Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

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neuester Beitrag: 24.03.17 04:00
eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 624
neuester Beitrag: 24.03.17 04:00 von: Tony Ford Leser gesamt: 25550
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8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

 
  
    
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01.05.16 00:56
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
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8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerDieselskandal - Merkel

 
  
    
09.03.17 09:26

Merkel war gestern vor dem Untersuchungsausschuss geladen.

"Für Merkel, das wird mit jeder Antwort auf Fragen der Abgeordneten immer klarer, ist die Affäre eine Affäre der anderen. Einer fragt nach der Vermutung der Kanzlerin, warum der Skandal in den USA und nicht in Deutschland aufgeflogen ist. Doch die Kanzlerin vermutet nichts. "Ich habe dafür keine Erklärung." Den Eindruck, dass die deutschen Behörden Fehler oder Versäumnisse bei dem Skandal begangen hätten, habe sie nicht, sagte Merkel. Sie habe unterstützt, dass Dobrindt rasch eine Untersuchungskommission einsetzte, und zur Aufklärung ermuntert."

Das ist der allgemeine Wahrnehmungsfehler. In Europa gibt es keinen Abgasskandal. Die Fahrzeuge, die in der Praxis ein Vielfaches der NOx-Grenzwerte ausstoßen, erfüllen streng genommen die nationalen und europäischen Zulassungsbedingungen. Denn dort steht, dass die Bedingungen, unter denen der Nachweis der Grenzwerte zu erbringen ist, der bekannte Witzzyklus ist. Zudem besagt die Vorschrift, dass die Abgasnachbehandlung in bestimmten Situationen (Temperaturen) zum Schutze wichtiger Motorkomponenten deaktiviert werden darf. Es ist damit schwer, überhaupt einen Verstoß nachzuweisen.

In den USA verhält es sich anders. Erstens bietet die dortige Richtlinie nicht dieses Schlupfloch wie in Europa. Zweitens ist dort VW trotz der strengeren Grenzwerte komplett ohne SCR angetreten, konnte also theoretisch schon die Vorschrift gar nicht erfüllen, ohne Leistung und Verbrauch steuerungstechnisch zu verändern. Genau das wurde dann auch über die Erkennung des Prüfzyklus gemacht. D.h. in Europa war es eine Kungelei mit den Behörden, in den USA war es Betrug mit Vorsatz.

Damit hat man auch die Erklärung zur Frage, "warum der Skandal in den USA und nicht in Deutschland aufgeflogen ist." Nach all den Informationen, Berichten und Fakten ist man anscheinend immer noch nicht fähig oder willens, eine simple Analyse des Sachverhalts durchzuführen. Diese würde die deutsche Politik tief mit in den Skandal ziehen. Trotz ständig wiederholter Lippenbekenntnisse hat die Politik alles unternommen, eine Aufklärung zu verhindern. Durch die Verweigerung einer Analyse bzw. Aufklärung versucht man VW als Alleinschuldigen hinzustellen. Im Fall USA ist das auch so, in Europa eben nicht. Die Forderung der EU, hier VW auch noch zahlen zu lassen ist vor diesem Hintergrund übelster Populismus und staatliche Wegelagerei.

"Die Parlamentarier um den Ausschussvorsitzenden Herbert Behrens (Linke) wollen bis Ende dieser Legislaturperiode herausfinden, ob die Bundesregierung bei Gesetzgebung oder Kontrolle versagt hat, und dazu einen Bericht vorlegen. Dass Merkel dabei eine Rolle gespielt hat, können ihr die Parlamentarier am Mittwoch nicht nachweisen.

Informiert, aber nicht involviert - so sieht sich die Kanzlerin. Merkel berichtete zwar, dass sie aus ihrer Zeit als Umweltministerin von 1994 bis 1998 mit der Abgasthematik gut vertraut sei. Als Kanzlerin habe sie sich immer wieder damit beschäftigt, wenn es etwa um eine einheitliche Haltung der Bundesregierung in der EU gegangen sei. Von dem mit dem Skandal bekannt gewordenen Begriff "Abschalteinrichtung" der Abgasreinigung habe sie allerdings erstmals in Zusammenhang mit Berichten über den Fall VW gehört."

In ca. einem halben Jahr will man also einen Bericht vorlegen, wie die Beteiligung der Bundesregierung aussieht. Da bin ich gespannt, was man da herausfindet. Glaubhaft finde ich, dass die Kanzlerin nichts von der Abschalteinrichtung in den USA wusste. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie hier in den vorsätzlichen Betrug eines Unternehmens eingeweiht gewesen wäre. Ihr Engagement in den USA ordne ich unter der Rubrik "frecher Lobbyismus" ein. Gewusst hat sie sicher, dass die NOx Problematik für Diesel kritisch ist und gewusst hat sie demnach sehr wahrscheinlich auch, dass in der EU gekungelt wurde, um eine praktikable Lösung hinzubekommen. Ich nehme ihr auch ab, dass sie, falls sie bei der Kungelei dabei war, das im Sinne eines Spagats zwischen Schadstoffen, CO2 und Jobs gemacht hat. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass es eine Kungelei war und dass in Europa nur ein Bauernopfer öffentlich für ein Nichtverbrechen geteert und gefedert wird.

 

8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerScandale diesellll

 
  
    
16.03.17 12:01

"Laut einem am Mittwoch bekannt gewordenen Bericht der Behörde für Wettbewerb, Verbraucher und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) gibt es bei Renault möglicherweise schon seit mehr als 25 Jahren Strategien, um bei Abgastests zu betrügen. Einige dieser Praktiken seien schon 1990 eingeführt worden, heißt es unter Berufung auf einen Ex-Mitarbeiter. In die Affäre verstrickt sei die gesamte Führungsriege bis hoch zu Renault-Chef Carlos Ghosn."

Das Wort "betrügen" habe ich fett gemacht, weil ich glaube, dass es wie im Falle VW nicht zutreffend ist. Eine Kungelei und eigenwillige Interpretation der Abgasnormen mag es gegeben haben, aber vorsätzlicher Betrug dürfte sehr schwer nachzuweisen sein.

Auch wenn die Presse Erstaunen heuchelt: Eigentlich ist das doch alles kalter Kaffee. Vollkommen logisch, dass das Spiel schon länger geht und auch vollkommen logisch, dass da jeder mit dabei war. Wirklich erstaunt sind wahrscheinlich nur die Konzerne, dass sie für die gemeinsame Kungelei mit der Politik und das für für offen gehaltene Geheimnis darum plötzlich alleine auf die Anklagebank sollen.

 

8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerDas Zentralkommittee ordnet die Nachhaltigkeit an

 
  
    
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16.03.17 15:23

Aus Novo Argumente

Shoppen für eine bessere Welt?

Konsum ist zu einer komplizierten Angelegenheit geworden. Vorbei sind die Zeiten, als es nur darum ging, was einem gefällt oder schmeckt oder das Geld wert ist. Der moderne Verbraucher soll nicht nur an die eigene Gesundheit denken. Er soll auch die Natur, das Klima, das Tierwohl und die Interessen seiner nahe sowie weit entfernten Mitmenschen berücksichtigen. Die Idee der Nachhaltigkeit soll seine Kaufentscheidungen leiten.

Zweifellos ist es eine positive menschliche Eigenschaft, nach Wegen zu suchen, die Welt in irgendeiner Weise besser zu machen und sich dafür zu engagieren. Die Frage ist, ob Konsum der richtige Weg ist. Und die zweite Frage ist, ob der Staat uns hier an die Hand nehmen muss.

