Bastei Lübbe (WKN: A1X3YY)

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eröffnet am: 08.10.13 09:23 von: BackhandSm. Anzahl Beiträge: 1448
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08.10.13 09:23
7

Clubmitglied, 26615 Postings, 5284 Tage BackhandSmashBastei Lübbe (WKN: A1X3YY)

Welcomes,

Bastei Lübbe AG: Erfolgreiche Platzierung der Anteile -Handelsaufnahme im Prime Standard beginnt am 8. Oktober 2013

03.10.2013: Die Bastei Lübbe AG, eines der führenden Verlagshäuser mit Autoren wie Dan Brown und Ken Follett, hat im Rahmen ihres Börsengangs eine erfolgreiche Platzierung ihrer Aktien in einem schwierigen Marktumfeld mit einem Bezugspreis von EUR 7,50 durchgeführt. Im Rahmen des Börsengangs wurden 4.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je EUR 1,00 platziert. Davon stammen 3.300.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung der Bastei Lübbe AG, die das Grundkapital von EUR 10.000.000 auf bis zu EUR 13.300.000 erhöhen sollen. Das erzielte Bruttoplatzierungsvolumen des Angebots liegt damit bei EUR 30  
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1422 Postings ausgeblendet.

05.07.19 09:51

4259 Postings, 2784 Tage FD2012verstehe den Protest

MÄXL: Das mit dem "ES" muss man gelassen sehen. Habe aufgrund dessen nun heute für einen
kleineren Teil Verkaufsaufträge in Bastei Lübbe erteilt, nämlich solche Aktien, die unter 2,00 Euro
eingebracht werden konnten.

Mal schauen, ob noch Steigerungen möglich sind, denn es sind jetzt ausreichend Papiere
im Angebot - gemessen an den täglichen Durchschnittsumsätzen von 10.000 Stück.

Die Erwartungshaltung dürfte noch für heute und bis einschl. Mittwoch bestehen;
ob dann noch am Donnerstag, wir werden es bald wissen.


Meine LIMIT's gebe ich nach Verkauf bekannt/ auch Stückzahlen, also dann .....  FD2012    

05.07.19 12:38

225 Postings, 1045 Tage MäxlJa

FD2012:    Nur für dich:
ES   soll sich mal an seine eigene Nase fassen.
Kaufempfehlung Tom Tailor ( Mode ) : Kurs 10 Euro                 Kursziel: 17 Euro           Aktuell: 2.35 Euro
Kaufempfehlung; Tele Columbus  ( Kabelnetz ) Kurs 10 Euro     Kursziel: 15 Euro           Aktuell: 1.80 Euro
Einige Beispiele .
Nur bei BL wird zum Verkaufen geraten.
Sei es zuletzt bei 2 Euro oder jetzt bei 3 Euro.
Es erinnert mich an den Spruch: Was kümmert mich das Geschwätz von Gestern. ( Bei Politiker auch sehr beliebt).
Das kann und darf doch wohl nicht sein.
Man sollte auch mal wertneutral gute Leistung anerkennen.
Bei BL wird gute Arbeit geleistet.
Ich erwarte keine HOFBERICHTE, kritischer Journalismus ist gewünscht und wird erwartet.
Aber die lapidare Art und Weise stört mich, wie mit BL umgegangen wird.
Ohne Kommentar: Verkaufen und fertig.
Schon Routine.
Das einzige , was mich erfreut, ES Leser haben keine BL Aktien mehr im Depot.
Bei der Menge an Verkaufsempfehlungen.
Daher keine Auswirkungen mehr auf den Kurs.

In diesem Sinne

 

05.07.19 14:21

4259 Postings, 2784 Tage FD2012Ertrag wg. fehlender Dividende bei BL

MÄXL: Danke, für die ehrliche Aufarbeitung zu Empfehlungen, und was daraus schließlich wurde.

Für mich gilt, auch nach dem Verkauf von BL (... der ja noch ein bisserl' aussteht) habe ich
noch 30 k von Bastei Lübbe im Depot, die also dividendenlos im Depot verbleiben.

Der Abverkauf der anderen - beweglichen - Aktien bringt mir aber vorauss. einen Ertrag
von knapp 8.000,-- Euro (VK ./. EK und ./. Nebenkosten für das Geschäft).

Da sind wir wieder bei den  0,05 Euro, den man als Dividendenvorschlag gerne sehen würde,
also bereits für 2018/19; denn es werden ja auch Erträge seitens Bastei Lübbe ausgewiesen,
so wie man das in Journalen nachlesen kann (.. hast das ja selbst zurecht schon mal moniert).

Also, wenn dies so wäre, dann würde das auch börsenmäßig = schwupps auf  3,50-4,00 Euro
beim Kurs hinauslaufen.

Alleine die Ankündigung, dies gleich mit einer Dividende zu wagen, wäre dafür schon maßgebend.
Da sind wir also wieder mal bei den Lübbes und ihrem Finanzvorstand.
==================================================

Mein aktuelles Verkaufspaket ist dafür gedacht, dass Leute, die an Dividenden nicht interessiert
sind, die also dem Kurs mehr zutrauen, .... dann auch zugreifen.

Für mich leider keine Gewissheit, ob's dann mit dem Verkauf so funktioniert.


Beste Grüße -  und Glück beim weiteren Behalt unserer Bastei Lübbe :  FD2012



     

11.07.19 07:37

1281 Postings, 2613 Tage Scooby78So, dann schauen wir mal...

...was der Tag bringt.

Bilanz-PK bei BL und erstmals seit Jahren habe ich nicht mehr diese störende Gefühl in der Magengegend a la "Oje, was da wohl kommen mag". Ich hoffe auf einen überzeugenden Auftritt, überzeugende Ausführungen und einen guten Ausblick der Geschmack macht auf mehr. Das Sahnehäubchen wäre eine Mini-Dividende, ehrlich gesagt glaube ich nicht dran und wäre auch glücklicher wenn sie erstmal weiter an ihrem Fundament bauen "BL 2.0"

Wir werden sehen  

11.07.19 09:01

1281 Postings, 2613 Tage Scooby78So, da isser

Wer früh veröffentlicht hat meistens keine schlechten Nachrichten ;-)

https://www.luebbe.com/web/downloads/module/..._FINAL_geschuetzt_.pdf

Keine Dividende (s.S.15 unten). Ist auch ok für mich weil genauso begründet wie ich es für sinnvoll halte. So lange nicht alle Grundlagen gegeben sind für die weitere profitable Ausrichtung und man schlicht auch keinen Bilanzgewinn ausweist wäre es zu früh um eine Divi-Zahlung aufzunehmen.

