Schaeffler unterbewertet!?

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neuester Beitrag: 26.05.19 16:01
eröffnet am: 24.11.15 13:34 von: MilchKaffee Anzahl Beiträge: 6065
neuester Beitrag: 26.05.19 16:01 von: schuldgeld Leser gesamt: 885598
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24.11.15 13:34
6

2022 Postings, 3027 Tage MilchKaffeeSchaeffler unterbewertet!?

Aktien im derzeitigen Freefloat: 75 Millionen
+ Aktien nach 6 monatiger Sperrfist: 91 Millionen (ab 09.04.2016)
= gesamter Freefloat: 166 Millionen
Gestamzahlt der Aktien: 666 Millionen

Entsprichtig einem derzeitigen Börsenwert von 9,99 Milliarden.

KGV in etwa 9-10. 10-13% kontiniuierlicher Wachstum in den letzten 5 Jahren pro Jahr. KGV dürfte eher im Doppelten des derzeitigen Bereiches anzusiedeln sein.

Nahezu gesicherte Aufnahme in den SDAX am 21.12.2015

Ziemlich gute Aussichten hier, würde ich sagen.

Erste Kursziele liegen bei 17-18 Euro. Persönlich denke ich eher, dass durchaus höhere Ziele möglich sind.

PS. Die zweite Conti? (Ist mit einem Augenzwinkern zu betrachten). ;)  
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6039 Postings ausgeblendet.

21.05.19 20:31

235 Postings, 202 Tage longterm valueauto zone Beitrag...Teil 2

"Interessant ist allerdings, dass das häufig vorgetragene Bären-Argument gegen Schaeffler, herkömmliche Autoteile seien in der E-Mobil-Ära nicht mehr gefragt, nach den guten Autozone-Zahlen (# 037) mit einem großen Fragezeichen versehen werden muss.  "

Die Haupt Bärenargumente sind aus meiner Sicht nicht das herkömmliche Autoteile nicht mehr gefragt sind, sondern das genau die Teile an Bedeutung verlieren bei denen Schaeffler so stark ist.

Und das der radikale Schwenk von China Richtung Elektro und der damit verbundene Aufbau eigener OEM und Zulieferer mittelfristig viel Umsatz wegnehmen wird von deutschen OEMs und Zulieferern.

Oder das Schaeffler Weltmarkt Know-How im Bereich Feinmechanik hat, aber bei Elektronik und Software Know-How meilenweit von Bosch, Continental und ZF/TRW abgehängt wird.

Bekannterweise teile ich diese Bärenargumente :)
Bin aber bei dem jetzigen Kurs ambivalent. Falls die Gewinne nicht wegbrechen gibt es halt auch viel Potential nach oben.

Hat sich aus meiner Sicht hier in den letzten Monaten nichts geändert. Die zukünftige Entwicklung ist aufgrund der massiven Transformation sehr unsicher und es kann daher sowohl richtig raufgehen wenn sich zeigt das Schaeffler sich halbwegs behaupten kann. Und es kann genauso noch richtig weiter den Bach runter gehen.  

21.05.19 22:18

43 Postings, 82 Tage schuldgeldLöschung


Moderation
Moderator: jar
Zeitpunkt: 22.05.19 11:06
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

21.05.19 23:15

235 Postings, 202 Tage longterm valueSchaeffler hat sich in den vergangenen

Jahrzehnten wie jedes HighTech Unternehmen kontinuierlich anpassen müssen. Aber das was aktuell in der Automobilindustrie passiert ist keine evolutionäre Anpassung wie in den letzten Jahrzehnten sondern eine gigantische Transformation. In 10 Jahren wird die Zuliefererlandschaft völlig anders aussehen als jetzt. Die Wahrscheinlichkeit das Elektronik und Software Kompetenzen weit mehr Wertschöpfung generieren als klassische Mechanik Kompetenz ist sehr hoch. Und auf dem Feld Elektronik und SW sehe ich Schaeffler sowas von abgehängt.

Da sehen die Bullen aus meiner Sicht die Dinge durch eine rosarote Brille :)

Beispiel autonomes Fahren. Da kauft sich Schaeffler eine Firma mit einer für diesen Bereich mikroskopisch unbedeutenden Mitarbeiterzahl und das gejubel geht los das Schaeffler in dem Bereich mitspielt !?. So was soll gegen Firmen wie Bosch die 25000 zusätzliche Software Ingenieure bis 2024 einstellen wollen konkurrieren ?

