Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

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neuester Beitrag: 26.04.17 11:41
eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 643
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8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

 
  
    
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01.05.16 00:56
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
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34131 Postings, 4971 Tage TaliskerÜber das Klima 2016

 
  
    
21.03.17 19:50
Der Aufmacher des Artikels passt nicht ganz zum Inhalt:


Die Klimaexperten sind mit ihrem Latein am Ende

Der Nordpol im Winter nah am Schmelzpunkt und global ein neuer Temperaturrekord ? beschleunigt sich der Klimawandel? Der Weltmeteorologiebehörde gehen die Erklärungen aus.
http://www.faz.net/aktuell/wissen/...trophen-am-nordpol-14935299.html

"Treibhausgasemissionen seien der Hauptgrund für die Klimaveränderung, stellte der Bericht heraus. Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre breche ?immer neue Rekorde" und der Einfluss des Menschen auf das Klima werde dadurch ?immer offensichtlicher", erklärte WMO-Chef Petteri Taalas. Leistungsfähigere Computer und Langzeitdaten zur Klimaveränderung ermöglichten es, die ?Verbindung zwischen dem menschengemachten Klimawandel" und extremen Wetterphänomenen ?klar aufzuzeigen", hob die UN-Behörde hervor."

Und jetzt nochmal den ersten Absatz von #609 lesen... Augen zu, dann ist es auch nicht da.
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerAugen auf

 
  
    
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21.03.17 22:14
Und tatsächlich. Nichts ist da. Kein Problem, das nicht auch schon vorher da gewesen wäre.

Der Nordpol, also das Eis, ist immer noch da. Selbst wenn es weg wäre, was solls, war alles schon da. Hat keinen großen Effekt. Dafür wächst Grönlands Eis grade wieder. Wer sagt, dass das anthropogen bedingt sein muss, lügt, weil es physikalisch nicht bewiesen werden kann, woher die Wärme kommt.

Und selbst wenn die Klimamodelle und die Schwarzmalerei der Katastrophenpropheten stimmen sollten: was könnten wir dagegen tun und was würde das für uns und die Erde bedeuten?

Gehirn ausschalten, dann geht das Schauermärchen schön schaurig weiter und wir fühlen uns gut dabei, Mensch und Umwelt sinnlos zu vergewaltigen.  

67053 Postings, 6394 Tage seltsamhabe ich schon mehrmals gesagt:

 
  
    
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21.03.17 22:29
wäre der Klimawandel menschgemacht und könnte man daran was ändern, würden die Reichen in aller Hektik daran arbeiten, um zu überleben...  

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerZum statistischen Tod durch Feinstaub

 
  
    
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22.03.17 09:56

ein hervorragender Beitrag von P. Heller auf Science skeptical.


Feinstaub ? ein konstruierter Killer?

Im Jahr 2012 seien nahezu drei Millionen Menschen weltweit durch die Aufnahme von Feinstaubteilchen mit einer Größe von bis zu 2,5 Mikrometer vorzeitig gestorben, meldet die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer vielbeachteten Studie. Genau gesagt waren es 2.975.400, davon 26.160 in Deutschland. Woher wissen die das?

Sie wissen es nicht. Die Sicherheit in dieser Frage ist nur vorgetäuscht. Schließlich hat man nicht alle der 2.975.400 Leichen wieder ausgegraben und die genauen Zusammenhänge ihres Sterbens im Detail analysiert. Das wäre ohnehin aussichtslos, da viele der physiologischen Zusammenhänge in Verbindung mit den betrachteten Atemwegserkrankungen, mit Lungenkrebs oder dem Herzinfarkt nach wie vor unklar sind. Da stellen sich Fragen nach Vorerkrankungen, nach dem allgemeinen Lebenswandel und nach sonstigen Belastungen. Die behandelnden Ärzte könnten die Details über den Einzelfall wissen, die Angehörigen auch. Wichtige Informationen, die auf dem Weg vom individuellen Ereignis zu einer aggregierten gesamtstaatlichen Statistik schlicht verlorengehen. In Deutschland beispielsweise wird nicht einmal erhoben, ob ein an Lungenkrebs Verstorbener tatsächlich Raucher war, oder nicht.

Die Behauptung der WHO basiert vielmehr auf einem Rechenmodell, dessen Grundlage Kohortenstudien aus der Epidemiologie darstellen. Man betrachtet in solchen Erhebungen beispielsweise zwei definierte Gruppen, von denen die eine einem vermuteten Risikofaktor, hier dem Feinstaub, besonders ausgesetzt ist, und die andere nicht. Stellt man für die exponierte Gruppe eine höhere Erkrankungsrate an Lungenkrebs fest, als für die andere, kann man Feinstaub als Auslöser der Krankheit vermuten. Sterben von hundert Feinstaubexponierten zehn an Lungenkrebs, von hundert nicht Belasteten aber nur einer, so ist das Erkrankungsrisiko der ersten Gruppe um einen Faktor zehn höher, als das der zweiten. Der Kern der Vorgehensweise der WHO besteht in der Umkehrung dieses Resultats in die Ausgangshypothese, von elf Lungenkrebsfällen unter den insgesamt betrachteten zweihundert Personen seien zehn mit großer Sicherheit auf Feinstaub zurückzuführen. Aus der Kombination solcher Risikoverhältnisse mit Messungen zur Feinstaubbelastung und mit amtlichen Todesfallstatistiken für Erkrankungen der Atemwege, für Herzattacken, für Lungenkrebs in einem komplexen statistischen Modell ergibt sich dann eine Zahl. Wobei die WHO wenigsten noch eine Fehlermarge angibt. Es sind vielleicht nicht genau 26.160 Menschen in Deutschland im Jahr 2012 an der hiesigen Feinstaubbelastung gestorben, sondern mindestens 12.729 und höchstens 34.229. Vorzeitig wohlgemerkt, also vor ihrem 75. Geburtstag.

Eine Steilvorlage für Politik und Medien, auf deren Basis eine Korrelation zu einer Kausalität und ein Risikofaktor zu einer Todesursache erklärt werden können, was in vielerlei Hinsicht nützlich ist.

Manch dumme Idee erhält auf diese Weise eine zusätzliche Rechtfertigung. Man denke nur an die Energiewende oder an die Forderung, Verbrennungsmotoren zu verbieten. Neue Ängste liefern neue Möglichkeiten der Mobilisierung. Mit Vorschlägen zur Risikominimierung vermag sich ein Politiker als besonders verantwortlich zu verkaufen. Vorschläge, die von weiteren Fesseln für die Industrie bis hin zu individuellen Verhaltensvorschriften reichen. Wenn Feinstaub so gefährlich ist, dann müssen eben seine Quellen ausgetrocknet werden, die zu einem großen Teil in der Verbrennung fossiler Kohlenwasserstoffe bestehen. Für Ideologen, die von der Ökodiktatur und dem Nanny-Staat träumen, ist dieses Thema ein wertvolles Geschenk.

Und es endet nie. Da jedes einzelne Partikel bei einer entsprechenden Verquickung ungünstiger Umstände zum Tode führen kann, wird kein Grenzwert jemals ausreichend niedrig sein. Neben Feinstaub bieten auf diese Weise auch andere Luftschadstoffe wie Stickoxide, Schwefeloxide, Kohlenmonoxid und Ozon sowie zahllose Chemikalien existenzsichernde Beschäftigungsmöglichkeiten für Politik und Verwaltung. Die Übergänge von wohlmeinenden Empfehlungen über Gängelei und neue Gesetze bis hin zur Tyrannei sind dabei fließend.

