeschlossen.

Ich gehe nicht davon aus, dass sich zumindest bis zum 31.10. daran etwas ändern wird. Die Briten haben es noch immer nicht geschnallt, dass sie beim Brexit kein Rosinenpicken vornehmen können. Ob sich daran etwas ändern wird, wenn die britsche Regierung einen Verlängerungsantrag stellen wird, glaube ich nicht, denn die EU wird in den wichtigsten Punkten keine Zugeständnisse machen. Dazu kommt, dass nicht wenige europäische Regierungen vom britischen Rumrudern die Schnautze voll haben und einer Verlängerung des Brexitdatums - wenn überhaupt - nur noch einmal zustimmen werden. Gut möglich, dass sich die EU darauf einschiesst, dass beim fortgesetzten Hinaufschieben des Brexits an der Ernsthaftigkeit der Austrittserklärung gezweifelt wird und diese als gegenstandslos angesehen wird. Immerhin ist England bis zum Brexit ein vollständiges Mitglied und hat entsprechende Recht und Pflichen wahrzunehmen. Diese können nicht endlos ausgesetzt werden/bleiben.

Wenigstens der Wechselkurs ist inzwischen fast richtig stabil geworden und hat sich um 1,10 festgsetzt. Der Ölpreis wird nach letzten Zockversuchen weiter fallen, da innerhalb der weltweiten Neuzulassungen der Anteil an Elektromobilität zu einer akkumulierenden Größe geworden ist, und so trotz der nur geringen Marge am Weltmarkt eine ständig nachlassende Nachfrage nach Rohölprodukten auf Seiten der Automobile vorhanden ist.

Wird der Brexit hinausgeschoben, so werden die Indizes wieder weiter ansteigen. Eine Einigung im Handelsstreit der uSA mit China ist höchstens teilweise möglich, da die USA alleine den Spionagevorwürfen nicht nachgeben werden. Und das sollten wir in Europa auch nicht tun, denn das gesamte Wirtschaftsnodell Chinas beruht mehrheitlich auf Datendiebstahl.

Der Chartlord  

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