Werde mal in Ruhe studieren  

11.07.19 10:49
2

526 Postings, 2373 Tage HutaMGZahlen und Prognose

Guten Tag !

Der Geschäftsbericht 2018/2019 ist nun da und kann auf der Homepage des Unternehmens heruntergeladen werden

https://www.luebbe.com/web/downloads/module/..._FINAL_geschuetzt_.pdf

Dass das abgelaufene Geschäftsjahr deutlich über den Planzahlen liegt, war ja schon bekannt.

Die Highlights noch einmal in Kurzform:

- Das Ebit liegt bei 2,7 Mio Euro - deutlich mehr als man für das Übergangsjahr erwartet hatte
- Die Eigenkapitalquote konnte von 31,8% auf nunmehr 42 % gesteigert werden
- Die Nettoverschuldung liegt nach fast 42 Mio Euro im Geschäftsjahr 2016/2017 und 30,1 Mio Euro im vorigen Geschäftsjahr nur noch bei 17,8 Mio Euro - das entspricht bei einem EBIDA von 7,6 Mio Euro im Vorjahr noch einem Multipel von 2,3 und bewegt sich damit im absolut üblichen Rahmen
(kleine Anmerkung meinerseits zu den letzten beiden Punkten: Angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen vor etwa 1,5 Jahren sehr nahe am Abgrund stand, eine viel zu hohe Nettoverschuldung und daraus resultierend einen extrem hohen und gefährlichen Verschuldungsgrad hatte, ist ein EK von 42% und ein Verschuldungsgrad von "nur noch" 2,3 als Leistung gar nicht hoch genug einzuschätzen - hier gebührt mMn insbesondere dem Finanzvorstand - aber auch allen Mitarbeitern ein großer Dank der Aktionäre für diese herausragende Leistung - innerhalb von sehr kurzer Zeit hat man es geschafft, ein Unternehmen in Schräglage zu sanieren und den Turnarround zu schaffen!!)
- Der Konsortialkreditvertrag, der bisher bis 2020 lief, wurde bis 2022 verlängert
- Der Cashflow aus laufender Unternehmenstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei sehr guten 14,4 Mio Euro - ein Hinweis auf die sehr große Refinanzierungskraft des Unternehmens, die hier ja auch von vielen Teilnehmern, die das Unternehmen auf dem sicheren Weg in die Insolvenz gesehen haben, einfach übersehen worden ist.

Alles in allem war das Geschäftsjahr 2018/2019 ein voller Erfolg. Dies ist wesentlich den strategischen Entscheidungen des (neuen) Vorstands zu verdanken. Man hat sich von diversen Randaktivitäten getrennt, die nur Verluste gemacht haben und sich auf das Buchgeschäft konzentriert - wie man sieht, war das die richtige Entscheidung, die das Unternehmen mMn gerettet hat.

Wie man aber sehen kann (es ist ja nicht alles Gold was glänzt und es wäre albern so zu tun, als ob das anders wäre), hat man bei Bastei Lübbe aber auch noch einiges an Arbeit vor sich. Das Unternehmen ist mMn nicht mehr im Bestand gefährdet aber man muss noch Arbeit leisten, um das Ergebnis zu verbessern. Die internen Strukturen wurden verschlankt und der neuen Konzernstruktur angepasst. Das war richtig und wichtig. Nun muss man aber eben noch daran arbeiten, die Buchsparte, die ja das Kerngeschäft des neuen/alten Unternehmens sein soll auch umsatzseitig wieder flott zu bekommen.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wird den ein oder anderen sicher etwas ernüchtern (nicht grade enttäuschen aber eben auch nicht zu Höhenflügen Anlass geben).

Schaut man genauer in die Prognose, liegt das vor allem am Buchbereich,  wo der Vorstand selber das kommende Programms als "weniger attraktiv" einschätzt und daher in diesem Bereich von sinkenden Umsätzen yoy ausgeht (laut Prognose soll der Umsatz im Bereich Buch von knapp 76 auf gut 67 Mio Euro sinken soll - das Ebit soll dabei zwischen 1,5 und 2,6 Mio Euro liegen. Das zeigt mMn einerseits die grundsätzliche Herausforderung im Buchbereich deutlich auf. Man kann nie wissen, wie erlches Buch im Markt abschneidet. Trifft ein Buch den sich ständig ändernden Geschmack des Marktes oder nicht. In der Vergangenheit (insbesondere in den Jahren vor dem Börsengang) hat Bastei Lübbe es sehr häufig verstanden, den Nerv der Zeit zu treffen. Seit dem Börsengang gelingt das mMn nicht mehr so ohne Weiteres (es sei denn die Großen der Branche geben sich die Ehre und BL kann ein neues Buch von Follett oder Brown auf den Markt bringen).

Daher muss man bei BL mMn sehr intensiv daran arbeiten, im Buchbereich wieder präsenter und besser zu werden - bei LYX ist dies ja schon eindrucksvoll gelungen - der restliche Belletristikbereich muss da aber noch einiges an Arbeit investieren. So wie sich das im GB anhört, sieht man das bei BL aber exakt genauso und will daran arbeiten, die Profitabilität zu verbessern und die Geschäfte auszuweiten. Das Ziel, einen Umsatz von um die 100 Mio Euro und dabei eine Ebitmarge von zwischen 6 und 8% zu erreichen bleibt bestehen.

ABER: Im laufenden Jahr wird der Umsatz eben nur bei (im Mittel der Prognose) 86 Mio Euro liegen und die Marge entsprechend (im Mittel) bei etwa 5%.

Das ist etwas weniger als ich persönlich erwartet hätte - das liegt dann aber daran, dass der Buchbereich mit der Ausnahme von LYX nicht so gut voran kommt, wie von mir erhofft (die Marge im Bereich Buch alleine soll im Mittel der Schätzungen nur bei 3% liegen).

