Rund um den Dax

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neuester Beitrag: 20.09.19 09:05
eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord Anzahl Beiträge: 1379
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06.03.14 17:56

1221 Postings, 2684 Tage AgrartechnikFrag

ich mich auch wer den Daumen da drauf hat :-)

Das grösste Risiko seh ich , wenn der Dax nicht mitgeht jetzt, und die Amis mal fallen ...  

06.03.14 18:28

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordFrechheit !

Meinem Beitrag von heute früh hat der Dax sogar noch einen oben drauf gesetzt und ihn damit genau bestätigt. Er hat fast punktgenau auf dem Handelsbeginn geendet.
Damit bekommt die Warteschleife sogar die höchste Wahrscheinlichkeit, aber nur solange wie der Dow sie mit geht. Bleibt der Kursanstieg in der Wall Street, so schleicht sich der Dax morgen hinterher, mit der heimlichen Hoffnung, dass am Handelsschluss die Amis morgen schon wieder ihre heutigen Gewinne abgeben und der Dax wieder auf das 9545er Ziel zurückkehren kann.

Wirtschaftlich sieht es für die Deutschen wieder besser aus, denn der Euro steigt und das Öl fällt. Das wird spätestens für nächste Woche die Vorgabe sein.

Damit ist aus einer politischen eine psychologische Börse geworden.

Der Chartlord  

06.03.14 20:34

1221 Postings, 2684 Tage Agrartechnikdu

Siehst keinen Anstieg im Dax? Wieso?  

07.03.14 09:01

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordDas passt nicht zusammen

Einerseits steigt der Dow und der Dax wird nach und nach wegen der Krise und weiteren "Befürchtungen" abgestuft. Andererseits findet eine Flucht in den Euro statt. 1,3861 sind sehr hoch. Also entweder man hat Ängste oder man hat Zutrauen. Der Unterschied macht jetzt schon ca. 2% vom Dax zum Dow aus.

Daran wird sich auch heute nichts ändern. Der teure Euro macht die Investition für Ausländer aus dem Nicht-Euro-Raum trotz der günstigeren Kurse unattraktiv. Dennoch hat das ganze eine positive Seite, die sogar die Nachteile überwiegt. Der Sprit wird günstiger, was das zarte Pflänzlein Wirtschaft in Europa zum sprießen bringen wird. Selbst in Griechenland wird dieser Sommer auch endlich wieder ein richtiger Sommer mit Urlaubern aus Deutschland werden.

Faktisch passiert in dieser Krise eigentlich gar nichts. Auch die Wirtschaft läuft unbeeinträchtigt weiter. Das haben die Märkte immer im Hinterkopf. Auch wenn wir jetzt nörgeln, dass der Dax nicht steigt, so ist das blos aufgeschoben und nicht aufgehoben. Als langfristiger Anleger ist es mir egal ob ich das Ziel für 2014 im März oder im Dezember erreiche, weil sich daran ein neues Ziel 2015 anschließt, das erst nächstes Jahr an der Reihe ist. Wer kurzfristiger orientiert ist, hätte den Kursenbruch zum Ausstieg nutzen sollen bis die Angelegenheit vollständig erledigt ist.

Wie bekannt reagiert der Markt auf das Ende der Eskalation und wartet die Politischen Lösungen nicht ab - siehe Syrien. Bleibt die Krise weiter ereignislos, so wird schon am Montag der Dax reagieren, weil mit jedem Tag , der verstreicht, die Abstufung von Dax zu Dow seine Berechtigung verliert. Noch ist der Dow nicht enteilt, sein Ziel 16 600 ist aber nicht mehr weit und nur eine kleine Widerstandszone bei 16 480 muss zum großen Kaufsignal überwunden werden. Kommt der Dax bis dahin nicht aus den Startlöchern, so kann es sogar zu Börsenverwerfungen wegen des großen Unterschiedes kommen. Leidtragende wären vor allem die Amis.

Technisch steht der Dax nicht so da wie es verschiedene Analysten meinen. Die deutsche Börse ist eine wirtschaftliche Angstbörse, die einer politischen Börse jedoch nicht entspricht. Diese Beine sind deutlich länger, da sich politische Auswirkungen von Heute auf Morgen ändern können wirtschaftliche jedoch nicht so schnell.

Daher erwarte ich ohne deutliche Veränderungen an der Wall Street kaum Kursänderungen heute im Dax.

Der Chartlord  

07.03.14 18:17

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordBis um 14.40 Uhr

verlief alles wie erwartet. Der Dax war da sogar 2 Punkte im Plus.
Danach wurde aus Angst jedoch Panik. Eine Reaktion, die aber so gar nicht von der gesamten Finanzwelt getragen wurde, sondern nur von einem Teil der Anleger. Der Kontraindikator ist mittlerweile der Euro, der so gar nicht in das Angstszenario passt. Die ganz großen Anleger fliehen in den Euro als sicheren Hafen, was bei einer echten Krise genau umgekehrt der Fall wäre.
Der Abstand vom Dax zum Dow beträgt jetzt ca 4%. Das lässt sich auf Dauer nur vertreten, wenn die deutsche Wirtschaft deutlich schlechter als die amerikanische läuft. Solange jedoch die Panik regiert, wird dieser Zustand anhalten. Wielange noch, kann man nicht sagen, da alles irrational ist. Man kann es  nicht einmal mit einer politischen Börse vergleichen, da bei dieser nur die (rationale) Reaktion auf eine Nachricht gehandelt wird. Hier werden eher Spekulationen auf alle möglichen Nachrichten gehandelt, die haben jedoch keinen berechenbaren Ursprung.