Heilung statt Vorsorge  

Der vorzeitige Todesfall liefert eine Strategie mit der Garantie, ewig eingesetzt werden zu können. Erstens wird es all die vielen mit seiner Hilfe dämonisierten Schadstoffe immer geben, solange Menschen existieren und irgendeine Art von Technik zur Verbesserung ihrer Lebensumstände nutzen. Zweitens steigt die Zahl der vorzeitigen Todesfälle zwangsläufig mit zunehmender Bevölkerungszahl, was gegenwärtig vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer trifft. Und drittens bietet selbst eine steigende Lebenserwartung die Möglichkeit, noch mehr Panik zu schüren.

Weil sich die Grenze, bis zu der von ?vorzeitig? gesprochen wird, entsprechend anpassen läßt. Noch vor zwanzig Jahren starben Menschen ?vorzeitig?, die nicht mindestens ihren 65. Geburtstag feiern konnten. Dann rechnete man eine kurze Zeit mit 70 bis schließlich die heute gültigen 75 Jahre etabliert wurden. Auf die Zählung der mit der Zeit gewonnenen Lebensjahre verzichtet man wohlweislich, denn dadurch würde die Absurdität der Orientierung politischer Maßnahmen am ?vorzeitigen Todesfall? erst recht deutlich.


 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerNochmal zum FAZ Artikel in #619

 
  
    
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22.03.17 12:19

Der Artikel ist, sagen wir es einmal milde, extrem schwach. Er gibt unkritisch die Meinung der eindeutig ausgerichteten WMO wieder und setzt mit "Hitzewellen" in der Arktis noch eins oben drauf. Um am Ende eine Behauptung in den Raum zu stellen und mit vermuteten Links zu davon unabhängigen Beobachtungen vorgeblich zu belegen. Den Meteorologen gehen angeblich die Erklärungen aus. Dann haben sie m.E. in ihrem Job nichts verloren. Aber ich kann den Herren gerne helfen. Aber der Reihe nach:

?Wir sehen bemerkenswerte Veränderungen auf dem Planeten, die die Grenzen unseres Verständnisses des Klimasystems erreichen?, sagte der Direktor für Klimaforschung, David Carlson. ?Wir betreten hier absolutes Neuland.? Durch den Einfluss der polaren Hitzeepisoden auf den Jetstream sei es in den Vereinigten Staaten und Kanada Anfang 2017 ungewöhnlich milde und auf der arabischen Halbinsel und in Nordafrika ungewöhnlich kalt gewesen. ... Die arktische Eisdecke maß am stärksten Tag, dem 24. März, 14,5 Millionen Quadratkilometer - das war der niedrigste Winterwert für den jeweils stärksten Tag im Jahr in der Messreihe seit 1979. Im November sei die Eisdecke an einigen Tagen sogar zurückgegangen. ... Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre breche ?immer neue Rekorde" und der Einfluss des Menschen auf das Klima werde dadurch ?immer offensichtlicher", erklärte WMO-Chef Petteri Taalas. Leistungsfähigere Computer und Langzeitdaten zur Klimaveränderung ermöglichten es, die ?Verbindung zwischen dem menschengemachten Klimawandel" und extremen Wetterphänomenen ?klar aufzuzeigen", hob die UN-Behörde hervor."

Das ist bekannt und normales Verhalten. Wenn sich die Arktis aufheizt, wie sie es die letzten Jahrzehnte getan hat, verändert sie damit das Temperaturgefälle zwischen Tropen und Arktis und damit den Antrieb des Jetstreams. Wenn er abreißt, bilden sich lokal "abnormale" Hitze- und Kältegebiete. Die Frage, was zu welchem Anteil zur Erwärmung der Arktis geführt hat, ist damit aber nicht geklärt. Es ist relativ sicher, dass die Treibhausgase dazu ihren Beitrag geleistet haben. Es ist aber nach wie vor reine Vermutung, dass sie es hauptsächlich waren. Dagegen spricht, dass die Meerestemperaturen, die der Hauptantrieb für die Eisschmelzen und die Temperaturen in der Arktis sind, deutlich weniger von den Treibhausgasen beeinflusst werden als die Landflächen.

Unabhängig davon, was die Ursache ist, muss die Aussage "Neuland" relativiert werden. Im Vergleich zur Klimahistorie von mehreren Milliarden Jahren betreten wir fast täglich Neuland, denn gemessene Aufzeichnungen gibt es nur über Jahrzehnte bis max. 200 Jahre. Und selbst in diesem winzigen Fenster hatte man laut dem Autor selbst 1979 schon einmal so eine geringe Winterausdehung gemessen. Also was bitte ist daran jetzt so außergewöhnlich, dass man an die Grenzen der Wissenschaft kommt?

Ich habe im Anhang die Eisausdehung mehrerer Jahre aus den letzten 15 Jahren übereinandergelegt. Der Winter 2017 ist im Vergleich dazu zwar im unteren Bereich, aber selbst in diesem winzigen Zeitfenster nicht so abnormal, wie man tut. Wenn man dann noch die deutlich nach oben abweichende Grönlandeismassenbilanz daneben legt, ist das Bild vollends relativiert. Schlimmer wäre es andersrum oder wenn beide gleichzeitig abnehmen wie 2012, denn das schmelzende Grönlandeis trägt zum Meeresspiegelanstieg bei, das am Nordpol nicht. Aber den 2012er Minimalwert im Sommer (und der zählt für das Verschwinden des Eises) haben wir trotz der Rekordtemperaturen aus dem letzten Jahr nicht mehr erreicht.

Dann die falsche Behauptung, dass Computermodelle und Langzeitbeobachtungen den Rückschluss von extremen Wetterphänomenen auf den anthropogenen Klimawandel zuließen. Das IPCC und die Aufzeichnungen belegen das Gegenteil, siehe hier im Thread auf der ersten Seite. Extreme Wetterphänomene haben nicht zugenommen, in manchen Fällen sogar abgenommen. Ob sie nun plötzlich bei weiteren Temperatursteigerungen zunehmen werden ist eine rein willkürliche Behauptung, wobei es sicher Rechenmodelle gibt, die das anzeigen, aber nach dem Motto garbage in garbage out. Diese Lieblingspropaganda der Klimapaniker hält sich hartnäckig, auch weil das IPCC hier nicht konsequent genug ist. Der naturwissenschaftliche Teil (WG1) widerspricht, der sozialwissenschaftlich geprägte Teil in WG2 und WG3 deutet es an. Das ist natürlich unseriös.

All das steht nicht in dem Artikel. Man sollte Meldungen nicht immer nach dem beurteilen, was sie melden, sonderm nach dem, was sie tatsächlich aussagen und was unterschlagen wird. Letzteres kann immer unterstellt werden, wenn unkrtisch einseitige Thesen ohne Belege und Gegenposition dazu zu veröffentlichen. Das ist dasselbe, als würde die FAZ zu allen Themen nur noch unkritisch von der CDU berichten.

Nach dieser Beurteilung kommt dieses Exemplar nicht über das Prädikat Platzfüller mit Hang zum Reißerischen hinaus. Aber das heute Journal hat es sich gestern auch nicht nehmen lassen, mit demselben Thema ein bisschen Klimaangst zu schüren. Anscheinend war sonst nix groß los in der Welt. Und im Klimazirkus findet sich immer ein Clown mit entsprechendem Panikprogramm.