Genau das tut er allerdings. Damit der Bürger lernt, wie man es richtigmacht, und die nötigen Anreize erhält, gibt es seit Anfang 2016 das Nationale Programm für nachhaltigen Konsum (NPNK). Schreiben lassen hat es unsere Umweltministerin Barbara Hendricks. Die Botschaft lautet: Wir sollen so ?konsumieren, dass die Bedürfnisbefriedigung heutiger und zukünftiger Generationen unter Beachtung der Belastbarkeitsgrenzen der Erde nicht gefährdet wird.? Das ist ein Imperativ mit zwei Unbekannten. Weder kennen wir die Bedürfnisse zukünftiger Generationen, noch die planetaren Belastbarkeitsgrenzen. Zumindest gibt es bei beidem sehr unterschiedliche Auffassungen.

Das NPNK folgt fünf ?Leitideen?. Und alle fünf zeigen, wie es um das Verbraucherbild der Bundesregierung bestellt ist. Es ist kein Verlass auf den Verbraucher. Deshalb muss man viel tun, um möglichst viele Menschen dazu zu bringen, Produkte zu konsumieren, die mit einem moralisch-ökologischen Zusatznutzen aufgeladen sind.

Erste Leitidee: ?Verbraucherinnen und Verbrauchern einen nachhaltigen Konsum ermöglichen?

...

Zweite Leitidee: ?Nachhaltigen Konsum von der Nische zum Mainstream befördern?

...

Dritte Leitidee: ?Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen an nachhaltigem Konsum gewährleisten"

...

Vierte Leitidee: ?Lebenszyklus-Perspektive auf Produkte und Dienstleistungen anwenden"

...

Fünfte Leitidee: ?Vom Produktfokus zur Systemsicht und vom Verbraucher zum Nutzer?

...

Über kurz oder lang kann Links es nicht lassen, die unmündigen Bürger gemäß ihrem moralinsauren Weltbild erziehen zu wollen. Das ist dann meist der Zeitpunkt, ab dem sich das anvisierte Klientel von der Utopie verabschiedet. Schön über back to the roots zu reden ist Schattenboxen, selbst auf den Wohlstand zu verzichten ist Askese, andere dazu zu zwingen ist Freiheitsberaubung, das Ziel über ein Erziehungsprogramm zu erreichen ist totalitäre Gehirnwäsche. Der Gesetzgeber hätte alle Möglichkeiten, gefährliche Stoffe zu verbieten oder gefährdete Ressourcen zu besteuern, wenn es wirklich angebracht wäre. Wenn das der Politik immer noch nicht reicht, hat sie ein komplett falsches Selbstverständnis. Vor allem sollte man nicht vergessen, welch kontraproduktive Kardinalsfehler im Bereich Umweltschutz auf uns einprasseln. Wer könnte da garantieren, dass das Erzeihungsprogramm nicht mindestens ebenso katastrophal endet?

Hat schon jemals ein Politiker über die Nachhaltigkeit von Steuern nachgedacht? Überhaupt: Kann mal einer das Wort "nachhaltig" zum Unwort erklären? Das scheint der Persilschein für alle Misanthropen der Erde zu sein.

 

8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerDer deutsche AGW Hohe Priester spricht

 
  
    
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17.03.17 12:07

DW: Where are we at with the world's carbon budget - how much have we spent and how much have we got left?

Hans Joachim Schellnhuber: If we want to hold the 1.5 degrees [Celsius; 3.6 degrees Fahrenheit]  line, which is the ambitious goal of the Paris agreement, we have maybe 300 billion tons left - more or less the budget of 10 years - if we do business as usual. If we want to hold the 2 degrees line, which is more realistic, we have another 20 to 30 years to go, but no more actually. So it's a very tight budget.

And in order to meet this tight budget, what do you see as being the major things that need to happen between now and then?

It's quite mind-boggling - for example, by 2030, we have to phase out the combustion engine. And we have to completely phase out the use of coal for producing power. By 2040 we will probably have to replace concrete and steel for construction by wood, clay and stone. [Woher will er dann die Energie zum Heizen und Bearbeiten von Holz und Stein nehmen? ]

We now have an international climate agreement signed and ratified. Are we on track to meet our emissions reduction targets?

Germany actually has the more ambitious goal - here within the European Union - a 40 percent reduction by 2020. It looks fairly bleak actually, with the current policies in place we will not even meet our own target. Something fairly disruptive needs to happen, like closing down some of the operating coal-fired power stations.

The European Union is underambitious - it should have raised its ambition immediately after Paris, but that did not happen  So it's a very sluggish process.

Globally, there is some good news.

China has probably already peaked its emissions now, which is amazing. India has an extremely ambitious solar energy program - [and is] now investing a lot. So, the only black horse in the race is the US.

US President Donald Trump has threatened to pull out of the Paris accord. How big an impact would this have on the international climate action we've achieved so far?

That's the one-billion-dollar-question. First of all, it's not clear whether Trump will pull the US out of the Paris Agreement. I don't think he will. Like other laggards and obstructers, in the past - like Saudi-Arabia - I think the US will just stay on-board and try to slow down all the processes.

What effect will it have? 10 years ago this would have been a complete disaster for climate policy. Now with China - the biggest emitter and also the biggest investor in renewables - and with the Asian economies now slowly changing, I think the world could achieve climate protection even without the US.

Scott Pruitt, who now heads the US Environmental Protection Agency, recently denied carbon dioxide was a major contributor to global warming. His comments go against the 97 percent consensus of the world's scientists. Scientists generally tend to stay out of politics, but do you think given the current political climate there, scientists will become more politicized and outspoken?

I have the big privilege to work in the office where Albert Einstein worked. He's one of the greatest geniuses and physicists of all time. And he was a very political animal actually.

I think if the very system of the scientific method and the scientific research is in doubt, then scientists have to take to the streets in the end and have to demonstrate and say: "Hey we are doing a job for you!"

We scientists love to sit in our ivory towers, untainted by the dirt of the real world and so on, [but] we have to take to the streets, we have to speak up. We have to leave our ivory towers, and we have to communicate to everybody that we want to be part of the solution.

World leaders will gather here in Bonn in November for the next round of climate negotiations (COP23). Is the political will on climate action still there? How important are these talks?

I have participated in, I think, 15 or 18 of these COPs. These talks are extremely frustrating and every time you think this is the last one and you will never attend [one] again. But when there's another show in town - you have to do it.

So in the end, I think what we saw in Paris was an amazing achievement; that each and every nation more or less said yes to two degrees climate action.

Now the other thing is of course how realistic is an agreement, which is multilateral, unanimous even like in Paris? And here I think it is the task of the science to tell stakeholders, ministers, chancellors, presidents that the job to be done is extremely daunting and unparalleled.

At least of the scale of the original industrial revolution, where fossil fuels were sort of taken on board for creating the modern society. But this time we do not have 200 years for achieving and doing the job - we have only 30 years. And this is unprecedented.

We are at the crossroads now: We either say: this thing is too big for us, this task cannot be done. [Then] we will be transformed by nature, because we will end up with a planet warming by 4, 5, 6 or even 12 degrees. It would be the end of the world as we know it, and I have all the evidence. Or we say: We're doing the transformation ourselves.

Hans Joachim Schellnhuber has been Director of the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) since he founded the institute in 1992.


Quelle: http://www.dw.com/en/...-streets-to-counter-climate-denial/a-37947164

Diese komplett haltlose und politisch extreme Sicht kommt vom Berater unserer Bundesregierung. Sieht man sich den Beirat an, ist Schellnhuber mit seinen abstrusen Ansichten noch der einzige mit Physikdiplom, der Rest sind Psychologen, Politikwissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler und sonst was. Dort glaubt man den Beweis für die lächerliche These zu haben, dass sich das Klima unseretwegen um bis zu 12 Grad erwärmen kann. Diese Katasrophenjünger fordern ernsthaft den staatlich angeordneten Weg zurück in die Höhle. Und da die Politik partout nicht auf diese "seriösen" Wissenschaftler (s.u.) hören will, müssen letztere ihrer Ansicht nach den Kampf auf die Straße tragen. Das ist kein Witz, das sind offizielle statements des offiziellen wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung.

