Rund um den Dax

Seite 1 von 57
neuester Beitrag: 20.02.20 11:28
eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord Anzahl Beiträge: 1413
neuester Beitrag: 20.02.20 11:28 von: Chartlord Leser gesamt: 387328
davon Heute: 36
bewertet mit 10 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
55 | 56 | 57 | 57  Weiter  

01.01.14 23:21
10

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordRund um den Dax

Die Beträge zu diesem Thema sollen sich sowohl mit dem Dax selbst als auch mit einzelnen Werten aus diesem Index beschäftigen. Es soll dabei auf die Auswirkungen des Marktes auf den einzelnen Wert als auch auf den Index insgesamt geachtet werden. Das heisst nicht, dass hier jede kleine Kursveränderung eines einzelnen Wertes zur Sprache kommen soll, sondern nur solche, die von wesentlicher Natur sind, das heisst, dass sie auch über den Charakter einer kurzfristigen Kursschwankung hinaus gehen sollen.

Die Beiträge sollen unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Kapitalanlage abgefasst werden, die jedoch Chancen einer kurzfristigen Kapitalanlage durchaus berücksichtigt. Wichtig ist mir dabei, dass das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland verfolgt wird und - soweit von Belang - auch das jeweilige ausländische. Die Beiträge sollen sich von den Beiträgen in dem Thread zur Europäischen Finanzpolitik dahin gehend unterscheiden, dass hier die Wirtschaft den Blickwinkel bestimmt, der jedoch auch von der Politik geprägt werden kann.

Der Chartlord  
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
55 | 56 | 57 | 57  Weiter  
1387 Postings ausgeblendet.

01.12.19 17:12

13095 Postings, 4624 Tage Romeo237Auf LS brechen die Kurse ein

Ungemach droht  

01.12.19 17:28

3818 Postings, 3431 Tage wonghoDas liegt wohl nur an dem neuen SPD-Spitzenduo.

01.12.19 17:32

13095 Postings, 4624 Tage Romeo237LS 13189

Kranke scheisse  

03.12.19 03:18

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordDas Ende naht

Das Ergebnis der Urwahl der SPD kann man so umschreiben :

Der Rest hat sich für den Untergang entschieden.

Es handelt sich dabei nicht um Euthanasie oder Harakiri. Nein es ist eher "The fall of the house of usher" (E.A.Poe).

Die immer währende Fäulnis der großen Koalition kann nur dieses Ende haben. Die Fäulnisbakterien, die so schön von der AfD in diese Koalition gestreut worden sind, leisten ganze Arbeit. Unbemerkt sind es nämlich die ehemaligen Genossen der SPD, die niemals im Sinne Willy Brandt´s oder Helmut Schmidt´s die Grenzen für Mörder geöffnet hätten, selbst wenn die ganze Welt zugeschaut hätte wie die Flüchtlinge vor dem Grenzzaun auf kontrollierten Einlass gewartet hätten. So hätte die ganze Welt nämlich das leuchtende Beispiel einer humanitären und rechtsstaatlichen Vorgehensweise demonstriert bekommen, für die es in der EU auch richtig viel Solidarität gegeben hätte. Da bräuchte der Bundesinnenminister nicht zum Bittsteller bei fast allen anderen Innenministern der EU werden um nach mehr Einigkeit und Fortschritt bei der gemeinsamen Asylpolitik zu fordern.

Auch wenn es niemand gesagt hat, der Dax hat heute begonnen das Ende der großen Koalition einzupreisen.
Und jeder der jetzt schon nach dem Feindbild Merkel das Abziehfeindbild AKK auf dem Weg zur Kanzlerschaft sieht, der übersieht den Wähler, der keine Regierung mehr mit der CDU haben will. Aber auch keine mit der SPD oder den Linken. Den Grünen traut keiner mehr von rechts und die FDP ist als Arbeitgeberklientel nicht ausreichend liberal, weil der größte Teil der Bürger nicht frei vom Zwang der Arbeit ist. Je länger nun die Bürger auf die Auflösung dieses Regierungsbündnisses warten (müssen) desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Bürger vor lauter "Nazi, Nazi"-Geschreie der anderen Parteien die AfD mal "nur so nebenbei aus Langeweile" genauer anschauen. Und wehe da stecken keine Nazi´s drin, wo die anderen doch alle so laut schreien und dabei sogar vergessen eigene Politik zu machen.

Und kommt der Bürger auf die Idee einfach mal die "rechten Parolen" mit der linken Urwahl zu vergleichen, so darf der Bürger um Himmels Willen nicht erkennen, dass in scheinbaren "Naziparolen" weit mehr inhaltliche Politik vorhanden ist als in allen Kandidatenpaaren der SPD zusammen.

Dabei haben wir es in Deutschland besonders einfach:

Unsere Wirtschaft läuft selbst in Konjunkturdellen weiter rund. Die Menschen haben Arbeit und Brot, nur nicht genug Wohnraum. Das Problem dabei ist, dass das alle Parteien erkannt haben und keine Partei will so richtig echt daran drehen. Und 12% Mindestlohn, Grundrente, CO2-Ausstoß, Handelskriege, Energiewende, Windräder, Elektromobilität, Frauenfußball, Bayern München oder Schalke 04 - das ist den meisten sowieso egal, weil das meiste davon sich sowieso von alleine regeln wird. Bayern wird Meister, Frauen werden schwanger, Wind bläst und Elektroautos fahren auch. Selbst der amerikanische Vollhonk kann schreiben, was er will, am Ende kaufen die Amis doch wieder deutsche "Waren"(oder Heidis), weil die eben besser sind, besser schmecken oder gar "besser aussehen".

Und selbst unsere europäische Außenpolitik könnte so einfach sein, wenn wir es den Europäern überlassen würden, wie unsere Asyl- und Migrationspolitik aussehen soll. Nein, statt dessen versuchen wir es durch unsere Kanzlerin mit einem Alleingang und der Erpressung unserer Nachbarn. Nicht nur die Tschechen seit Benes trauen den Deutschen nicht mehr, wenn es um Forderungen deutscher Regierungen geht. Und selbst Macron muckt jetzt gegen Mutti auf, weil er den Zorn der französichen Wähler spürt, die jetzt alle mitbekommen haben, dass die Nazi-Tussi Recht gehabt hat und Frankreich jetzt von der falschen Frau regiert wird.

Ernster dagegen sieht es mit der NATO aus. Hier hat Deutschland in den Jahren Merkels die Bundeswehr so kaputt gespart, dass sie zu keiner ernsthaften Verteidigungsleistung mehr fähig ist. Das ist inzwischen so peinlich, dass es allen Nachbarn aufgefallen ist, die jetzt nach einer Neuaufstellung der strategischen Ausrichtung schreien, weil die Mitte Europas ein Verteidigungsvakuum ist. Nur alle Nachbarn können sich um uns herum aufstellen wie sie wollen, das Loch bleibt und Trump wird es nicht länger verdecken. Wenn es uns ernsthaft daran gelegen ist in einem Verteidigungsbündnis zu bleiben, so werden wir aufrüsten müssen und nicht mit unseren nackten Finger auf die Türkei zeigen. Selbst der Dieb vom Bosporus leistet mit russischen Luftabwehrraketen mehr Verteidigungsarbeit für die NATO als die Null-flugfähigen Kampfhubschrauber der Bundeswehr oder die zwangseingemotteten Schiffe der Bundesmarine.

Hier droht ein ganz anderes Ende, ein Ende, das der einfache Einmarsch Russlands überall dorthin ist, wo man nicht bereit ist dagegen das Feuer zu eröffnen. Und man mag es zuerst nur auf Trump schieben, dass man ihn ganz alleine mit der Unterstützung der Demonstranten in Hong Kong lässt, irgendwann wird es auch den demokratischen Wählern der USA auffallen, dass wir bei der Frage der Freiheit ganz still geworden sind.