Die hier vor einem halben Jahr hier im Forum viel beworbene E-Achse....die Leistungselektronik muss extern zugekauft werden weil man selber nicht die Kompetenz im Haus hat ...

Industrie 4.0...300 Mitarbeiter...

Angst vor neuem ?  Neues ist  Klasse, Veränderungen sind das Salz in der Suppe des Lebens.
Aber ja, wenn ich durch neues zwei drittel meines Umsatzes auf langfristige Sicht einbüße, dann ist neues nicht mehr positiv :)

Angst ist doch bei Aktien generell verfehlt. Wer bei Aktien nicht damit umgehen kann auch große Verluste einzustecken der ist doch sowieso falsch.

Das Leben bietet soviel wichtiger Dinge als Geld :)





 

21.05.19 23:25

235 Postings, 202 Tage longterm valueRespekt

Dann noch eine persönliche Note...der gemeint ist wird sie verstehen

Ich nutze dann jetzt mal meine analytischen Fähigkeiten für was komplett anderes, nämlich aus Textfragmenten und dem Weg zu formulieren Rückschlüsse darauf zu ziehen wer jemand ist = Einen user der jetzt unter einem neuen Namen hier schreibt seinem alten Pseudonym zuzuorden

Diesem User möchte ich dann folgendes hier mitteilen

Respekt habe ich vor bestimmten Lebensleistungen

Keinen Respekt habe ich vor
- sich aus persönlicher Kommunikation ohne Verabschiedung zurückzuziehen (egal ob einem in der persönlichen Kommunikation oder den Forenbeiträgen etwas nicht gefallen hat)
- von Moral bei Investitionen zu reden (z.B. Wertschätzender Umgang mit Mitarbeitern, Ingenieurkompetenz) um 6 Monate später über Arbeitsplatzabbau und Verlagerung in Billiglohnländer kein Wort zu verlieren und plötzlich einen Finanz CEO gut zu finden. Dann doch lieber ehrlich bleiben und Aktie als reine Finanzinvestition betrachten, aber die Moral nicht nach außen an die Tür hängen

Ich hoffe das dies eine Unidirektionale Nachricht ohne Antwort bleibt. Bin weder auf eine Antwort hier im Forum noch per Boardmail scharf. Möchte hier nur mitteilen was ich auf der persönlichen Ebene davon halte.  

22.05.19 11:25

16090 Postings, 3234 Tage duftpapst2solange die Autowerte weiter fallen

wird auch Schaeffler ohne nennenswerte eigene Nachrichten den aktuellen Kursverfall nicht aufhalten. hab zwar keine große Anzahl an Aktien und bin fett im Minus, aber auch im aktuellen Umfeld nicht bereit zu zu  kaufen, bevor keine Trendwende zu sehen ist. Bodenbildung schaint auch noch nicht abgeschlossen.
Solange die Firmen meinen durch Mitarbeiterentlassungen könnte alles geregelt werden, sehe ich keine Besserung.  

22.05.19 13:01

43 Postings, 82 Tage schuldgeldAuch die Mitarbeiter von Schaeffler

haben gute Motive, die anstehenden Veränderungen zu bewältigen. Meinen Spott brauchen sie nicht.
"Der Sinn der Wirtschaft, das Ziel allen Planens, Rechnens, rastlosen Tätigseins, der Zweck der Maloche schlechthin ist nicht die Güterwelt, nicht der »Bedarf«, nicht der »Konsum«, das »bessere Leben«, und wie die schönen Sprüche aus den Sonntagsreden alle lauten. Der einzige Sinn des Wirtschaftens ist die Vermeidung des permanent und unerbittlich drohenden Untergangs. Wir wirtschaften nur, um nicht unterzugehen.
Das ist der Kapitalismus."
Paul C. Martin
Der Kapitalismus. Ein Wirtschaftssystem, das funktioniert.  