Die Zusammensetzung samt Qualifikation:

Prof. Dr. Martina Fromhold-Eisebith, Studium der Fächer Germanistik, Wirtschaftsgeographie, Volkswirtschaftslehre und Politische Wissenschaften

Prof. Dr. Ulrike Grote, Studium der Agrarwissenschaften (Richtung Ökonomie)

Prof. Dr. Ellen Matthies, Professorin für Umweltpsychologie

Prof. Dr. Dirk Messner, Politikwissenschaftler

Prof. Dr. Karen Pittel, Professorin für Volkswirtschaftslehre

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber CBE, Professor für Theoretische Physik

Prof. Dr. Ina Schieferdecker, Digitalisierungswissenschaftlerin

Prof. Dr. Sabine Schlacke, Rechtswissenschaftlerin

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Ökonom

Dieses muntere politische Plaudergrüppchen will also den rauchenden Colt in der Hand halten, dass dass wir samt Erde einfach verbrennen, wenn wir nicht flugs in unsere Höhle zurückkehren, nicht mehr Auto fahren, keine Häuser mehr bauen und auch sonst so leben, wie es in den Gehirnwindungen dieser Umweltsekte spukt. Selbstverständlich fordern diese Politaktivisten auch eine Korrektur der Demokratie, innrhalb der ihr Beirat permanent ein nicht abwählbares Mitspracherecht an poltischen Entscheidungen bekommt.

Das ist der offizielle Beirat unserer Bundesregierung zum Thema globale Umweltveränderungen, der uns unter Androhung des Weltuntergangs eine gesellschaftliche Transformation auferzwingen will, die die Rückabwicklung so gut wie aller Errungenschaften des letzten Jahrhunderts zur Folge hätte. Und natürlich hat man keine Zeit zu überlegen. Quasi mit Beginn der Klimahysterie war die Erpressung mittels des innerhalb von 20 jahren anstehenden Weltuntergangs geboren. Nur, die Welt will einfach nicht untergehen, allen noch so düsteren Prognosen zum Trotz. Also müssen die Politaktivisten Gas geben und den Umbruch sowie ihre politische Macht auf der Straße erzwingen.

Das ist leider keine Utopie sondern politische Realität in Deutschland.

 

8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerSchluss mit deutschen Alleingängen?

 
  
    
18.03.17 00:09

Die Welt berichtet von Altmaiers Kehrtwende

Altmaier will nicht mehr den klimapolitischen Musterschüler geben und distanziert sich von den selbst auferlegten Klimazielen. D. h. die Unterschrift unter das Pariser Abkommen gilt nicht mehr. Man will sich angesichts der desaströsen Bilanz des deutschen Alleingangs (2016 sogar steigende CO2 Emissionen trotz der weltweit höchsten Strompreise) in den internationalen Klimabrei einordnen. 

Wir erinnern uns: Altmaier war einmal Umweltminister und hat diese Alleingänge mit initiiert. Jetzt sagt er, das wäre falsch gewesen. Was hat sich seitdem geändert? Doch nur die amerikanische Regierung. Von da und auch anderen Regierungen (z. B. UK) kommt einfach keine Kohle mehr für den Klimazirkus. Die früheren Sautreiber merken plötzlich, wie teuer und sinnlos diese Agenda werden kann. Also treten sie den geordneten Rückzug an, nachdem sie geschätzt eine halbe Billion Euro in den Sand gesetzt haben. Das bedeutet in etwa, dass jeder deutsche Haushalt ein halbes Jahreseinkommen für dieses Abenteuer opfern muss. Und für diese späte Erkenntnis wird er gefeiert?

"Dass die Bundesregierung nun offenbar nur noch Klimaziele verfolgen will, die EU-weit einheitlich gelten, könnte auch auf die inzwischen gereifte Erkenntnis zurückzuführen sein, dass man sich mit den einst selbst gesteckten Zielen deutlich übernommen hatte.

So hatte die Bundesregierung in ihrem noch immer maßgeblichen ?Energiekonzept 2010?beschlossen, die Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahre 2020 um 40 Prozent und damit doppelt so schnell zu reduzieren wie der Rest Europas. Dass zugleich die CO2-arm produzierenden Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollten, tat den Klimaschutz-Ambitionen keinen Abbruch.

Die Zielsetzung erweist sich inzwischen allerdings als überambitioniert. Unter Experten gilt als sicher, dass die Bundesregierung das im im Jahre 2010 vollmundig gegebene Versprechen einer vierzigprozentigen CO2-Reduktion bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich verfehlen wird."

 

8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerErinnert sei auch an #567

 
  
    
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18.03.17 00:20
Da habe ich geschrieben: "Das ist natürlich starker Tobak. Die Haupteinsparung soll also im Wärmebereich stattfinden, d.h. in 2050 sollen alle Gebäude nur noch ein Fünftel der Heizenergie benötigen und, da das klimaneutral sein soll, erzeugt aus Erneuerbaren statt aus Öl und Gas. Bereits in 2020 sollen alle Neubauten klimaneutral sein. In der Realität dürfte beides katastrophal scheitern. Die bisherigen Ansätze zur Sanierung ersticken in Rechtsstreitigkeiten, weil die Mieter nicht bereit sind, den saftigen Aufpreise der Sanierung zu bezahlen. Bei Neubauten gibt es heute noch nicht einmal eine Regelung, wie das klimaneutral aussehen soll, geschweige denn eine praktikable Lösung, wie erneuerbare Versorgung sicherzustellen soll. Und selbst wenn es diese gäbe, wird sich unweigerlich die Frage stellen, wer zu diesen Konditionen überhaupt noch bauen will."

Und so kommt es wahrscheinlich auch.  

8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerEx BASF Chef Hambrecht

 
  
    
18.03.17 00:48
Zur Klimapolitik vor 13 Jahren: http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-31409986.html

Zur Energiepolitik heute: https://www.welt.de/politik/deutschland/...ger-an-der-Nase-herum.html

"Auch die Bundesregierung verfolgt mittlerweile eine Informationspolitik, die mit der Realität wenig zu tun hat, bezahlt mit Steuergeld. Ich habe gerade einen Prospekt aus dem Wirtschaftsministerium gelesen, zur Energiewende. ?Unsere Erfolgsgeschichte? lautet der Titel, es folgen zig Seiten Lobhudelei über sinkende Stromkosten und sichere Versorgung.

Die Wahrheit ist doch: Die Energiewende ist ein Riesenmurks. Die Kosten steigen immer weiter, und die Versorgungssicherheit ist extrem gefährdet, wenn wir nach der Kernkraft nun auch noch aus Kohle und Gas aussteigen wollen. So etwas ärgert mich massiv, damit werden die Bürger an der Nase herumgeführt."

Er hatte damals recht und hat es auch heute.
 

8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerBeispiel für die Schönfärberei,

 
  
    
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20.03.17 15:05

Das Umweltbundesamt meldet, dass die Treibhausgasemissionen nach 2015 in 2016 erneut gestiegen sind, und das trotz gestiegener EE-Kapaziät und trotz eines geringeren Stromverbrauch. Schuld daran sei das erhöhte Verkehrsaufkommen, v.a. des Güterverkehrs.