Zu echten Sanktionen gegen Russland habe ich vorhin in meinem Thread Das Thema des Tages geschrieben.

Daher heisst es schön das Wochenende abwarten.

Der Chartlord
 

10.03.14 09:08

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordLand in Sicht ?

Ich habe keine Erwartung, dass der Dax in absehbarer Zeit irgendwo auf Grund läuft. Rein technisch wäre der untere Trendkanal (mittelfristig) von den beiden letzten Tiefpunkten her ableitbar. Mitte Dezember bei knapp über 9000 und Anfang Februar bei 9115. Daraus würde bei 9200 der nächste Auflagepunkt erfolgen.

Aber das sehe ich nicht. Vielmehr ist nicht die Markttechnk sondern die Geldmenge ausschlaggebend. Die Meinungen gehen weit auseinander. Da ist von gesunder Korrekur bis 8900 oder von Trendwechsel hin zu Anleihen die Rede. Alles Quatsch ! Das Argument der gesunden Korrektur scheitert am Dow. Der Trendwechsel scheitert an dem fehlenden Zinsanstieg der Anleihen. Und die Wirtschaftskriese in Deutschland scheitert an den frei verfügbaren Rohstoffmengen (Öl, Gas) auf den Weltmärkten. Machen wir uns nichts vor, eine Handelskrieg im eigentlichen Sinne besteht schon lange mit den Russen, die nach und nach so viele Importwaren mit Strafzöllen belegt haben, dass von einem freien Warenverkehr gar keine Rede sein kann. Da ist es für viele wohlhabende Moskauerinnen mittlerweile billiger nach Berlin ins KaDeWe zu fliegen, als die gleichen Produkte in Moskauer Kaufhäusern zu erwerben.

Spötter würden sogar noch weiter gehen und den Handel grundsätzlich auszusetzen, damit noch mehr Kauftouristen nach Berlin kommen. Aber mal im Ernst. Hier werden allzu offensichtliche Faktoren außer Acht gelassen. Der wichtigste ist am 21.3. der große Verfallstag. Die Umsätze während der Krise am deutschen Aktienmarkt sind nicht wie befürchtet als Sell-off sondern als Rücksetzer, der zwar steil aber nicht als Crash stattfindet. Das wirkt sich auf den Verfallstag aus, da hier über die Volumina die Kurse abgewickelt werden, die über einen viel längeren Zeitraum auf Höchstständen berechnet werden müsen. Eine Gegenbewegung die nur ein paar Tage tiefe Kurse hat, wirkt sich kaum auf das Volumen aus. Da ist es noch wendig die Kurse über einen längeren Zeitraum zu drücken und diese tiefen Kurse bis hin zum Verfallstag bei zu behalten.

Da der Euro derzeit bei 1,3882 steht, sind viele Zocker auf diesen Zug aufgesprungen und steigen aus den Aktien aus und sind rein in die Wettscheine. Natürlich nicht mit dem ganzen Volumen der Aktienanlage, aber kommt der Verfallstag mit den tiefen Kursen, so "droht" ein weiterer Verfall mit der erstklassigen Möglichkeit wieder die Aktien zurückzukaufen. Gerade für Anleger aus dem Nicht-Euro-Raum besonders günstig, weil mit dem Rücksetzer im Dax und dem gleichzeitigen Anstieg der Währung doppelter Gewinn eingefahren werden kann.

Echte Alarmsignale würde man am fallenden Euro und am stark steigenden Ölpreis erkennen.
Damit wird aber die Zeitschiene bis zum Verfallstag immer wichtiger. Das Aufsetzen auf den unteren Trendkanal egal ob bei 9200 oder bei 9000 würde einen technischen Erholungsverlauf auslösen, der rechtzeitig wieder nach unten umgekehrt werden muss. Das könnte schon Anfang der nächsten Woche sein, damit das erneute Aufsetzen auf dem Tiefpunkt nicht nur zum Verfallstag stattfinden kann, sondern gleichzeitig auch das zweite Standbein für die anschließende Rally ist. Die tieferen Kurse als das erste Standbein spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle, da das Mindesterfordernis mit dem zweiten Standbein erreicht ist, und die überverkaufte Handelszone damit nur um so schneller verlassen werden könnte.

Der Chartlord  

11.03.14 08:46

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordDie Blase füllt sich

und zwar mit Nachrichten. Gleich die erste ist schon der drohende Finger für alle Zocker, denn die Talfahrt des Dax ist höchstens eine Halluzination der Shortseller. Die Nachricht betrifft den deutschen Außenhandel, der für Januar mit 2,9% plus einen festen Wert liefert. Da stellt sich nur die Frage, wie man diese Ergebnisse in die laufenden Kurse einpreisen will.

Schon am Sonntag werden der internationalen Staatengemeinschaft die Handfesseln durch die Bevölkerung der Krim angelegt. daach bleiben nur noch vier handelstage vor dem Verfallstag. Nach dem Referendum wird sich Russland wieder an den Verhandlungstisch setzen, mit der klaren Aussage, dass man die Entscheidung des Völkes verbindlich anerkennt, und keine Abweicheng zulassen wird.

Der IWF hat auch schon Hilfen für die Ukraine zugesagt, so dass der März schon der Monat sein kann, in dem die Weichen gestellt werden, und eine neue Normalität einkehren wird. Dem wird sich der April mit den nächsten Berichten anschließen, die aus den USA wieder nur maue Zahlen entnommen werden können, da der ständig wiederholende Wintereinbruch in weiten Teilen die Wirtschaft erheblich beeinträchtigt. Bei uns dagegen wird der warme Winter schon seine Tendenz in Richtung wirtschaftlicher Erholung verfestigen.