22.05.19 17:20

56029 Postings, 5499 Tage Anti LemmingHSBC: Kursziel 9 Euro, "buy"

Quelle: Ariva (news)

HSBC belässt Schaeffler auf 'Buy' - Ziel 9 Euro

Mittwoch, 22.05.2019 15:17 von dpa-AFX

LONDON (dpa-AFX Analyser) - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für Schaeffler (Schaeffler Aktie) nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 9 Euro belassen. Analyst Henning Cosman ließ in einer am Mittwoch vorliegenden Studie ein etwas besseres erstes Quartal in seine Schätzungen für den Autozulieferer einfließen. Vor dem Hintergrund der zurückliegenden Enttäuschungen wirke der solide Jahresauftakt beruhigend.  

23.05.19 09:30

1375 Postings, 3150 Tage cordiemir würden 8,50 reichen um raus zu kommen

mit etwas  Gewinn. Aber durch den Wasserstoffhype könnte das wohl schwierig werden. Die Deutschen
Autobauer und Tecfirmen haben geschlafen und schlafen immer noch.
Keiner sagt denen wo es lang geht, Aber wir haben ja unsere DIESEL, na denn Gute Nacht.  

23.05.19 10:46

16090 Postings, 3234 Tage duftpapst2hab teil verkauft

meine letzten Zukäufe.
Abzüglich Div. nur geringer Schaden da nur kleine Posi.

Im aktuellen Umfeld bin ich froh wenn zum JE der Kurs über 7 ist.  

23.05.19 11:35

501 Postings, 382 Tage Börsenfeiertagegerade heute...

... ist die Schaefflerei doch erstaunlich konstant und stark bisher - bei diesen Gesamtmarktvorgaben!

heute bisher kein Verkaufsdruck. Mit Gewinn geht derzeit eh so gut wie keiner raus.

Ich bin gespannt - eine gute Meldung aus Übersee, und es geht evtl. 4-5% mit einem Schlag rauf, wer weiss.  

23.05.19 20:35
3

37 Postings, 180 Tage BeenATL

Bin Mal gespannt wann hier die 5? als neues Ziel ausgerufen werden...
Katastrophe das Papier. Nach Dividende gibt's nur eine Richtung  

23.05.19 23:10
3

232 Postings, 1038 Tage Joe2000Also

Ich habe heute mich mal wieder mit ein Paar Put Scheinen eingedeckt .Da ich gehört habe das es nicht so rund läuft , bei Schaeffler wird versucht zu sparen was das Zeug hält die Zahlen werden nicht gut ausfallen für das 2 Q  wenn ich hier nochmal einsteige dann bei 6? die werden wir noch sehen sonst hätte ich keine Puts gekauft da ich mir sehr sicher bin .  

24.05.19 14:32
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43 Postings, 82 Tage schuldgeldDas Batterieauto ist tot

Ich war jahrelang ein typischer Autonarr und würde mich auch heute noch als technikaffin bezeichnen. Die Fahrcharakteristik eines E- Autos finde ich super, Drehmoment  steht bei mir schon immer höher im Kurs, als die Leistung bei hoher Drehzahl. E- Autos und ich könnten also gute Freunde sein. Könnten.
Denn die Liste meiner unbeantworteten Fragen wird immer länger. Wo all die Batterien herkommen sollen, auch die Rohstoffe dafür , ist ein Problem, das ich den Fachleuten überlassen habe. Wenn VW sagt, die kriegen das hin, habe ich keinen Anlass, das Gegenteil zu behaupten. (auch wenn ich Zweifel habe.)
Ganz anders sieht es mit der Energiedichte / Reichweite  aus. Als E- Biker und Segwayfahrer, und selbst als
Handynutzer erlebe ich die Grenzen der Batterien tagtäglich. Bei Kälte brechen meine Akkus regelrecht ein, beim Rad und beim Segway halbiert sich die Reichweite bei um die Null Grad Außentemperatur auch gern einmal.
Kurz: die vorhandene Batterietechnik ist ganz sicher faszinierend- aber nicht annähernd so energiedicht, wie mein Diesel, der mit halbvollem Tank problemlos 500 km runterreißt - und das bei jedem Wetter!
Und ja, ich weiß, in der Stadt brauche ich diese Reichweite nicht. O.K.
Aber Strom, den brauche ich.
Und als Bewohner einer sehr schönen Penthouse- Wohnung habe ich auch reichlich davon. Nur wie kriege ich mein E-Auto aufs Dach?
Dieser kleine Scherz mußte sein, Sorry.
Mir ist schon klar, dass ich mein Auto an der nächsten Laterne laden soll. Mit Kabel und so.
Meine Frau fragte mich gestern: "Und das Kabel streckt dann am nächsten Morgen noch immer im Auto?"
Ich konnte es ihr nicht versprechen, zwei Wochen, nachdem man uns das Nummernschild gestohlen hat.
Fazit: das Elektroauto für den Individualverkehr auf Grundlage einer Batterie ist für mich bereits tot, noch bevor es geboren ist.
Was mich glauben lässt, dass schon in wenigen Wochen / Monaten öffentlich darüber diskutiert wird, wie man aus der Nummer wieder raus kommt, ohne das Gesicht zu verlieren.
Und ganz gleich, wie man das dann rechtfertigt, auch die nächste Lösung, ob bessere Verbrenner oder Brennstoffzelle, wird eine Menge sich drehender Teile  haben. Und Kabel. Und und und.
Nur Batterien, die werden wohl keine so große Rolle spielen...
Ach ja, weil wir hier im Schaeffler- Forum sind: ich wüsste nicht, dass Schaeffler Batterien baut.. ;-)
Das war natürlich alles sehr polemisch, aber, nun ja, nicht sooooo weit von dem weg, was ich denke.
 