Fakt ist, dass seit 2009 die CO2 Emissionen bestenfalls stagnieren, obwohl der Stromverbrauch sinkt und die EE überproportional wachsen. Schuld sind neben dem ansonsten relativ konstanten Verkehrsanteil mehrere Faktoren. Einmal wird gleichzeitig die Kernenergie zurückgefahren. Da das eine Grundlastquelle ist, kann sie nicht zu 100% durch EE Träger ersetzt werden, also müssen entgegen des Kommandos zum Kohleausstieg neue Kohlekraftwerke her. Zum anderen ist die angeordnete Energieeffizienzwelle eher ein unsichtbares Kräuseln als ein Brecher. Hier wollte man eigentlich bis vor kurzem noch utopische 3% jährlich einsparen. Davon ist man Lichtjahre entfernt. Über die schon vor der Energiewende erreichten 1% kommt man nicht hinaus. Und dann ist da noch das Stromnetz. Es ist für einen höheren EE-Anteil gar nicht vorbereitet. Es müsssten abermals Hunderte von Milliarden in den Netzausbau und Speichertechnologie investiert werden, um die bereitgestellte Energie auch ernten zu können. Das würde die Kosten ins Unermessliche treiben. Also lässt man stattdessen die Kohle- oder Gaskraftwerke vor Ort laufen und schaltet Windräder ab, weil man die Energie nicht zum Verbraucher bekommt. Erfreulich hingegen ist, dass der komplette Wahnsinn (Gas durch Kohle zu ersetzen) wieder rückgängig gemacht wurde, zumindest temporär.

Interessant sind auch ein paar weitere Details, die das UBA liefert. Man sieht überwiegend konstante Zahlen mit Ausnahme der Zunahme im Gütervrkehr und der leichten Abnahme in der Industrie. Legt man jetzt noch das gestiegene BIP dazu, lässt das auf den Effekt der Verlagerung von Produktionsschritten ins Ausland vermuten. Damit ließe sich dann auch das Mehr an Verkehr erklären.

Insgesamt schafft die Energiewende selbst bestenfalls nur noch eine Stagnation. Innerhalb der nächsten 3 Jahre müsste sie jedoch einen Rückgang von fast 20% schaffen, um die deutschen Zusagen zu halten. Das ist prozentual in etwa soviel wie in die Einsparungen der letzten 25 Jahre. Selbst wenn die Elektromobilität käme, wie es die Grünen fordern, wäre hier nichts gewonnen, denn der Güterverkehr dürfte so schnell nicht elektrisch werden. Und selbst wenn dies auch noch wundersam geschähe, müsste dieser Strom immer noch mit einem erklecklichen Kohle- und Gasanteil erzeugt werden, was auch dann nicht zu einem Rückgang führen würde.

Die Grünen haben dies erkannt und fordern deshalb gleichzeitig den Kohleausstieg und Einstieg in die E-Mobilität. Wie sie das quasi ohne nennenswerte Grundlast machen wollen, wissen sie natürlich nicht, aber es muss sein! Strom kommt eben aus der Steckdose. Grün hat sich mittlerweile vollends aus der Realität verabschiedet. Es wird Zeit, dass die Realität eine solche Politik ad absurdum führt. Auf Verständnis ist bei ideologisch Verblendeten nicht zu hoffen.

 
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8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerWas Klimapolitik am Ende bedeutet

 
  
    
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20.03.17 17:46

Die Klimapolitik fordert eine langfristige Reduktion der Treibhausgase, allen voran CO2, bis auf Null, um das 2 Gradziel zu erreichen. Man muss sich nichts vormachen, das ist ohne eine grundlegende Änderung der Weltwirtschaft und damit unseres Lebens nicht zu haben. Selbst wenn man alle Energieeffizienzpotenziale bis zum letzten Tropfen ausschöpft, bleibt der Energiebedarf der Weltbevölkerung so groß, dass ihm bei weitem nicht mit erneuerbaren Energieträgern beizukommen ist, ohne dass der Planet komplett verwüstet wird.

Das heißt die Energiewenden in Deutschland und Dänemark, den beiden "fortschrittlichsten" Ländern in diesem Sinne sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn das 80%ige Dekarbonisierungsziel bis 2050 ist nur ein theoretisches, das sich auf die Emissionen in 1990 bezieht. Erreicht wird das vorrangig durch Effizienzsteigerungen im Wärme- und Stromverbrauch sowie durch massiven Einsatz von EE in der Stromerzeugung. In Wahrheit kommt auch 2050 die Grundlast mit 40% Anteil noch von Gas & Kohle. Wie man die noch wegbekommen soll, ist technisch noch gar nicht geklärt. Bliebe man beim für 2050 projezierten Pro Kopf-Verbrauch, was für zukünftige Bedürfnisse mit deutlich mehr Automatisierung und Rechenpower kaum ausreichend sein dürfte, wäre man zu einem sehr teuren Netzausbau inkl. massiven Speicherlösungen gezwungen. Abgesehen von der Katastrophe für die Landschaft stellte dies auch eine Herausforderung für die Umwelt dar. Enorme Mengen an Beton, Kobalt, Lithium und anderen Stoffen würden weltweit benötigt und abgebaut werden müssen. Gewonnen wäre nichts, im Gegenteil.

Also bliebe, wenn man sich dem Klimawandelproblem und seiner Lösung verschreibt, nur eine Abkehr von unserem Lebensstil: Die große Transformation, die der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung unter dem PIK* Chefideologen, Schellnhuber, entworfen hat und wie sie auch John Holdren fordert. Wie man sich diese Transformation politisch vorzustellen hat, beschreibt Schellnhubers Kollege, Ottmar Edenhofer, seines Zeichens Chefökonom des PIK und gleichzeitig im Vorstand des IPCC. Edenhofer, getrieben von der Suche nach weltweiter Gerechtigkeit, findet die Lösung in einer Mischung aus Marxismus und Religion. Details dazu verrät er auf der Ideologieplattfrom Klimaretter.Info.

"Wir müssen die Illusion zerstören, dass ein paar Aktionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien auf nationaler Ebene ausreichen würden, um am Ende die Emissionen im erforderlichen Umfang reduzieren zu können..."Wir haben uns in den vergangenen Jahren in der Diskussion zu sehr auf die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien beschränkt", kritisiert Ottmar Edenhofer. "Dabei haben wir die Dynamik der Angebotsseite der fossilen Energien unterschätzt." Angesichts der Mengen an Kohle, Öl und Gas, die sich noch im Boden befänden, brauche es eine effektive Begrenzung des Abbaus. Energieeffizienz und erneuerbare Energien reichten hier nicht aus. Klar ist: Nimmt man den Klimaschutz ernst, muss die fossile Wirtschaft verlieren. Es kann nicht nur Gewinner geben, so wie es das Konzept der Grünen Ökonomie gern verspricht. "Hierzu aber gibt es bislang keine öffentliche Debatte", kritisiert Edenhofer. ... Um diese Debatte ins Rollen zu bringen, sind Edenhofer und seine Kollegen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung eine ungewöhnliche Allianz eingegangen. Drei Jahre lang haben sich die Wissenschaftler mit dem Zusammenhang von Klimawandel und Entwicklungspolitik befasst und holten sich dafür auch NGO-Vertreter an Bord. Das von der Gesellschaft Jesu gegründete Institut für Gesellschaftspolitik München war genauso Partner wie die katholische Entwicklungshilfeorganisation Misereor und die Münchener Rück Stiftung. Herausgekommen ist der Sammelband "Climate Change, Justice and Sustainability" (Klimawandel, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit). Er gibt einen Überblick über die Folgen des Klimawandels und die Verwundbarkeit einzelner Regionen, über Optionen und Kosten für Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen. Die Hauptbotschaft des Buches aber lautet: Die Debatte um den Klimawandel muss als eine Debatte um globale Gerechtigkeit geführt werden."

Wenn man sich diese Vision der Zukunft näher anschaut, kommt die naive Vorstellung zum Vorschein, dass man die Weltwirtschaft mit einem grün-katholischen Marxismus überziehen und kontrollieren kann. Jetzt könnte man sagen: Alles Spinner! Aber: Schellnhuber sitzt im WB der Bundesregierung, J. Holdren war der Berater Obamas, Edenhofer ist im Vorstand des IPCC und verantwortet deren Berichte und Empfehlungen für Aktionen gegen den Klimawandel. Der Klimafolgenfonds Green Climate Funds, GCF, in den die Industriestaaten jährlich 100 Milliarden Dollar für die klimatologische Wappnung der ärmeren Länder einzahlen sollen, wurde genau aus diesem Grund geschaffen. Das Geld für diese Umverteilung ist auch bereits da, nur fehlen den Jüngern noch Projekte und Adressaten, die wirklich an Klimafolgen leiden würden. Seit einigen Jahren sitzt man nun beim GCF auf den Milliarden und weiß nicht so recht, wohin damit. Also schenkt man den Inselbewohnern eines Südseeatolls schon mal ein paar Autos, irgendwie muss ja was getan werden. Wenn das der Anfang ist, möchte ich nicht das Ende sehen.