Vollkommen neu zu bewerten ist mMn derzeit der Bereich "Games", sprich Daedalic. Im laufenden Jahr (der Vorstand der Daedalic hat ja vom voraussichtlich erfolgreichsten Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte gesprochen) wird man einen guten Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis abliefern (wenn alles einigermaßen normal läuft). Die erwartete Marge liegt bei (wieder im Mittel der Prognosen) gut 13% liegen und damit deutlich höher als die im Bereich Buch (der Vollständigkeit halber: Für den Bereich Roman, der nach dem Verkauf der Rätselheftsparte für einen Umsatz von etwa noch 7 Mio Euro steht, soll die Marge weiter zweistellig bleiben - bei gut 11%)

Daher hat der Vorstand auch beschlossen, den Verkaufsprozess für das Unternehmen Daedalic erst einmal auf Eis zu legen. Dies erscheint mir angesichts der im GB mehrfach geäußerten Absicht, sich auf das Geschäftsfeld Buch zu konzentrieren ein wenig inkonsistent und mit einem gewissen Risiko behaftet zu sein. Die Idee dahinter dürfte klar sein: Solange Daedalic Gewinne macht, kann man damit die derzeit noch hinterherhinkenden Margen im Bereich Buch kaschieren und wenn Daedalic dann auch noch das "Herr der Ringe" Spiel erfolgreich launchen kann, kann man für das Unternehmen wahrscheinlich einen besseren Preis erzielen und bis dahin ist dann auch der Buchbereich margentechnisch gesehen wieder deutlich besser geworden.
Das kann aber eben auch nach hinten losgehen. Einmal wird für die Auflegung des Herr der Ringe Spiels schon eine Menge Geld benötigt und zum zweiten hat man ja auch schon am Spiel zum Follett Bestseller Säulen der Erde gesehen, dass auch ein angeblicher Blockbuster floppen kann.

Mir wäre es daher nach wie vor lieber, wenn man Daedalic zeitnah veräußern würde und sich sofort und ausschließlich auf den Buchbereich konzentrieren würde (um dort an frühere Erfolge auch wieder anknüpfen zu können).

Zusammengefasst kann man mMn sagen, dass das Unternehmen sehr viel schneller wieder auf die Beine gekommen ist als man eigentlich hätte annehmen dürfen. Die Zahlen sind sehr erfreulich und mMn wird man im laufenden Jahr mit dem Schuldenabbau auch noch einmal weiter vorankommen können bzw. genügend Geld zur Verfügung haben, um strategische Zukäufe zu tätigen. Da der Buchmarkt kein Wachstumsmarkt ist, sollte es auch genügend Gelegenheiten geben, sein Geld in diesem Markt sinnvoll auszugeben.

Die Prognose ist dagegen wegen der größer als erwarteten Schwierigkeiten im Bereich Buch eher weniger gut ausgefallen als (von mir) erwartet. Man muss im laufenden Jahr noch einen (mMn bisher ungeplanten) Zwischenschritt einlegen, auf dem Weg zur Erreichung des Ziels 100 Mio Euro Umsatz bei 6-8 Mio Euro Ebit. Man kommt diesem Ziel näher - und mir persönlich ist es um einiges lieber, wenn man vorsichtig kalkuliert und die Kalkulation übertrifft als zu otpimistisch zu planen und die Ziele krachend zu verfehlen.

MMn besteht dann für das nächste Jahr eine gute Chance, die o.g. Ziele zu erreichen - Rentabilität und Geschäft im Buchbereich sollen ja ausdrücklich angegangen werden (und bisher hat der Vorstand seine Ziele ja auch erreicht) und zudem kommt mWn im kommenden GJ auch wieder ein neuer Follett, der Zusatzumsatz bringen dürfte.

Wenn man, wie ich, bei der Anlage längerfristig orientiert ist, stört es wenig, wenn ein Ziel ein Jahr später als gedacht erreicht wird. Für mich persönlich ist es wichtig, dass die Richtung, die das Unternehmen nimmt, stimmig ist und es ist, grade nach der traurigen Vorgeschichte bei Bastei Lübbe, ebenfalls wichtig, dass die handelnden Personen den Plänen und Prognosen dann auch Taten folgen lassen. Das hat der aktuelle Vorstand aber sehr eindrucksvoll gemacht.

Für das laufende Jahr dürfte sich das EpS (immer das Erreichen der Mitte der Prognose vorausgesetzt) bei einem Ebit von 4,4 Mio Euro, einer Zinslast von maximal 1 Mio Euro und einem Steuersatz von 35% bei etwa 16 Cent liegen - bei einem Kurs von 2,90 Euro würde das auf ein KGV von 18 hinauslaufen. Würde man die 7 Mio Euro Ebit erreichen (wofür es mMn durchaus gute Chancen gibt), würde das EpS bei dann (gleiche Rechnung) bei ca. 29 Cent liegen, was einem KGV von 10 entsprechen würde. Wie man dies persönlich einschätzt, überlasse ich jedem Teilnehmer hier selber - interessant ist dabei vielleicht noch der Hinweis, dass aktuell das EK je Aktie bei gut 2,60 Euro liegt - der Kurs also von daher durchaus abgesichert sein könnte.

Einen angenehmen Tag noch allerseits.

 

11.07.19 11:04

526 Postings, 2373 Tage HutaMGKlarstellungen

- Die 7 Mio Euro EBIT wird man mMn sicher nicht im laufenden Jahr erreichen (das ist von mir missverständlich formuliert worden)  - es bestehen aber Chancen, dass diese im kommenden Jahr erreicht werden (wie gesagt, der Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschäftsaktivitäten im Bereich "Buch" auszuweiten und zudem könnte es einen neuen Follett geben

-Daedalic: Mich stört es nicht wirklich, wenn Daedalic noch eine Weile Teil der BL AG bleibt, solange das Unternehmen keine Verluste schreibt (und so wie es aussieht, macht Daedalic ja derzeit sogar Gewinne). Ich bin nur der Auffassung, dass eine konsequente und zeitnahe Umsetzung der Konzentration auf den Bereich Buch sinnvoller wäre - und dafür könnte man den Erlös aus einem Daedalicverkauf durchaus brauchen (mMn). Zudem beinhaltet die teure Entwicklung des Herr der Ringe Spiels eben nicht nur Chancen sondern auch Risiken und mir wäre es lieber, wenn wir als Aktionäre der BL dieses Risiko nicht nehmen müssten.

- EpS-Prognose: Die Umrechnung von Ebit in EpS ist immer nur eine Spielerei und sollte hier auch so verstanden werden. Nicht berücksichtigt habe ich z.B. die Tatsache, dass bei einem hohen Ergebnisanteil von Daedalic ja auch höhere Ergebnisanteile "fremden Dritten" und nicht den Aktionären zustehen und nicht berücksichtigt habe ich die Auswirkungen von latenten Steuern z.B. Insofer ist die EpS Prognose nicht mehr als ein "Spiel", das eine bestimmte Richtung angibt und sollte auch so angesehen werden (um das zu verdeutlichen: 2,7 Mio Euro Ebit im abgelaufenen Geschäftsjahr würden nach meiner groben "Berechnung" z.B.knapp  8 Cent EpS geben - faktisch waren es aber eben "nur" 5 Cent!).  