Bei Greta toben wir auf den Straßen, aber wo Menschen wegen der Freiheit erschossen werden, da sehen wir weg.

So naht das Ende, lange bevor wir am CO2 ersticken.

Der Chartlord  

09.12.19 10:31

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordUnd wieder bestätigt

Nun sind also die Zahlen für den Export in Deutschland aus dem Oktober veröffentlicht worden.

Und wen wundert es, dass meine Erwartungen voll bestätigt worden sind. 1,2% Wachstum bedeutet, dass die Menschen überall die Waren aus Deutschland nachfagen. Dabei spielen Strafzölle so gut wie gar keine Rolle, denn wer Geld hat, kauft deutsche Waren und fragt nicht nach billigen Ersatzprodukten. Das gilt für alles, was aus Deutschland kommt, nicht nur für Autos. Für das gesamte vierte Quartal bedeutet das, dass das BIP meinen Erwartungen entsprechen wird. Gleichzeitig ist das schon langsam die Vorlage und der Ausgangspunkt für das nächste Jahr.

Die zentrale Bewährungsprobe für Deutschland wird aber die egafabrik von Tesla in Brandenburg sein. Nur wenn die Errichtung zügig über die Bühne laufen wird, wird überhaupt errichtet. Elon Musk wird sich nicht lange hinhalten lassen, wenn die deutsche Bürokratie den bau verzögert. Dann wird der ganze Plan zu nichte gemacht. Schnelligkeit in der Ausführung bedeutet Marktvorsprung und den Niederlassungsvorteil in Deutschland, der bei Verzögerung verloren geht. Schon das Rumgedruckse mit dem BER hat die deutsche Zuverlässigkeit bei stationären Großprojekten in Frage gestellt. Das kann jetzt günstig in die richtige Richtung berichtigt werden.

Ich werde das genau im Auge behalten.

Der Chartlord  

10.12.19 19:35

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordUnd weiter am Wachsen

Mit den neuesten Rekordzahlen der deutschen Bauindustrie, die den nächsten Rekordwert im Umsatz vorzeigen konnte und den genauso ungebrochenen Wachstumszahlen der Tourismusindustrie in Deutschland liegt der Trend der Überkompensation der nachlassenden Zahlen der (Metall)Industrie weiter verstärkt vor. Gerade meldet die Bahn, dass sie für 2020 erneut mehr als 24 000 neue Stellen ausschreibt. Ins Lächerliche treibt es der Bundesminister für Finanzen, in dem Olaf Scholz ab sofort 50 neue, hochqualifizierte Stellen zur Verfolgung von Straftaten bei der Steuerhinterziehung zu Lasten des Bundes ausschriebt, zeitgleich aber immer noch 250 nicht besetzte (und nicht so hoch qualifizierte) Stellen im eigenen Ministerium für 2019 vorweist.

Das Wachstum in Deutschland setzt sich verzögert immer weiter fort, dazu passt auch der ZEW-Index, der ordentlich angestiegen ist. Das beweist zwar gar nichts, eutet aber eine gewisse Stimmungslage und damit verbundene Einschätzung an. Bezeichnend ist, dass es genau vor dem Jahreswechsel erfolgt ist, was für die nächsten Monate besonders Aussage kräftig ist. Für die seriöse betrachtung der Lage reicht es ja schon aus, wenn man auf die unveränderte Aussicht in der Bauindustrie, dem Einzelhandel, dem Tourismus und den Dienstleistungsbereichen schaut. Das reicht schon aus um negative Tendenzen in der übrigen Industrie mehr als auszugleichen. Nur, wie schon mal hier im Thread gesagt, die Entlassungen erfolgen nur einmal pro Firma; und die meisten Entlassungen sind bereits durch.

Die weiter gestiegenen Steuereinnahmen (= über 40 Milliarden € mehr) werden erst in 2020 ausgegeben.
Bis dahin nimmt die Beschäftigung aber immer weiter zu und wird die konjunkturelle Delle wieder ausbügeln.

Der Chartlord  

13.12.19 07:03

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordIhr Völker der Welt

"Ihr Völker der Welt ! Ihr Völker in Amerika, in Deutschland, in Frankreich, in Italien ! Schaut auf dieses Land und erkennt, dass ihr dieses Land und diese Wahl nicht versteht, nicht verstehen könnt." (Der Chartlord)

Dennoch ist alles, so wie es sein muss.
Alles kommt so, wie es war, wie es ist, und wie es immer sein wird.
Jedes Land und jedes Volk hat das Recht auf seinen eigenen Untergang.

Blicken wir in die Geschichte zurück. So war es der Untergang Frankreichs, der durch Napoleon die ganze damalige Welt gegen sich aufgebracht hatte, und nur dem Glück des Wiener Kongresses zu verdanken war, dass die französiche Nation nach der erneuten Niederlage Napoleons nicht aufgeteilt wurde und erhalten geblieben ist. So war es der Untergang der Sovietunion, der nur durch das Eingreifen der USA verhindert werden konnte und Hitler nicht die ganze Welt erobern konnte. Und es war der Untergang Deutschlands, das trotz zweier Etappen in zwei Weltkriegen wieder auferstanden aus Ruinen ist, und selbst eine Teilung überwinden konnte.

Und so wird es auch in England äh Großbritannien sein. Wirklich ? Werden sich die Briten vom Brexit wieder erholen ? Werden auch sie dort anknüpfen können, wo alle anderen untergegangenen Staaten sich wieder aufrichten konnten ?

N e i n   !!!

Anders als alle anderen vorgenannten Länder ist Großbritannien eine Insel, die durch ihre Lage nicht die notwendigen Recourcen zum Überleben in der Welt des 21. Jahrhunderts besitzt. Alles muss über das Meer aus fremden Ländern importiert werden. Im Gegenzug hat man fast nichts, was man in umgekehrter Richtung exportieren kann. Die dortige Binnenwirtschaft hat viele Auftraggeber aus der EU, die nach einem Austritt so nicht länger ohne weiteres Aufträge vergeben werden (dürfen). Schon sehr bald nach den Austritt werden die Preise für Importwaren aus der EU anziehen, was besonders die Kunden von ALDI in England spüren werden. Alleine die Aufpreise für Lebensmittel aus der EU, die durch Grenz- oder Zollkontrollen bzw. Verbraucherschutzbestimmungen entstehen, werden die Inflationsrate der Briten massiv nach oben treiben. Daran wird sich zwangsläufig die Währungsschwäche anschliessen, was die Importpreise für Industriegüter deutlich anheben wird.

Das wird die Steuereinkünfte soweit mindern, dass spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2020 die BoE eingreifen wird und die Druckerpresse anwerfen wird. Eigentlich wäre dann genau die umgekehrte Richtung, nämlich die Anhebung der Zinsen notwendig, was aber die Wirtschaft nur noch tiefer in die Rezession treiben würde. Normalerweise würden wir sagen, dass eine schwache Währung die Exporte bzw. die Exportchancen verbessern würde, was aber nur dann der Fall ist, wenn man überhaupt Waren hat, die man exportieren kann. Bliebe einzig der Finanzstandort London. Nur da hat unterschwellig die Abwanderung schon längst begonnen. Die ausgebliebene Fusion mit der Börse in Frankfurt wird ab sofort zu einem erbittertem Konkurrenzkampf führen, den nur der Standort gewinnen kann, der Rückendeckung von Seiten der eigenen Währung hat.
Und da wird es das Pfund gegen den Euro sehr, sehr schwer haben.