Bis dahin sind noch ca. 3 Wochen Zeit, in der die Rückkehr des Dax zu einer angemessenen Bewertung vorbereitet wird. Solange wird noch ein irrationales Rumgefummle an den Kursen stattfinden, was nicht die Spekulation auf Aktien sondern auf Nachrichten beinhaltet. Alle, die jetzt mit Charttechnik argumentieren, versuchen gerade aus einem Teebeutelsatz zu lesen. Das klappt nicht und da mache ich nicht mit.

Der Chartlord  

12.03.14 11:05

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordAlles wie gehabt

Manchmal kommt es mir so vor, als ob der Dax von einigen Spinnern wie eine schöne Frau angesehen wird, an der man hervorragend rumfummeln kann. Alles ohne Chart in die Abwärtsrichtung. Egal ob 9225, 9219 oder 9200 keiner dieser Werte bietet eine Unterstützung oder stellt eine Verkaufsmarke dar.

Der Markt ist heftig überverkauft, aber wird noch weiter fallen. Höchstens intraday besteht zeitweise eine kleine Chance auf eine Zwischenerholung. Das kann auch zum Handelsschluss sein, dann aber ohne Auswirkung auf das überverkaufte Niveau.

Dennoch kann man das Land noch nicht sehen aber wenigstens spüren, und das haben wir dem Ölpreis zu verdanken, der schön weiter fällt.

Der Chartlord  

13.03.14 08:56

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordNichts neues

Ich erwarte vor dem Referendum auf der Krim am Sonntag gar keine Änderung, außer vielleicht, dass sich der freie Fall des Dax etwas abbremst. Nächste Woche soll schon das Abkommen der EU mit der Ukraine unterzeichnet werden.
Taktisch wäre das der Ausgleich zum Referendum.
Übernächste Woche ist Verfallstermin, danach könnte die Krise wieder aus den Kursen herausgenommen werden.

Wie sehr Krise ist, kann man am Krisenmessgerät - dem Wechselkurs erkennen :

Heutiger Krisenstand liegt momentan bei 1,3947.

Ist doch völlig normal, dass der Euro mit der Krise steigt.

Der Chartlord  

13.03.14 14:27

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordNachtrag zum Krisenstand

Ich bin mir nicht sicher, ob das hierher gehört, aber dennoch soll es nicht ungeschrieben bleiben.

Ich bin der Ursache des Euro-Anstieges auf den Grund gegangen und konnte feststellen woran das liegt. Es ist klar, dass der Euro jetzt zu einer Krisenwährung geworden ist, wenn die ganze Welt miterleben muss, wie Angela Merkel als Krisenmanagerin schon lange die Hosen anhat, die sie Obama ausgezogen hat.

Besonders beeindruckend ist auch für viele Menschen außerhalb Deutschlands, was sie auf der Pressekonferenz mit dem polnischen Ministerpräsidenten gesagt hat. Es ist zugleich das erste Mal, dass Deutschland in der Öffentlichkeit mit seiner politischen und wirtschaftlichen Macht einer Militärmacht gedroht hat.

Das hat viele beeindruckt.

Der Chartlord  

14.03.14 08:42

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordUnd weiter gehts

Immer weiter abwärts, alle, die weiterhin auf Charts schauen, werden ständig eines Besseren belehrt.

Ich sage nicht, wohin die Reise geht, aber nicht der Stand des Dax ist die entscheidende Komponente sondern die Zeit, in der die Krise noch weiter andauert.

Mittlerweile sehe ich nach der Beschleunigung des Falls, die gestern nach einiger Beruhigung eingesetzt hatte, kaum noch Chancen für eine Zwischenerholung. Diese geringen Chancen, werden heute zum Handelsschluss ganz entfallen, sobald der Dax einen Abstand zur 9000er Marke hat, die nicht intraday erreicht werden kann. Das wären über 150 Punkte tiefer als der gestrige Handelsschluß.

Möge das Blutbad beginnen.

Der Chartlord  

17.03.14 08:48

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordDie Zeit genutzt

hat am Freitag der Dax, der vor Handelsschliuss eine Zwischenerholung eingelegt hat. Wäre er bei seiner Talfahrt geblieben, wären etliche Hürden nach unten durchbrochen worden. Das Referendum ist jetzt durch und mit klarer Mehrheit entschieden. Das sind neue Nachrichten, auf die der Markt reagien kann und wird. Dafür sehe ich eine gewisse Entspannung, die aus der Sicherheit vieler folgender Aktionen herrührt, die sich an diese Entscheidung anknüpfen werden. (Betrittsverhandlungen der Krim mit Russland, neue Pässe, Regionalwahlen, usw.)

Daraus leiten sich aber auch Folgerungen für die internationale Staatengemeinschaft her ab. Die wichtigste ist auch zugleich die entscheidende. Sie lautet : "Welche moralische Grundlage haben die ausländischen Staaten sich gegen die Volksmeinung zu stellen und dabei das Völkerrecht gegen die abstimmenden Menschen anzuwenden ?" Die Antwort ist klar : "Keine"

Damit ist auch zumindest unterschwellig die Handlungsmaxime für die Aktienmärkte vorgegeben. Alle Sanktionen gegen Russland, laufen sofort ins Leere sobald Russland ganz einfach den Forderungen nachkommt, die innenpolitische Lage auf der Krim aber schon soweit stabilisiert, dass die Lage durch die dort anwesenden Sicherheitskräfte auch gegen die übrige Ukraine gehalten werden kann. Dann würden alle weiteren Aktionen der Staatengemeinschaft gegen die Krim laufen, was aber nur zum direkten Bürgerkrieg führen würde. So weit wird es aber nicht kommen.