Auf die naheliegende Idee, statt Energielimitierung über eine utopische, globale Ökoreligionsdiktatur zu erzwingen, individuelle Freiheit über Atomkraft zuzulassen, kommt anscheinend niemand. Diese Prüfung wäre erste Pflicht, noch dazu, weil das Problem des Klimawandels als solches nur in den Köpfen der Klimaritter existiert. Eine anthropogene Erwärmung ist weder vom Ausmaß noch von den Folgen her eine so ausgemachte Sache, dass eine globale Ökoreligonsdiktatur samt marxistischer Umverteilungsmaschinerie auch nur ansatzweise gerechtfertigt wäre.

* PIK = Potsdam Institut für Klimafolgenforschung


 

8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerVergleich

 
  
    
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20.03.17 22:29
Für die Klimapolitik werden weltweit ca. 200 Milliarden Dollar pro Jahr ausgegeben. Der Klimawandel ist aber nur ein vages und behauptetes Problem in der Zukunft, die Maßnahmen dagegen bringen nachweislich nichts. D. h. unterm Strich verballern wir sinnlos 200 Milliarden aus reiner Panik.

Im Gegensatz dazu ist die Not der Menschen in der Levante und in Nordafrika real. Obwohl schon lange kein "Wir schaffen das" mehr zu hören ist und die Schotten längst wieder dicht sind, kommen nach wie vor verzweifelte Menschen über Libyen und das Mittelmeer nach Italien. Viele sterben nach wie vor auf der Flucht. Was ist unser Beitrag, dieses reale Problem zu lösen?

Von dem kurzen Hype in 2015 abgesehen, vergraben wir uns längst wieder in die politischen Schützengräben und wollen lieber mit zweifelhaften Methoden eine potenziell gefährdete Welt in der Zukunft retten als real bedürftigen Menschen in der Gegenwart zu helfen.

Wir sind schon selten dämlich.  

8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerDieselskandal - jetzt auch beim Benziner?

 
  
    
21.03.17 10:58

Die SZ verkündet mit der Schalgzeile "Moderne Benziner haben ein Abgasproblem" die Ausweitung des Skandals auf Benziner. Was steckt dahinter?

Das schreibt die SZ: "Um was es bei Grenzwerten für Abgase am Auspuff geht, machte vor wenigen Monaten eine Studie der europäischen Umweltbehörde in Kopenhagen klar: Die Hälfte der Bewohner von Städten in Europa muss bislang eine Belastung durch Feinstaub hinnehmen, die laut Weltgesundheitsorganisation schädlich ist. Gemessen an den EU-Grenzwerten für die Luftqualität, waren 16 Prozent aller Bürger zu hohen Konzentrationen ausgesetzt. Jährlich sterben dem Papier zufolge 470.000 Menschen vorzeitig durch Luftverschmutzung."

Das ist die LNT (Linear Non Threshold Hypothese) Propaganda, die wir ständig von Medien und Umweltverbänden hören. In Wahrheit verenden ein paar Mäuse ab einer bestimmten Konzentration an Feinstaubpartikeln früher als andere. Das wird dann auf den Menschen übertragen. Alternativ werden Lebenserwartungen von 2 Gruppen untersucht. Die eine ist eben Feinstaubbelastung (Stadt) ausgesetzt, die andere nicht (Land). Der Vergleich offenbart dann die Gefährlichkeit des Feinstaubs. Ob und welche andere individuelle Einflussfaktoren (Raucher, Trinker, Bewegungsprofil andere Schadstoffe etc.) wirken und zum früheren Tod führen könnten, kann gar nicht untersucht werden, da das nachträgliche anonyme Studien von Todeszahlen sind. Diesen pauschalisierenden Generalverdacht überträgt man dann auf den Feinstaub. Hat schon je jemand auch nur einen einzigen vorzeitig Feinstaub-Verstorbenen gesehen, geschweige denn die Leichenberge von 470.000? Ich sehe nur eine steigende Lebenserwartung trotz aller Umweltverschmutzung. Das ist politische Statistik, nichts anderes.

Und weiter geht's: "Alarmierend nennt der Autoclub ADAC wegen der Umweltfolgen die Ergebnisse seines neuesten Ökotests. Denn trotz Bekenntnissen der Autoindustrie zur Besserung fielen die in der Abgasaffäre belasteten Diesel-Fahrzeuge erneut mit teils deutlich überschrittenen Grenzwerten auf. Das war nicht die einzige böse Überraschung: Denn auch Benziner zeigen laut ADAC einen "deutlich zu hohen Ausstoß an Feinstaub". Zudem stellten die Tester bei Benzinern erstmals erhöhte Stickoxid-Emissionen fest - und damit eine neue Eskalation in der Abgasaffäre. ... auch den Benzin-Autos attestieren die Experten gravierende Schwächen. Unter den verschärften Testbedingungen stießen sie im großen Stil zu viel Feinstaub aus. Der durchschnittliche Partikelausstoß bei Benzin-Autos mit Direkteinspritz-Technik - rund 90 Prozent der neuen Benzinfahrzeuge - liege im Durchschnitt fast um das Fünffache über dem ab September 2017 gültigen Grenzwert, teilt der ADAC mit"

Da suggeriert die SZ, dass die Benziner gegen die Vorschriften bei Feinstaub und Stickoxiden verstoßen und wähnt einen neuen Skandal am Horizont heraufziehen. Zunächst zum Feinstaub: Der ist bis Euro 5 für Benziner gar nicht geregelt. Das hat damit zu tun, dass Benziner bis zur Einführung der Benzindirekteinspritzung nie ein Problem mit Ruß hatten. Erst seit der partiellen Gemischanfettung für die DI Turbomotoren (Benzin teilweise zur Kühlung eingesetzt) sieht man auch das Rußproblem bei Benzinern. Ein Tribut an die CO2 Hysterie, die diese kleinen hochgezüchteten Motoren überhaupt erst erzwungen hat. D.h. sie dürfen theoretisch und praktisch aktuell das Zehnfache an Feinstaub emittieren wie ein Diesel. Das hat der Gesetzgeber verschlafen und natürlich wird der Spielraum ausgenutzt. Danach (Euro 6b) hat man übergangsweise eine höhere Feinstaubbelastung bei Benzinern zugelassen, um sie ab 2017 (Euro 6c) auf das Dieselniveau zu senken. Die getesteten Fahrzeuge erfüllen diese Normen, aber teilweise eben nicht die zukünftige. Es gibt also gar keinen "zu hohen Ausstoß an Feinstaub". Das hat der Gesetzgeber einfach übersehen zu regeln. Und natürlich nutzt der Hersteller die Grenzen aus, die er hat, um keinen Wettbewerbsnachteil zu haben. Welchen Vorwurf soll man da wem machen?