Dennoch bin ich richtig euphorisch verzückt drauf.
Ich weiss doch genau, dass es wir Deutschen sein werden, die schon vor dieser Wahl erheblich von den Befürchtungen des Brexits profitiert haben. Nach dem Austritt werden wir noch viel mehr davon profitieren, denn man kann aus der EU austreten, aber die Nachfrage der eigenen Bevölkerung nach deutschen Waren kann man auch im 21. Jahrhundert nicht beseitigen. Gerade die Briten sollen die Geschichte ihrer eigenen Erfindung des "Made in Germany" kennen. Das haben die Amis noch vor sich, und da wird es noch viel schlimmer äh stärker sein, weil der amerikanische Verbraucher viel mehr Geld als der britische Verbraucher hat. Da droht der amerikanischen Regierung ein noch viel stärkeres Haushaltsloch als bisher, weil der Verbraucher auch verteuerte Waren aus Deutschland kauft, und dieser verteuerte Kaufpreis nur das Handelsdefizit der Amis in die Höhe treiben wird.

Das ist ein guter Morgen.

Der Chartlord  

19.12.19 10:34

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordFestgefahren

Der Dax kommt nicht weiter voran und bleibt in der Nähe seines Jahreshochs stehen.
Daran wird sich bis nach dem Verfallstag nichts ändern.
Ob dann aber noch genügend Anleger im Markt sind, kann man bezweifeln, da das ruhige Winterwetter eher zum Reisen als zum Handeln bewegt.

Die Aussichten für 2020 jedoch sind deutlich gestiegen.
Die Investitionen des Bundes sind mit den Steuereinnahmen auch gestiegen.
Ab dem zweiten Quartal 2020 werden wir merken, das die Trendwende zu einer steigenden Konjunktur eingetreten ist.

Und ab heute gilt natürlich wieder :

Möge das Geld mit euch sein !

Der Chartlord  

23.12.19 09:12

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordDie Steuern fliessen

Und wieder ist ein Monat vergangen, in dem nicht nur geringfügig die deutschen Steuereinnahemen besser als erwartet geflossen sind. Dabei hat zugleich auch wieder die Bundesagentur für Arbeit für das kommenden Jahr einen deutlichen Beschäftigungszuwachs angekündigt. Das wiederum kurbelt die Steuereinnahmen an und wird durch die Abschaffung des Soli´s zusätzlich verlängert und vergrößert. Fakt ist also, dass es dabei bleibt, was ich ständig predige :

Nullzins und schwarze Null sorgen unentwegt dafür, dass das deutsche Wachstum vollständig eine Eigendynamik erhalten hat, die schon klar auch gegen Entwicklungen der Weltwirtschaft läuft und nachhaltig für sich selbst existieren kann und wird. Der riesige Puffer der offenen Stellen wird auch weiterhin jede Form und so gut wie jede Menge Arbeitskräfte in Strömen von der "alten Industrie" in die jetzt benötigten Arbeitsplätze lenken, ggf auch unter Umschulung. Einzig der von allen Seiten der Politik verkündete Zustrom ausländischer Arbeitskräfte, die ausgebildet angeblich nur noch Deutschkenntnisse vermittelt bekommen müssen, ist eine riesige Lachnummer, denn wer begibt sich in ein anderes Land, dessen Sprache er oder sie vielleicht gelernt hat, aber trotz vorhandener Arbeitsstelle nirgends beziehbarer/bezahlbarer Wohnraum erhältlich ist. Hier sägt die Bundesregierung am Ast der (fehlenden) Wohnungen, auf dass die benötigten Arbeitskräfte nicht kommen werden.

Zugleich sind es die Bundesvollhonks, die gegen die Anhebung des Mindestlohnes agieren, damit der zu knappe Wohnraum weiterhin von wirtschaftsfeindlichen Kreisen gegen die Bevölkerung eingesetzt werden kann. Das beste Zeichen für diesen Faktor ist die deutsche Großwirtschaft (vor allem Bau und Industrie), die genau diese Mängel anprangert, und die Beseitigung fordert. Natürlich sind diese Bereiche nur geringfügig davon betroffen, aber die Wirkung ist überall spürbar.

Dabei ist es momentan noch der Pool der offenen Stellen, der immer stärker auf die Wirtschaftslage drückt. Schon sehr bald - möglicherweise schon in 2020 - wird sich der tatsächlich immer weiter verlängernde Rattenschwanz der Bauaufträge dazu gesellen. Es ist ja nicht nur alleine der Wohnungsbau und der Tiefbau, sondern eben auch alle Arten des verzögerten Ausbaues der Infrastruktur. Kabel müssen eben auch eingegraben werden, was die gleichen Firmen wie die der Abwasserkanalisation vornehmen. Ach ja, das ist je auch noch ein Faktor, der bisher nicht ausreichend oder gar nicht angesprochen wurde. Mit dem Bevölkerungszuwachs und im Laufe der Jahrzehnte ist der Ausbau bzw. die Wartung der Kanalisationen usw. nicht ausreichend vorgenommen worden. Da hat sich ein Stau angesammelt, der es mit den Autobahnen locker aufnehmen kann.

Schon jetzt wissen wir, dass es auch dafür genügend Geld geben wird/gibt. Nur sind alle Firmen voll ausgelastet und neue Arbeitskräfte kaum zu bekommen, denn anders als in Ausbildungsberufen herrscht weltweit auf dem Bau unausgebildete Schwarzarbeit, die sich nicht für ausgeschriebene Aufträge in Deutschland bewerben kann, da die Qualifikation fehlt. Systematisch erkennen wir diesen Mangel auch am Handwerk, wo die Meisterprüfung wieder für einige Bereiche eingeführt werden soll, weil dort die Qualität der Schwarzarbeit vorherrscht. Das jedoch ist der Weg in die richtige Richtung. Lieber für Qualität mehr bezahlen als von Betrügern verarscht zu werden.

Und Bauaufträge für Bauruinen beseitigen keine Wohnungsnot.

Der Chartlord

 

27.12.19 06:47

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordWarum der Dax langfristig outperformt

Seit Jahren kennen wir das.
Der Dow steigt und steigt und erreicht dabei einen neuen Höchststand nach dem anderen.
Der Dax dagegen dümpelt wohl oder übel hinterher, hat aber dabei immer eine andauernde Schwächeperiode im Vergleich zum Dow.
Inzwischen haben wir das Gefühl der Dow wird die 30 000 eher erreichen als der Dax die 14 000.

So kann das doch nicht immer weiter gehen.

Wird es auch nicht.

Egal wieviel Gewinn die amerikanischen Firmen machen, und egal wieviel Kapital in den amerikaniswchen Aktienmarkt fliessen wird, früher oder später (wohl eher früher) sind die amerikanischen Aktien so teuer, dass es sich nicht länger lohnt dort investiert zu sein. Dazu kommt der andauernde Inflationsverfall in Europa, den es so drastisch in den USA nicht gibt. Das bedeutet, dass nicht nur der Preisunterschied sondern auch das Währungsgefälle und die Inflationsunterschiede die deutschen Aktien immer attraktiver machen. Natürlich sind noch echte Wrackteile im Dax vorhanden. Aber die werden auch nach und nach ans Ufer gespült, von wo aus sie in anderen Indizes weiterlaufen werden. Dazu haben wir den Turnalround der Versorger und die Auferstehung der Automobilbranche samt Zulieferer hinter uns.