Die Märkte werden das friedliche und auf fehlerhafte juristische Fragen reduzierte Krisenmanagement als sehr bald abgehakt ansehen. Die Bevölkerung der Krim geht dort ganz normal den Dingen des Alltages nach und auch die Regierung der Ukraine wird in der wirtschaftlichen Not keine Anstalten machen militärisch einzugreifen. Damit reduziert sich die Zeitschiene für die Lage im Dax auf diese Woche bis zum Verfallstag am Freitag. Wir können das schon unterschwellig auch heute früh ausmachen. Die Kurse sind weiter auf Erholung eingestellt und haben dabei noch einen lagen Weg vor sich, denn das überverkaufete Marktsegment bedarf dringend des Ausgleichs.

Deswegen sehe ich ab sofort zumindest bis einschließlich Donnerstag wieder eine rational geprägte Börse, die wieder auf Fakten reagiert. Allerdings ist der Dax so weit out-of-Chart, dass sehr viele Kurse möglich sind. Schließlich sind die Aktien jetzt richtig günstig zu erwerben. Gibt es bis einschließlich Donnerstag keine neuen negativen Nachrichten, so sollte der Dax bis dahin auf mindestens 9225 steigen. Bei positiven Nachrichten mindestens auf 9550. Dann aber kommt der Verfallstag und es kann alles passieren. Ohne Nachrichten ist der Dax technisch nach unten durch das neue Jahrestief abgesichert.

Der Chartlord  

18.03.14 08:55

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordGenau auf Kurs

Nicht nur dass der Dax die von mir erwartete Richtung eingeschlagen hat, nein auch die Rationalität bewirkt ab sofort, dass der erheblich angestiegene Unterschied zum Dow abgebaut wird. Heute wird aber erst einmal etwas verhaltener gehandelt aber dafür schon die Depotpflege eingeleitet und die Gewichtungnen angepasst. Hatte ich noch gestern die 9550 für eher unwahrscheinlich gehalten, so ist der Anstieg gestern so ordentlich gewesen, dass ich mittlerweile 30 % für 9225 und 40% für 9550 sowie 30% andere Kurse erwarte.

Mit jedem Tag der jetzt so vergeht, läuft die Konjunktur in Europa stärker an als erwartet auch in Deutschland. Man braucht dazu nur den Benzinpreis zum Vorjahr vergleichen. Ich lehne mich mal etwas mehr aus dem Fenster und sage für Deutschland 2014 mal ein Wachstum von 2,3 bis 2,6% voraus. Nächstes Jahr dagegen wird es nicht unter 3% liegen. Ich bin da nicht der einzige, der diesen Braten riecht, und der schon deswegen viel frühzeitiger darauf seinen Aktienkauf abstellt. (Auch wenn es, wie die Leser des Postforums wissen, nur eine einzige Aktie ist)

Unterschwellig und unbewusst hat der Markt die Krimkrise abgehakt, denn die "Sanktionen" sind nicht wirtschafftlicher sondern persönlicher Natur. Damit ist die unmittelbare Gefahr verschwunden und neue Gefahren würden so zeitig bekannt gegeben, dass man bis dahin notfalls reagieren kann. Damit tritt der Verfallstag richtig in den Vordergrund. Der Dow wird dahin bis zum letzten Widerstand bei 16 480 ansteigen und den Dax mit hoch ziehen. Daher leite ich die 9550 ab. Das wären 2,5% Anstieg im Dow und 3,5% im Dax.

Nach den irrationalen Tagen hat die Zuversicht wieder die Oberhand.

Der Chartlord
 

18.03.14 11:21

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordDie Sorgenkinder des Dax - Teil 1

Die Deutsche Telekom

Das größte Sorgenkind. Nicht weil hier die Sorgen im Verhältnis zur Firmengröße am größten sind, sondern weil hier die selbst gemachten Probleme schon so lange andauern, dass viele Marktteilnehmer sich enttäuscht abgewendet haben und die Telekom nicht mehr in eine nähere Betrachtung einbeziehen.

Man kann vieles über Herrn Hoeneß sagen, aber Hut ab für die Tatsache, dass er nach dem Abgang von Ron Sommer das Angebot für den Posten des Vorstandsvorsitzenden abgelehnt hat. Schon damals war es zu offensichtlich, dass der Börsengang strategisch völlig falsch angegangen worden war. Daran hat sich bis heute nichts geändert und damit sind die Sorgen latent immer weiter gewachsen.

Man kann es auf einen Nenner bringen. Zu hoher Schuldenstand infolge völlig verfehlter Planung des US-Geschäfts. Selbst die exorbitant hohe Dividene von 70 Cent hätte man ganz locker zu recht begründen können, wenn der Schuster bei seinem Leisten gebleiben wäre, in dem er seine europäische Wettbewerbsfähigkeit gepflegt und vornehmlich die Altlasten zurückgezahlt hätte. Anpassungen innerhalb des europäischen Marktes hätte man jederzeit durch den Zukauf kleinerer Konkurrenten im angrenzenden Ausland vollziehen können, die dann direkt von der lückenlosen Netzversorung und Anbindung profitiert hätten.