 
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23086 Postings, 5836 Tage Tony Ford#616 ...

 
  
    
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24.03.17 04:00
Du hast beim E-Auto die Bremse über die Rekuperation vergessen, denn ein großer Teil der Bremsenergie wird nicht mit Scheiben, sondern kontaktlos über den Motor realisiert.

Das höhere Gewicht wird sich im Laufe der Zeit noch verringern, u.a. durch bessere Akkus.
Man muss bedenken, dass ein Verbrennungsmotor bei gleicher Leistungsfähigkeit wesentlich mehr Gewicht auf die Waage bringt, ebenso das Getriebe und Kupplung was bei einem E-Auto wesentlich schlanker ausfällt.

 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammler@Tony

 
  
    
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24.03.17 10:04
Ja, da hast du recht. Der Bremsabrieb bei Stromern sollte kleiner sein.  

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerDieselskandal, die 712te

 
  
    
24.03.17 10:21

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Diesel-Autos ausdrücklich als umweltfreundlich verteidigt. "Ich finde es perfide von den Grünen und zum Teil auch den Sozialdemokraten, dass jetzt so getan wird - weil ein Unternehmen sich nicht an die Regeln gehalten hat -, als wäre all das, was wir den Menschen gesagt haben, falsch", sagte die CDU-Vorsitzende bei einer Wahlveranstaltung ihrer Partei im saarländischen St. Wendel."

Wenn man den CO2-Ausstoß als Umweltproblem begreift, dann stimmt das wohl. Wenn man das nicht tut, sind seine Schadstoffe schwerer in der Griff zu kriegen als die eines Benziners. Also umweltfreundlicher ist er sicher nicht.

Der Abgasskandal zieht weitere Kreise. Jetzt ist auch der Stuttgarter Daimler-Konzern ins Visier der Staatsanwälte geraten. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit möglichen Abgas-Manipulationen bei Mercedes-Dieselautos aufgenommen. Unter Verdacht stehen mehrere Mitarbeiter der Daimler AG wegen Betrugs und strafbarer Werbung, bestätigte die Staatsanwaltschaft. Eine Anzeige liege nicht vor, heißt es aus der Behörde.

 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerEinsame Spitze

 
  
    
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24.03.17 13:04

ist dieses Juwel hier. So eine nüchterne Analyse der Energiewende habe ich noch nie im deutschen Blätterwald gesehen, vor allem

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.zeit.de/2014/50/...nergiewende-klimawandel/komplettansicht
Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 24.03.17 13:28
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.zeit.de/2014/50/...e-klimawandel/komplettansicht

 

 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerRestauration #627

 
  
    
24.03.17 13:51
Der Kollege Mod. hat auch meinen Teil aus #627 gelöscht. Der ist aber vom Urheberrcht unbedroht, solange meine linke Gehirnhälfte zustimmt. Die sagt ja, also hier nochmal mein Kommentar:

So eine nüchterne Analyse der Energiewende habe ich noch nie im deutschen Blätterwald gesehen, vor allem nicht von der Zeit. Sie ist bei weitem nicht komplett, v.a. wenn es um die Nachteile der Regenerativen, die Vorteile der Atomkraft, die Notwendigkeit der Energiewende und um ihren theoretischen Effekt geht. All das käme da noch oben drauf. Aber alleine der hier beschriebene Wahnsinn der Energiewende müsste unter normalen Umständen ausreichen, sie sofort zu begraben.

Im Artikel geht es hauptsächlich um den Merit Order Effekt, den ich auch schon vorgestellt habe. Dabei kannibalisieren die EE den teuersten und umweltfreundlichsten fossilen Gasstrom, indem sie als nutzbare Quelle politisch gesetzt sind und der Überschussstrom an der Börse für umme vertickt werden muss. Die teuerste und am einfachsten abschaltbare Quelle Gas fällt dann logischerweise dieser Systematik zum Opfer. Vor allem eröffnet man damit den Teufelskreis einer Subventionsspirale. Weil der EE-Strom fest vergütet wird, muss die EEG Umlage, die die Differenz zw. Börsenstrompreis und Vergütung ausgleicht, quasi automatisch steigen. Und da ist bei einem Börsenpreis von Null noch lange keine Ende. Wir zahlen den Schweden und Niederländern phasenweise schon Geld, damit sie unseren Exzessstrom abnehmen. Die Schweden lachen sich ins Fäustchen und füllen mit diesem Strom ihre Pumpspeicher. Aber klar, der Wahnsinn muss weitergehen! Neue Windräder und neue Kohlekraftwerke müssen her!

Und so kommt es, dass gerade 3.152 Megawatt Stromerzeugung aus Kohle (ein Drittel aus Braunkohle!) in Deutschland im Bau bzw. Genehmigungsverfahren sind. Trotzdem werden wir bis in 3 Jahren netto 18.600 Megawatt Grundlast durch Stillegung veralteter Kraftwerke und den Atomausstieg verlieren. Die Bundesregierung kann froh sein, dass momentan noch keiner auf den E-Zug aufspringt, sonst wäre schon bald der Ofen aus bzw. Autofahren nur möglich, wenn der Wind bläst. Dieser Schritt dürfte dann automatisch wieder etwas mehr Gasverbrennung erzwingen, allerdings dürften die Stromkosten dann nochmals deutlich steigen und die Versorgungssicherheit darunter leiden.

Die wenigsten, die das grüne Deutschland als Idol sehen, wissen, was tatsächlich hier los ist, weil nach außen die Energiewende als lupenreiner Erfolg verkauft wird. Tatsächlich ist sie ein Super GAU in allen Belangen. Kosten rauf, Emissionen rauf, Netzrisiko rauf, Gewinne der Energiekonzerne runter. Und 93% der Bundesbürger sagen: Das ist Spitze!  

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerUnd die beiden anderen Links

 
  
    
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24.03.17 13:53

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerNoch so ein Lobbyverand im grünen Gewand

 
  
    
24.03.17 16:00

mit seiner gar nicht eigennützigen Forderung, Diesel zu verbieten unter der schwachsinnigen, fadenscheinigen Begründung der vorzeitigen Tötung. Jetzt wollen sie ihren eigenen Vorteil sogar vor Gericht erstreiten, um sich weiter die eigenen Taschen mit Subventionen füllen zu können.

http://www.ariva.de/news/verkaufsverbot-fuer-diesel-autos-naturschutzbund-zieht-vor-6083986


BUND verweist auf vorzeitige Todesfälle durch Stickoxid-Emissionen

Die Stickoxide in den Abgasen von Diesel-Motoren führten der Organisation zufolge jährlich zu ?etwa 10.600 vorzeitigen Todesfällen? infolge von Atemwegserkrankungen. Seit dem Abgasskandal, so heißt es in der Mitteilung, seien 1,8 Millionen Diesel-Fahrzeuge verkauft worden ? obwohl diese die Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden nicht einhalten würden. Eine im November an das Flensburger Kraftfahrtbundesamt (KBA) herangetragene Forderung nach einem Verkaufsstopp sei im Sande verlaufen, weshalb man nun vor das Verwaltungsgericht gezogen sei.

Der BUND sowie Greenpeace sind selbst Ökostromanbieter (siehe ARD Beitrag unten) und stecken mit dem Verband der Windenergie unter einer Decke, um den Windstrom knallhart und zu Lasten der Bürger auszubauen. Selbst bei den Grünen regt sich mittlerweile leichter Widerstand, zumindest nimmt man die Unzufriedenheit wahr und reagiert.