Die zwangsläufig erfolgende Bodenbildung der angeschlagenen Aktien ist im Gange und wird noch etliche Monate dauern. Aber gewiß ist jetzt schon, dass das die Vorbereitung auf einen Wiederanstieg der Wirtschaft und mit ihr dieser Werte ist. Bremsklötze wie Aktiensteuer usw. sind eigentlich zu niedrieg als dass sie längerfristig ins Aktiengeschäft wirken. Die deutschen Firmen haben ihre Hausaufgaben gemacht und selbst meine Hausbank wird zwar nicht zu alter Größe anwachsen, aber begreifen, dass im 21. Jahrhundert ohne den kleinen Kunden keine Gewinne mehr eingefahren werden können. Die Postbank wird richtig einverlaibt und mit zwar verkleinertem aber moderniesiertem Filialgeschäft werden die Geschäfte wieder anspringen.

Im internationalen Bereich ist die deutsche Wirtschaft sowieso gut aufgestellt. Jedenfalls besser als die Amis. Egal ob Computer, Handy´s oder Software alles sind begrenste und sich sättigenden Märkte, weil der Verschleiß dieser Geräte überschaubar ist. Dagegen werden auch Elektroautos von Daimler, BMW oder VW schnell Tesla überholen, da nur die erste Generation der Elektroautos von Tesla mithalten wird. Danach gewinnt nur noch "Made in Germany", weil der Qualitätsvorsprung abseits der Antriebsart voll erhalten bleibt und GM, Ford, Crysler usw. vom Markt verschwinden werden. Man braucht kein Chartlord äh Prophet zu sein um zu erwarten, dass immer mehr deutsche Autobauer in den USA ihre Fabriken aufstellen und dass immer mehr Amis deutsche Autos kaufen werden, was den Vor"trump"eter immer höher auf die Palme bringen wird, weil die Gewinne dieser Firmen nach Deutschland wandern und das Handelsdefizit der USA vergrößern werden.

Andererseits werden immer mehr Arbeitsplätze davon abhängen, so dass die Absicht Strafzölle gegen deutsche Autos nur nach hinten losgehen kann, weil sie gegen die eigenen Metallarbeiter gerichtet ist. Nur das Problem gibt es schon jetzt und vor den Wahlen wird der Penner nicht seine Wähler "verzollen".

Das ist der Nährboden auf dem der Dax den Abstand zum Dow in den Jahren nach 2020 immer weiter verringern wird. Denn zum fundamentalen Anstieg kommt noch der markttechnische. Sehen die Anleger erst, dass einige anfangen wieder in Deutschland zu kaufen, so werden die Umsätze anziehen und die Großrechner die damit steigenden Nachfrage als anhaltenden Kaufimpuls in ihre Berechnungen einbeziehen. Damit werden in allen Bereichen (kurz, Mittel, und langfristig) volumengetriebene Kaufsignale ausgegeben.

Ich erwarte, dass das kommende Jahr ein Jahr des Umbruchs nach oben sein wird. Es wird holprig werden, aber die Wirtschaft in Deutschland wird von einer sich immer stärker vergrößernden Beschäftigung getragen, die trotzdem weiter von einer ungebrochenen Nachfrage nach Beschäftigten begleitet wird. Politisch bleibt alle beim Alten :

Nullzins und schwarze Null verstärken die deutsche Wirtschaft.
Und solange die AfD der Regierung im Nacken bleibt mit ihrer Forderung nach Beibehaltung der schwarzen Null, wird sich an dieser Politik nichts ändern, auch wenn die Grünen (die aber auch voll gegen Neuverschuldung sind!) in die Regierung kommen sollten. Und eine Fusion von den Linken und der SPD ist das Beste, was Deutschland passieren kann, denn dann hätten nicht mehr zwei Parteien 8 bis 10% sondern nur noch eine.

Der Chartlord  

01.01.20 09:24

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordAlles Gute zum neuen Jahr

So geht dieser Thread in sein verflixtes siebentes Jahr.
Aber ich gehe nicht davon aus, dass es ein verflixtes Jahr sein wird.
Obgleich ich aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand getreten bin, werde ich weiterhin hier Beiträge verfassen.

Ob sich weitere Umstände ergeben, die eine Veränderung nach sich ziehen, werde ich erst einmal abwarten, da mein Gesundheitszustand zwar nicht gut ist, aber zur Zeit stabil ist und zumindest beschränkte Möglichkeiten eröffnet, die sich aus dem Umstand der nunmehr vorhandenen Freizeit ergeben.

Deswegen vorerst den Lesern ein gesundes, frohes, neues Jahr.

Der Chartlord  

01.01.20 10:50

427 Postings, 4130 Tage Francis Bacon 200.Hallo Chartlord . . .

Dir auch die besten Wünsche für 2020. Ich lese Deine Berichte immer mit Interesse und hoffe gesundheitlich geht es bei Dir in diesem Jahr irgendwie wieder bergauf, lg Francis  

02.01.20 11:50

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordDas fängt ja gut an !

Noch sind längst nicht alle Anleger aus dem Neujahrsurlaub zurück und viele noch immer verkatert, da sind schon die ersten Zahlen zum Jahresabschluss 2019 veröffentlicht worden, und siehe da, zu allererst ist es die Zahl der Beschäftigten, die trotz aller Heularien aus der Industrie wieder einen absoluten Höchststand von 45,3 Mio. Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt erreicht hat. Das ist eine Zunahme von 402 000. Kaum zu glauben, aber das bdeutet, dass trotz aller Schwächen in der Industrie die übrigen Bereiche der deutschen Wirtschaft den Rückgang der Beschäftigten in der Industrie weit überkompensiert haben.

Was hat das zu bedeuten ?

Nun, ganz offensichtlich gibt es in der deutschen Wirtschaft keine Rezession. Es liegt ein uneinheitlicher Wandel vor, der geprägt von vielen Faktoren noch immer primär von der Bauindustrie im weitesten Sinne geprägt ist, da hier Wohnungsbau, Tiefbau und Energie- und Infrastruktur alle anderen Bereiche der Wirtschaft dramatisch vor sich hertreiben. Die gute Lage im Konsum ist auch nur eine Folge der masiven offenen Stellen, die der Industrie gegengehalten werden, so dass jeder, der seine Stelle verliert, eher eine Verbesserung seines Beschäftigungsverhältnisses "befürchtet" als eine längere Zeit der Arbeitslosigkeit. Sogar die Umstände von Umschulungen werden eher freudig (wegen der Aussicht auf bessere Beschäftigung) als leidig aufgenommen.

Aber schon jetzt sind dunkle Wolken am zeitlichen Horizont zu erkennen :

Was passiert, wenn die Phase der Entlassungen bei der Umstellung der deutschen Industrie vorüber ist, wenn die offenen Stellen nicht wenigstens zum Teil durch diese Entlassungen vermindert werden ? Wenn die Zahl der offenen Stellen ungebremst in die Wirtschaft einfliesst ?
Kommen wir dann an die grenzen der Belastung durch fehlende Beschäftigte ? Nein, dafür ist die deutsche Wirtschaft zu stark von der Basis her fundamental solide aufgestellt und nimmt eher weniger Masse an Aufträgen in Kauf als eine ausbleibende oder gescheiterte Expansion wegen fehlender Personaldecke. Da ist die deutsche Wirtschaft sehr konservativ aufgestellt und sagt sich, lieber unverändert gut und später als verpfuscht und in verminderter Qualität. Bestes Zeichen dafür ist die Wiedereinführung der Meisterprüfung in Bereichen des Handwerks.

