Bastei Lübbe (WKN: A1X3YY)

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neuester Beitrag: 20.02.20 14:23
eröffnet am: 08.10.13 09:23 von: BackhandSm. Anzahl Beiträge: 1538
neuester Beitrag: 20.02.20 14:23 von: HutaMG Leser gesamt: 300565
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08.10.13 09:23
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Clubmitglied, 27399 Postings, 5467 Tage BackhandSmashBastei Lübbe (WKN: A1X3YY)

Welcomes,

Bastei Lübbe AG: Erfolgreiche Platzierung der Anteile -Handelsaufnahme im Prime Standard beginnt am 8. Oktober 2013

03.10.2013: Die Bastei Lübbe AG, eines der führenden Verlagshäuser mit Autoren wie Dan Brown und Ken Follett, hat im Rahmen ihres Börsengangs eine erfolgreiche Platzierung ihrer Aktien in einem schwierigen Marktumfeld mit einem Bezugspreis von EUR 7,50 durchgeführt. Im Rahmen des Börsengangs wurden 4.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je EUR 1,00 platziert. Davon stammen 3.300.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung der Bastei Lübbe AG, die das Grundkapital von EUR 10.000.000 auf bis zu EUR 13.300.000 erhöhen sollen. Das erzielte Bruttoplatzierungsvolumen des Angebots liegt damit bei EUR 30  
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11.02.20 18:38

3 Postings, 45 Tage Tec44Jetzt dringend Sanierung abschließen

Die Neupositionierung von Daedalic, im Börsenblatt vom 07.02.20120 nochmals angekündigt, wird nun nachdem der Verkauf - schon lange Zeit beschlossen - nicht geklappt hat, sehr dringend. Nachdem C. Halff als CEO seinen Ausstieg bekannt gegeben hat, ist seine letzte Aufgabe , sich auch tatsächlich von Dedalic zu trennen, in welcher Form auch immer. Wenn von einem "nicht zukunftsfähigen" Geschäftsmodell gesprochen wird, dann sagt das alles und nun ist daher auch wirklich Handlung angesagt. Halff hat die Sanierung von Bastei Lübbe übernommen und nun müssen vom ihm auch die letzten Schritte unternommen werden. Daß es hierbei schwierige Details gibt, kann ich mir vorstellen. Trotzdem ist dieser gordische Knoten zu lösen, das gehört zur Sanierung von Bastei Lübbe. Wir Aktionäre müssen ja nun leider auch die erneute "Abschreibungsorgie" erleben und hinnehmen. Als gebeutelter Aktionär (mit mühsam angesparter Minibeteiligung als Verlagsbuchhändler i.R.) erwarte ich diesen ausstehenden schmerzhaften Schritt von C. Halff. Der Kurs der Aktie kann durch diese Aktion kaum noch wesentlich weiter fallen; er wird aber mMn auch nicht wieder steigen, wenn Dedalic weitere Kosten verursacht und damit die Mittel für Buchprojekte und Personal verhindert und den Einkauf von guten "verkaufsintensiven" Autoren und Lizenzen in Frage stellt und damit den Kernbereich des Verlages schädigt. Die jetzt kommenden Zahlen werden in dieser Hinsicht sehr relevant sein.
Zu bedenken gebe ich und manches spricht dafür: Vielleicht gibt es auch schon Übernehmeangebote an die Hauptaktionäre. Davon erfahren wir Minderheitsaktionäre natürlich vorerst nichts. Es wäre bedauerlich, wenn Bastei-Lübbe von einem der Verlagskonzerne übernommen werden würde.
 

11.02.20 19:41

243 Postings, 1228 Tage MäxlJa

vorab- einer Meinung-- HutaMG--
Auch ich halte Hr. Zimmermann für absolut integer.
Keine Frage.
Zum Thema Übernahme:
Dieses Thema hatte ich bereits indirekt angesprochen.
An manchen Tagen übersteigt der Aktienumsatz das Orderbuch vom Xetra bei weitem.
Da werden Aktienumsätze von +- 60000 Aktien getätigt, wobei der Kurs konstant bleibt.
Mir auch schon die Frage gestellt, ob nicht ein dritter Interesse hätte, BL zu übernehmen oder aber Einfluss auszuüben über eine Mehrheitsbeteiligung.
Undenkbar wäre es nicht.
Ansonsten gilt: Ich habe mittlerweile festgestellt, es ist heute Dienstag.
Wie doch die Zeit vergeht.





 

11.02.20 21:47

574 Postings, 2556 Tage HutaMGTec44

Ich kann mich den Ausführungen nur anschließen. Das Schlimmste was jetzt passieren könnte, wäre mMn , wenn Daedalic es irgendwie schafft, wie bisher weiterzuwurschteln. Dann wird man alles auf dieses Herr der Ringe Spiel setzen und in zwei Jahren müssen dann alle Aktionäre der Bastei Lübbe AG wieder zittern, ob das Spiel ökonomisch erfolgreich ist oder ob da wieder mal ein Flop für viel Geld produziert wurde, der eine weitere Abschreibungsorgie produziert und mögliche verbesserte Gewinne aus dem Kernbereich aufzehrt.