Dann zum NOx Vorwurf an den Opel Corsa: Klickt man sich durch den ADAC Test, stellt man mit Erstaunen fest, dass Messergebnisse gar nicht genannt werden. Es werden nur Punkte vergeben. Dann schreibt der ADAC, dass er nicht nur unter verschärften Prüfstandsbedingungen sondern auch im zukünftigen WLTC-Zyklus sowie im verschärften Realbetrieb mit Vollgasbeschleunigung und Autobahnfahrt misst. Nur, wer alles übersteht, bekommt das Prädikat 4 oder 5 Sterne. Wieviel der Corsa unter welchen Bedingungen ausgestoßen hat, ist also gar nicht bekannt. Es wird nur von "erhöhten" NOx Werten gesprochen. Diese wurden unter im Vergleich zum Zulassungszyklus extrem verschärften teils nicht-offiziellen Bedingungen gemessen. Der Corsa ist aber nicht danach entwickelt worden. Er wurde nach einem Prüfzyklus entwickelt, den er vermutlich locker erfüllt, sonst wäre es erwähnt. Ich vermute auch, dass die NOx-Abweichungen des Corsa in den verschärften Bedingungen immer noch rel. überschaubar waren, weil es sonst ebenso erwähnt wäre. Derselbe Corsa hat beim ADAC Ecotest in 2015 satte 44 von 50 Punkten bei den Schadstoffen eingeheimst. Durch die neuen ADAC Testregularien fällt er auf 9 zurück. Gesetzlich hat sich seitdem nichts für den Corsa geändert. Nur soviel dazu.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass hier auf Kosten der Hersteller ein Skandal produziert werden soll, den es schlicht und ergreifend nicht gibt. Außer den bereits bekannten riesigen Abweichungen zwischen tatsächlichen und theoretischen NOx-Werten bei den Dieseln gibt es nichts, was außerhalb einer gültigen Norm wäre. Der Journalist gibt das auch selbst zu, indem er von der Verletzung zukünftiger Vorschriften spricht. Aber im Ernst: Das ist bestenfalls ein schlechter Witz, nur heutzutage erzielt man mit so einem Mist (Die Autohersteller töten eine halbe Million Menschen) anscheinend Klickraten. Für politische Aktivisten mag das ausreichen, um sinnlos E-Mobile zu pushen, ansonsten ist das  kalter Kaffee, der zur Propaganda aufgebauscht wird.

     
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    8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerVergleich Feinstaub E-Mobil / Fossilauto

     
      
        
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    21.03.17 12:34
    Hab mal ein bisschen gegoogelt und die Feinstaubemissionen der Kohlekraftwerke rausgezogen. Über deren Verteilung (Braunkohle/Steinkohle), Leistung und Anteil an unserer Stromerzeugung komme ich auf einen Wert von ca. 12,5 mg/kWh (erzeugt). Bis diese Energie im E-Mobil ist (Netzverlust und Batteriewirkungsgrad werden daraus 17,3 mg/kWh (verbraucht).

    Ein Auto braucht im Schnitt 8 Liter Kraftstoff pro 100 km und produziert laut Grenzwerten 5 mg/km. Über die Heizwerte von Benzin und Diesel komme ich somit auf 6,9 mg/km.

    D.h. bei der Umstellung auf E-Mobilität erhält man das 2,5 fache an Feinstaubemissionen bei unserem derzeitigen und wohl noch über Jahrzehnte gültigen Kraftwerksmixes. Und das im Energiewendenvorzeigeland!

    E-Mobility rocks! D.h. statt der 470.000 urbanen deplorables muss man zukünftig mit fein verteilten 1,175 Millionen Elektroleichen rechnen. Supersache!  

    8886 Postings, 4682 Tage lumpensammler6,9 mg/kWh muss es heißen

     
      
        
    21.03.17 12:35

    8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerVergleich hinkt

     
      
        
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    21.03.17 13:19
    Man muss pro km und nicht pro kWh vergleichen, da die E-Fahrzeuge einen deutlich höheren Wirkungsgrad haben. Damit käme man auf 3,5 mg/km für die E-Fahrzeuge, die dann einem Grenzwert von 5 mg/km bei den fossilen Autos gegenüberstehen. In der Praxis dürften sie dann gleichauf liegen, weil nicht alle fossilen genau am Grenzwert liegen werden und zudem bei den E-Mobilen die Emissionen aus Biomasse und Gas fehlen. Also wahrscheinlich eine Null auf Null Rechnung und damit kein Grund, jetzt auf E-Mobilität umzusteigen.

    Eine runde Sache wird das erst, wenn die Masse der Stromerzeugung über Kernenergie läuft und die Batterien etwas besser werden. Dann gibt es wirklich triftige Gründe umzusteigen.  

    8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerVon Giftstoff-Emissionen der Kohlekraftwerke

     
      
        
    21.03.17 13:22
    wie Arsen, Quecksilber, Cadmium, Uran etc. gar nicht zu reden.  

    22799 Postings, 5801 Tage Tony FordFeinstaubbelastung ...

     
      
        
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    21.03.17 13:37
    meines Wissens nach nicht zu vernachlässigen der Abrieb der durch die Reifen passiert, sowie diverser anderer mechanischer Teile.

    D.h. wenn man die Feinstaubbelastung senken will, dann geht dies primär über weniger Autos im Verkehr.

    Dennoch denke ich, dürfte es in Großstädten schon von Vorteil sein, wenn im Stand keine Abgase und auch kein Lärm erzeugt werden.  

    8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerYepp, Tony

     
      
        
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    21.03.17 15:42
    Reifen und Bremsen sorgen im Auto für den größten Abrieb. Der wird aber gar nicht gemessen und ist bei E-Mobilen mindestens genauso groß (höheres Gewicht, mehr Bremsabrieb?). Gemessen wird beim Auto nur der kleine Teil, der hinten rauskommt.  

    8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerDer Kohlekrieg

     
      
        
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    21.03.17 18:00

    Mal sind es 470.000, mal 23.000 (so wie in diesem SZ-Artikel), so genau wollen wir es mit den statistischen Kohleleichen nicht nehmen. Je nachdem, wo das Kohlekraftwerk steht, kann man dem Nachbarn kräftig eins überbrennen, natürlich nur statistisch.

    Die Polen sind da anscheinend ganz ausgebuffte Kohlestatistiker. Von den 5.830 Kohleleichen ihres Kraftwerksverbundes exportieren sie satte 80%. 4.700 arme Seelen sterben laut WWF an ponischem Feinstaub in deren Nachbarländern. Deutschland schießt mit 4.350 zurück, allerdings ziemlich ungenau, denn 1.300 Franzosen tragen sich hauptsächlich wegen deutschen Kohlefeinstaubs in dieses seltsame Register ein. Das ist gemein, weil die Franzosen fast ausschl. auf saubere Kernkraft setzen und quasi unbewaffnet in diesen Krieg verwickelt wurden.

    Ich sehe ja ein, dass es nicht so toll ist, Feinstaub oder andere Sachen abzubekommen, aber diese Politikmacherei mittels unsauberer Statistikfuchserei ist einfach nur BS! Eine noch schlimmere Massenvernichtung wird auf dem gleichen Wege der Kernkraft angedichtet. Der Unterschied zw. beiden ist nur, dass im Kohlebergbau tatsächlich sehr viele Menschen sterben (also real!), wohingegen im Bereich Kernenergie so gut wie niemand real stirbt, es ist und bleibt die sicherste und sauberste Form der Energieerzeugung.

    Im Vergleich dazu die Entwicklung der Lebenserwartung in D. Wo sind die Leichenberge, die da eine Delle verursachen müssten? Oder andersrum: Tun wir doch mal die ganze Industrie samt Energie und den damit verbundenen Komfort weg. Dann hätten wir zwar wieder saubere Luft ohne vorzeitige Todesfälle, aber alle würden 20 Jahre weniger leben. Ist das besser?

     
    Angehängte Grafik:
    lebenserwartung_deutschland_-....jpg (verkleinert auf 75%) vergrößern
    lebenserwartung_deutschland_-....jpg

    3371 Postings, 1561 Tage MotzerAsche aus Kohlekraftwerken

     
      
        
    21.03.17 18:25
    Man findet die giftigen Inhaltsstoffe auch in einsamen Gegenden, wo hunderte von Kilometern kein Kohlekraftwerk ist.

    Wie kann das sein?