11.07.19 11:45

1281 Postings, 2613 Tage Scooby78Stark analysiert, @HuTa!

Dem gibt es nichts hinzu zu fügen!  

13.07.19 19:11

526 Postings, 2373 Tage HutaMGDelle

Guten Abend !

Wenn man sich den Kursverlauf nach Veröffentlichung des GB 2018/2019 anschaut, könnte man meinen, dass die gemeldeten Zahlen schlecht gewesen sind. Waren sie aber mit Sicherheit nicht.

Auch das "Börsengeflüster" sieht das so: https://boersengefluester.de/bastei-lubbe-mehr-geliefert-als-erwartet/

Man kann da "Börsengeflüster" nur zustimmen. Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr sind deutlich besser als erwartet - und das gilt nicht "nur" für Umsatz und Ebit sondern eben auch für Nettoverschuldung und Eigenkapital. Eine Leistung, die man mMn nicht hoch genug bewerten kann und die noch einmal deutlich macht, wie falsch alle diejenigen lagen, die lauthals und mit nie erlahmender Verve die "sichere Insolvenz" oder "Kursziel Null" propagiert haben.

ABER der Ausblick ist eben auch ein Schluck "schlechter als erwartet" und das lässt die Aktie in den letzten Tagen auch wieder leicht einknicken.
Noch im GB 2017/2018 ist man davon ausgegangen, dass man im nun laufenden Jahr ein leichtes Umsatzwachstum hinbekommen wird und die Ebitmarge bei "zwischen 6 und 8%" landen würde. Nun prognostiziert man einen Umsatzrückgang und eine Marge von zwischen 4 und 6%.

Das hat sicher auch nachvollziehbare Gründe (in den wirtschaftlich und vor allem finanziell schwierigen Zeiten konnte man sicher nicht so in Manuskripte und Autoren investieren wie das angebracht gewesen wäre und das macht sich jetzt eben in fehlendem Umsatz bemerkbar) - aber unterm Strich bleibt eben ein insgesamt (leicht!) enttäuschender Ausblick, den nun auch der Kurs nachvollzieht.

Mich persönlich beunruhigt das eher wenig, denn es gab ja schon ganz andere Zeiten bei Bastei Lübbe (und ich finde es generell sinnvoller, die Prognose nicht am best case scenario auszurichten sondern lieber vorsichtig zu prognostizieren um auf der sicheren Seite zu sein - für mich ist das ein wichtiger und notwendiger Beitrag zur Wiedererlangung der Seriösität des Unternehmens).

Entscheidend ist mMn, dass man das Unternehmen aus dem unsicheren Fahrwasser herausgebracht hat (was eindrucksvoll gelungen ist) und nun dabei ist, das weiter bestehende Ziel - 100 Mio Euro Umsatz bei einem Ebit von zwischen 6 und 8 Mio Euro - anzupeilen.

Ob das nun ein Jahr früher oder später gelingt, ist mir persönlich dabei egal (dass das nicht jeder so sieht, kann man eben daran erkennen, dass der Kurs nach Veröffentlichung der Zahlen um knapp 10% gesunken ist).

Schafft Bastei Lübbe das Ziel in den nächsten Jahren, hat man als Aktionär eine Beteiligung an einem sanierten und auf die Kernkompetenzen fokussierten Unternehmen mit einer im Rahmen bleibenden Verschuldung, einer guten EK Quote und (wie gesagt, immer unter der Voraussetzung, dass man die Ziele erreicht) einem KGV von etwa 10 (auf der Basis des gestrigen Kurses). Und wenn es dabei bleibt, dass man weiterhin als Ziel 40-50% des EpS als Dividende ausschütten möchte, dann würde auch noch eine Dividendenrendite von etwa 4-5 % "on top" hinzukommen.

Ich traue dem Vorstand diesen Schritt auch auf jeden Fall zu, weil der Vorstand bisher eben absolut überzeugende Arbeit geleistet hat. Natürlich muss das jeder für sich selber entscheiden - aber ich für meinen Teil sehe die erwartete Delle im laufenden Jahr sehr gelassen (aber dass es eine Delle gibt, ist nicht zu bestreiten!).

Ein schönes Wochenende allerseits.

 

18.07.19 10:39

526 Postings, 2373 Tage HutaMGResearchupdate

Guten Tag !

Nach der Analystenkonferenz am Tag der Bekanntgabe der Zahlen und der Prognose gibt es jetzt ein erstes Researchupdate.

Warburg Research stuft Bastei Lübbe nunmehr mit dem Kursziel von 3,80 Euro als Kauf ein (vorher hatte der Analyst Bastei Lübbe als Halteposition gesehen - mit dem fairen Kurs von 2,10 Euro).

https://www.luebbe.com/web/downloads/module/...omment_20190716_de.pdf

Mal ganz abgesehen davon, dass der Kurs heute schon wieder deutlich näher am "alten" Zielkurs ist als am neuen, sind mir die Kursziel der Analysten immer wieder neu ein Rätsel. Wenn ich mir die EpS Reihe anschaue, die Warburg für das Unternehmen prognostiziert - dann sind das 14, 17 und 18 Cent (beginnend mit dem laufenden Jahr). Ein Kursziel von 3,80 Euro würde dementsprechend selbst für das übernächste Jahr noch ein KGV von deutlich über 20 bedeuten. Wieso das angemessen sein soll, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.

Ich habe ja hier schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ich den derzeitigen Kurs (irgendwas zwischen 2,50 Euro und 3 Euro) aktuell für absolut angemessen halte. Vor einem Jahr stand der Kurs noch bei ungefähr einem Euro weniger. Die bisher absolvierte "Turnarroundstory" ist somit schon in den derzeitigen Preis mit eingeflossen und hat zu einem Kursanstieg von gut 50% geführt. Nun erscheint mir BL aber ein "ganz normales Unternehmen" zu sein, dessen Aktienkurs sich an den erzielten Gewinnen orientiert.

Sollte Bastei Lübbe in den nächsten beiden Jahren dann jedoch die 100 Mio Euro Umsatz Marke erreichen und dabei die Ebitmarge, wie angekündigt, auf dann etwa 7% steigern können (bzw. das in Aussicht gestellt werden), kann der Kurs auch auf (deutlich) über 3 Euro steigen, weil sich dann das EpS ja Richtung 30 Cent bewegen würde...