Auf lange Sicht wird es dazu kommen, dass viel mehr Bereiche der deutschen Wirtschaft in Ausbildung investieren (müssen) als in früheren Jahrzehnten. Auf kurze Sicht wird es zu einer weiteren Katastrophe beim BER kommen, wenn dieser wie geplant im Herbst eröffnet werden soll, aber seine Kapazitäten schon jetzt mit dem offenen TXL nicht mehr ausreichen. Selbst eine Erweiterung des BER ist jetzt schon nicht mehr ausreichend - nur eine völlige Neukonzeption. Die aber ist so groß, dass dafür der Großraum Schönefeld abgerissen werden muss. Oder aber das Konzept eines einzigen Flughafens für/in Berlin ist gescheitert und Tegel muss für die nächsten Jahrzehnte hergerichtet werden.

Das kostet aber in allen Fällen mehr als 10 Milliarden € egal zu welcher Lösung man kommt. Wohlgemerkt zusätzlich zu den bisherigen Kosten die der BER verschlungen hat.

Vom überfüllten Luftraum über Deutschland wollen wir gar nicht erst sprechen.

Der Chartlord  

08.01.20 03:43

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordIn Zeiten wie diesen

Wir haben eine sich steigernde, unentwegte politische Börse. Was will man da seriös dazu schreiben ?
Der Vollhonk aus den USA hat da schneller getwittert als ich hier posten kann.
Und wenn der dazu auch noch Bombenangriffe befiehlt, platzen meine Beiträge schneller als seine Raketen hochgehen.

Und auf die generelle Wirtschaftslage in Deutschland einzugehen, ist für einen täglichen Beitrag sehr unergiebig.
Allerdings müssen wir schon jetzt zu Beginn des neuen Jahres davon ausgehen, dass der Zenit der Belastung für die deutsche Industrie überschritten ist, und dass es schon in kurzer Zeit (= nach dem noch immer nicht eingetretenen Winter) wieder bergauf geht. Und das stärker als von den allermeisten erwartet.

Zu den noch nicht ausreichend beschriebenen und betrachteten Faktoren gesellt sich einer, der höchst bedauerlich ist.
Die Rede ist von den massiv gestiegenen, nicht abgerufenen Investitionen des Staates, die aus den vielfältigesten Gründen mittlerweile den Betrag von 20 Milliarden € für 2019 erreicht haben. Das reicht von abgesagten Bauvorhaben bis zu nicht besetzten Planstellen der Beamten mangels Bewerber ! Da man solche Faktoren nicht vorhersehen kann, und deren nachträgliche Abarbeitung sehr häufig genau so schwierig ist wie das Auftreten selbst, bedeutet das, dass wir dort faktisch an die Grenze der Investitionen gestoßen sind und uns zumindest zwischenzeitlich an andere Bereiche wenden müssen um die Gelder nicht ungenutzt ruhen zu lassen. Da kann und muss man auch Investitionen in die Bundeswehr einschliessen.

Sieht man aber genauer hin, so ist diese Grenze aber auch zugleich ein Zeichen dafür, dass die gesamte Wirtschaft weiter wächst nur in einem nicht linear steigenden Maß. Die abgesagten Bauvorhaben werden nachgeholt, nur eben verzögert. Die nicht besetzten Planstellen solange wiederholt ausgeschrieben, bis sie besetzt sind; und so weiter. Die verzögerte Abrufung dieser Gelder muss als Chance genutzt werden nachrangige Investitionen vorziehen zu können, ohne dass die vorrangigen darunter leiden. Und bei einem Umfang von 20 Milliarden innerhalb eines Jahres reden wir hier von einer bedeutsamen Größenordnung.

Die laut krakeelenden Geldschreier der Wirtschaft, die jetzt schon den Einbruch der steigenden Steuereinnahmen bejaulen, übersehen, dass genau diese Steuereinnahmen sogar während einer Konjunkturdelle der Industrie wachsen und wie oben beschrieben die vorhandenen (vorrangigen) Investitionsmöglichkeiten übersteigen. Da müssen wir an dieser Stelle auch die Investitionen in Beschäftigung als immer dringlicher werdend ansehen und den Weg über den Zwangsanstieg des Mindestlohnes angehen. Das mag vielen böse aufstoßen, aber für viel mehr Beteiligte in der Wirtschaft der Hebel sein um mehr Beschäftigte aus dem Ausland zu uns zu holen, und die Kapazitäten in sehr vielen Bereichen aufzustocken. Gleichzeitig werden die Geringverdiener dafür sorgen, dass das Volumen des Konsums in Deutschland vergrößert wird, und die Inflation zumindest nicht weiter den Weg nach unten einschlägt.

Zugleich sorgen wir dafür, dass das vorhandene Geld schneller im Wirtschaftskreislauf eingeht und nicht auf Konten ungenutzt geparkt wird.

Der Chartlord

 

23.01.20 20:45

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordDas Ende der politischen Börse ?

Ist endlich das Ende der politischen Börse gekommen ?
Kehren wir zu stimmungslosen Kursen zurück oder müssen wir uns die unentwegten Jaulbeiträge der unterschiedlichsten Twitteruser anhören, die das Kursgeschehen an den Börsen bestimmen ?

Langsam ist es genug.

Aber genauso langsam kommen andere Nachrichten, die nicht politisch sind, dafür aber weit fundamentaler wirken.
Die Quarantäne der chinesischen Regierung, die über einige Großstädte verhängt worden ist, und nicht binnen Stunden aufgehoben werden kann/darf, sorgt jetzt schon am Ölmarkt für einen deutlichen Preisverfall. Das reicht schon so weit, dass der Ölpreis jetzt kurz vor der letzten Unterstützungszone angekommen ist, von wo aus er das Dreijahrestief bei 45 bzw. 50 $ pro Barrel anpeilt. Das Problem dabei ist, dass es dieses Mal weit mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge gibt als beim letzten Erreichen dieser Marken. Die Folge ist, dass auch dieses Mal die Marken erreicht werden, aber eine fundamentale Rückkehr, die immer in einer Trendwende im Verbrauch besteht und immer in einem Nachfrageüberhang mündet, nicht mehr so umfangreich wie früher stattfindet.

Jetzt in einer verbrauchsärmeren Phase werden die Lagerbestände weltweit aufgefüllt und nicht mehr sofort wieder geleert, wie es früher der Fall war. Dazu haben Venezuela und der Iran jetzt lange genug Zeit gehabt ihre Embargi zu umgehen und auf dem Schwarzmarkt ihre Lagerbestände zumindest zum Teil zu verkaufen. Insgesamt mag das ja nicht soviel sein, aber zu Zeiten einer Überproduktion wirkt jedes Fass, das nicht vom legalen Markt gekauft wird, wie ein Senkblei für den Weltmarktpreis.

Sobald die Aktienmärkte das als Vergünstigung der Kostenfaktoren ansehen, wird der Aktienmarkt weltweit ansteigen. Alle Kerosin, Benzin und Heizöl abhängigen Branchen werden den Anschub liefern, der die Aktien wieder steigen lassen wird. Eine Kursdelle, die jetzt vom Allzeithoch weg führt, aber nicht ansatzweise ausreichend korrigiert, wird schon für das Frühjahr die Kurse hoch halten. Ausgehend vom jetzt erreichten neuen Allzeithoch des Dax wird der Index nur schwer unter die 13 000 fallen. Die konjunkturellen Aussichten sprechen nach einem schwachen Jahr 2019 sowieso für ein stärkeres Wachstum in 2020, was die Kurse stützen wird. Die laufende Berichtssaison wird das ihrige dazu beitragen. Da der Wahlkampf in den USA bevorsteht, werden auch die Beiträge des Vortrumpeters seltener und zurückhaltender.