    Die Antwort gibt folgendes Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=F6r0GqbH9Os  

    34009 Postings, 4936 Tage TaliskerÜber das Klima 2016

     
      
        
    21.03.17 19:50
    Der Aufmacher des Artikels passt nicht ganz zum Inhalt:


    Die Klimaexperten sind mit ihrem Latein am Ende

    Der Nordpol im Winter nah am Schmelzpunkt und global ein neuer Temperaturrekord ? beschleunigt sich der Klimawandel? Der Weltmeteorologiebehörde gehen die Erklärungen aus.
    http://www.faz.net/aktuell/wissen/...trophen-am-nordpol-14935299.html

    "Treibhausgasemissionen seien der Hauptgrund für die Klimaveränderung, stellte der Bericht heraus. Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre breche ?immer neue Rekorde" und der Einfluss des Menschen auf das Klima werde dadurch ?immer offensichtlicher", erklärte WMO-Chef Petteri Taalas. Leistungsfähigere Computer und Langzeitdaten zur Klimaveränderung ermöglichten es, die ?Verbindung zwischen dem menschengemachten Klimawandel" und extremen Wetterphänomenen ?klar aufzuzeigen", hob die UN-Behörde hervor."

    Und jetzt nochmal den ersten Absatz von #609 lesen... Augen zu, dann ist es auch nicht da.
    -----------
    Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

    8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerAugen auf

     
      
        
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    21.03.17 22:14
    Und tatsächlich. Nichts ist da. Kein Problem, das nicht auch schon vorher da gewesen wäre.

    Der Nordpol, also das Eis, ist immer noch da. Selbst wenn es weg wäre, was solls, war alles schon da. Hat keinen großen Effekt. Dafür wächst Grönlands Eis grade wieder. Wer sagt, dass das anthropogen bedingt sein muss, lügt, weil es physikalisch nicht bewiesen werden kann, woher die Wärme kommt.

    Und selbst wenn die Klimamodelle und die Schwarzmalerei der Katastrophenpropheten stimmen sollten: was könnten wir dagegen tun und was würde das für uns und die Erde bedeuten?

    Gehirn ausschalten, dann geht das Schauermärchen schön schaurig weiter und wir fühlen uns gut dabei, Mensch und Umwelt sinnlos zu vergewaltigen.  

    65350 Postings, 6359 Tage seltsamhabe ich schon mehrmals gesagt:

     
      
        
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    21.03.17 22:29
    wäre der Klimawandel menschgemacht und könnte man daran was ändern, würden die Reichen in aller Hektik daran arbeiten, um zu überleben...  

    8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerZum statistischen Tod durch Feinstaub

     
      
        
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    22.03.17 09:56

    ein hervorragender Beitrag von P. Heller auf Science skeptical.


    Feinstaub ? ein konstruierter Killer?

    Im Jahr 2012 seien nahezu drei Millionen Menschen weltweit durch die Aufnahme von Feinstaubteilchen mit einer Größe von bis zu 2,5 Mikrometer vorzeitig gestorben, meldet die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer vielbeachteten Studie. Genau gesagt waren es 2.975.400, davon 26.160 in Deutschland. Woher wissen die das?

    Sie wissen es nicht. Die Sicherheit in dieser Frage ist nur vorgetäuscht. Schließlich hat man nicht alle der 2.975.400 Leichen wieder ausgegraben und die genauen Zusammenhänge ihres Sterbens im Detail analysiert. Das wäre ohnehin aussichtslos, da viele der physiologischen Zusammenhänge in Verbindung mit den betrachteten Atemwegserkrankungen, mit Lungenkrebs oder dem Herzinfarkt nach wie vor unklar sind. Da stellen sich Fragen nach Vorerkrankungen, nach dem allgemeinen Lebenswandel und nach sonstigen Belastungen. Die behandelnden Ärzte könnten die Details über den Einzelfall wissen, die Angehörigen auch. Wichtige Informationen, die auf dem Weg vom individuellen Ereignis zu einer aggregierten gesamtstaatlichen Statistik schlicht verlorengehen. In Deutschland beispielsweise wird nicht einmal erhoben, ob ein an Lungenkrebs Verstorbener tatsächlich Raucher war, oder nicht.

    Die Behauptung der WHO basiert vielmehr auf einem Rechenmodell, dessen Grundlage Kohortenstudien aus der Epidemiologie darstellen. Man betrachtet in solchen Erhebungen beispielsweise zwei definierte Gruppen, von denen die eine einem vermuteten Risikofaktor, hier dem Feinstaub, besonders ausgesetzt ist, und die andere nicht. Stellt man für die exponierte Gruppe eine höhere Erkrankungsrate an Lungenkrebs fest, als für die andere, kann man Feinstaub als Auslöser der Krankheit vermuten. Sterben von hundert Feinstaubexponierten zehn an Lungenkrebs, von hundert nicht Belasteten aber nur einer, so ist das Erkrankungsrisiko der ersten Gruppe um einen Faktor zehn höher, als das der zweiten. Der Kern der Vorgehensweise der WHO besteht in der Umkehrung dieses Resultats in die Ausgangshypothese, von elf Lungenkrebsfällen unter den insgesamt betrachteten zweihundert Personen seien zehn mit großer Sicherheit auf Feinstaub zurückzuführen. Aus der Kombination solcher Risikoverhältnisse mit Messungen zur Feinstaubbelastung und mit amtlichen Todesfallstatistiken für Erkrankungen der Atemwege, für Herzattacken, für Lungenkrebs in einem komplexen statistischen Modell ergibt sich dann eine Zahl. Wobei die WHO wenigsten noch eine Fehlermarge angibt. Es sind vielleicht nicht genau 26.160 Menschen in Deutschland im Jahr 2012 an der hiesigen Feinstaubbelastung gestorben, sondern mindestens 12.729 und höchstens 34.229. Vorzeitig wohlgemerkt, also vor ihrem 75. Geburtstag.

    Eine Steilvorlage für Politik und Medien, auf deren Basis eine Korrelation zu einer Kausalität und ein Risikofaktor zu einer Todesursache erklärt werden können, was in vielerlei Hinsicht nützlich ist.

    Manch dumme Idee erhält auf diese Weise eine zusätzliche Rechtfertigung. Man denke nur an die Energiewende oder an die Forderung, Verbrennungsmotoren zu verbieten. Neue Ängste liefern neue Möglichkeiten der Mobilisierung. Mit Vorschlägen zur Risikominimierung vermag sich ein Politiker als besonders verantwortlich zu verkaufen. Vorschläge, die von weiteren Fesseln für die Industrie bis hin zu individuellen Verhaltensvorschriften reichen. Wenn Feinstaub so gefährlich ist, dann müssen eben seine Quellen ausgetrocknet werden, die zu einem großen Teil in der Verbrennung fossiler Kohlenwasserstoffe bestehen. Für Ideologen, die von der Ökodiktatur und dem Nanny-Staat träumen, ist dieses Thema ein wertvolles Geschenk.

    Und es endet nie. Da jedes einzelne Partikel bei einer entsprechenden Verquickung ungünstiger Umstände zum Tode führen kann, wird kein Grenzwert jemals ausreichend niedrig sein. Neben Feinstaub bieten auf diese Weise auch andere Luftschadstoffe wie Stickoxide, Schwefeloxide, Kohlenmonoxid und Ozon sowie zahllose Chemikalien existenzsichernde Beschäftigungsmöglichkeiten für Politik und Verwaltung. Die Übergänge von wohlmeinenden Empfehlungen über Gängelei und neue Gesetze bis hin zur Tyrannei sind dabei fließend.