Daher wäre es auch mMn nötig, Daedalic entweder so umzustrukturieren, dass der Einfluss auf das Ergebnis des Kernbereichs verschwindend gering ist (drastische Reduzierung der Geschäftstätigkeit, keine großen und teuren Projekte mehr) oder man verkauft seine Anteile (oder mindestens den größten Teil davon) ohne weitere Verluste an wen auch immer oder, wenn's gar nicht mehr anders geht, muss Daedalic eben eingestellt werden (auch wenn das nicht spaßig wäre wegen zusätzlicher Abschreibungen und weil mir die Daedalicmitarbeiter dann leid täten)!

Jedenfalls wäre es von Vorteil, wenn noch im laufenden Geschäftsjahr eine Grundsatzentscheidung fallen würde, damit nicht auch noch Folgejahre belastet werden.

Was eine Übernahme angeht, würde ich meine Aktien natürlich nicht ausgerechnet in dem Augenblick loswerden wollen, in dem das Unternehmen sich ENDLICH in die mMn richtige Richtung bewegt 😉  

13.02.20 08:41

574 Postings, 2556 Tage HutaMGZahlen bitte

Guten Morgen!

Die heute Morgen veröffentlichten Q3 Zahlen der Bastei Lübbe AG zeigen mMn erneut auf, dass man in der Konsolidierung des Kerngeschäfts Buch und Roman schon sehr weit fortgeschritten ist. Auf der anderen Seite macht das die negativen Entwicklungen bei der Tochter Daedalic umso ärgerlicher.

Im Kernbereich hat Bastei Lübbe trotz gesunkener Umsätze (damit war ja gerechnet worden, weil man zuletzt wegen der prekären Finanzlage ja nur unterdurchschnittlich in Autoren und Manuskripte investieren konnte).

Im Bereich Buch sank der Umsatz von 59,1 auf 56,2 Mio Euro, gleichzeitig stieg das Ebit aber von 1,8 auf 2,3 Mio Euro.
Und im Bereich Roman betrug der (wegen der Veräußerung der Rätselheftsparte nicht vergleichbare) Umsatz 6 Millionen Euro und das um Verkaufseffekte korrigierte Ebit 1 Mio Euro (nach 0,8 Mio Euro im Vorjahr)!

Fasst man den Kernbereich zusammen, hat man trotz (wie gesagt: erwarteten) Umsatzrückgang eine Ebitsteigerung von 2,6 Mio Euro auf 3,3 Mio Euro erreicht - das entspricht einem Plus von gut 25%.

Die Ebitmarge für den Kernbereich beträgt dabei 5,3 %. Damit ist man auf einem sehr guten Weg bei steigenden Umsätzen (dadurch dass sich die finanzielle Lage deutlich verbessert hat, kann Bastei Lübbe auch wieder mehr in Autoren, Manuskripte und externes Wachstum investieren, was dann in der Folge eben auch zu Umsatzwachstum führen sollte), die angepeilte Ebitmarge von "zwischen 6 und 8 %" erreichen zu können.

WIe gesagt, angesichts der mMn sehr erfreulichen Entwicklung im Kernbereich ist die Tatsache, dass diese positiven Ergebnisse von der schlechten Entwicklung bei Daedalic verdeckt werden mehr als bedauerlich. Umso richtiger, wenn auch schmerzhaft, ist es aber nun, Nägel mit Köpfen zu machen und das Problem Daedalic ein für allemal zu lösen.

Wie auch immer man das anstellt, das Ziel muss sein, dass der Einfluss der Beteiligung auf die gut laufenden Geschäfte des Kernbereichs minimiert wird (Verkleinerung der Daedalic, keine riskanten und teuren Entwicklungen mehr) oder (mMn besser noch) ganz verschwindet ((Teil)Veräußerung der Anteile oder Einstellung)!

Diese letzte Hürde muss man nun auch noch nehmen, um in Zukunft als seriöses Verlagsunternehmen an der Börse wahrgenommen werden zu können, was dann auch der Aktie gut tun würde.

Die Tatsache, dass die Nettoverschuldung erneut ganz erheblich abgebaut werden konnte und am Ende des Geschäftsjahres nur noch bei 10 Mio Euro liegen soll, wird in Verbindung mit dem gut laufenden Kerngeschäft (und dem deutlich erkennbaren Willen, bei Daedalic den nötigen Schnitt zu setzen)  sicher auch dafür sorgen, dass die aufgrund der Buchverluste wegen der Abschreibungen erneut notwendigen Verhandlungen mit den Banken wegen der ergebnisseitig gebrochenen Covenants eher weniger Probleme bereiten sollten (da war Bastei Lübbe vor ein paar Jahren noch in viel tieferen Wasser)!Ich

Erfreulicherweise hat Bastei Lübbe ja durch die Erhöhung der Beteiligung an dem sehr erfolgreichen Verlag "Community Editions" auch ein weiteres kleines Zeichen in Richtung Ausbau des Kerngeschäfts gesetzt.