Ein weiterer Kurstrigger könnte die Verbreiterung der Rechtebasis durch Erwerb eines neuen Imprints sein - oder doch ein Verkauf von Daedalic... Natürlich wäre auch ein sehr positiver Artikel in irgendeinem Börsenmagazin hinfreich (aber ich denke, dass das dann kein wirklich nachhaltiger Anstieg wäre).

Bis dahin wird der Kurs mMn seitwärts laufen - was ich persönlich angesichts der Turbulenzen von vor einem Jahr aber schon als Erfolg ansehen würde.

Einen charmanten Tag noch allerseits!  

18.07.19 20:57

526 Postings, 2373 Tage HutaMGDenkste

Warburg Research scheint jedenfalls ein guter Kontraindikator zu sein. Monatelang zweifeln sie Fortschritte bei der Sanierung des Unternehmens an und lassen die Aktie mit einem Kursziel von 2,10 Euro auf "halten" während die Aktie auf über 3 Euro steigt.
Dann hauen Sie das Kursziel mal eben auf 3,80 Euro hoch (Anlageurteil "Kauf") und schwupps fällt die Aktie innerhalb weniger Tage wieder um ca. 15%...  

19.07.19 18:44

4259 Postings, 2784 Tage FD2012abwärts nach dem Ausblick

HUTAMG: Danke für die vermeidlich guten Nachrichten, die Du hier ins Netz stelltest.

Meinerseits habe ich  - nach dem stattfindenden Kursverfall -  meine Kaufaufträge
stornieren lassen, um später in dem Bereich von  2,10 Euro (oder weniger) nachzulegen.

Habe das schon einmal dieses Jahr so gehandhabt, bzw. wochenlang war ich mit  2,25/2,30
unterwegs, jedoch "tote Hose".  Auch die Verkäufe (mangels Dividenden) blieben liegen,
die bei 3,36 Euro eingepreist waren.

Dividendenlose Aktien kann man nicht anders behandeln, denn die Hauptaktionäre
werden hier nichts unternehmen, trotz dem - bzw.ihrem - Vermögensverfall nach dem IPO.

Bleibe dabei, aus den Jahresüberschüssen  0,05 Dividende, denn das würde die Kurse aufpeppen;
allerdings in einem etwas längerem Zeitraum (z.B. nächstes Jahr: ZR 2019/20)

Ein schönes Sommerwochenende,
FD2012    

20.07.19 07:51

526 Postings, 2373 Tage HutaMGDividende nicht der Grund

Guten Morgen!

Ich würde den Kursrutsch um etwa 15-20% nach Veröffentlichung der Zahlen und der Prognose nicht so dramatisch sehen - oder als Ausdruck des Misstrauens der Märkte gegenüber Bastei Lübbe, weil man keine Dividende zahlt.

MMn sind die Kurse einfach "nur" eine Reaktion der Aktie auf die für das laufende Jahr zurückgenommene Prognose. Wenn man in diesem Jahr eben nur so etwa 15 Cent je Aktie verdient (ohne Gewähr), dann ist das angesichts der Lage, in der sich BL zu Beginn der Tätigkeit des derzeitigen Vorstands vor ein paar Monaten befand, schon eine hervorragende Leistung - aber eben kein Grund die Aktie nun in den Himmel zu schicken (kurstechnisch gesehen)!

Bastei Lübbe hat mMn inzwischen den Sprung von einem Krisenunternehmen, das durchaus ernsthaft bestandsgefährdet gewesen ist, hin zu einem "fast normalen" Unternehmen, das nun eben auch ganz normal an den Kennziffern und der vermuteten Entwicklung im Unternehmen gemessen wird, in sehr kurzer Zeit geschafft. Diese Entwicklung war verbunden mit einem (mMn auch gerechtfertigten) Kurssprung von 1,70 auf nun 2,50 Euro - also um ca. 50%!

Nun ist mMn beim Kurs mMn erst einmal Pause angesagt (auch wenn z.B. Warburg Research das aktuell anders sieht)!

Das etwas schwächer als zunächst erwartet ausfallende laufende Jahr ist eine direkte Konsequenz der Liquiditätskrise der letzten Jahre bei BL! Wenig Geld bedeutet eben auch wenig Investitionen in Autoren. Und wenig Investitionen (in einem Verlag) bedeuten dann eben auch wenig attraktive Buchprogramme in der Folgezeit und das wiederum sorgt dafür, dass der Umsatz sich nicht so entwickelt wie erhofft.

Um es klar zu sagen: Auf der Basis der erwarteten Zahlen für 2019/2020 ist der derzeitige Kurs okay - nicht ambitioniert aber okay! Und daran würden mMn auch 5 Cent Dividende nix ändern!

In diesem Jahr wird BL aber wieder mehr in neue Manuskripte und Autoren investieren + möglicherweise ja auch noch extern wachsen wollen - die Finanzlage gibt das erfreulicherweise wieder her. Dadurch werden sich, wenn man mit dem Einkäufen nicht gewaltig daneben liegt, zukünftig dann auch wieder höhere Erträge und Gewinne erwirtschaften lassen (und dann dürfte man auch zur immer wieder bekräftigten Dividendenstrategie zurückkehren - also ca. 40% des EpS auszuschütten)!

Und wenn man bessere Zahlen vorlegt, wird sich auch der Aktienkurs wieder nach oben bewegen - wahrscheinlich nicht wieder gleich um 50% in ein paar Monaten - aber vielleicht um 20 - 25%. Da ich aber das Vertrauen in den Vorstand habe, das Unternehmen entsprechend weiterentwickeln zu können, sehe ich Kurse um 2,50 Euro auf Sicht von 1-2 Jahren durchaus als günstig an - wie gesagt, BL ist keine Turnarroundwette mehr und daher sind die möglichen Kursgewinne zukünftig moderater als die, die zuletzt zu erzielen waren - aber ich bin sehr sicher, dass das Ende der Fahnenstange bei BL eben auch noch nicht erreicht ist. Insofern würde ich die derzeitigen Kurse eher als Einstiegs- bzw. Zukaufsgelegenheit sehen (nur meine persönliche Meinung und keine Empfehlung!)

Kommt man dazu, das immer noch gültige Ziel (100 Mio Euro Umsatz und ein Ebit von ca. 7 Mio Euro) zu erreichen, würde das EpS ca. 30 Cent (plus/minus und ohne Gewähr) betragen und das würde im eingeschwungenen Zustand dann eben ein KGV von unter 9 und eine Dividende von etwa 5% bedeuten.
Hinzu dürfte dann eben auch noch ein Kursgewinn kommen (wenn das EpS bei 30 Cent liegt, dürfte sich der Aktienkurs auch stabil bei über 3 Euro bewegen)! Dass irgendwann in naher Zukunft aber wieder Kurse um 7,50 Euro oder 5 Euro erreicht werden, halte ich dabei allerdings für eher wenig wahrscheinlich. Die neue Bastei Lübbe hat mit dem Unternehmen, das vor ein paar Jahren an die Börse gegangen ist bzw. Mit dem, was man seinerzeit strukturell und vom Zahlenmaterial her in Aussicht gestellt hat, um den seinerzeitigen Ausgabekurs zu rechtfertigen, nicht mehr viel zu tun - daher wird man auch die alten Kurse mMn auf Sicht nicht mehr erreichen!

Wenn BL erst einmal den Normalzustand erreicht hat, wird das angestrebte Wachstum ja nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen und wenn man dann keine Sonderertäge erzielt (Verkauf von Daedalic, unerwartete Häufung von Bestsellern etc.) wird der Kurs eher stetig als sprunghaft steigen (mMn)!

Für mich ist das attraktiv genug, um darauf auch noch 1-2 Jahre zu warten (aber ich beabsichtige die Aktie auch dauerhaft zu halten)! Natürlich mag es Aktien mit größerem Kurspotential geben oder Unternehmen, die dynamischer sind - aber die muss man dann ja auch erst einmal finden... Zudem ist BL fundamental durch das hohe Eigenkapital je Aktie abgesichert. Derzeit beträgt das Eigenkapital je Aktie ca. 2,70 Euro - mithin liegt der aktuelle Kurs noch unter dem reinen Buchwert!!!

Insofern ist die Bastei Lübbe Aktie mMn etwas für Leute, die vom Nervenkitzel zuletzt erst einmal genug haben und eine stabile Verlagsaktie im Depot halten wollen, die idealerweise mit einer soliden Bilanz hinterlegt ist (auch der derzeitige Verschuldungsgrad von 2,3 mal EBITDA lässt sich sicher noch verbessern - wobei von der Struktur des Geschäfts her, eine gewisse Verschuldung in einem Verlag nie zu vermeiden ist, beachtlich ist aber eben die Höhe Eigenfinanzierungskraft über doch recht beachtliche betriebliche Cashflows)!

Die Chancen des Geschäfts liegen mMn darin, unbekannte Autoren zu Bestsellern zu machen oder aber, wie mMn mit dem Joint Venture mit Bachem Nischenmärkte zu besetzen oder vielleicht noch einmal Glücksgriffe wie der Erwerb von LYX oder der Gründung von Community Editions zu schaffen. Die Expertise dazu ist sicher vorhanden, die Bilanz ist von den gröbsten Baustellen befreit und man darf als Aktionär darauf hoffen, dass mit der investitionsbedingten Delle in Umsatz und Ertrag im laufenden Jahr dann auch alle Sondereffekte aus der schlechten Zeit vorbei sind. Hinzu dürfte auch noch eine (kleinere) Reduzierung der Finanzierungskosten kommen, denn die Zeiten als BL den Banken auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war und eher schlechte Konditionen akzeptieren musste, dürften mit der sukzessiven Verbesserung der Finanzlage auch sukzessive vorbei gehen (mMn vor allem wichtig, was das angestrebte externe Wachstum betrifft!).

MMn durchaus gute Aussichten! In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende!  

24.07.19 19:31

526 Postings, 2373 Tage HutaMGResearch die Zweite

Guten Abend !

Nach Warburg hat nun auch Solventis ein Researchupdate verfasst. Solventis sieht die Aktie weiter als Kauf und das Kursziel bei ebenfalls weiterhin 5,50 Euro.

https://www.luebbe.com/web/downloads/module/...9_Bastei_Luebbe_AG.pdf

MMn sind die Gewinnschätzungen von Solventis einigermaßen realistisch, sofern der Vorstand weiterhin seine Prognosen einhält. So sieht Solventis für das kommende Jahr ein Ebit von 6,4 Mio Euro (entsprechend einer Marge von 7%) und im übernächsten Jahr bei leicht steigenden Umsätzen und einer gleichbleibenden Marge 6,8 Mio Euro Ebit.

Wie gesagt mit den Zahlen kann ich mich ohne Weiteres anfreunden (insbesondere weil Solventis mMn realistische "Anteile Dritter" am Gewinn einrechnet - da Daedalic ja einen Teil des Gewinns beisteuert aber ja nicht zu 100% im Eigentum der BL AG steht, stehen Teile des Gewinns den Minderheitsgesellschaftern zu), was mich aber auch bei diesem Research überrascht ist das Kursziel.

Wenn man für das übernächste Jahr 27 Cent EpS vorhersagt und eine Dividende von 10 Cent, dann würde ich persönlich der Aktie Raum bis 3,20 Euro oder 3,50 Euro geben - aber 5,50 Euro?

Na ja, muss jeder selber wissen. Was man mMn aber an der Studie sehr schön sehen kann, sind die stetig (wenn auch nicht sprunghaft) steigenden Gewinne und die besser werdende Bilanzstruktur.

Wenn es Bastei Lübbe irgendwann gelingen sollte, noch einmal so einen Glücksgriff wie seinerzeit mit LYX zu tätigen, könnten die Gewinne auch mal stärker steigen - oder vielleicht wird ja auch das JV mit Bachem perspektivisch zu einem Hit (mMn eine interessante Nische die man da besetzt) - ansonsten kommt es eben sehr darauf an, wie man die Expertise der "Büchermacher" in Köln einschätzt. Im Prinzip ist jedes neue Programm - und davon gibt es in jedem Jahr gleich zwei - jedesmal wieder Chance und Risiko. Chance, dass ein bisher vielleicht eher unbekannter Autor einen Bestseller landet und Risiko, dass das Programm floppt.

Wie gesagt: Für Leute, die trotzdem oder deshalb immer schon einmal eine Verlagsaktie im Depot haben wollten, ist die "neue" Bastei Lübbe sicher sehr viel weniger "gefährlich" als die "alte", wird aber auch die Kurse, die der "alten" prophezeit worden sind, nicht mehr sehen (mMn).

Einen schönen Abend allerseits.  

25.07.19 12:09

4259 Postings, 2784 Tage FD2012gefährlich, ja

HUTAMG: Mal heute die "BörseOnline" lesen, also zum "Verkauf des Spielegeschäfts als nächsten Kurshebel".
Übernahmeziel allerdings nicht Bastei Lübbe sondern die Spielertochter Daedalic.

Habe aktuell meine Verkaufsaufträge zurückgenommen, denn es könnte nicht in erst 2 Jahren Dividende
geben, sondern nach der Herausnahme - und dem Verkauf -  der Beteiligung; die Mitgesellschafter einschließlich.

FD2012  

29.07.19 23:09

11848 Postings, 3065 Tage crunch time#1437 ja, alle rein...hüstel... "objektiv"

#1437 Research die Zweite ..Nach Warburg hat nun auch Solventis
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Sollte ja bekannt sein, daß derartige reine Auftragsstudien bzw. Pseudoanalysen nur windige Promo-Werbezettel sind ohne ernsthaften Wert. Es wimmelt ja nur so von solchen persönlichen Kaufmäulern in der Würfelbuden-Szene. Ob Warburg, Solventis, Montega, etc. , alles Buden ohne seriöse Distanz. Die werden bezahlt von der Firma die man bewerten soll, müssen diese Studien auch immer erst den Auftragsgebern vorlegen zum absegnen vor Veröffentlichung  (ist das KZ nicht hoch genug, dann gibt es kein grünes Licht) und man bekommt natürlich nur einen Folgeauftrag, wenn man regelmäßig möglichst hohe Mondpreise als KZ ausruft. Motto: "Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing". In dem Fall herrscht sogar in doppelten Weise Befangenheit vor bzw. der Verdacht nicht "uneigennützig" das KZ zu promoten, denn es wird auch noch Eigenhandel betrieben.

Achtung, ein Analyst! -  http://www.arvest.ch/wp-content/uploads/2015/09/...nlagekommentar.pdf ".....Angesichts dessen verwundert es kaum, dass sie überwiegend positive Empfehlungen abgeben. Was gut für den eigenen Arbeitgeber ist, ist auch gut für die eigene Karriere. Untersuchungen zu Analystenkarrieren deuten darauf hin, dass bei positiven Unternehmensanalysen die eigene Karrierechance spürbar verbessert wird.."

Wobei man generell alle Analysten-KZ  nicht zu ernst nehmen sollte, da die Treffenquoten empirisch bewiesen lächerlich niedrig sind.  

https://www.presseportal.de/print/1234164-print.html "..Auswertung von rund 7.150 Aktien-Empfehlungen.Mehr als die Hälfte der Empfehlungen  im Nachhinein wenig zutreffend.... Im Kasino auf Rot oder Schwarz zu setzen, hätte wohl eine bessere Trefferquote gebracht.... Zu großen Pessimismus kann man vielen Banken zudem nicht nachsagen.."
 
Angehängte Grafik:
unbenannte.jpg (verkleinert auf 48%) vergrößern
unbenannte.jpg

30.07.19 09:52

692 Postings, 728 Tage shuntifumiBastei Lübbe

Mal was Interessantes:

https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/...t-vor-gericht/24699538.html

Für eine durchschnittliche AG ja eigentlich nur Peanuts, für BL aber viel Geld. ;)  

30.07.19 12:34

526 Postings, 2373 Tage HutaMG@crunch_time

Guten Tag !

Wie schon geschrieben halte ich die Kursziele der beiden upgedateten Researchs für nicht wirklich nachvollziehbar. Ich finde Analysen immer nur beim Zahlenteil interessant - also wo sieht man das Unternehmen bei Umsatz, Gewinn und Cash Flow in den nächsten Jahren.

Dabei ist es allerdings schon so, dass Warburg und DZ die Angaben des Vorstands ganz erheblich angezweifelt haben - lediglich Solventis war da "auf Linie". Die Analysen sind eindeutig von niedrigeren Umsätzen und Margen ausgegangen als der Vorstand und haben teilweise schlicht und ergreifend nicht nachvollziehbare Zahlen in ihrer Analyse gehabt (vor allem hinsichtlich der Anteile Dritter - ich meine, ich hätte mich auch dazu hier ausgelassen).

Insofern: Wie man Analysen nutzt, muss jeder selber wissen. Ich finde sie, wie gesagt, im Faktenteil (Bericht und Zahlen) durchaus interessant, wie die Kursziele zustande kommen, ist mir aber rätselhaft. Und bei BL habe ich nicht den Eindruck, dass die Analysten Gefälligkeitsstudien schreiben - dafür waren die Studien vor den aktuellen Updates einfach zu schlecht und zu sehr misstrauisch gegen den Vorstand.  

01.08.19 15:38

526 Postings, 2373 Tage HutaMG7% für Ebooks

Guten Tag !

Heute kam die Meldung heraus, dass die Bundesregierung nunmehr (endlich) beschlossen hat, dass bald auch u.a. für Ebooks der ermäßigte Mehwertsteuersatz von 7% gelten soll (derzeit liegt der Satz bei gedruckten Büchern bereits bei 7%, für Ebooks aber bei 19%).

https://www.buchreport.de/news/...essigte-mehrwertsteuer-auf-e-books/

Das bedeutet im Klartext für Bastei Lübbe mit einem relativ hohen Digitalanteil an den Umsätzen, dass von jedem verkauften Ebook mehr in der eigenen Kasse verbleibt als bisher. Kostet ein Ebook bisher z.B. 15 Euro, sind davon bisher rund 2,40 Euro als Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Zukünftig wären das nur noch 99 Cent - der Differenzbetrag von immerhin 1,41 Euro würde bei Bastei Lübbe verbleiben (immer vorausgesetzt, dass die Verlage die Preise nicht senken). Das läppert sich schon...

Zudem möchte ich noch einen Hinweis auf einen Artikel im aktuellen Focus Money von gestern geben. Dort wird Bastei Lübbe freundlich besprochen - der Artikel ist eng an die Solventis Analyse angelehnt und sieht Bastei Lübbe dementsprechend auch als Kauf - mit einem Kursziel von 5,50 Euro.

Einen schönen Nachmittag noch.  

02.08.19 04:52

225 Postings, 1045 Tage MäxlJa

wenn ich mir den Kursverlauf von anderen Aktien anschaue , so darf ich feststellen, bei deren Kauf hätte ich mir mittlerweile auch die Finger verbrannt. Sind auch Aktien dabei, von Analysten als-- strong buy- eingestuft.Gepriesen und hochgelobt, als gewinnbringend und zukunftsträchtig. Anleger dürften hier bis zu 50% Verluste schreiben.
Analysten geben Ratschlage, Tipps - unverbindlich, ohne rechtlichen Folgen.
Der Käufer ist i.d.R volljährig und daher für sein Tun voll verantwortlich.
Daher sollte man sich bei jeder  jede Aktie, die man käuflich erwerbt, kritisch hinterfragen, ob diese zum einen Sinnvoll und zum anderen Geeignet ist.
Bei BL Aktien darf man feststellen, die Talsohle ist durchschritten.
Man rudert zurück auf das klassische Geschäftsmodell, inklusive Computerspiele.
Hat nun auch eine Homestory anzubieten, was den Kursverlauf angeht.
Durchaus unterhaltsam und spannend.
Ganz nach Art des Hauses.
Nachdem Projekte futuristischer Natur ad Acta gelegt worden sind, in Köln man geneigt ist, Synergieeffekte den Vorrang zu gewähren, dürften sich Kurssteigerungen , auch ohne in die Glaskugel zu schauen, von selbst ergeben.
Startet nett in den Freitag.
In diesem Sinne
 

02.08.19 18:01

526 Postings, 2373 Tage HutaMGEichborn

Guten Abend !

Gestern hat Bastei Lübbe auch die Neuorientierung des vor Jahren übernommenen Verlags Eichborn bekannt gegeben. Bastei Lübbe hatte auf die relative Schwäche in größeren Teilen des Buchgeschäfts ja mit der Berufung des früheren LYX-Chefs Simon Decot zum Leiter Programmstrategie Buch reagiert und angekündigt, die verschiedenen Verlage u.a. auch in Bezug auf die Attraktivität des Programms zu überprüfen.

Nun hat man sich dazu entschlossen, die Marke Eichborn im Bereich "literarische Unterhaltung" deutlich auszubauen und den Verlag dafür auch personell "aufzurüsten".

https://www.boersenblatt.net/...tikel-neues_programmteam.1701001.html und
https://www.buchreport.de/news/...born-belletristikprogramm-ausbauen/

Ich halte dies für einen durchaus sinnvollen Schritt. Wenn man die SPIEGEL Bestsellerlisten im Bereich Hardcover Belletristik durchsieht, finden sich da eben auch immer wieder "anspruchsvollere Bücher", die dennoch einen gewissen Unterhaltungswert haben (der Diogenes Verlag aus der Schweiz ist da sicher ein gutes Beispiel aber auch Autoren wie Elena Ferrante oder aktuell Sally Rooney etc.).

Bisher war dieser Bereich bei Bastei Lübbe nur eher spärlich vertreten - eben durch das kleine Programm von Eichborn, dem auch die bekannteren Autoren fehlten.

Nun hat man sich ganz klar dazu bekannt, in den "starken Ausbau" dieses "Genres" mehr Geld zu investieren und hat für den Verlag neben dem Ausbau der personellen Kapazitäten, auch bekanntere Autoren bzw. erfolgreiche Manuskripte "eingekauft" (z.B. das neue Buch "The Doll Factory" der buchpreisnominierten Franziska Hauser.

Ich lese persönlich zwar auch gerne mal "Schnelldreher" (z.B. finde ich für Leute (wie mich), die gerne unkomplizierte Historienbücher lesen, die Bücher von Michaela Saalfeld ganz interessant und ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung der "Warringham Saga" von Rebecca Gable) - aber Eichborn hat auch das ein oder andere interessante Buch im Programm (https://www.luebbe.de/eichborn), z.B. das Buch "Washington Black von Esi Edugyan, und ich bin mal gespannt, wie man die neue Strategie dort nun in den nächsten Monaten umsetzt.

In diesem Sinne wünsche ich ein interessantes Wochenende.  

15.08.19 11:10

1281 Postings, 2613 Tage Scooby78Q1-Zahlen sind da...

....und die zeigen einen weiterhin positiven Newsflow aus Köln:

Solide Ergebnisseoder neudeutsch "on track" was die Jahresziele angeht. Sicher werden die nächsten beiden Quartale wirtschaftlich noch bedeutender mit Rebecca Gable und dem Weihnachtsgeschäft. Aber eine Marge von 7,1% und ein EBIT von 1,5 sind schon sehr solide.

https://www.ariva.de/news/...ht-zahlen-zum-ersten-quartal-des-7772874  

15.08.19 13:09

526 Postings, 2373 Tage HutaMGOn Track

Da kann ich @scooby78  nur zustimmen. Bastei Lübbe legt heute sehr starke Zahlen vor - auch wenn darin die Einmaleffekte aus dem Verlauf der Rätselsparte enthalten sind.

Wichtig sind die gesunkenen Druckkosten (durch eine Optimierung der Auflagensteuerung im Bereich Buch) und die um mehr als 8% gesunkene Personalkostenquote (von 29 auf 21% abgesunken), aus der man alleine 1,5 Mio Euro "gespart" hat.

Zudem hat sich das Eigenkapital je Aktie weiter erhöht - auf nunmehr 2,80 je Aktie - man kann die Aktien also immer noch unter Buchwert erwerben.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass mit hochlaufenden Umsätzen ab dem nächsten Jahr, wenn sich die in diesem Jahr wieder erhöhten Investitionen in Autoren und Manuskripten auswirken werden, auch die Erträge deutlich wachsen werden. Bastei Lübbe ist in diesem Sinne auch kein so konjunkturabhängiges Unternehmen wie so mancher Maschinenbauer z.B.

 

15.08.19 17:49

225 Postings, 1045 Tage MäxlJa

schon mein Opa wusste:
Wer solide arbeitet, wird längerfristig gesehen belohnt.
Ansonsten habe ich, außer, das auch ich zufrieden bin, dem Ganzen Nichts hinzufügen.
In diesem Sinne  

20.08.19 07:50

526 Postings, 2373 Tage HutaMGHeiß

Guten Morgen !

Bastei Lübbe steigt nun auch in den Bereich "Koch-Geschenkbücher" ein - in Zusammenarbeit mit der Bauer Media Group.

https://www.buchmarkt.de/meldungen/...-of-food-der-bauer-media-group/

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bringt Bastei Lübbe vier Koch-Geschenkbücher heraus. Ein weiterer vorsichtiger Schritt zum Ausbau des Kerngeschäfts - und auch daran kann man sehen, dass Bastei Lübbe durchaus auch noch innerhalb des Sektors "Buch" neue Möglichkeiten finden kann, Zusatzumsätze zu generieren.

Neben dem gemeinsam mit dem Bachem Verlag betriebenen Einstieg in das Geschäft des "Corporate Publisching" und den Plänen, das Profil des Eichborn Verlags im Haus zu schärfen ist das der dritte Schritt zur Erhöhung der Erträge im Bereich Buch.

Einen angenehmen Tag noch allerseits.  

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