    Heilung statt Vorsorge  

    Der vorzeitige Todesfall liefert eine Strategie mit der Garantie, ewig eingesetzt werden zu können. Erstens wird es all die vielen mit seiner Hilfe dämonisierten Schadstoffe immer geben, solange Menschen existieren und irgendeine Art von Technik zur Verbesserung ihrer Lebensumstände nutzen. Zweitens steigt die Zahl der vorzeitigen Todesfälle zwangsläufig mit zunehmender Bevölkerungszahl, was gegenwärtig vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer trifft. Und drittens bietet selbst eine steigende Lebenserwartung die Möglichkeit, noch mehr Panik zu schüren.

    Weil sich die Grenze, bis zu der von ?vorzeitig? gesprochen wird, entsprechend anpassen läßt. Noch vor zwanzig Jahren starben Menschen ?vorzeitig?, die nicht mindestens ihren 65. Geburtstag feiern konnten. Dann rechnete man eine kurze Zeit mit 70 bis schließlich die heute gültigen 75 Jahre etabliert wurden. Auf die Zählung der mit der Zeit gewonnenen Lebensjahre verzichtet man wohlweislich, denn dadurch würde die Absurdität der Orientierung politischer Maßnahmen am ?vorzeitigen Todesfall? erst recht deutlich.


     

    8886 Postings, 4682 Tage lumpensammlerNochmal zum FAZ Artikel in #619

     
      
        
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    22.03.17 12:19

    Der Artikel ist, sagen wir es einmal milde, extrem schwach. Er gibt unkritisch die Meinung der eindeutig ausgerichteten WMO wieder und setzt mit "Hitzewellen" in der Arktis noch eins oben drauf. Um am Ende eine Behauptung in den Raum zu stellen und mit vermuteten Links zu davon unabhängigen Beobachtungen vorgeblich zu belegen. Den Meteorologen gehen angeblich die Erklärungen aus. Dann haben sie m.E. in ihrem Job nichts verloren. Aber ich kann den Herren gerne helfen. Aber der Reihe nach:

    ?Wir sehen bemerkenswerte Veränderungen auf dem Planeten, die die Grenzen unseres Verständnisses des Klimasystems erreichen?, sagte der Direktor für Klimaforschung, David Carlson. ?Wir betreten hier absolutes Neuland.? Durch den Einfluss der polaren Hitzeepisoden auf den Jetstream sei es in den Vereinigten Staaten und Kanada Anfang 2017 ungewöhnlich milde und auf der arabischen Halbinsel und in Nordafrika ungewöhnlich kalt gewesen. ... Die arktische Eisdecke maß am stärksten Tag, dem 24. März, 14,5 Millionen Quadratkilometer - das war der niedrigste Winterwert für den jeweils stärksten Tag im Jahr in der Messreihe seit 1979. Im November sei die Eisdecke an einigen Tagen sogar zurückgegangen. ... Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre breche ?immer neue Rekorde" und der Einfluss des Menschen auf das Klima werde dadurch ?immer offensichtlicher", erklärte WMO-Chef Petteri Taalas. Leistungsfähigere Computer und Langzeitdaten zur Klimaveränderung ermöglichten es, die ?Verbindung zwischen dem menschengemachten Klimawandel" und extremen Wetterphänomenen ?klar aufzuzeigen", hob die UN-Behörde hervor."

    Das ist bekannt und normales Verhalten. Wenn sich die Arktis aufheizt, wie sie es die letzten Jahrzehnte getan hat, verändert sie damit das Temperaturgefälle zwischen Tropen und Arktis und damit den Antrieb des Jetstreams. Wenn er abreißt, bilden sich lokal "abnormale" Hitze- und Kältegebiete. Die Frage, was zu welchem Anteil zur Erwärmung der Arktis geführt hat, ist damit aber nicht geklärt. Es ist relativ sicher, dass die Treibhausgase dazu ihren Beitrag geleistet haben. Es ist aber nach wie vor reine Vermutung, dass sie es hauptsächlich waren. Dagegen spricht, dass die Meerestemperaturen, die der Hauptantrieb für die Eisschmelzen und die Temperaturen in der Arktis sind, deutlich weniger von den Treibhausgasen beeinflusst werden als die Landflächen.

    Unabhängig davon, was die Ursache ist, muss die Aussage "Neuland" relativiert werden. Im Vergleich zur Klimahistorie von mehreren Milliarden Jahren betreten wir fast täglich Neuland, denn gemessene Aufzeichnungen gibt es nur über Jahrzehnte bis max. 200 Jahre. Und selbst in diesem winzigen Fenster hatte man laut dem Autor selbst 1979 schon einmal so eine geringe Winterausdehung gemessen. Also was bitte ist daran jetzt so außergewöhnlich, dass man an die Grenzen der Wissenschaft kommt?

    Ich habe im Anhang die Eisausdehung mehrerer Jahre aus den letzten 15 Jahren übereinandergelegt. Der Winter 2017 ist im Vergleich dazu zwar im unteren Bereich, aber selbst in diesem winzigen Zeitfenster nicht so abnormal, wie man tut. Wenn man dann noch die deutlich nach oben abweichende Grönlandeismassenbilanz daneben legt, ist das Bild vollends relativiert. Schlimmer wäre es andersrum oder wenn beide gleichzeitig abnehmen wie 2012, denn das schmelzende Grönlandeis trägt zum Meeresspiegelanstieg bei, das am Nordpol nicht. Aber den 2012er Minimalwert im Sommer (und der zählt für das Verschwinden des Eises) haben wir trotz der Rekordtemperaturen aus dem letzten Jahr nicht mehr erreicht.

    Dann die falsche Behauptung, dass Computermodelle und Langzeitbeobachtungen den Rückschluss von extremen Wetterphänomenen auf den anthropogenen Klimawandel zuließen. Das IPCC und die Aufzeichnungen belegen das Gegenteil, siehe hier im Thread auf der ersten Seite. Extreme Wetterphänomene haben nicht zugenommen, in manchen Fällen sogar abgenommen. Ob sie nun plötzlich bei weiteren Temperatursteigerungen zunehmen werden ist eine rein willkürliche Behauptung, wobei es sicher Rechenmodelle gibt, die das anzeigen, aber nach dem Motto garbage in garbage out. Diese Lieblingspropaganda der Klimapaniker hält sich hartnäckig, auch weil das IPCC hier nicht konsequent genug ist. Der naturwissenschaftliche Teil (WG1) widerspricht, der sozialwissenschaftlich geprägte Teil in WG2 und WG3 deutet es an. Das ist natürlich unseriös.

    All das steht nicht in dem Artikel. Man sollte Meldungen nicht immer nach dem beurteilen, was sie melden, sonderm nach dem, was sie tatsächlich aussagen und was unterschlagen wird. Letzteres kann immer unterstellt werden, wenn unkrtisch einseitige Thesen ohne Belege und Gegenposition dazu zu veröffentlichen. Das ist dasselbe, als würde die FAZ zu allen Themen nur noch unkritisch von der CDU berichten.

    Nach dieser Beurteilung kommt dieses Exemplar nicht über das Prädikat Platzfüller mit Hang zum Reißerischen hinaus. Aber das heute Journal hat es sich gestern auch nicht nehmen lassen, mit demselben Thema ein bisschen Klimaangst zu schüren. Anscheinend war sonst nix groß los in der Welt. Und im Klimazirkus findet sich immer ein Clown mit entsprechendem Panikprogramm.

     
    Angehängte Grafik:
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    22799 Postings, 5801 Tage Tony Ford#616 ...

     
      
        
    24.03.17 04:00
    Du hast beim E-Auto die Bremse über die Rekuperation vergessen, denn ein großer Teil der Bremsenergie wird nicht mit Scheiben, sondern kontaktlos über den Motor realisiert.

    Das höhere Gewicht wird sich im Laufe der Zeit noch verringern, u.a. durch bessere Akkus.
    Man muss bedenken, dass ein Verbrennungsmotor bei gleicher Leistungsfähigkeit wesentlich mehr Gewicht auf die Waage bringt, ebenso das Getriebe und Kupplung was bei einem E-Auto wesentlich schlanker ausfällt.

     

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