24.05.19 19:01
2

26 Postings, 181 Tage HungerleiderManagerMagazin

Heute schon mal ins MM geschaut?
Wenn das stimmt, dann kann man die 5 locker ausrufen.  

24.05.19 21:07

56029 Postings, 5499 Tage Anti LemmingAufgeblasener Bärenmist

dieser Artikel im heutigen Managermagazin. Nicht als Personen-Bashing, vor allem gegen die alte Schaeffler, und heiße Luft. Einzige Analysten-Quelle ist UBS, die aber am bärischsten sind von allen und mit 6 Euro das tiefste Kursziel haben. Würde mich nicht mal wundern, wenn UBS dem MM eine Prämie bezahlt für diesen "Bären-Dienst". Und dass die automobile Elektrozukunft sicher kommt (und Schaeffler weit abgeschlagen sei, was gar nicht stimmt), wird ebenfalls von den Dünnbrett-Autoren nicht eine Sekunde angezweifelt.  

24.05.19 21:11
2

56029 Postings, 5499 Tage Anti LemmingWenn die Aral-Grafik in # 054 zutrifft,

wird es die automobile Elektro-Zukunft zumindest bis 2040 nur in Ansätzen geben (außer in China, aber die haben eine Sonderstellung). Das meiste in der 2040-Spalte ist Hybrid, und in dem Sektor ist Schaeffler übrigens sehr aktiv. Hybrid braucht auch immer noch Getriebe.

Die Aral-Grafik bestätigt übrigens meinen letzten Satz in # 056, dass die MM-Spinner nur heiße Luft runterbeten.  

24.05.19 21:55
1

43 Postings, 82 Tage schuldgeldHybrid als Feigenblatt?

Ergänzend zu meiner letzten E- Auto- Skepsis möchte ich noch anmerken, dass das erhöhte Fahrzeuggewicht in den Lobgesängen auf das E-Auto bislang wohlweislich ausgespart wurde, sonst hätte man womöglich über verstärkten Reifen- und Bremsverschleiß berichten müssen?
Ob dann das böse Wort "Feinstaubbelastung" gefallen wäre?
Kurz und gut: Ich unterstütze jede technische Entwicklung, die fossile Brennstoffe einspart, sehe jedoch im Elektro- Automobil einen Irrweg, der schon sehr bald eingestanden werden muß. Auch in China wird nur mit Wasser gekocht, hätte meine Oma gesagt. Und Batterien, die hier nur begrenzt Freude am Fahren schenken, kommen nicht selten von dort...
Ich denke nicht, dass die mit chinesischem Strom besser funktionieren.
Fazit: dem Hybrid gehört  für mich die Zukunft, und sei es auch nur als Übergangstechnik.
Und da bin ich wieder bei Schaeffler und fühle mich mit meinen Aktien pudelwohl.
Nur der Kurs könnte jetzt wieder steigen, weil ich gern nachkaufen würde, aber nicht mehr kann.
Und das tut weh! ;-)
 

24.05.19 22:03
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26 Postings, 181 Tage HungerleiderStrohhalme halten auch nicht ewig

Na dann, schauen wir einfach zu und warten auf die 5.
Welchen Strohhalm greifen wir dann?
Den, den man schon bei 10 gegriffen hat, oder den von der 8 ?