?Ich nehme im Land eine große Unruhe wahr?, sagte Habeck: ?Nicht nur bei Naturschutzverbänden, auch bei Bürgern, Zeitungslesern und Menschen, die in Initiativen wie Gegenwind oder Vernunftkraft organisiert sind.? Die Diskussion beginne ?jetzt laut zu werden?.

?Können nicht jedes Windrad mit Polizei schützen?


 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerDie tatsächlichen Kosten der Windkraft

 
  
    
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24.03.17 22:13
liegen mom. zw. 1,30 ? und 3,50 ?. Da würde man landen, wenn man jedem Windrad einen 1-2 monatigen Speicher verordnen würde, um es grundlastfähig zu machen. Die Windpropaganda der Wettbewerbsfähigkeit von Windkraft beruht auf den lächerlich nidrigen Betriebskosten der zufälligen Versorgung. Teuer wird es nur, wenn sie grundlastfähig wird. Das geht nur über Speicher oder riesige Standby Kapazitäten, so wie wir es mom. haben. Diese Standbykapazitäten werden aber nicht mitgerechnet. Fatal ist, dass dadurch Strom überproduziert werden muss. Dieser sorgt am Markt für den Preisverfall und zusätzliche Verluste. All das wird kostenmäßig den EE nicht angerechnet.

Trotz dieser Schönrechnerei und trotz der Subventionen sind 2/3 der Windparks im Minus, d. h. die Anleger verlieren Geld damit. Bin gespannt, wie lange dieser Massenbetrug noch unter der Decke gehalten werden kann.  

23086 Postings, 5836 Tage Tony Ford#631

 
  
    
25.03.17 21:31
gibt es da nicht irgendwo im MeckPomm ein Dorf, welches sich mit Windrädern und Biokraftwerk selbst versorgt zum Strompreis von 0,19? ohne jede Förderung?  

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerMeinst du vielleicht Feldberg

 
  
    
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26.03.17 22:51
In Brandenburg? http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/02/...s-Dorf-Energiewende/seite-2

Hier das Gegenteil des obigen Zeitartikels, eine bis ins Mark unkritische Propagandaorgie. Dabei hätte den Autoren auffallen müssen, dass
- 50 Haushalte - das ist Feldheim - ca. 200.000 kWh pro Jahr verbrauchen
- Feldheim aber 200.000.000 kWh, also das Tausendfache, pro Jahr produziert.
- mit 43 Windrädern (74 Megawatt) die ca. 40 Millionen gekostet haben
- mit Europas bis dahin größtem Batteriespeicher über 10 MWh und auch 10 Mio. ? teuer
- mit einem 2MW Solarpark
- einer 6,5 Gigawattstunden Biogasanlage
- einer Holzschnipselheizung
- und einem Gasgenerator

Sprich mit einem Invest von ca. 1,2 Millionen ? pro Haushalt aber einer Selbstbeteiligung von 3.000 ? pro Haushalt kann man die kWh für 17 cent produzieren. Des Rätsels Lösung: Land, Bund und EU haben den Schwachsinn zu 99,9 % finanziert. Ansonsten würde alleine der Batteriespeicher ausreichen, um die kWh auf 3 ? zu treiben.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand autark regenerativ produzieren will. Nur soll ers halt selbst zahlen. Öffentliche Gelder abzwacken und danach Zu behaupten, das wäre wettberbsfähig, ist perfide. Den Sermon ungeprüft zu veröffentlichen wie die Zeit, ist saudoofe Propaganda.
 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerPhantasien des Umweltbundesamtes

 
  
    
30.03.17 13:12

Die Chefin des UBA hat der Zeit ein Interview gegeben.

Auszüge:

Auf die Frage, ob es nicht unfair für Diesel-Autokäufer wäre, sie von Innenstädten auszusperren, antwortet sie. dass sie deren Wut verstehe und gibt den Herstellern die Schuld: "Die Automobilindustrie duckt sich weg. Ich finde es unerträglich, dass sie keinen Fonds auflegt und damit den Kommunen finanziell hilft, das Abgasproblem in den Innenstädten anzugehen. Die Hersteller haben den Städten schließlich das Problem mit der schlechten Luft maßgeblich mit eingebrockt."

Da stellen sich mir 2 Fragen: 1. Wieso sollen die Hersteller Schuld daran sein? Sie erfüllen ja die Feinstaubgrenzwerte, die der Staat definiert hat. Was sollen sie denn machen? Sie bieten ja bereits E-Autos an, nur will sie momentan keiner haben. Und selbst wenn, würden die Emissionen dadurch nicht sinken. 2. Was glaubt diese Dame, woher die Industrie das Geld für diesen Fonds nehmen wird? Magisch aus dem Ärmel schütteln? Irgendwie aus fiesen, kapitalistischen Geheimkonten abzweigen? Oder die einfachste Lösung: Sie wird es von den Kunden nehmen oder eben an Profitabilität einbüßen. Das heißt, ihr Dekret wird so oder so die Autokäufer treffen und zwar dreifach. Einmal durch das Einfahrverbot für die Autobesitzer, ein zweites Mal durch den sinkenden Wiederverkaufswert der betroffenen Autos und ein drittes Mal durch gestiegene Neuwagenpreise, sollte sie den Herstellern den Fonds aufbrummen, aus dem z.B. ein sinnvolles ÖPNV Netz das finanziert werden soll, was die ureigenste Aufgabe des Staates gewesen wäre, der aber seine Kohle lieber in sinnlosen Investments verballert. Dass Vertreter einer sozialistischen Planwirtschaft wie z.B. diese Dame in öffentlichen Ämtern sitzen, finde ich unerträglich.


"Zugleich subventioniert der Staat den Diesel mit sieben Milliarden Euro pro Jahr. Insgesamt haben wir rund 28 Milliarden Euro an umweltschädlichen Subventionen im Verkehr ausgemacht."

Das ist eine absolut irreführende und falsche Behauptung. Tatsächlich subventioniert der Staat hier gar nichts. Er zieht nur weniger Steuern bei Diesel ein als beim Benzin. Dafür erhebt er aber eine höhere Kfz-Steuer bei Dieselfahrzeugen. D.h. der Staat nimmt Steuern ein und fördert hier gar nichts. Die Spritsteuern betragen aktuell ca. 0,9 ? pro Liter Benzin und 0,7 ? pro Liter Diesel. In beiden Beträgen ist eine Ökosteuer von 0,15 ? enthalten, die u.a. der Staat dazu nutzen sollte, das ÖPNV auszubauen, was er aber nicht oder nur mangelhaft getan hat. Die Steuereinnahmen durch Kraftstoffe und KFZ-Steuer inkl. Umsatzsteuer betragen ca. 60 Milliarden Euro pro Jahr. Für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung werden aber nur ca. 26 Milliarden ausgegeben. Die restl. 34 Milliarden verballert der Staat z.B. für Ämter mit zweifelhaftem Sinn wie das UBA. Und jetzt will er die Wirtschaft für seine Ineffizienz und seine ideologischen Irrflüge auch noch zahlen lassen. Die 28 Milliarden umweltschädlichen Subventionen, von denen diese Dame hier öffentlich schwadroniert, hätte ich gerne aufgeschlüsselt. Es gibt keinerlei Beleg dafür. Ich sehe hier weder auf der Einnahmen- noch auf der Ausgabenseite des Bundes einen Beleg dafür. Pure Propaganda.