Alles in allem bleibt es dabei, dass Bastei Lübbe auf dem richtigen Weg ist und da auch schon ein gutes Stück vorwärts gekommen ist, jetzt aber dann tatsächlich den letzten Ballast aus den "wilden Jahren" loswerden muss!  

13.02.20 14:50

4391 Postings, 2967 Tage FD2012Zeit genug ..

MÄXL:  .... wenn die momentane Spekulation zu Ende geht, weil sich dann die Kurse normalisieren werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt geforderte 2,25 - 2,35 Euro zu zahlen, ist in der Tat gewagt.  Interessant, Bastei Lübbe
hat hier noch nichts ins Netz gestellt, wohl auf der WEBSEITE, wenn ich HUTAMG richtig verstanden habe.

Die Kommentierung habe ich - als Einzelmeinung -  gelesen; danke insoweit HUTAMG für die Einstellung hier!    

13.02.20 16:56

574 Postings, 2556 Tage HutaMGSpiele

Es sieht ja bei aller Vorsicht so aus als ob der Markt die heute gemeldeten Zahlen positiv aufnimmt. Als Aktionär freut mich das natürlich, ich finde es aber auch nachvollziehbar.

Zunächst einmal ist festzustellen, dass die Bastei Lübbe AG selber im Quartalsbericht in der Zahlenübersicht "Auf einen Blick" das Kerngeschäft (Bereiche "Buch" und "Roman") vom "Rest" trennt. Dadurch wird mMn noch einmal sehr deutlich gemacht, dass man den Bereich "Games", vulgo Daedalic" nicht mehr zum Kerngeschäft rechnet.

Auch der mehrfache Hinweis darauf, dass man sich vorbehält, dass die Prognose für das Konzern-Ebit "unter Berücksichtigung der Prüfung von Optionen der Restrukturierung und Neuausrichtung des Geschäftsmodells im Bereich "Games" weiterhin fortlaufend überprüft und erneut angepasst" werden soll, lässt für mich nur den Schluss zu, dass man in Köln "wild entschlossen" ist, das Thema Daedalic nunmehr endgültig abzuräumen. Und auch wenn das offenbar noch einmal weiteren Abschreibungsbedarf bedeuten könnte, wäre das mMn eine gute Nachricht.

Wie wichtig eine entsprechende Bereinigung wäre, lässt sich auch aus den auf der Homepage verlinkten Researchberichten von Warburg und DZ Bank ablesen. Beide Researcher haben übereinstimmend festgestellt, dass die Auswirkung auf das Nettoergebnis vergleichsweise gering ist ( zwischen gut 10 und knapp 20%), durch die Unsicherheit über die endgültige Lösung für Daedalic aber "der Markt" verunsichert wird.
Als Konsequenz senken beide Researcher ihre Zielkurse (Warburg von 4,30 Euro auf 3,10 Euro und bei der DZ Bank von 3,60 Euro auf 2,20 Euro). Und wie sehr die DZ Bank z.B. die Unsicherheit als "kurszielsenkend" ansieht, kann man ermessen, wenn man sich die (nunmehr korrigierten) EpS Schätzungen des Analysten anschaut. Dieser geht für das kommende Jahr von einem EpS von guten 27 Cent aus und für das Jahr darauf sogar von 32 Cent - da ist der Zielkurs von 2,20 Euro tatsächlich eher extrem vorsichtig (das KGV würde da bei 8,1 bzw. bei 6,9 liegen).

https://www.luebbe.com/web/downloads/module/...ei_Luebbe_07022020.pdf
https://www.luebbe.com/web/downloads/module/...omment_20200207_de.pdf

Wenn man sich die Q3 Zahlen genauer anschaut und die letzten Quartale auch mal auf Segmentebene betrachtet, stellt man fest, dass die Kerngeschäftsfelder von Bastei Lübbe durchaus attraktiv sind. Herr Zimmermann hat bei einem Aktienforum der DSW in Köln im letzten Jahr die "Skalierbarkeit" des Geschäftsmodells als ein wichtiges Asset herausgestellt.

Der Romanbereich ist dabei sehr stabil - seit Jahren liefert dieser Bereich etwa 10 Mio Euro Umsatz und etwa 1 Mio Euro Jahresüberschuss. Durch die Abgabe der Sparte Rätselhefte hat man zwar Umsatz in diesem Bereich verloren - aber planmäßig keinen Jahresüberschuss. Für das laufende Jahr (und vermutlich auch für die kommenden Jahre) geht man bei Bastei Lübbe von nunmehr 7 Mio Euro aus und einem recht stabilen Ebit von 0,8 Mio Euro gerechnet (was immerhin einer schönen Marge von 11% entsprechen würde)

Der Buchbereich weist Stand 31.12.2019 einen Umsatz von gut 56 Mio Euro und ein Ebit von 2,3 Mio Euro aus. Wie schon erwähnt ist dabei zu erwähnen, dass man in diesem Jahr mit einem vergleichsweise geringeren Umsatz gerechnet hat, weil man in den Vorjahren aufgrund der prekären Finanzlage die Investitionen in Autoren und Manuskripte bewusst verringert hat bzw. verringern musste. Die Finanzlage hat sich aber in den letzten beiden Jahren dramatisch verbessert - am Ende des Jahres soll die Nettoverschuldung bei nur noch 10 Mio Euro liegen - am Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 lag diese noch bei 41,4 Mio Euro - die Netoschulden werden sich in 2020 also um 75% reduziert haben.

Und wenn man mehr Geld in internes (Autoren und Manuskripte) plus externes (Übernahme von Imprints, Erhöhung von Beteiligungen an Verlagen wie Community Editions) Wachstum lenken kann, weil sich die Finanzsituation deutlich verbessert hat (und auch die jetzt leider vorzunehmenden Korrekturen in Sachen Daedalic sind ja nicht cashwirksam), kann man über höhere Umsätze in diesem Bereich auch höhere Jahresüberschüsse erzielen, weil ja die die Kosten (z.B. Personalkosten) nicht in gleichem Umfang mitwachsen.

Diesen Effekt kann man auch in der Segmentberichterstattung je Quartal ablesen. In den Weihnachstquartalen 2018 und 2019 hat man bei gut 21 Mio Euro Umsatz jeweils ein Ebit von 1,5 Mio Euro etwa erreicht - das bedeutet, wenn man den Buchumsatz entsprechend steigern kann, ist eine Ebitmarge von gut 7% durchaus erreichbar - im Bereich Buch!

Insofern würde ich persönlich (kein Analyst sondern Aktionär) bei einer Bastei Lübbe OHNE DAEDALIC durchaus Chancen sehen, einen Umsatz von zwischen 80 und 85 Mio Euro im kommenden Jahr für erreichbar halten (8 Mio Euro Roman und 75 Mio Euro im Bereich Buch).

Daraus halte ich persönlich durchaus ein Ebit von zwischen 5 und 6 Mio Euro für möglich (wie gesagt im Bereich "Buch" durch höhere Umsätze eine Marge von 6,5 % und im Romanbereich stabile Margen und Umsätze).

Rechnet man angesichts der geringer werdenden Nettoverschuldung mit 1 Mio Euro Zinsaufwand und einem Steuersatz von 30% ergibt sich dann ein rechnerisches EpS (bei 13,2 Mio Aktien) von 24 Cent.

Das ist natürlich ein Rechenspielchen - aber mMn (hoffentlich nicht ganz) substanzlos ;).

In diesem Sinne wünsche ich einen charmanten Abend.

 

14.02.20 06:45

16 Postings, 1417 Tage francescoDCDaedalic verlegt ?Partisans 1941"

Daedelic scheint durchaus gewisse Geschäftsaktivität zu entfalten. Ich würde das Bastei-Asset nicht abschreiben. Eine russische Webseite berichtet gerade, dass Daedelic noch 2020 das Computerspiel  ?Partisans 1941" herausgeben wird. Die Fangemeinde für solche Spielchen ist in Putinland offenbar groß und begeistert...

Hier die Originalmeldung

 

14.02.20 09:58
1

574 Postings, 2556 Tage HutaMGKann sein

Guten Morgen!

Ich kenne mich im Spielegenre überhaupt nicht aus und kann daher auch nicht beurteilen, wie sich Daedalic da im Vergleich zu anderen Spieleentwicklern so schlägt.

Wenn man sich die Zahlen anschaut, dann scheint Daedalic ja auch eine Zeit lang durchaus gradeausgelaufen zu sein. Rechnet man aus dem Segmentergebnis Games die außerordentlichen Wertberichtigungen auf Firmenwert und aktivierte Spielekosten heraus, stellt man fest, dass Daedalic bis dato tatsächlich ein positives Ebit i.H.v. 1,2 Mio Euro erwirtschaftet hatte - was bei einem Umsatz von 8,7 Mio Euro auch eine sehr gute Marge bedeutet.

ABER: Das Risiko, dass ein einziges floppendes Spiel (und das war diesmal wohl "A year of rain") die Erfolge eines ganzen Jahres mehr als zunichte macht ist einfach zu groß mMn.

Ein Entwickler wie Daedalic ist einfach zu klein und die Anzahl der entwickelten Spiele zu gering, um so einen Flop aufzufangen.

Und da Bastei Lübbe weder die Expertise noch die Finanzmittel hat, um Daedalic auf ein deutlich höheres Level (gemessen an Umsatz und Spielezahl) zu hieven, sollte man sich von der Beteiligung trennen. Das hat man ja auch intensivst versucht - leider ohne Erfolg. Und in einer publizierungspflichtigen AG ist der Einfluss dieses Randgeschäfts auf Kurs der Aktien und Laune der Aktionäre zu groß, um das Risiko einfach weiterlaufen zu lassen!

Zusammengefasst: Ich würde mir natürlich sehr wünschen, dass sich für Daedalic ein Investor findet, der die 51 % Beteiligung (oder wesentliche Teile davon) kauft. Aber falls das (wieder) nicht klappt, muss man eben eine andere Lösung finden.
Und die Tatsache, dass Bastei Lübbe im Q3 Bericht bei den "Zahlen auf einen Blick" zwischen dem Kernbereich Buch und Roman und dem Rest unterscheidet, erscheint mir ein Indiz dafür zu sein, dass man das in Köln auch so sieht!  

14.02.20 10:19
2

3 Postings, 45 Tage Tec44Zitat

aus dem Geschäftsbericht 2018/2019, Brief an die Aktionäre:
"...für die Entwicklung von Spielen haben wir im Geschäftsjahr nach Optionen eines Verkaufs, einer Beteiligung oder eines Joint Ventures gesucht. Wir haben den Prozess vorerst unterbrochen, um uns auf die Realisierung eines globalen Blockbusters zu konzentrieren: Lord of the Rings. Die Ankündigung dieser Lizenz hat ein weltweites Medienecho ausgelöst und bedarf nun der Konzentration aller Kräfte."

Die Umstrukturierung von Deadalic wird jetzt nach Vorliegen der aktuellen Zahlen wiederum angesprochen, nachdem diese auch schon 2017 in der Hauptversammlung von C. Halff als "in die Pflicht zu nehmen" dargestellt wurde.
Es gibt zu denken, wenn Carsten Fichtelmann, der CEO von Daedalic für das in 2021 herauszugebende Spiel "The Lord of the Rings: Gollum" ein Entwicklungsbuget von über 5 Millionen Dollar beziffert. Diese hier geschilderte Situation, wenn sie stimmt, ist aus meiner Sicht unfasslich. Der Lizenzgeber mit Sitz in USA vermarktet bestmöglich die Rechte an den Tolkien Bestsellern. In welche Abhängigkeit haben sich Daedalic-Entertainment und damit auch Bastei-Lübbe begeben? Geht man davon aus, dass hier "unendliche" Finanzmittel vorhanden sind? Der "Geld-Nachschub" ist begrenzt oder wird an eine Kapitalerhöhung gedacht? Der Verlag muss nun dringend seine Gewinne in sein Kerngeschäft investieren, sonst ist auch hier die Zukunft gefährdet. Die Mitbewerber schlafen nicht.
Daedalic - das Fass ohne Boden - kann mMn nicht weiter finanziert werden. Verkauf oder Insolvenz ist jetzt endgültig angesagt, so bitter dies auch für die dort Tätigen ist. C. Halff hat nun seine Sanierungsaufgabe, seit 2017 auch so formuliert, auch rasch abzuschließen.
Man bedenke: Ab 2021 ist dann der gesamte Vorstand von Bastei-Lübbe ausgetauscht. Stehen hier die Zeichen auf "Übernahme"? Ich perönlich sehe das kritisch: Warum ist die Wertberichtigung von Daedalic in das Jahr 2020 verschoben worden? Welche Überraschungen folgen noch... . Dass der Restvorstand sich verabschiedet hat und der CEO nicht verlängert, ist aus meiner ganz persönlichen Sicht kein Zufall.  

14.02.20 11:04

574 Postings, 2556 Tage HutaMGZeitpunkt

Ich stimme wieder im Wesentlichen mit dem Beitrag überein!

Was den Zeitpunkt der Abschreibungen angeht, gehe ich davon aus, dass man erst jetzt von Daedalic signalisiert bekommen hat, dass das in Rede stehende Spiel A year of rain so gut wie unverkäuflich ist und die Entwicklungskosten deshalb nicht mehr durch Verkaufserlöse "reingeholt" werden können. Folgerichtig muss man diese nun wertberichtigen.

Und dann hat man "in einem Aufwasch" auch gleich die Beanstandung der DPR von vor einigen Wochen (Werthaltigkeit des Firmenwerts der Daedalic wurde nicht hinreichend nachgewiesen) mit erledigt und den Firmenwert aus der Bilanz eliminiert (was natürlich theoretisch (!!) bei einem (Teil) Verkauf der Beteiligung auch zu Buchgewinnen führen könnte (mMn aber eher unrealistisch)!

Da das Geschäftsjahr bei BL ja erst am 31.03.2020 endet, ist es mMn auch unerheblich, dass man die Wertberichtigungen erst jetzt mit Wirkung zum 31.12.19 vornimmt - bleibt ja in jedem Fall im laufenden Geschäftsjahr😉  

14.02.20 18:21

243 Postings, 1228 Tage MäxlJa

Vorab: ich zitiere aus dem 3. Quartalsbericht vom 13.02.20
--    Games  --     Daedalic
Die vorgenannte reduzierte Prognose für das Konzern-EBIT wird vom Vorstand insbesondere auch unter Berücksichtigung der Prüfung von Optionen und Neuausrichtung des Geschäftsmodells im Segment  - Games - weiterhin fortlaufend überprüft und falls erforderlich erneut angepasst und veröffentlicht.
Daraus folgt:
Nichteinhaltung vereinbarter Finanzkennzahlen.
Als Maßnahme befindet sich der Vorstand bereits im Dialog mit der Bank über die Anpassung der Kennzahlen.
NICHT MEHR und NICHT WENIGER!!!
Für mich heißt das im Klartext:
BL weiß nicht , was es tatsächlich will, abgesehen von der Bank aber nicht mit Daedalic.
Fährt auf Sicht und kann o.g. Text an- und abschließend bei Bedarf und Bedürfnis so interpretieren, wie es die jeweilige Situation erfordert.
Man dokumentiert den guten Willen am Ball zu bleiben.
Man könnte verkaufen, steht aber nirgends geschrieben, man wird.
Wer will, kann hier im Forum unter  -- könnte- müsste-- sehr viel schreiben--seitenlang und sehr guter Begründung.
Was realtime bei BL geschieht , ist offen.
Kein Wort davon im Geschäftsbericht.
Geschweige denn Zahlen zur Daedalic.
in diesem Sinne  

14.02.20 20:56

574 Postings, 2556 Tage HutaMGDaedalic

Also "Zahlen zu Daedalic" finden sich im Quartalsbericht durchaus. Zusammengestellt zusätzlich noch einmal im Segmentbericht!

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass der Vorstand weiß, was er in Bezug auf Daedalic will : Man will die Beteiligung loswerden - deshalb zählt sie im Zahlenüberblick auf Seite 2 des Berichts nicht mehr zum Kerngeschäft.

Die Frage ist nur, WIE man das erreichen kann. Der Vorstand scheint ja bereit zu sein, in Bezug auf Daedalic auch ein "Ende mit Schrecken" zu akzeptieren, damit es eben keinen "Schrecken ohne Ende" gibt. Deshalb mMn der Hinweis darauf, dass es über die nunmehr gemeldeten Korrekturen hinaus möglicherweise noch weitere Ergebnisveränderungen geben könnte...

Ein schönes Wochenende allerseits!  

15.02.20 05:56

243 Postings, 1228 Tage MäxlJa

genau- das ist die Frage? - verkaufen.
In Anbetracht dessen, das Geld ein knappes Gut ist bei BL.
Verkaufen um jeden Preis?
Was kostet mich der Rücktritt vom Vertrag?
Oder aber, wie viel Geld wurde bereits investiert?
In welcher Phase der Entstehung befindet sich Herr der Ringe?
Es gibt mit Sicherheit mehr Fragen als nur diese , je intensiver man sich mit der Materie beschäftigt.
Die eigentliche Frage für mich ist:
Kann es sich BL beim gegenwärtigen Stand der Dinge es sich erlauben zu verkaufen, koste es , was es wolle.
Oder aber , ist BL besser beraten, das Projekt - Herr  der Ringe - marktgerecht fertig zu stellen.
Bei Erfolg steigt der Verkaufspreis von Daedalic.
Es ist wie es ist:
Hinterher wissen es alle besser, nachdem das Endergebnis feststeht.
Um es nochmal zu betonen, es ist nicht die Frage , sich von Daedalic zu trennen , um sich endgültig auf das Kerngeschäft - Buch- zu konzentrieren.
Die Frage ist- Wann? Wie?
In diesem Sinne




 

15.02.20 10:27

574 Postings, 2556 Tage HutaMGGuten Morgen!

Die Frage dürfte mMn sein, ob man überhaupt noch wählen KANN! Daedalic ist ja offenbar das Geld ausgegangen, da man von dem für die Entwicklung des Spiels "A year of rain" ausgegebenen Mitteln mangels Verkauf wohl nix mehr rein bekommt.
Um das Herr der Ringe Spiel zu entwickeln, braucht man aber Liquidität. Die Kreditmittel sind nach der Meldung nahezu ausgeschöpft (Daedalic hat ja einen gesonderten Kobsortialkredit) und Bastei Lübbe gibt (gottseidank) kein Geld an den Spieleentwickler.

Da kann es mMn nur weitergehen, wenn irgendwie frisches Geld ins Unternehmen Daedalic gelangt.

Klappt das nicht, wüsste ich nicht, wie Daedalic dann die Entwicklungskosten für das Herr der Ringe Spiel aufbringen soll.

Ist aber nur meine persönliche Einschätzung!  

15.02.20 11:44

243 Postings, 1228 Tage MäxlJa

wenn du Recht hast, dann können wir das Thema abhaken.
Dann werden wir wohl oder übel mit einer - wie es so schön heißt - nicht zahlungswirksame Wertminderung in Höhe von rd.13 Mill Euro leben müssen.
Falls nicht, möglicherweise lauern noch Absicherungsverträge oder ähnliches , dann eben warm anziehen.
Woher der Sinneswandel kommt?
Vor nicht all zu langer Zeit, gab es noch Kaufempfehlungen durch Money Focus bzw. Börse Online.
Beide deuteten an, nach Gesprächen mit BL , das noch Kurspotential in der Aktie steckt, da man die Geschäftsentwicklung als auch den Wert von Daedalic nicht berücksichtigt hat. ( Querverweis auf Herr der Ringe).
Nun denn.
Bei einem Verkauf der 51% Beteiligung , hoffe ich, das es nicht so problematisch wird., wie aktuell Metro/ Real bzw CoBa/ Polnische Tochterbank.
Mag aber eher Wunschdenken sein, als Realität.
Schönes WE, allerseits
 

15.02.20 12:44

574 Postings, 2556 Tage HutaMGDaedalic

Na ja, ein nicht unwesentlicher Teil von Daedalic wurde ja schon mit Wirkung zum 31.12. abgeschrieben. Der Firmenwert steht nun mit "Null" in der Bilanz. Und die aktivierten Spielekosten dürften durch die gemeldete und ebenfalls mit Wirkung 31.12. vollzogenen Wertberichtigungen auch nicht mehr so hoch in der Bilanz stehen.

Sollte man Daedalic im Rahmen der Umstrukturierung deutlich verkleinern, muss ja auch nicht automatisch alles auf 0 abgeschrieben werden. Immerhin hat Daedalic ja aus dem laufenden Geschäft ein positives Ebit erzielt.

Das Problem ist halt "nur", dass ein Spieleentwickler nur ein paar Spiele pro Jahr herausbringt und immer erst einmal in Vorleistung gehen muss. Erst wenn die Arbeit getan ist, kommt das Geld wieder rein, mit dem man dann die Entwicklungskosten für das nächste Spiel bezahlt - oder auch nicht.

Wir werden es sehen...  

17.02.20 10:15

574 Postings, 2556 Tage HutaMGBücher

Guten Morgen!

Gottseidank besteht die Bastei Lübbe AG ja nicht nur aus Daedalic. Zum Thema "Bücher" gibt es eine sehr erfreuliche Meldung:

https://www.boersenblatt.net/...s_dem____greg____-kosmos.1809254.html

Jeff Kinney gehört zu den zuverlässigsten Bestsellerlieferanten - und liefert Jahr für Jahr einen Band der Reihe "Gregs Tagebuch", das dann monatelang auf den vorderen Plätzen der Jugendbuchbestsellerliste steht.

Nun scheint er auch seine ähnlich erfolgreiche Ausgliederung "Rupert" regelmäßig veröffentlichen zu wollen - und zwar bei Bastei Lübbe. Das ist für den Verlag ein großer Erfolg!

Eine gute Woche wünsche ich!  

17.02.20 11:45

4391 Postings, 2967 Tage FD2012ES schreibt bestens bei BL

Verkauf ... "bestens", bei einem Kurs von  2,10 Euro (12.02. vor der Steigerung ins Leere).

Der "Effecten-Spiegel" Nr. 7 vom 13.02.2020, sodann:
"Allmählich ermüdet die Story des Medienkonzerns",
also nach der Bekanntgabe des Konzernabschluss 2019/20.

Käufe meinerseits daher später, da die Kurse m.E. derzeit nur ungenügend aussagefähig sind.

Nachinvestierung erst dann, wenn die eingangs erwähnten Steigerungen abgebaut sind!

Beste Grüße an alle,  FD2012.    

17.02.20 12:49

243 Postings, 1228 Tage MäxlJa

auch ohne den ES aus dem wunderschönen Düsseldorf, , der ja schon jahrein und aus , den Verkauf von BL empfiehlt, fallen mir keine wirklich gute Kaufargumente ein.
Mit Ausnahme von:
Spekulation auf Übernahme durch Dritte!!!!
Den Verdacht darauf!!  hege ich schon seit Nov. 2019.
Ob der Vorhang wohl aufgeht?
 

17.02.20 15:18

9 Postings, 3 Tage beivuldendli2007Löschung


Moderation
Moderator: jbo
Zeitpunkt: 17.02.20 15:57
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für für immer, Beitrag wird nicht mehr angezeigt.
Kommentar: mehrfach gesperrte Nachfolge-ID

 

 

17.02.20 17:07

574 Postings, 2556 Tage HutaMGBuchmarkt ganz allgemein

Guten Tag!

Ein kleiner Hinweis darauf, wie positiv der CEO von Bertelsmann, zu denen ja auch Random House gehört,  Herr Thomas Rabe den Buchmarkt insgesamt bewertet und welche Renditen dort erzielt werden, wenn man es richtig macht!

https://www.buchreport.de/news/das-buch-ist-lebendiger-denn-je/

Offenbar ist die Reingewinnrendite bei Random House deutlich über 10% , wenn man sieht, dass Bertelsmann für die bis dato noch fehlenden 25% des internationalen Großverlags 675 Mio Dollar gezahlt hat und dadurch 80 Mio Dollar mehr Gewinn erzielt.

Nun ist BASTEI Lübbe deutlich kleiner, deutlich weniger international aufgestellt und hat zudem erhebliche Probleme mit den Beteiligungen, die nix mit Büchern zu tun haben. Aber von knapp 12% Gewinnmarge redet hier ja auch niemand!

Insofern lässt mich das Geheule des ES relativ kalt. Man sollte schon erkennen, dass die Probleme der AG in den letzten Jahren eben genau NICHT aus dem Kernbereich kamen (in den Bereichen Buch und Roman gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Gewinn) sondern aus den nunmehr bis auf eine verbliebene Beteiligung abgewickelten Beteiligungen (Oolipo und Buchpartner) und die letzte verbliebene Beteiligung außerhalb des Kerngeschäfts (Daedalic) gehört erkennbar und ausgewiesen nicht mehr zum Kerngeschäft des Konzerns, sollte verkauft werden und nun, nachdem das leider nicht gelungen ist, soll das Unternehmen so umstrukturiert werden, dass es den Kernbereich nicht mehr "stören" kann.

Und @Mäxl als Kaufargument würde ich die Aussicht auf ein reines Verlagsunternehmen nehmen. Dass man sich da auskennt, hat man jahrelang nachgewiesen. Klar ist es ärgerlich, dass ein ausgewiesener Fachmann wie Herr Kluge geht - aber es kommen ja in dem Bereich auch zwei ausgewiesene Fachleute, von denen Herr Decot ja jetzt schon den Buchbereich eine Ebene unter dem Vorstand verantwortet.
Genauso finde ich es sehr schade, dass Herr Zimmermann geht, den ich auch  von seiner Art her sehr schätze. Aber auch hier kommt mit Herrn Herbst jemand, der an entsprechender Stelle im Verlagsbereich ja schon Erfahrungen gesammelt hat.

Insofern sehe ich das nicht ganz so pessimistisch wie Du😉  

18.02.20 10:01

574 Postings, 2556 Tage HutaMGSolventis Studie

Guten Morgen !

Gestern hat auch die SOLVENTIS ihr Researchupdate nach den Q3 Zahlen und den Meldungen zu Daedalic veröffentlicht.

MMn ist der Analyst der Solventis am nächsten am Unternehmen dran - jedenfalls kommen mir seine Aussagen subjektiv so vor (ist aber nur meine persönliche Einstellung).

https://www.luebbe.com/web/downloads/module/..._Luebbe_9M_2019_20.pdf

Solventis sieht Bastei Lübbe weiterhin als Kauf - reduziert allerdings das Kursziel von 5,50 Euro auf nunmehr 4,60 Euro (dass ich persönlich bei dem Kursziel - zunächst - deutlich niedrigere Werte sehe, habe ich ja hier schon hinreichend klargemacht).

Intereressant sind die Aussagen zum Thema Daedalic auf Seite 2 der Studie. Solventis geht ebenfalls davon aus, dass man nun schnell zu einer Lösung kommen wird - dabei sieht man entweder einen Teilverkauf oder eine Neustrukturierung hin vom Entwickler zum Publisher als am wahrscheinlichste an. Ein reiner Spielepublisher wäre eine Art "Spieleverlag", der von anderen Firmen entwickelte Spiele an den Markt bringt. Dieses Geschäft wäre deutlich risikoloser als das eines Entwicklers, weil man eben nicht ewig lange Vorlaufkosten finanzieren muss, die dann möglicherweise nicht mehr eingespielt werden können. Sofern darüber hinaus noch größere eigene Entwicklungen getätigt werden sollen, müssten dazu dann externe Finanzierungspartner gefunden werden, die das finanzielle Risiko tragen.

Je nachdem was man endgültig beschließt, kann es sein, dass das Ergebnis von Bastei Lübbe noch einmal belastet wird - Solventis geht aber davon aus, dass selbst dann, wenn es bei Daedalic zu Entlassungen in einem größeren Rahmen kommen muss (weil man je nach Entscheidung weniger Entwickler braucht), die Belastung für Bastei Lübbe überschaubar bleiben würde.

Wie dem auch sein - es wäre sehr vorteilhaft, wenn man alle eventuell noch kommenden Belastungen in das noch laufende Kalenderjahr ziehen könnte - damit man im nächsten Jahr dann unbelastet durchstarten könnte.

Einen schönen Tag noch allerseits.  

19.02.20 03:34

3 Postings, 45 Tage Tec44Ausführliche Darstellungen im Forum

Ja, es ist hier im Forum die ganze missliche Situation von BL, gut begründet, beschrieben worden. Festhalten möchte ich noch, dass die Aktie seit Börsengang 2013 bis heute ca. 70% an Wert verloren hat. Sanierer C. Halff ist jetzt am Zug, seine Arbeit endgültig abzuschließen. Die Mehrheitsaktionäre und der Aufsichtsrat müssten nun Druck machen. Aber vielleicht wird schon eine Übergabe oder eine Kapitalerhöhung ins Auge gefasst.....! Schade um BL...  

19.02.20 05:10

10 Postings, 1 Tag Lolilana17Löschung


Moderation
Moderator: ARIVA.DE
Zeitpunkt: 19.02.20 09:20
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Verdacht auf Spam-Nutzer

 

 

20.02.20 14:23

574 Postings, 2556 Tage HutaMGDan Brown

In den nächsten Stunden gibt es Neuigkeiten von Dan Brown, der wohl ein neues Buchprojekt mit seinen Verlagen, zu denen auch Bastei Lübbe gehört, vorstellen möchte.

Klingt ja spannend (und wenn's gut läuft auch nach Mehr-Umsatz für Bastei Lübbe 😊)

https://m.facebook.com/DanBrown/  

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