Die hohe Innovationsleistung hat überall in Europa für eine sehr gute Reputation gesorgt. Hier hätte man dem entsprechend auch eine zufriedenstellende Kundenquote bei einem hart umkämpften Markt erhalten können. Aber nein, man wollte über den Atlantik. Offensichtlich hat man das gerade ohne die notwendigen Marktuntersuchungen durchgeführt, weil man sich ohne Not mit den dort ansässigen Konkurrenten messen wollte. Das ging nach hinten los. Ursächlich dafür ist jedoch nicht die Telekom, sondern das amerikanische Verbraucherverhalten, das damals noch mehr als heute nur auf den Preis geachtet hatte und nicht auf die Leistung. Damit trat man unweigerlich in einen Werberückstand, der bis heute nur zum geringen Teil aufgearbeitet werden konnte.

Die Konzernverschuldung kann nach eigenen Angaben weder für 2013 noch für 2014 von derzeit 39 Milliarden Euro abgesenkt werden. Der damit verbundene Aktienkurs von ca. 11,30 hat jedoch nach wie vor die Entsorgung der amerikanischen Tochter eingepreist. Fällt der nach meinen Erwartungen flach, so fällt der Kurs um weitere 2 Euro.
Mit den derzeitigen Leistungen ist ein Schuldenabbau nicht mehr in diesem Jahrzent zu rechnen. Konjunkturelle Änderungen fallen bei der Telekom weit unterdurchschnittlich ins Gewicht, da die Telekomunikationsdienstleitungen zur Grundversorgung zählen, die von einem Aufschwung nur geringfügig profitieren. Echte Veränderung kann die Telekom nur mit echten Einschnitten erreichen. Erstens Verkauf der US-Sparte um fast jeden Preis und weitere Reduzierung der Dividende beides zusammen um den Schuldenabbau voranzutreiben. Das wäre der Anfang eines Neubeginns auf solider Basis. Damit könnte man auch wieder für Anleger attraktiv werden.

Der Chartlord  

19.03.14 08:32
1

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordErste Stufe erklommen

Nun ist es also schon  soweit. Der Dax hat per Tagesschluss die 9225 überschritten. Damit wird sofort die nächste Etappe bei 9550 aktiviert. Dazu passend läuft der Dow auch auf vorerst 16 480 hin. Ich gehe davon aus, dass weder der Dow noch der Dax im ersten Anlauf diese beiden Marken nehmen werden - es sei denn durch kräftige Anstiege am Verfallstag.

Daher bin auch  noch vorsichtig und warte die Schlusskurse von Freitag ab, bevor ich mich festlege, ob der Dax mit dem Erreichen von 9225 bereits die neutrale Zone erreicht hat. Falls das der Fall ist, so reicht diese dann wirklich auch bis 9550. Mittlerweiel ist die Krimkrise zum Sturm im Wasserglas abgeschwächt, und die Börsen haben wieder das wirtschaftliche Tagesgeschehen im Visier.

Da der Dax gestern weit unterhalb des Tageshöchststandes geschlossen hat, wird bis zum Freitag mindestens diese Spanne noch ausgenutzt werden. Sollte dagegen der gestrige Höchststand sogar überschritten werden, so sehe ich darin ein kleines Kaufsignal. Die Umsätze sollten auf normale Werte abflachen. Weil seit dem letzten großen Verfallstag eine sehr große Handelsspanne im Dax erreicht wurde, werden Freitag sowohl die einzelnen Kurse der Aktien als auch der Index weitgehend uneinheitlich gehandelt werden. Daher sehe ich bis dahin eher gleichbleibende und gleichmässige Werte.

Der Chartlord

 

20.03.14 08:41

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordVieles ist möglich

Über Nacht sind die Amis erst einmal in eine Flachlage gegangen, die allerdings erwartet worden war. Keine neuen Nachrichten von der Fed, sondern lineare Rücksetzung der Anleihenaufkäufe. Das hat der Dax noch nicht nachvollzogen und startet daher deutlich tiefer. Allerdings erwarte ich am Tag vor dem Verfall keine größeren Schwankungen, so dass die aktuelle Range wieder eingenommen werden wird. Andernfalls hätten es die Zocker morgen deutlich schwerer die restliche Überhänge noch auszugleichen.

Vorbörslich steht der Dax bei 9185, aber ich erwarte, dass er schon am Vormittag wieder über 9225 steigen wird. Gestern ist wie erwartet ein neues Wochenhoch erreicht worden, das jedoch sofort als Fehlausbruch zurückgenommen wurde. Die Kurse morgen sind nicht nur der Verfallstag für die Scheine sondern auch damit zugleich Verfallstag für die Krimkrise. Da seit dem letzten Verfallstag sowohl Allzeithoch und Jahrestief im Kursverlauf enthalten waren, muss mit einer sehr turbulenten Action morgen gerechnet werden. Insbesondere die zum Jahresanfang sehr "putlastige" Optionsriege ist durch den doppelten rasanten Kursverfall von der "calllastigen" Optionsriege kalt erwischt worden.

Damit sind starke Kursausschläge in beide Richtungen morgen möglich, die heute nicht zusätzlich durch starke Kursausschläge angeheitzt werden. Hier wird das Risiko für morgen vermindert, denn je geringer der Kursunterschied desto geringer das Risiko. Dafür spricht auch, dass in den letzten Tagen an der Eurex die Umsätze gestiegen sind.

Der Chartlord
 

20.03.14 22:48

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordJetzt ist Vorsicht geboten !