"Die Wirkung des Diesels für den Klimaschutz wird völlig überschätzt. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der neu zugelassenen Diesel-Pkw in Deutschland liegen sogar leicht höher als die der Benziner. Der Anteil der Geländewagen und SUV ist enorm gestiegen. Die Autoindustrie nutzt den Diesel vor allem, um hochmotorisierte Autos im Markt zu halten. Das hat den CO2-Vorteil des Diesels komplett kompensiert. Der SUV-Boom beweist, dass die Dieselsubventionen falsch sind."

Das ist doch vollkommen klar. Hat man 2 Sorten Sprit und macht einen künstlich teurer, wird der zugunsten des anderen gemieden. Darunter sind dann auch viele Kunden, die sich eben deshalb ein paar mehr PS genehmigen. Was solls? Der Effekt ist im Konsum einer Marktwirtschaft immer zu beobachten. Effizienzsteigerungen bzw. Preissenkungen münden meist mengenmäßig in mehr Verbrauch. Es ist aber vollkommen hanebüchen, dass man durch eine steuerliche Gleichstellung von Benzin und Diesel die CO2 Emissionen senken würde. Die Zielkundschaft der PS-starken Mittelklasse-SUV würde dann wieder auf billigere Benziner mit niedrigerer Leistung aber max. gleichem Verbrauch umsteigen. Aber auch einige Vielfahrer würden dem Beispiel folgen. Damit würde man insgesamt deutlich mehr Sprit und damit auch mehr CO2 verbrauchen. Der typisch linke Neid ist da wohl eher Vater des Gedanken als die Logik.

"Wir brauchen eine Quote für Elektrofahrzeuge [und] eine staatliche Kaufprämie für Elektrofahrräder... Schon heute ist ein reines batterieelektrisches Auto gleichwertig mit einem Auto mit Dieselmotor und besser als eines mit Ottomotor ? selbst beim aktuellen Strommix mit hohem Kohleanteil. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Elektromobilität über einen langen Zeitraum eingeführt wird. Selbst die angestrebten zwölf Millionen Elektroautos in 2030 machen nur ein gutes Viertel der heute in Deutschland zugelassenen Pkw aus. Bis dahin wird der Strommix deutlich klimafreundlicher sein als heute."

Da gibt sie zu, dass ein E-Mobil emissionstechnisch nur so gut wie ein Dieselauto ist und will die Quote plus eine Förderung der E-Fahrräder. In 2030 soll das anders sein, weil dann ja alles klimafreundlich sein wird. Aber auch das ist falsch. Bis dahin werden die restlichen Atomkraftwerke (mit Null Emissionen) abgeschaltet und stattdessen einige neue Gas- und Kohlekraftwerke gebaut. Sie kann froh sein, wenn sie durch Übergewichtung der teuren Gaskraftwerke den heutigen Level überhaupt halten kann. Das ist nichts als Propaganda für einen sinnlosen Aktivismus, um die Planwirtschaft zu rechtfertigen, von der sie wohl insgeheim träumt.

"ZEIT ONLINE: Warum sind die Biokraftstoffe, über die vor ein paar Jahren noch jeder sprach, heute gar kein Thema mehr?

Krautzberger: Wenn Sie aus Mais oder anderen Energiepflanzen Treibstoffe herstellen, dann ist die Ausbeute schlicht viel zu niedrig, um die Klimaziele zu erreichen. Und dass man für Kraftstoffe nicht extra Pflanzen anbauen sollte, sondern lediglich Reststoffe und Abfälle verwendet, versteht sich mittlerweile auch von selbst. ...  Im Übrigen tragen auch die Biokraftstoffe nicht zur Luftreinhaltung bei, es wird ja weiterhin Treibstoff in einem Motor verbrannt."

Nein, Frau Krautzberger, das versteht sich eben nicht von selbst! In Europa und USA glüht der Hype bei Pflanzen- und v.a. Maisanbau für Biokraftstoffe. Ebenso werden in Südamerika und v.a. Süd-Ostasien immer noch Regenwälder abgeholzt, um Palmölplantagen für Biodiesel zu pflanzen. In den USA und Europa werden bestehende Wälder, zum Teil in Naturschutzgebieten geschlagen, um Holzschipsel für die Stromerzeugung aus Biomasse in die Länder mit der höchsten Förderung (z.B. UK) zu verschiffen. Das ist die Realität, die ein Leiter des UBA anprangern müsste, aber gegen die man offensichtlich aus politischen Gründen nichts unternehmen will.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-03/...industrie-maria-krautzberger

Der politische Aktivismus dieser Dame lässt sich m.E. nicht mit ihrem öffentlichen Amt vereinbaren. Ihre Vorschläge gehen sogar den Grünen zu weit.

 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerE-Mobilität

 
  
    
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31.03.17 09:16

Mehr oder weniger unabhängig von den Phantasien der planwirtschaftlichen Ökopolitik wird die E-Mobilität nun Schritt für Schritt kommen, weil die Autohersteller fast soweit sind, das auch umzusetzen. Die Schmerzen sind strategisch eingepreist und alle erhoffen sich, mit nem blauen Auge davonzukommen. Das wird zwar nicht funktionieren, aber das ist egal. Die Industrie ist kurz vor den Startlöchern und der Tanz kann in den nächsten Jahren losgehen, wie hier am Beispiel Daimler.

Der einzige, der nicht bereit ist, ist der, der schon seit Jahrzehnten am lautesten tönt - der Staat. Trotz der Steuerschwemme durch die Energiesteuer (früher Kraftstoffsteuer) und trotz der seit Jahrzehnten betriebenen Energiewende, hat er es nicht geschafft,

  • ein E-Tanknetz zu installieren (der Hauptgrund für die schlechte Akzeptanz)
  • sein Stromnetz kapazitiv auf die E-mobility vorzubereiten
  • den Strommix umweltfreundlicher zu gestalten

Ein Versagen auf kompletter Linie. In der Zeit, in der die Autoindustrie umstellt, gehen in Deutschland netto knapp 20 GW Leistung vom Netz und saubere Atomkraftwerke werden durch Kohle- und Gaskraftwerke ersetzt. Das einzige, was die Politik zustande brachte, ist das konstante Eigenlob für die katastrophale Energiewende.

Ich bin überzeugt, dass das Verbot für fossile Autos in irgendeiner Form kommen wird, sobald die Industrie komplett bereit ist. Die Politik wird sich ein weiteres Mal auf die Schulter klopfen. Die Stromkosten werden exorbitant steigen müssen, da die Kraftstoffsteuereinnahmen sukzessive kompensiert werden müssen. Das dürfte den Haushalten ohne Auto (in Großstädten) gar nicht schmecken. Und wenn entgegen des derzeitigen Trends die Akzeptanz der Stromer schneller zunimmt als gedacht, wird die Stromproduktion bei weitem nicht ausreichen, was den Marktpreis zusätzlich anheizen dürfte. Vielleicht nimmt man dann einfach wieder ein paar ausrangierte Braunkohlekraftwerke ans Netz, um am Ende mit Stromautos deutlich mehr Emissionen zu produzieren als mit fossilen. Das wäre konsequent.

 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerWahrnehmung und Realität zur E-Mobilität

 
  
    
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31.03.17 14:49
Symptomatisch für das Gap zwischen öffentlicher Wahrnehmung und der Realität ist dieser Testbericht eines vom Wissen unbefleckten SZ Schreiberlings (http://www.sueddeutsche.de/auto/...chts-ausser-reichweite-1.3438798). Neue Technologien zum Downsizing des Verbrennungsmotors hält er angesichts der anstehenden, emissionsfreien Elektrifizierung der Autos für unmodern. Warum ein E-Antrieb heute noch teurer ist, erschließt sich diesem Herrn auch nicht. Wahrscheinlich glaubt er, dass die Preise im Zentralkommittee festgesetzt werden.

Unabhängig vom Preis, ist der E-Motor tatsächlich moderner und sauberer?

1. Hintergrund
Der signifikante Unterschied ist die Energiequelle. Während der Verbrennungsmotor mit unmittelbar transportfähigen, veredelten Rohstoffen betrieben werden kann, ist der Elektromotor auf nicht unmittelbar transportfähige Energie (Strom) angewiesen. Ist der fossile Energieträger erst einmal erzeugt, kann er beliebig transportiert und gespeichert werden. Strom kann prinzipiell weder verlustfrei transportiert noch gespeichert werden. Strom ist auch eine Energieform, die natürlich nicht geerntet werden kann, sondern künstlich erzeugt werden muss. Dazu gibt es unterschiedliche Technologien wie fossile Verbrennung (Kohle, Gas, Holz, Öl), Kernspaltung, Wind und Solar. Fossile Stromerzeugung zum Antrieb eines Autos hat prinzipiell keinen Vorteil, da man den höheren Wirkungsgrad moderner Kraftwerke im Gesamtsystem durch zusätzliche Netzverluste, Batterie- und Motorverluste wieder auf in etwa den Wirkungsgrad des fossil betriebenen Autos herunterwirtschaftet. Wind und Solar haben zwar den Vorteil, dass sie für die Erzeugung selbst keine Rohstoffenergiequelle benötigen. Aber sie erzeugen vergleichsweise winzige Mengen an Strom und benötigen für ihre Herstellung selbst viel zu viel Energie. Der EROI ist hier um den Faktor 10-50 kleiner als bei fossilen Kraftwerken. Zusätzlich sind sie nicht grundlastfähig, d.h. der Strom kann nicht abgerufen werden, wenn er gebraucht wird. Mit zusätzlichen Speichern ist aber die Stromerzeugung weder energetisch noch kostenmäßig sinnvoll. Bliebe noch die Kernspaltung, die alle Zutaten hätte. Sie ist so sauber, ihr Träger so energiereich und reichlich vorhanden wie kein anderer Rohstoff. Aber die Technologie wurde in den letzten Jahrzehnten politisch tot geredet, obwohl kein realer Anlass dazu bestand. Das einzige Problem der Müllentsorgung könnte durch neue Reaktortypen fast auf Null reduziert werden. Aber leider wird diese Quelle politisch ausgeschlossen. Damit hat die Elektromobilität automatisch ein Problem. Sie muss mit dem ungünstigsten Mix aus fossilen Quellen und unzuverlässigen und deshalb teuren regenerativen Quellen ins Rennen gehen. Es ist deshalb auch abzusehen, dass die Mobilität dadurch weder günstiger noch umweltschonender werden wird.

2. Modernität
Der Verbrennungsmotor wurde 1859 in Form eines stationären 2-Takt-Gasmotors von Étienne Lenoir erfunden. Erst 3 Jahre später kam Karl Otto mit dem Viertaktbenzinmotor um die Ecke. Es vergingen noch ein paar Jahrzehnte, bis die erste Kutsche damit angetrieben war. Wie steht es um den Elektromotor? Diese "moderne" Erfindung erblickte schon 1832, also 30 Jahre vor dem Ottomotor das Licht der Welt. Es ist ein quasi emissionsfreier Motor mit gleichmäßigem Drehmoment, der aber vom Medium Strom abhängig ist. Er spielt seine Vorteile vor allem im stationären Bereich mit permanenter Stromversorgung aus. Wie oben geschildert, hat er im Gesamtsystem mit der Stromerzeugung betrachtet nicht zwingend Vorteile. Im nicht stationären Bereich hat sogar einen gravierenden Nachteil: Er muss einen teuren, schweren und nicht einfach nachfüllbaren und mit Energieverlust behafteten Speicher mit sich führen. Dieser Nachteil in Verbindung mit der ungünstigen Stromerzeugung bringt den an sich wirkungsgradmäßig weit überlegenen E-Motor soweit unter die Räder, dass er gerade noch mit seinem fossilen Pendant mithalten kann. Was daran modern sein soll, erschließt sich mir nicht, außer man nimmt an, Strom kommt aus der Steckdose und kostet weder Ressourcen noch Emissionen noch Geld.

3.Sauberer
In den beiden Abschnitte zuvor ist es ja schon angeklungen. Die Effizienz des E-Motors wird durch die ineffiziente Prozesskette von der Stromquelle bis zur Straße wieder zunichte gemacht. Dabei spielt auch der miserable EROI der regenerativen Energieträger mit hinein. Denn auch die Unmengen energieintensiven Betons sowie die Invests in den Grid, die ein Windrad mit rel. geringer Stromausbeute braucht, müssen hier mit eingerechnet werden. Bei den Solarmodulen ist dieses Verhältnis noch einmal deutlich schlechter. Worst case produziert ein Modul nur den Strom, den es für die Herstellung und Betrieb eines Moduls braucht, also null Nutzstrom. Sein Wirkungsgrad wäre damit auch Null. All das trägt dazu bei, dass am Ende der Strom mit max. 35% Wirkungsgrad bereitgestellt wird. Multipliziert man diesen Wert noch mit dem Wirkungsgrad des E-Motors und dem der Batterie, liegt man gerade einmal bei 25% und damit im Bereich des Verbrennungsmotors. Jetzt kommt es darauf an, wie stark fossile und v.a. Kohlekraftwerke an der Erzeugung beteiligt sind. Beim derzeitigen Mix und auf absehbare Zeit mit mehr als 40% Kohle- und Biomassestrom sind sicherlich keine Verbesserungen zu erwarten. In ferner Zukunft > 30 Jahre wird man vielleicht einmal nur noch Gaskraftwerke für die Grundlast und als Standbykapazität haben. Diese werden dann ergänzt durch riesige Mengen an Wind- und Solarkapazitäten. Da ist durchaus eine 50%-ige Einsparung der Emissionen zu erwarten, aber dann bedecken Windräder im Abstand von 1 km ganz Deutschland. Von den astronomischen Kosten gar nicht zu reden. Was helfen mir 50% Reduktion, wenn ich mir dadurch die Landschaft zupflastere und Energie für viele unbezahlbar wird?
 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerPositives von der AGW Front

 
  
    
17.04.17 17:02

Einige der Protagonisten unter den AGW Klimawissenschaftlern (darunter das Schwergewicht Wigley) haben die aktuellen Szenarien und Planungen zur Dekarbonisierung untersucht und - man höre und staune - festgestellt, dass durch die Bank alle nicht realisierbar sind.

Sie haben 7 Kriterien festgelegt, die erfüllt sein müssen, um eine erfolgreiche Implementation zu gewährleisten. Die Szeanrien kammen von internationaen Thinktanks oder den einschlägigen NGOs wie Greenpeace und WWF.

Keines der Szenarien erfüllte alle 7 Kriterien. Das beste erzielte als einiges 4, der Rest lag zwischen 0 und 3,5. Sehr schön auch zu sehen, dass WWF und Greenpeace mit 0 Kriterien am Ende der an sich schon katastrophalen Liste stehen.

Obwohl die Autoren es offen lassen, ist es zum ersten Mal öffentlich, und noch dazu vom AGW Lager selbst bestätigt: Ohne Kernkraft keine Dekarbonisierung!

Ein sehr erfreulicher Schritt zurück in Richtung Realität.

Muss Mutti jetzt ne 180° Wende bei der Energiewende einlegen? Schön wärs.

 
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8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerAnekdote aus der AGW Wissenschaft

 
  
    
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24.04.17 11:46
Die Eisbärenpropaganda ist eine beliebte Masche der AGW Front, in der Bevölkerung zu punkten. Jetzt hat sich wieder mal einer der Protagonisten blamiert. Nachdem sich zum wiederholten Male in den letzten Monaten ein Eisbär in bewohntes Gebiet in Neufundland gewagt hatte, behauptete der "Eisbärforscher" Andrew Derocher, das würden wir zukünftig öfter sehen, weil das wenige Eis die armen Eisbären eben aufs Land zwingen würde.

Dumm nur, dass derzeit Neufundland und Labrador ähnlich wie Grönland unter rekordverdächtigen Eismengen leiden. Seine Twitterfollower machen sich zurecht lustig über diese Interpretation. Die ganze Story mit allen Daten und Links auf WUWT oder hier https://polarbearscience.com/2017/04/21/...bode-well-for-polar-bears/  
Angehängte Grafik:
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8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerQuintessenz vergessen

 
  
    
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24.04.17 12:07
Der eigentliche Grund, wieso sich die Eisbären immer öfter in ländliche und bewohnte Gebiete wagen, ist deren steigende Population, was die AGW Katastrophenforscher natürlich gerne verschweigen. Allerdings steigt deren Population nicht wegen irgend eines Klimawandels sondern ganz trivial, weil deren Jagd in Nordamerika weitestgehend verboten wurde. Man mag es kaum glauben: Eisbären vermehren sich, wenn man sie nicht erschießt. Die bereits historisch widerlegte AGW These, Eisbären verschwänden mit dem Eis, klingt zwar viel besser in den Aktivistenohren und -kassen, verliert aber zunehmend an Grip.  

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerResumée

 
  
    
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24.04.17 13:31
Jetzt könnte ich ein hunderte Seiten langes Resumée schreiben mit Belegen, Analysen und Schlussfolgerungen. Ich tue es aber nicht, weil ich schlicht zu faul dazu bin. Stattdessen schreibe ich kurz und knapp meine Meinung zu dem Thema.

Das CAGW ist ein politisch motiviertes Phänomen der Massenpsychose und Ideologisierung weiter Bereiche unserer Gesellschaft. Wissenschaftlich gibt es einen kleinen, wahren und unstrittigen Kern, nämlich dass der Mensch in gewissem Maße zur Erderwärmung beiträgt. So gut wie alles andere, was dem Klimawandel in den Rucksack gepackt wurde, ist überwiegend Unsinn und zum Teil sogar hochgradiger. Seien es der Grad der Erwärmung, deren Folgen oder die Mitigationsmaßnahmen gegen diese. Das meiste davon ist nicht nachweisbar, heillos übertrieben, einfach falsch, nicht realisierbar oder schlicht frei erfunden. Mit dem Siegel willfähriger und unfähiger Wissenschaftler ausgezeichnet wird eine Wahrheit suggeriert, die nicht da ist und angesichts der erfassten und erfassbaren Daten auch gar nicht da sein kann. Andererseits legen die vorhandenen Daten eine bei weitem kleinere Gefahr nahe, als uns weis gemacht werden will. Politiker und Medien nutzen diese willkürlich gezimmerte wissenschaftliche Basis als Ausgangspunkt für die Verbreitung der eigenen Ideologie. Unter den Trittbrettfahrern finden sich soylent Greens, Kommunisten, gemäßigte Linke, die Neocons oder auch die Kirche. Das Thema vereint viele Machtinteressen unter seinem Umhang und ist deshalb auch nicht zu unterschätzen, wenn es ihm an den Kragen geht.

Der Klimawandel, seine politische Manifestation sowie die Anhängerschaft gleichen einem religiösen Kult oder einer Ideologie, deren politische Äußerungen schon deutlich totalitäre Züge zeigen. Politisch ist sie eindeutig links zuhause. Die Schlagwörter eines starken Staates mit Regulierungen, die überwiegend danach trachten, den Kapitalismus einzudämmen, ergeben diese Ausrichtung quasi automatisch.

In diesem Kontext ist auch die historische Entwicklung des AGW Themas zu sehen. So wie seit der 68er Revolution zunächst schleichend, dann exponentiell ansteigend linke Ideen die Oberhand in der westlichen Politik gewannen, so fand dieser Kult den entsprechenden Nährboden, um überhaupt entstehen und verbreitet werden zu können. Und so, wie es die Linke gerade international mit ihrer identitären Masche vermasselt, so wird auch das AGW Thema an die Wand gefahren werden. Im steten Wandel zwischen Links und Rechts, Frau und Mann oder Staat und Individuum werden entweder dauerhafte Erfolge erzielt oder eben noch durchs Dorf getriebene Sauen werden geschlachtet. Dieses Schicksal dürfte auch dem Klimawandel blühen.

Mich interessiert schon seit geraumer Zeit mehr die politische Verankerung des Klimawandels als es das Thema an sich. Deshalb werde ich in Zukunft wohl überwiegend ein- oder zwei Ebenen höher posten.  

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerThese #1: Die grüne Linke ist die moderne Reaktion

 
  
    
24.04.17 15:06
Den meisten Menschen gelten die Grünen und die Teile der Linken, die sich den Umweltschutz ans Revers geheftet haben, als progressiv. Tatsächlich sind sie zutiefst reaktionär.

Als Einstieg ein Novo Lesetipp: Brendan O'Neill, Ökomodernismus, Wie aus Armutsbekämpfung Baumschutz wurde.

"Grünes Denken von der Begrenzung des Menschen durch die Natur steht im absoluten Widerspruch zu den Traditionen aufklärerischen und linken Denkens. Die Bekämpfung sozialer Probleme wird hintangestellt, kritisiert Brendan O?Neill. Das gilt auch für den Ökomodernismus

Umweltschützer werden von ihren Kritikern gerne ?Wassermelonen? genannt. Denn Umweltaktivisten seien außen grün, aber im Inneren rot. So erscheinen sie uns als fidele Ökofreaks, verbergen aber hinter ihrer Fassade einen politisch roten Kern. Sie planen den Umsturz des Kapitalismus und seine Ersetzung durch eine sozialistische Weltregierung. Meiner Meinung nach ist es das infantilste Argument, das solche Kritiker hervorbringen. Ich lehne den Begriff ?Wassermelone? aus zwei Gründen ab.

Zum einen schmeichelt er den Grünen. Es macht sie zu Revolutionären des 21. Jahrhunderts, die die Welt auf den Kopf zu stellen drohen. Nichts könnte von der Wahrheit weiter entfernt sein: Umweltschutz ist die konservativste Ideologie unserer Zeit. Er dämonisiert die Eroberung der Natur und predigt Selbstbeschränkung. Seine Parole lautet nicht ?Revolution?, sondern ?Vorsicht?. Sein Konservatismus äußert sich im ständigen Kampf gegen Veränderungen. Besonders erkennbar wird dies beim Kampf gegen den Klimawandel, aber auch beim Kampf gegen den wirtschaftlichen Wandel in Afrika, wo man stattdessen eine nachhaltige Entwicklung präferiert ? also Armut statt Industrialisierung.

Grüne sträuben sich auch gegen grundlegende Veränderungen im Westen, wo der Umweltschutz das Vorsorgeprinzip eingeführt hat, wo er die Kerntechnik-Revolution, die Gentechnik-Revolution und andere potentielle Fortschritte für die Menschheit behindert. Eine Bewegung, die so allergisch auf Veränderung reagiert, kann nicht im selben Atemzug mit Rot genannt werden. Radikale Linke haben eine Generalüberholung angestrebt, während die Grünen alles unter Kontrolle behalten wollen ? die menschliche Gier bändigen, die menschliche Wirtschaftsbetätigung zügeln und die menschliche Fortpflanzung begrenzen."

Den ganzen Artikel gibt's hier: https://www.novo-argumente.com/artikel/...ekaempfung_baumschutz_wurde
 

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerWarum EU und Medien abgewatscht werden

 
  
    
24.04.17 16:47
Der Politico Artikel zum Dieselskandal ist symptomatisch für die verkorkste Eigenwahrnehmung und die unheilige Allianz zwischen Medien und EU-Politik.

http://www.politico.eu/article/wie-man-es-sich-mit-juncker-verdirbt/

Natürlich ist es unschön, wenn ein Unternehmen Produkte herstellt, die die vorgeschriebenen Grenzwerte in der Praxis nicht erfüllen. Ist es deshalb zulässig, dass die EU Schadensersatz für die Verbraucher einfordert? Eine sehr viel verzwicktere Sache als es der Obrigkeitshuldigende Autor nahelegt.

Erstens ist es eine rechtliche Frage: Hat der Hersteller die Vorschriften tatsächlich rechtlich gebrochen. Mit den meisten Fahrzeugen ist das aufgrund des laschen EU-Testzyklusses und der Ausnahmeregelungen wohl eher nicht der Fall.

Zweitens ist es eine Zuständigkeitsfrage: Darf und muss die EU einschreiten, wenn entsprechende rechtliche Verfahren, die ja bereits laufen, noch gar nicht geklärt sind bzw. dem Angeklagten Recht geben. Und selbst wenn, wäre es fraglich, ob die 100%ige Nachbesserung der Produkte ohne Nachweis einer weiteren Schädigung wirklich Schadensersatz erzwingen könnte.

Drittens ist es eine Verantwortungsfrage: An den besagten Vorschriften waren beide Seiten (die EU und die Hersteller) beteiligt. Dass der nicht angeklagte Schuldige (EU), nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, hingeht und dem Angeklagten (VW) die gesamte Schuld zuschiebt und sich an dessem Schaden auch noch politisch bereichern will, ist nicht mehr anrüchig sondern eine Unverfrorenheit. Ich verstehe, dass sich Müller über dieses seltsame Gebaren beim Chef beschwert.

All dies erwähnt der Propagandaschreiber mit keinem Wort. Stattdessen wird der Angeklagte vom ersten Buchstaben an ohne jegliche Analyse und Begründung zur Schuld verdammt. Schlimmer, selbst das Recht, sich zu verteidigen und seine Interessen zu vertreten wird ihm implizit aberkannt. Im Gegensatz dazu erstrahlt der Herrscher Europas als guter Vater, den man mit so abstrusen Forderungen wie Prüfung von Zuständigkeiten und rechtlichen Grundlagen nicht behelligen dürfe. Selbstverständlich darf der Propagandaknecht das Urteil "Dummkopf" selbstgefällig fällen, ohne belangt zu werden.

Welch seltsame Art von Demokratieverständnis hier praktiziert wird, ist diesen Leuten gar nicht bewusst. Was sie damit langfristig bewirken, wohl auch nicht.  

8904 Postings, 4717 Tage lumpensammlerDieselskandal mal wieder

 
  
    
26.04.17 11:41
Das Umweltbundesamt beschwert sich über den "schmutzigen" Diesel.

Demnach sind die Euro 5 Diesel mit dem 5-fachen NOx Ausstoß des zulässigen Grenzwertes das Schlusslicht in der Bewertung, also noch schlechter als die Euro 4 Diesel. Das ist auch logisch, denn NOx entsteht vornehmlich durch hohe Verbrennungstemperaturen. Seit der Einführung der Direkteinspritzer in den Neunziger Jahren steigen die Zünddrücke stetig, um eine höhere Effizienz zu erzielen. Mit den steigenden Zünddrücken gehen automatisch höhere Verbrennungstemperaturen einher. Somit ist es nicht verwunderlich, dass mit jeder Erhöhung der Euro Norm die NOx Werte in der Praxis zunehmen. Die Ausnahme bildet die Euro 6 Norm, bei der dann in der Praxis flächendeckend zusätzliche Speicherkatalaysatoren und/oder die SCR Technologie zum Einsatz kam. Deshalb sinkt ab da der praktische NOx Wert wieder etwas.

Das heißt, die zunehmenden Effizienz-, sprich CO2-Vorgaben führen direkt zu höheren NOx Emissionen. Dieses Dilemma ist auch nicht einfach auflösbar. Will man NOx verbannen, d.h. die Praxisemissionen auf den derzeitigen (oder zukünftig viell. noch niedrigeren) Grenzwert herunterprügeln, wird man zwangsläufig entweder deutliche Effizienzeinbußen oder ebenso deutliche Kostensteigerungen in Kauf nehmen müssen. Da nicht davon auszugehen ist, dass sich der grüne Wahn auf praktikable NOx- oder CO2 Werte einlassen wird, ist der Diesel mittel- und langfristig tot. Kein vernünftiger Manager wird unter diesen Voraussetzungen noch groß in die Technologie investieren. Insofern sieht man das Gerede von Diesel-Einfahrverboten in Städten in den Vorstandsetagen rel. gelassen. Man hat den Motor gedanklich bereits begraben, auch wenn er noch einige Jahre produziert werden wird. Dass damit die Emissionen nur von den Städten auf die Kraftwerksregionen verlagert werden und diese dann unter zusätzlichen Schwermetallemissionen (bei Kohle und Biomasse Kraftwerken) leiden werden, dürfte den Regulierern ziemlich egal sein.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/...el-stickoxid-aus-a-1144666.html

"Die gesamte deutsche Diesel-Flotte aus neueren und älteren Autos ist dem UBA zufolge viel schmutziger als angenommen. Bisher sei man davon ausgegangen, dass 2016 im Schnitt 575 Milligramm Stickoxide - auch NOx genannt - aus dem Auspuff kamen. Laut UBA waren es in Wirklichkeit durchschnittlich 767 Milligramm.

Gemessen wurden demnach unter anderem die Abgaswerte von 25 Diesel-Pkw der Euro-6-Norm und von 27 Euro-5-Modellen, und zwar unterschiedliche Fahrzeuggrößen vom Kleinwagen bis zum SUV-Geländewagen. "Die neuen Werte bilden die Diesel-Pkw-Emissionen in Deutschland repräsentativ ab", heißt es beim Umweltbundesamt.

Am schmutzigsten seien bei Einberechnung der Temperaturen Euro-5-Diesel mit einem NOx-Ausstoß von durchschnittlich 906 Milligramm pro Kilometer - das Fünffache des EU-Grenzwerts von 180 Milligramm. Euro-4-Diesel, für die ein Grenzwert von 250 Milligramm gilt, stoßen demnach im Schnitt 674 Milligramm Stickoxide aus."
 

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