Bevor jedoch Mutti mitbekommt, dass es sich der böse Bube auf der anderen Seite des Teiches gar nicht leisten kann Strafzölle auf deutsche Autos zu verhängen, die am Ende von seinen Wählern gebaut werden, wird Elon Musk seine nicht vorhandenen Muskeln spielen lassen (naja, wenigstens wird er es versuchen) indem er es durch seine "Deutsche Fabrik" mit den deutschen Autobauern aufnehmen will. In den nächsten 3 bis 4 Jahren wird er damit Erfolg haben, denn solange ist er mit seinen Elektroautos in etwa eine Generation im voraus. Danach werden ihn die Realitäten in Form deutscher Elektroautos einholen.

Made in Brandenburg ist eben nicht Made in Germany sondern Musk´s Mist.

(Aber das müssen wir ihm ja nicht sagen, denn die Arbeitsplätze nehmen wir gerne mit. Und dem Posaunisten können wir damit jederzeit vorhalten, dass sein Handelzbilanzdefizit dadurch sinken wird.)

Der Chartlord

 

23.01.20 23:26

3818 Postings, 3431 Tage wonghoEs ist gut, dass Musk in unser Land einfällt, grrr

Diese Gigafabrik in Brandenburg ist ja wirklich ein Medienspektakel und keiner kann sich mehr davon entziehen. Leider sind unsere deutschen Autobauer immer noch sehr vom Erdöl abhängig,  von dem Öl Scheichs und werden von ihnen beeinflusst.
Wir müssen Frau Merkels Worte in Davos, egal wie man zu ihr steht, ihre Visionen einer Transformation (Autarkie vom Erdöl) ernst nehmen. Die Frau denkt mehr und weiter, als viele konservative/reaktionäre Menschen hier in Deutschland gewöhnt sind.
Sie ist nicht hübsch, aber am Ende wird sie vielleicht recht gehabt haben.  

25.01.20 23:47

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordDer Ölpreis hat die Unterstützungen durchbrochen

Augenscheinlich ist es nicht nur der fundamentale Druck auf den Ölpreis, der für weitere massive Kursverluste gesorgt hat.

Es war damals nur als Fehlsignal gewertet worden, als der Ölpreis im September 2019 einen Peak ausgebildet hatte. Aber rein charttechnisch ist das schon jetzt ausreichend um mit dem Anstieg im Januar als technisches Doppeltop gewertet zu werden. Damit würde das im Oktober 2019 liegende Tief schon das nächste Ziel des jetzigen Falls angeben. Unter Beachtung des damaligen Wechselkurses ist das Jahrestief des Jahres 2017 jetzt ins Visier geraten.

Das passt jetzt gerade uns Deutsche zu dieser Jahreszeit und in dieser Phase der Konjunktur besonders gut.
Wir haben es hier nicht mit einer Seifenblasenaktion zu tun, die genau so schnell wieder weg ist wie sie gekommen ist, sondern eben schon eine verbrauchsabhängige Veränderung des Ölmarktes. Wie von mir erwartet und auch des Öfteren geschrieben, wird sich der Preis für Energie in der nächsten Zeit deutlich verringern und die Inflationsraten bis zum zerreissen in Richtung 0 treiben. Dafür wird die Weltwirtschaft ohne Überhitzung immer weiter ansteigen. Wegen der Nullzinsen werden zuerst die Baumaßnahmen sehr stark zunehmen. Das wird zu drastischen Veränderungen auf dem Immobilienmarkt führen, indem ganz kurz zu Beginn dieser Veränderungten ein Preisanstieg in Verbindung mit Mietpreissteigerungen eintreten wird. Danach aber wegen des immer schneller steigenden Bauumfanges drehen und ins Gegenteil abfallen. Mieten und Grundstückspreise werden fallen und wegen des Nullzinses für sehr viel mehr Menschen zum Eigenbedarf Verwendung finden. Das Gute daran ist, dass dieses nicht nur in den Industriestaaten der Fall sein wird sondern auch in den Schwellenländern und sogar, wo die Infrastruktur die Nachfrage zulässt, auch in den Entwicklungsländern.

Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, aber die Entwicklung dahin hat begonnen und wird sich über die nächsten 18 bis 24 Monate fortsetzen. Dann erst kann man mit einer gewissen Sättigung und Bodenbildung rechnen. Ich gehe davon aus, dass wegen der stark wachsenden Weltwirtschaft die obengenannte Bodenbildung mindestens so lange dauern wird wie der Preisverfall auf dem Immobilienmarkt.

(Die gerade jetzt veröffentlichen Berichte von sinkenden Mieten hier in Deutschland sind erkennbar das Zeichen dafür, dass wir hier in dieser Entwicklung Vorreiter sind. Ich erwarte hier als nächstes einen Trendwechsel zum Wohnraum, der benötiges Bauland mehr in die Höhe einnehmen wird. Danach wird es zu erheblichen Zusammenlegungen von Wohnungen kommen, die einen großen Teil der Kleinstwohnungen in Deutschland mit den kleineren Wohnungen zu Mittelgroßen verbinden.)

Auf mittelfrisitge Sicht wird es hier zu mehr Neubauten als zu modernisierten Altbauten kommen, da die Nutzfläche in mehr Etagen einfach wirtschaftlicher ist und die Bauabsichten dadurch ausgerichtet werden. Nur in ganz besonders teuren Lagen werden die Modernisierungen erhalten bleiben. Vier Etagen am Kudamm werden es nicht mit acht Etagen an gleicher Stelle aufnehmen können. Dabei wird der wirtschaftliche Gewinn für Vermieter/Verkäufer genau so vorhanden sein wie für Mieter/Erwerber.

Der Chartlord

 

30.01.20 04:29

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordSieh´einer an !

Am 23.1. hatte ich von den steigenden Lagerbeständen geschrieben, und schon am 29.1. wurde ein "nicht erwarteter" Anstieg der US-Lagerbestände gemeldet.

Welche Vollidioten haben das nicht erwartet ?

Ich schon !

Und der prognostizierte Verbrauchsrückgang geht jetzt erst richtig los.
Fast die Hälfte der Chinesen muss zu Hause bleiben und die Linienmaschinen werden nach und nach vorläufig entweder umgeleitet oder ganz eingestellt.

Aber das beste ist, dass nirgends die Förderquote verringert wird !
Den Berichten der Mediziner nach zu urteilen, wird der Zenit der Pandemie in den nächsten 10 Tagen erreicht werden. Solange werden die Verbrauchseinbrüche also noch andauern. Da die Lagerbestände nicht endlos weiter ansteigen werden, wird zumindest ab der nächsten Woche der Markt versuchen zuerst über einen "gesponsorten Winterschlussverkauf" die Verbraucher in der Luft und auf der Straße ermuntern mehr zu verbraten. Aber das wird alleine schon wegen der fehlenden Anlässe (z. B. Urlaub) scheitern. Von der verringerten CO2 Schiene ganz zu schweigen.

Also wird den Förderländern nichts weiter übrig bleiben die Quoten ab der übernächsten Woche drastisch zu kürzen.

Aber auch das wird nicht zum Erfolg führen.

Für eine Richtungsänderung wäre eine Halbierung der Fördermenge notwendig, das aber würde zwangsläufig die Stilllegung einiger Förderquellen bedingen. Danach wären aber die Kosten für eine Wiederaufnahme der Förderung höher als der Weiterbetrieb! Regen oder Traufe, egal wofür man sich entscheidet. Der Gewinner steht also immer jetzt schon fest. Es wird der Verbraucher überall sein. Für besonders interessierte sei an dieser Stelle auf die nächsten Sonderangebote für Urlaubsreisen hingewiesen. Besonders Länder, die bislang nicht so beliebt waren, werden mit unschlagbaren Billigangeboten viele Kunden anlocken. Ich denke da vor allem an Ägypten und Griechenland. Beide könnten schon fast die Flugkosten außen vor lassen.