Nicht für den Verfallstag morgen sondern für mich.

Hä ? Wieso ?

Wenn ich weiter so auffallend gegen die herrschenden Analystenmeinungen Recht behalte und das auch noch im Vorhinein, so besteht für mich die direkte Gefahr, dass ich in einem Behälter mit Nährstoffflüssigkeit lande, weil mich die Wirtschaftsbosse entführt haben und als besondere Wirtschaftsform eines

"Minority reports"

mißbrauchen wollen.

Oh je, einen fast kahl rasierten Kopf habe ich auch schon.

Der Chartlord  

21.03.14 08:31

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordDer Verfall einer Krise

ist nicht das eigentliche Thema an den Börsen, wird aber auch zum Teil mit in die heutigen Kurse einfliessen, da die Kursrutsche natürlich auch entsprechende Käufe von Optionsscheinen zu gerutschten Kursen beinhalten. Da wir momentan irgendwo zwischen Hoch und Tief rumhängen, werden sich die Kurse auch entsprechend nivellieren.

Aber nur die Kurse in der Indexsumme.

Nicht jedoch in einzelnen Werten. Hier können und werden die einzelnen Interessen sehr weit auseinander gestreut liegen. Die Vorgaben der Amis sind mit plus 0,7% genau im vertretbar steigenden Rahmen, denn das ganze Niveau liegt sowieso an der Wall Street höher als bei uns. Damit wird aber heute einweiterer Tag anbrechen, an dem der Dax wieder ein kleines Stück zum Dow aufholt.

Rein technisch ist an den Verfallstagen alleine wegen des unberechenbar hohen Volumens kaum eine verläßliche Prognose machbar. Dennoch bleibe ich dabei, dass auch heute per Tagesschluß auf Wochenhoch für Montag ein kleines Kaufsignal ausgegeben wird. Psychologisch haben die Märkte mit dem gestrigen Anstieg nachgewiesen, dass der Kursrücksetzer in dieser Woche nur ein Ausrutscher war, der sofort korrigiert worden ist. Beim Dax sogar so, dass in der Summe das Angleichen zum Dow weiterhin stattfindet.

Auch wenn ich folgende Variante nur mit etwa 15% Wahrscheinlichkeit berechne, so muss ich sie trotzdem hier angeben. Steigt der Dax intraday auf über 9430, so wird der Dow noch heute sein vorläufiges Ziel bei 16 480 erreichen - und das möglicherweise schon im frühen Handel. Was dann passiert, ist sehr schwer zu sagen, aber lässt sich in zwei Varianten fassen. Entweder die Amis starten sogar sofort in Richtung 16 600 durch oder sie setzen wieder in Richtung Handelsbeginn zurück. Der Abstand, der gestern zu 16 480 mit Handelsschluss erreicht wurde, deutet auf einen baldigen gezielten Durchbruch hin, der auch besonders einen zweiten Anlauf berücksichtigt. Meine bevorzugte Variante würde einen erfolglosen Test mit einem Rücksetzer vorsehen, der damit aber den Abstand vom heutigen Handelsbeginn weiter verringert (16 420 ?).

In jedem Fall würde bei obiger Variante der Dax nahe dem Tageshoch schließen und genau wie der Dow den weiteren Anstieg vorbereiten. Ein Rücksetzer des Dax ist heute eher unwahrscheinlich, aber würde bis 9225 nur die Aussicht einer möglichen derzeitigen neutralen Range bestätigen, die ich erst dann mit dem heutigen Handelsschluss annehme.

Der Chartlord  

24.03.14 08:37

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordDie Erholung hält an

Am Verfallstag hat der Dax gegenüber dem Dow seine Underperformance weiter abgebaut. Die intraday klare Aufwärtstendenz wurde zum Handelsschluss etwas zurückgenommen. Unter dem Strich blieb aber das Plus erhalten. Für mich etwas erstaunlich, dass das bei den Amis nicht gehalten hat. Im frühen Handel hatte der Dow bereist einer schöne Performance, die aber bis zum Tagesschluss nicht hegalten derwen konnte. Da das Minus aber nur 0,2% ausmacht, gehe ich davon aus, dass das nur Glattstellungen zum Wochenende gewesen sind, die in dieser Woche für weitere Anstiege sorgen werden.

Vorbörslich liegt der Dax ebenfalls mit 0,2% im Minus und sollte nach anfänglichem Zögern dann doch wieder die Richtung nach oben  einschlagen. Die Werte zwischen den Xetrahandelstagen lagen für den Dax schon deutlich tiefer bei 9290, doch ich gehe davon aus, dass das die Nachkaufkurse sind, die ab Freitagmittag nicht gehalten werden konnten. Technisch sind Dax und Dow noch nicht auf Augenhöhe, da der deutsche Index jetzt ein neutrales Kursniveau erreicht hat und noch viel gegenüber dem Dow aufzuholen hat, der schon im steigenden Kursniveau angekommen ist.

Nächstes Kursziel des Dax bleibt 9550 und des Dow 16 480. Auch wenn die Amis jetzt erst eine intraday Rollerückwärts eingelegt haben, war das aber eher dem Verfallstag geschuldet als der Technik. Dafür spricht, dass das Tageshoch am Freitag schon in Reichweite der 16 480 war und jetzt sogar die Möglichkeit zum direkten Anstieg auf 16 600 besteht. Techisch hat der Dax diese Rollerückwärts auch gemacht aber nur in kleinerer Ausführung, was damit die Distanz zum Dow verkürzt.