Der Rosenfeld kann das nicht. Es ist mir unbegreiflich, wie man ein Unternehmen mit einem ebit von über 15 überhaupt an die Börse bringen musste.
Hat der ernsthaft geglaubt, er kann das einem VW zeigen und am End auch noch lustig finden?
Man wollte halt der Lenker eines börsennotierten Unternehmens sein und wenn man kein Unternehmen findet, daß Platz hat, dann baut man sich das selber.
Es war doch von vornherein sichtbar, daß der Kundenkreis dieses ebit abstrafen wird. Und das hat er auch getan.
Und das wird weitergehen, bis das ebit eine für die Kunden verträgliche Größe erreicht hat, sofern da nicht vorher die Luft ausgeht.

Man hätte das auch einfach weiter als hidden champion machen können, aber nein, man muß ja mit den großen Hunden pinkeln gehen wollen.
Da hätte man aber vorher prüfen sollen, ob man das Bein auch heben kann.
Klar, war auch der Unglücksfall mit dem Conti-Deal und die zwei Tage später beginnende Krise blöd, aber selbst da sind die gut durchgekommen.
Damals gabs keine Entlassungen und Abfindungsprogramme, die haben den Arsch zusammengekniffen, gespart was das Zeug hielt und zusammengehalten.
Und die sind gemeinsam durch dieses Tal der Tränen.

Diesmal aber hat selbst die Belegschaft kein Verständnis mehr für den Egotrip des Geigers.

Und, der nächste Punkt, mit dem der Beitrag im MM recht hat: Dieses Unternehmen lebte von einer Leitfigur. Selbst der Geissinger hatte die Mannschaft hinter sich.
Jetzt hat man keine Leitfigur mehr, jetzt hat man... was eigentlich....
Und das hat die Fr. Schaeffler damals ja nicht so richtig bejubelt, vielleicht war das ja auch der Fehler ihres Lebens. Sie war (war damals ja auch nachlesbar) nicht begeistert von dem Gerangel um den CEO.

Mener Meinung nach wäre das Beste, wenn man den KR raushaut, nachdem man so ein Kaliber wie den Reizle (ok, der tut sich das nicht mehr an) oder den Reik oderoderoder anheuert.
Anschließend schauen, daß man das Ding wieder von der Börse wegbekommt, falls das überhaupt noch geht.

So aber, ... er sollte erst mal ordentlich das  Bein heben lernen, nur leider in diesem Fall zu Lasten und auf Kosten der Mitarbeiter, die einem da echt leid tun können.
 

25.05.19 12:57
1

43 Postings, 82 Tage schuldgeldFrüher war alles besser

Einigen Foristen merkt man an, dass sie persönlichen Kontakt zum Unternehmen Schaeffler haben. Als Außenstehender kann ich da nicht mitreden. Ich kenne weder die Unternehmenskultur, die der Firmengründer gelebt hat, und die scheinbar eine allgemein angesehene war, noch weiß ich, wer wen wann und warum verarscht hat, egal ob im Zusammenhang mit Conti oder im Kampf um den Platz des CEO. Nur macht es für mich keinen Sinn, noch dazu als Aktionär, permanent am Kurs von Schaeffler zu zweifeln oder es gar besser wissen zu wollen. Der CEO ist mir wahrlich nicht super sympathisch, und natürlich kann man sich fragen, ob ein anderer es nicht besser machen würde. Die Antwort ist: ich weiß es nicht. Wenn ich hier im Forum die Vermutung äußere, dass ein Banker im Jahre 2019 vielleicht nicht die schlechteste Besetzung des CEO- Postens ist, dann werde ich dafür gescholten, als hätte ich dem Teufel das Wort geredet. Dabei geht es mir einzig und allein um die Frage, ob im Jahre 2019 immer noch das beste Produkt den Markt erobert, wie in Zeiten des Wirtschaftswunders, oder ob am Ende nicht die Firmen überleben, die mit der Aufschuldung der gesamten Wirtschaft / Gesellschaft am besten umgehen können? VW, Daimler und BMW betreiben eigene Banken und noch nie habe ich gehört, dass ihnen das jemand vorwirft. Scheinbar wird dort akzeptiert, dass der Zugang zu Geld überlebenswichtig ist. Und genau das tue ich mit meiner Akzeptanz des "Geigers". Warum das ein Schimpfwort sein soll, erschließt sich mir übrigens nicht. Hier die ganz konkrete Frage in die Runde: Macht der CEO einen schlechten Job, wenn es um die Finanzen des Unternehmens geht? Und zweitens: sind die unternehmerischen Entscheidungen der letzten Jahre wirklich so grottenschlecht, wie es hier gern dargestellt wird? Wenn sich herausstellt, dass das E- Auto vorerst ein Nischenprodukt bleibt, dann hat Schaeffler genau was falsch gemacht?
Ach ja, noch eins: ich werde nicht in ein Unternehmen investieren, an das ich nicht glaube. Man möge mir also meine positive Grundhaltung zu Schaeffler nachsehen...  

26.05.19 08:31
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43 Postings, 82 Tage schuldgeld@Hungerleider Vor dreißig Jahren erzählte mir

ein Vertreter die Geschichte vom Weinliebhaber, der monatelang an einem Schaufenster vorbei geht, in dem sein Traumwein steht, der ihm aber zu teuer ist. Nachdem er sich endlich dazu durchgerungen hat, sich doch mal eine Flasche zu gönnen, muß er am nächsten Tag feststellen, dass der Wein jetzt nur noch die Hälfte des von ihm bezahlten Preises kostet. Was tut er? Ärgert er sich über den vermeintlich zu viel bezahlte Betrag vom Vortag? Nein, er geht in den Laden und kauft hoch erfreut zwei weitere Flaschen, diesmal zum Preis von einer.
An diese Geschichte mußte ich oft denken, denn tatsächlich gab es oft Anlass dazu. Die Aktien von Schaeffler gehören dazu. Als diese bei über 15 Euro standen, erschienen sie mir zu teuer, vielen anderen aber offensichtlich nicht. Der Wert der Aktie schien höher zu sein, als der Preis, den ich bereit war zu zahlen.
Als die Aktie die 10 Euro nach Unten riß, nahm ich das zum Anlass, mir die ersten 1000 Stück zu gönnen. Denn, so meine Frage: was hatte sich denn geändert? Der Wert? Der Preis? Ich habe mich für den Preis entschieden, wohl wissend, dass der Markt auch den Wert inzwischen anders bewertet hat.
Nur hätte ich die Aktie ohne große Kopfschmerzen auch für 11 oder 12 Euro kaufen können, denn mein Interesse fand sie ja bereits bei deutlich höheren Kursen!
Geändert hat sich nach meiner Meinung vor allem das Marktumfeld und weniger Schaeffler selbst. (jedenfalls aus großer Entfernung betrachtet und im Zeitraum der letzten fünf Jahre. Alles davor ist für mich Folklore.)
Und so kaufe ich seit meinem ersten Posten munter weiter die Aktie ein, für die ich mit Freuden 9,99 ? bezahlt habe. Meine bislang letzte Position hat mich 6,888 gekostet. Und ich habe mich darüber gefreut.
Und ja, mir ist bewußt, dass ich auf dem falschen Pferd sitzen kann. Nur, dann ist das eben so. Weil das Leben nunmal lebensgefährlich ist. Und ohne Risiken einzugehen an der Börse kein Geld zu verdienen ist.
Einen Strohhalm brauchte ich übrigens noch nie. Weil ich einen Plan habe, und mich daran halte.
Meistens jedenfalls. ;-) (denn tatsächlich hatte ich nicht vor, mir den Keller mit "Schaeffler- Wein" voll zu stellen. Aber was soll ich machen, wenn der jeden Tag billigere wird? ;-)
P.S.: Ich erzähle mir diese Geschichte übrigens auch mir selber, denn meine Verluste sind inzwischen nicht mehr lustig. ;-)
Da ist es gut, sich seiner Prinzipien zu erinnern.
Wünsche uns allen, dass meine Erwartung sich erfüllt: Ende Mai, Anfang Juni dreht der Markt...unddamit auch Schaeffler.

 

26.05.19 10:33
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56029 Postings, 5499 Tage Anti LemmingProbleme und Chancen

Ein Problem ist, dass die US-Märkte nicht allzu tief unter dem letzten ATH stehen. Es mehren sich in letzter Zeit Vorzeichen einer Rezession. Sollten die US-Indizes, auch wegen des Handelsstreits, deutlich fallen, z. B. erneut -20 % wie im Dezember oder diesmal auch mehr, würden auch DAX, MDAX und SDAX in Mitleidenschaft gezogen. Für Schaeffler könnte es wegen des dann drohenden SDAX-Ausverkaufs weiteren Kursdruck über den Index geben.

Nun zu den Chancen: Wegen des Abgasskandals in D. und Trumps Gepolter in Sachen Strafzölle (mMn viel heiße Luft!) haben die Kurse der deutschen Auto- und Zulieferer-Aktien in den letzten Jahren deutlich nachgegeben. So haben sich z.B. BMW und Daimler seit dem Hoch in 2015 schlichtweg halbiert (genau wie Schaeffler). VW fiel von 245 Euro in 2015 auf jetzt 145. Die Probleme scheinen mir inzwischen allerdings mehr als eingepreist. Bei einer Normalisierung dürften die Kurse eher wieder nach oben gehen.

Schaeffler steht wegen der boomenden Industriesparte noch vergleichsweise gut da: Der Umsatz ist in den letzten Jahren fast stetig gestiegen (Grafik unten). Das Eigenkapital (ganz unten) hat sogar sprunghaft zugenommen. Ein Problem ist die gesunkene Marge, die Rosenfeld jetzt erneute mit Sparprogrammen und teils mit Entlassungen wieder heben will. In der Industriesparte ist dies bereits mit dem CARE-Programm geglückt, dort stieg die Marge deutlich.

Die größte Chance aber besteht mMn darin, dass sich der gigantische Elektro-Hype im Automobilsektor als Blase entpuppt. Diesem Hype folgt jetzt z. B. auch VW relativ unkritisch (da drohen mMn große Fehlinvestitionen).

Zu diesem Hype kommt es u. a. wegen der großen Töne, die Elon Musk von Tesla pausenlos spuckt. Wahrnehmungsverzerrend wirkt auch die Entwicklung in China. Auf Kaderpartei-Beschluss gibt es dort nur noch E-Mobile als Neuwagen. Dafür bauen die Chinesen allerdings im Gegenzug auch 50 neue Atomkraftwerke, was zumindest ein Problembewusstsein dafür zeigt, dass der Ladestrom nicht einfach aus der Steckdose kommt. In D. und anderen westlichen Ländern wäre ein massiver Neubau von AKWs schlicht undenkbar.

Zetsche von Daimler hat im Gegensatz zu VW ein marktfolgende Strategie verfolgt. Er meint: Wenn E-Mobile stärker gefragt werden in D. (zurzeit werden trotz üppiger Förderung nur wenige verkauft), sollte die Industrie ihre Stückzahlen entsprechend noch oben anpassen. VW hingegen "rät", dass der E-Markt wohl boomen wird und stellt die Fertigung sozusagen "auf Verdacht" um. Dies macht teils auch Sinn, weil VW stark nach China exportiert. Aber wird es in der Restwelt außerhalb Chinas genauso laufen? VWs Strategie könnte sich rückblickend als visionär entpuppen, wenn das Ratespiel wie erwartet aufgeht. Anderenfalls könnte sich sich aber auch finanziellen Fiasko auswachsen.

Schaeffler liegt in der E-Mobil-Einschätzung eher auf der konservativen Zetsche-Linie, die ich für die vernünftigere halte. Das in vielen Artikeln wie z. B. gestern im Manager Magazin - MM) herbeibgeschriebene drohende "Ende" der klassischen Autoindustrie sehe ich nicht. Das MM stellt Schaeffler als Prototyp eines sterbenden Industrie-Schwans dar, der unflexibel und blind für die vermeintlichen neuen Realitäten seinem Untergang entgegensteuert. Dabei bringt dass MM ausschließlich Argumente von UBS-Analysten, die die bärischsten von allen sind und ein Kursziel von 6 Euro haben.

Die antizyklische Chance besteht mMn darin, dass sich der E-Hype mangels Nachfrage von allein entzaubert (dauert wohl noch ein bisschen) und sich dann die eher konservativen Erwartungen von Zetsche und Schaeffler bewahrheiten. Die wahren Sorgenkinder nach dieser Entzauberung wären dann diejenigen Firmen, die jetzt "visionär" bzw. "in vorauseilendem Gehorsam" allzu stark auf den E-Hype aufsatteln, also etwa VW. Auch gegen Tesla gibt es starke Argumente. Vor einigen Tagen haben US-Analysten für die Tesla-Aktie im "worst case" ein Kursziel von 10 Dollar genannt (aktuell 200).

Prozyklisches Denken kann Unternehmen schnell in den Ruin führen. So haben 2008, als die Frachtraten (Bulk) drastisch gestiegen waren (Verzehnfachung), viele deutsche Reeder neue Frachtschiffe bestellt, um am vermeintlichen Boom teilhaben zu können. Ein Jahr später jedoch waren die Frachtraten wieder unten und haben sich bis heute nicht recht erholt. Die Reeder kamen aber aus den Schiffsbestellungen nicht mehr raus (hätte hohe Vertragsstrafen zur Folge gehabt). So wurde der Markt trotz gefallener Frachtraten mit neuen Frachtern überschwemmt, und das Überangebot drückte noch stärker auf die Raten. Im Zuge dieser Entwicklung gerieten auch die Banken, die den Schiffs-Hype finanziert hatten (NordLB und HSH Nordbank) in existenzbedrohende Schieflagen. Der Staat musste garantieren und retten. Um den eigenen Finanzschaden klein zu halten, boten die Banken auch "Investoren" Schiffsbeteiligungen an, die "schöne Zinsen" (5 % und mehr) brachten, aber bald nahezu wertlos wurden (ein weiteres Kapitel aus der Tragödie "Der Kleinanleger als letzter Idiot").

Im Unterschied zum Schiffs-Hype, der 2008 immerhin fundamental mit stark gestiegenen Frachtraten einherging, ist beim E-Mobil-Hype zumindest in D. bislang aber keinerlei "Nachfrageexplosion" zu erkennen - und dies trotz üppiger staatlicher Förderung.

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Fundamental steht Schaeffler weit besser da, als es der gesunkene Kurs vermuten lässt. Die Diagramme unten stammen von Ariva


 
Angehängte Grafik:
hc_2347.jpg
hc_2347.jpg

26.05.19 10:53
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56029 Postings, 5499 Tage Anti LemmingHier noch die Entwicklung der Frachtpreise

die ich im vorletzten Absatz meines vorherigen Posting angesprochen habe. Der Chart zeigt den Baltic Dry Index.

https://de.tradingeconomics.com/commodity/baltic

Viele Reeder (auch in D.) setzten bei ihren Schiffsbestellungen 2008 auf den vermeintlichen neuen Aufwärtstrend bei den Frachtpreisen auf (roter Pfeil). Danach kamen die Frachtraten aber schnell wieder runter und haben sich wegen der vielen neu bestellten Schiffe, die ein starkes Überangebot lieferten, bis heute nicht mehr "erholt". Man könnte auch treffender sagen: Der BDI-Index hat sich "normalisiert" und wieder bei seinem langjährigen Durchschnitt eingependelt. Das hilft den Banken (in D: NordLB und HSH Nordbank), die den Schiffshype finanziert hatten, freilich wenig. Ihre hohen Verluste wurden in "bad banks" dem Steuerzahler zugeschoben.

Einen ähnlichen Hype wie bei 2008 bei den Schiffsbestellungen sehe ich aktuell im E-Auto-Hype.  
Angehängte Grafik:
hc_2348.jpg (verkleinert auf 71%) vergrößern
hc_2348.jpg

26.05.19 16:01

43 Postings, 82 Tage schuldgeld@Anti Lemming Das genau ist die Wette,

die ich derzeit spiele: der Hype um die Batterie entpuppt sich als Hype. Es braucht jetzt nur noch das Kind, das lautstark feststellt, dass der Kaiser ja gar nichts an hat, und das Ganze verschwindet wieder in der Versenkung. Aber wie Du völlig zu recht schreibst: es kann auch ganz anders kommen und ich stehe wie ein Idiot da. Damit muß ich dann leben. Ich selbst jedenfalls denke, dass der Kaiser nackt ist.
Und investiere entsprechend... ;-)  

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