Die Inflationsraten in Nordamerika und der EU werden noch im Laufe des ersten Halbjahres 2020 um mindestens 0,5% fallen.

Damit müssen wir damit rechnen, dass der Vortrumpeter die Fed nicht mehr erpressen braucht, dass sie die Zinsen wieder senken muss.
Und CL (nicht ich - sondern Christine Lagarde) wird noch viel mehr "einkaufen" müssen als geplant. Aber das wird ihr nichts ausmachen, denn Frauen gehen ja gerne shoppen !

Der Chartlord

 

03.02.20 22:25

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordEr fällt

Wie ich am 23.1. geschrieben habe, bewegt sich der Ölpreis in Richtung des Dreijahrestiefs.
WTI ist unter 50 $ angekommen und BRENT unter 55 $.
Nach offiziellen Schätzungen ist der Verbrauch von Rohölprodukten in China um etwa 20% zurückgegangen.
Wegen der Größe Chinas ist das keine kleine einfache Korrektur, die man mal so eben im Rahmen der üblichen Quotenanpassung Hand haben kann.

Gerade der heutige Sturz wird die von mir erwähnten beschleunigten Preisnachlässe an den Zapfsäulen nach sich ziehen.
Die Förderquoten sind unverändert, wobei die Förderung von Venezuela und vom Iran natürlich nicht in den offiziellen Zahlen berücksichtigt worden sind. Gerade der Iran ist auf den Verkauf angewiesen.

Die neuste Schätzung, dass der Zenit der Krankheit in zwei Wochen erreicht sein wird, ist ein klares Signal an die deutschen Verbraucher, dass der Benzinpreis richtig tief fallen wird, und nicht gleich wieder ansteigen wird.

Die Aktienkurse werden sich bald wieder erholen, aber der Ölpreis wird weiter im Zentrum der Betrachtungen bleiben.
Die Wirtschaft wird sich daran ausrichten, und zumindest für das erste Halbjahr 2020 in den Ländern unerwartet schnell wachsen, die nicht von der Krankheit betroffen sind - also bei uns.

Der Chartlord  

05.02.20 00:17
1

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordLangsam wird es offensichtlich,

dass die Welt zweigeteilt ist.

Auf der einen Seite China, wo es keine Pandemie geben durfte, und deswegen zuerst alles vertuscht wurde.
Und auf der anderen Seite der Welt, wo es keine Pandemie geben wird, weil so früh wie möglich öffentlich Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden.

Auf der einen Seite der offene Rohölmarkt, in dem die Förderländer den Markt bedienen.
Und auf der anderen Seite die Embargoländer, die versuchen ihre Förderquote heimlich zu verscherbeln.

Auf der einen Seite Deutschland, wo wir unsere Qualität selbst herstellen, und wo wir, obwohl wir ein Exportland sind, keine Schwierigkeiten haben unsere Bedarfsgüter zu importieren.
Auf der anderen Seite die restliche Welt, die auch unsere Qualität haben will, aber immer mehr und öfter daran gehindert wird diese zu bekommen. Sei es aus engstirnigen Prohibitionsvorwänden, die aus Vorschriftenhass gegenüber der EU zum Brexit geführt haben; sei es aus Armut, wo nur ein Kim nen Mercedes fährt und alle anderen zuschauen müssen; sei es aus vorgezogener Dummheit, die zum America first, geführt hat, wo keine eigene Phantasie zu mehr Qualität führt sondern nur zu mehr Werbung für mehr Billigprodukte, die erst gekauft werden, wenn alle Regale bei ALDI-US von deutschen Waren "befreit" worden sind.

Ich bin gespannt, was die Geschichte in einigen Jahrzehnten über uns Deutsche schreiben wird, wenn wir historische, deutsche Fehler ausgebügelt haben werden. Wenn nicht eine deutsche Wehrmacht die Welt erobert hat sondern weltweit eine ganzjährige deutsche Weihnacht gefeiert wird. Wenn Merkel´s Adoptivurenkelin mit absoluter Mehrheit der AfD zur Kanzlerin der Vereinigten Staaten von Deutschland gewählt wird. Wenn Kinder überall auf der Welt sich beim Spielen nicht mehr darüber streiten, wer Cowboys und wer Indianer sein darf, sondern wer Christen und wer Muslims, wer Aufseher und wer Insasse, wer Heteros und wer Homos, wer Junge und wer Mädchen sein darf... usw.
Wenn die Arbeitsbedingungen in allen Ländern so sind, dass es nur noch zwei Gruppen gibt, nämlich die die arbeiten müssen und die die arbeiten dürfen ! Wenn Pubertät nicht mehr zur Geschlechtsreife sondern zur Geschlechtsumwandlung führt.

Wird es dann noch diesen Clip

https://www.youtube.com/watch?v=zKQfxi8V5FA

geben ?

Der Chartlord  

16.02.20 00:36

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordNun ist es also passiert

Der Dax ist aus seinem Trendkanal nach oben ausgebrochen.
Ähnlich wie bei der Post, bei der ich schon das Anstiegserfordernis gepostet habe, war auch beim Dax ein Anstieg an zwei aufeinander folgenden Xetrahandelstagen dafür erforderlich. Ob davon einer sogar ein Wochenschluss sein musste, ist nicht zwingend notwendig gewesen, aber ist dennoch erfolgt, was für die Nachhaltigkeit und vor allem die Ausrichtung eines neuen Trends spricht. Technisch übliche Rücksetzer sind ab sofort zwar möglich, aber vorerst nur mit einer geringen Wahrscheinlichket von 10 bis maximal 33%. Mit 51% Wahrscheinlichkeit jedoch steigt der Dax ohne Unterbrechung auf sein vorläufig nächstes Ziel bei 14060, wobei die Genauigkeit dieses Ziels um 40 Punkte schwanken kann.

Beim Ölpreis dürfte die technische Erholung schon in der nächsten Woche beendet sein und neue Verlaufstiefs erreicht werden.
Soweit mir bekannt ist, wurde die Fördermenge der OPEC eben noch nicht einheitlich vermindert, was das Überangebot vor allem durch die Nicht-OPEC-Staaten gesteigern wird. da die Krankheit in China noch länger andauern wird, wird der Minderverbrauch zumindest anhalten. Der Benzinpreis wird erst im kommenden Monat auf seinen Tiefststand gefallen sein. Da sollte die 1,30er Marke zumindest Zeitweise fallen.

Hier in Deutschland ist der Zenit der Wachstumsdelle erreicht und überschritten.
Von jetzt an werden nach und nach die günstigen Faktoren in der Wirtschaft in den Vordergrund treten.
Das ist schon jetzt erkennbar der ausgefallene Winter, der bislang ohne Witterungsunterbrechung die Baubranche durcharbeiten ließ.
Das ist deswegen besonders nachhaltig, weil dadurch Bauprojekte früher als gewohnt und berechnet fertig gestellt werden können und so schneller Kapazitäten wieder frei werden. Gleichzeitig sind die meisten Umschichtungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt im gange oder bereits beendet, denn die Zahl der offenen Stellen ist nach wie vor so hoch, dass der größte Teil der jetzt entlassenen Leute fast sofort eine andere Arbeitsstelle bekommt. Viel mehr als die jetzt schon bekannten Entlassungen werden nicht mehr hinzukommen.

Obwohl das vierte Quartal 2019 und das jetzt laufende Quartal nicht besonders gut verlaufen sind, gehen die Berichte, die jetzt die Erwartung für das laufene Jahr beinhalten, in eine verbesserte Aussicht im Vergleich zu der im dritten Quartal 2019 mitgeteilten. Der anhaltnde Druck der Wirtschaftszweige in Deutschland, die keine Delle in den letzten Quartalen erdulden mussten, wird sogar noch etwas zunehmen, und das damit verbundene Wachstum nicht mehr durch die schwache Entwicklung der Industrie und vor allem des Exports vermindert. Die jetzt veröffentloichte Schätzung von 1,1% Wachstum ist sehr vorsichtig. Bei normaler Entwicklung und Beendigung der Pandemie wird die negative Beeinflussung weitestgehend durch Nachholeffekte wieder ausgeglichen. Damit rechne ich im zweiten Halbjahr 2020.