Die Mehrzahl der Wirtschaftsindikatoren spricht für eine anspringende Weltwirtschaft, das wird bis zur nächsten Berichtssaison die Stimmung aufhellen.

Der Chartlord
 

25.03.14 08:16

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordDie Rückkehr

Ohne Vorwarnung oder Ankündigung sind in Europa wieder die irrationalen Börsen zurückgekehrt. Keine Nachricht nur das Zocken auf mögliche Nachrichten hat wieder das Sagen. Daher ist es sinnlos darauf zu reagieren oder etwas zu schreiben.
Angst ist nicht nur ein schlechter Ratgeber ander Börse sondern auch kein Faktor der seriösen Indexbetrachtung. Mit 1,5 % Abstand zum Dow hat sich der Dax sogar ein "technsiches Polster" nach oben verschafft und wird nicht so schnell das wieder aufarbeiten. Der Unterschied ist so groß, dass jetzt direkt gegen den deutschen Index gehandelt werden kann. Technisch steht sogar ein neues Jahrestief auf der möglichen Seite. Alle Unterstützungen unterhalb von 9225 sind Unterstützungen im fallenden Markt. Aber keine Sorge :

Angst hält sich nicht an Charts.

Der Chartlord                  

26.03.14 08:48

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordAngst

essen nicht Seele sondern Aktien auf.

Dazwischen konnte man merken, dass ich schon gestern auf der richtigen Lauer lag als ich Zockerei gegen den Dax vermutete. Nach dem die Amis an den Start gegangen waren, gab der Dax plötzlich nach. Erst nach Xetraschluss ging es dann weiter nach oben. Da snd welche der Versuchung erlegen gegen den Markt sehr short zu gehen. Genützt wird das nichts haben, denn die Wall Street ist weiter gestiegen und der Dax wird heute hoffentlich Anschluß an die rationalen Kurse wieder herstellen.

Da sich an der Wall Street nichts technisches verändert hat, geht es auch beim Dax da weiter, wo es vor der Angstblase aufgehört hatte. Also zum X-ten Mal ist der Dax im neutralen Bereich bei 9225 und nimmt Kurs auf den steigenden Bereich bei 9550. Der Dow ist von seinem nächsten Ziel bei 16480 kein Prozent entfernt und hat auch schon einmal etwas nachgegeben, also besteht nunmehr eine erhöhte Chance, dass der Dow die Marke im ersten Anlauf übersteigt.

Ohne die Angstphase hätte der Dax positiv auf die neuesten Zahlen des ifo-Geschäftsklimaindex reagiert. Hier ist die Einschätzung der gegenwärtigen Lage deutlich aussagekräftiger als die zukünftige Erwartung - und die ist weiter gestiegen. Tendenziell muss man davon ausgehen, dass sich ohne stabile Lösung der Krimkrise die Einschätzung der gegenwärtigen Lage weiter verbessert, weil die negativen Faktoren einfach ausbleiben und die schwächere Erwartungshaltung eben um einen weiteren Monat in die Zukunft projeziert wird. Allen Spöttern zum Trotz projeziere ich einmal den Stand des Dax ohne die negativen Auswirkungen auf der Krim. Da wären wir jetzt schon einmal an der 10 240er Marke angekommen und auch schon wieder einmal abgeprallt.

Betrachtet man alleine die ganzen Faktoren, die direkt oder indirekt mit der deutschen Wirtschaft verknüpft sind, so muss man jetzt in Betracht ziehen, dass wir vor einem erneuten Wirtschaftwunder in Deutschland stehen. Steigende Beschäftigung in qualifizierten Berufen, steigende Steuereinnahmen bei sparsamer Haushaltsführung, extrem niedrige Zinsen, volle Auftragsbücher, langfristig sinkende Energiekosten durch frühzeitige Wende in der Energiepolitik, schwindende Angst der Arbeitgeber vor steigenden Löhnen daran angeknüpft eine trotzdem unbedeutende Inflationsrate, steigende Besucherzahlen aus dem Ausland. Und vor allem nirgends ein Anzeichen einer überhitzenden Konjunktur.

Alles das wäre am Dax schon im ersten Quartal nicht spurlos vorüber gegangen, wäre da nicht die Krim gewesen. Da jedoch keine ernsten Einschnitte in die wirtschaftliche Entwicklung aufgetreten sind, besteht fundamentaler Nachholbedarf in den deutschen Aktienmärkten.

Der Chartlord  

27.03.14 08:43

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordEin Tag voller Chancen

Heute erwartet uns ein Tag voller echter Chancen für den Dax.
Na, wer glaubt das ? Keiner ? Doch, ich schon !

Rein technisch betrachtet ist der Dax nach oben gestern ausgebrochen. Er hat dabei weiteren Boden gegenüber dem Dow gut gemacht. Die Amis haben sich mit minus 0,6 eher abwartend verhalten und werden auch keine Anstalten machen vor dem neuen Monat, der wieder ein Breichtsmonat ist, auf neue Tiefstände zurück zu ziehen.Sie ziehen es vor erst einmal auf sehr hohem Niveau zu verharren und den anderen Börsen die Gelegenheit zu geben wieder auf "Vorkrisenabstand" heran zu kommen. Bei einem Dow von 16 269 entspräche das einem Dax von 9550 bis 9600. Das ist tendenziell der Bereich, ab dem die steigende Range erreicht wird.

Derzeit liegt der Dax noch in der neutralen Zone, die gestern allerdings schon intraday gut nach oben angelaufen war, was allerdings mit dem Rücksetzer zum Handelsschluss auch schon einen guten Teil der Abgaben der Amis mit eingepreist hat. Somit erwarte ich für heute mit 70% Wahrscheinlichkeit einen Dax, der anfänglich etwas nachgibt, aber im Tagesverlauf dann in die Pluszone drehen wird. Heute entscheidend ist kein Stundenschluss sondern erst der Tagesschluss.

Rein psychologisch sehe ich auch eine Veränderung eintreten, die auf dem extrem schnellen Ausgleich des Abverkaufs zu Wochenbeginn beruht. Der Markt ist es langsam Leid vorab auf nicht eintretende Gefahren zu reagieren, und so den langfristigen Anlegern die Fischgründe zu überlassen, die aus den heftigen Kursschwankungen entstehen. Die kaufen nur, wogegen die kurzfristigen Anleger nur Verluste bei dem ständigen hin und her einfahren. Erstes Anzeichen dafür ist der Kursrücksetzer intraday vom Tageshoch. Daran kann man erkennen, dass der Weg nach oben stärker intraday gesucht wird und nur zum Tagesschluss etwas von einer möglichen "Gefahrenabwehr" in Kauf nimmt anstelle eines Kursrutsches am Folgetag mit anschließendem Rückkauf.

Diese Chancen sollte man heute nutzen. Als Beispiel könnte der Handel von gestern dienen, dessen Kopie heute bis zum Höchststand von 9550 führt und bei knapp 9500 enden könnte.

Der Chartlord

 

28.03.14 08:51

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordChance verpasst ?

Nein, ganz und gar nicht.

Zwar konnten sich weder Dax noch Dow zu einer Bewegung aufraffen, jedoch hat das Tippeln auf der Stelle die Märkte entspannt und sich dabei alle Türen offengehalten. Der Videoanalyst hat auch endlich meine schon längst erwähnte Kursrichtung im Dax übernommen, geht aber jetzt erst davon aus, dass die Andeutungen von Rücksetzern nur krisenbedingt waren.

Da die Chance von gestern nicht vertan wurde, bleibt sie im vollen Umfange erhalten, wobei durch die gestrige Nullnummer eine zusätzliche (zwar sehr kleine) Wahrscheinlichkeit eröffnet wird, dass der Dax auch über die 9550 in einem Zug ansteigt. Allerdings ist von der Zeitschiene für den Rest dieses Monats eher weiterer Stepptanz angesagt.

Der Chartlord  

31.03.14 08:51

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordWas soll ich nur tun ?

Da kann man schreiben, was man will. Selbst Zusätze über sehr geringe Wahrscheinlichkeiten verschleiern nicht, dass man die Kurse schon kennt, also belasse ich es bei der Erwartung.

Die Chance wurde Freitag genutzt. Wochenschluss über 9550 bedeutet einen klaren Richtungseinschlag auf neue Höchststände. Die Außenminister der USA und Russlands haben sich auch schon getroffen, dann ist der "Payday" nicht mehr fern. Die Krise wird also schon sehr bald (heute?) aus den Kursen genommen und der noch vorhandene Rückstand vom Dax zum Dow von ca. 0,5% aufgeholt.

Morgen beginnt bereits das zweite Quartal und die Erwartungen sollten zumindest in Deutschland auf starke Werte ausgerichtet sein, da der Winter fast ganz ausgefallen ist, und anders als in den USA die Wirtschaft schon die Frühjahrsbelebung vorgezogen hat. Damit wird auch die Zeitschiene in Deutschland bei den Aktienkursen noch deutlicher auf schnelle Käufe ausgerichtet bleiben, da die höheren Kurse durch die fundamentalen Daten zur Bereichtssaison untermauert werden.
Technisch ist noch etwas Luft bis der Markt überkauft ist, so dass eine kurze Verschnaufpause zeitlich mit dem Erreichen des Daxjahreshochs einsetzen kann, bevor es an die Berichte geht. Da 9550 in einem Zug überwundenn worden sind, könnte der heutige Schlußkurs nicht nur die Bestätigung der Aufwärtstendenz bedeuten, sondern auch die neue nächste Unterstützung sein, die sowohl der Monatsschluss als auch ein gutes Ziel für Rücksetzer vom Allzeithoch bieten.

Echte Widerstände vor dem Jahreshoch sind zwar nicht vorhanden, aber ein direkter Anstieg sollte heute noch zu weit entfernt sein - es sei denn, die Amis legen nachher richtig los und der Dax nutzt diese Unterstützung mit dem Abbau der restlichen Differenz zum Anschlag. Echte neue Kursmarken sehe ich erst, sobald der Rest der Krise und der Daxrückstand zum Dow aus den Kursen genommen sind. Das wird bald der Fall sein.

Der Chartlord

 

01.04.14 09:00

6834 Postings, 3077 Tage ChartlordDie Zone wurde bestätigt

Es ist also festgelegt worden, dass über 9550 Rücksetzer bis an diese Marke möglich sind.

Heute muss der Dax die Vorgaben der Amis abarbeiten, was dazu führt , dass wir vor der Berichtssaison eine Warteposition einnehmen werden, die knapp unter dem Jahreshoch liegt. Durch den schwachen Verlauf gestern und der positiven Wall Street erwarte ich eine schöne Seitwärtsphase bis zum Ende der Woche, in der man genau auf die passende Sprungmarke zum Jahreshoch nächste Woche zusteuern kann.

Die Zahlen des ersten Quartals in Deutschland werden ordentlich bis gut ausfallen und den Dax antreiben.

Der Chartlord  

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