Gerade wir in Deutschland werden auch hiervon wieder profitieren, denn Urlaubsreisen nach China werden nicht ausfallen sondern zum Teil aus "Sicherheitsgründen" nach Deutschland umgeleitet, besonders wenn hier der Sommer wieder so heiß wird wie in den letzten beiden Jahren. Gerade die deutsche Küste wird jetzt schon gebucht, was für eine baldige Vollbelegung spricht. Inzwischen ist der Wirtschaftszweig des innerdeutschen Tourismus so gewachsen, dass das eine relevante Wirtschaftsgröße innerhalb der deutschen Gesamtwirtschaft geworden ist. Der Dollarwechselkurs geht auch immer mehr in die Richtung, die von immer mehr Besuchern aus den USA profitiert, die über viele Jahre wegen des extrem schlechten Wechselkurses nicht nach Deutschland fahren konnten. Ich habe das schon selbst hier zur jetzigen Unzeit im Februar erlebt, wenn ich hier in der Stadt unterwegs bin und Texaner rumnuscheln höre.

Allerdings muss man im Auge behalten wie sich die eingestellten Transportflüge auf die Versorgung mit medizinischen Gütern in China auswirken werden. Die anderen Transportwege dürften dafür eigentlich zu langsam sein.

Der Chartlord  

16.02.20 03:46
2

10 Postings, 5 Tage Aliolia17Löschung


Moderation
Moderator: JDWO
Zeitpunkt: 18.02.20 09:36
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Regelverstoß

 

 

17.02.20 14:39
2

9 Postings, 4 Tage teltiodfathef2005Löschung


Moderation
Moderator: ARIVA.DE
Zeitpunkt: 17.02.20 18:30
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Verdacht auf Spam-Nutzer

 

 

19.02.20 00:43

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordVeränderte Wirtschaftslage

Der deutsche Tourismusverband hat gerade seine Erwartungen für die Reise- und Urlaubszahlen in Deutschland in diesem Jahr bekannt gegeben.

Es ist schon erstaunlich wie stark diese Branche gewachsen ist. Für dieses Jahr erwartet man einen Umsatz, der die gesamte Automobilbranche übertreffen wird. Und das betrifft nur Urlaubsziele in Deutschland.

Für uns Anleger bedeutet das, dass ab sofort konjunkturelle Einbrüche in der Automobilindustrie alleine schon vom Tourismus in Deutschland ausgeglichen werden. Und das Schönste dabei ist, dass das vorhandene Wachstum beibehalten werden wird und die Beliebtheit des Reiseziels Deutschland die Beliebtheit deutscher Autos dauerhaft ablösen wird. Damit müssen wir aber die gesamtwirtschaftlichen Erwartungen wegen des immer geringer werdenden Anteils der Autobauer nach oben schrauben, denn Bau und Tourismus wachsen stärker als die Industrie nachgibt.

Gleiches gilt auch für die damit involvierten Beschäftigungszahlen. Momentan kommen auf 100 offene Stellen in allen Bereichen der Tourismusindustrie gerade einmal 25 Bewerber. Dennoch werden die Beschäftigten in dieser Branche immer weiter besser bezahlt um das gute Serviceniveau in Deutschland aufrecht zu erhalten. Nach einem Bericht im Fernsehen kostet ein durchschnittliecher Reisetag in Deutschland 85 Euro, wogegen das im Ausland 93 Euro kostet. Dabei liegt das Niveau hier noch etwas höher. Die Preisanstiege für Urlaub in Deutschland bleiben trotzdem innerhalb des normalsn Preisanstieges. Und das wissen auch die Gäste aus dem Ausland zu schätzen.

Damit werden die Nach-Geld-Heuler aus der deutschen Industrie immer mehr an Gewicht verlieren, weil die einst deutsche Vorzeigebranche nicht mehr so bedeutend wie früher ist. Die Nachfrage wird weiter wachsen und das nicht nur an den deutschen Küsten. Das ganze Land ist Reiseziel, egal ob Badeurlaub oder Besichtigung, egal ob Bildungsreise, Sporturlaub oder Kur. Hier wächst ein Wirtschaftszweig, der momentan keine Grenzen kennt, weil die ganze Welt hier Urlaub machen will und im Gegensatz zu früher auch die Amis sich das leisten können und wollen.
Die Auslastung der Hotelbetriebe ist trotz weiter zunehmender Neubauten über das ganze Jahr so hoch, dass Übernachtungsgäste weiterhin von Hotel zu Hotel weitervermittelt werden, weil ständig Kapazitätsgrenzen erreicht sind.

Anders als in anderen Gewerbebereichen, in denen extremer Personalmangel herrscht (z.B. bei den Lieferdiensten), werden hier selbst für einfache Tätigkeiten deutlich höhere Gehälter bezahlt als im Logistikbereich oder in Teilen des Handwerks. Hier werden wir in den nächsten Jahren dieses Jahrzehnts eine deutliche Veränderung erleben, die dafür sorgen wird, dass immer mehr Berufe in Deutschland ein ordentliches Auskommen haben werden. Das Mindestgehalt wird weit schneller und weiter ansteigen als bisher. Die Preisaufschläge, die das zur Folge haben wird, werden aber gerne vom Verbraucher gezahlt, weil jeder weiss, dass davon die eigenen Gehälter auch ansteigen werden. Die Kosten für Energie hingegen werden nach und nach immer geringer wegen des Umstiegs auf Elektrizität. Und das wird den Anstieg der Lohnkosten mehr als nur auffangen.

Schon jetzt lässt sich erkennen, dass der Nullzins dafür sorgen wird, dass zwar keine Zinsgewinne der Sparer erzielt werden können, dafür aber ständig Lohnzuwächse. Und das ist gut, denn mit Arbeit und Lohn kann man Lebenshaltungskosten ausgleichen, mit Zinsgewinnen hingegen nicht, da diese immer unterhalb der Teuerungsrate liegen - Lohnzuwächse hingegen darüber. Daher muss das wichtigste in allen Bereichen der Finanzwirtschaft der Politik die Einhaltung des Nullzinses sein.

Der Chartlord


 

20.02.20 11:28

6967 Postings, 3228 Tage ChartlordAusbreitung eingedämmt ?

Mit Atemmasken und Ausgehverboten hat die chinesische Regierung versucht die Verbreitung der Seuche einzugrenzen.

Den neuesten Zahlen zur Folge hat das Erfolg.

Damit beginnt die tägliche Zählweise der 14-tägigen Inkubationszeit zu laufen.
Der Zenit scheint damit in baldige Reichweite zu gelangen.
Die nächsten zwei bis drei Tage werden es zeigen, ob die Zahl der neu angesteckten Personen weiter abnimmt.
Wenn das der Fall ist, so ist das Schlimmste überstanden.

Bislang müssen wir davon ausgehen, dass es außerhalb Chinas nicht zu wirtschaftlichen Beeinträchtigungen gekommen ist, zumal auch in China erheblicher Nachholbedarf aufgestaut ist. Erst wenn der abgebaut ist, lässt sich der Schaden überhaupt feststellen.

Noch ist für die Weltwirtschaft das Wachstum in 2020 ungefährdet.

Der Chartlord  

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
55 | 56 | 57 | 57  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben