Steinhoff International Holdings N.V.

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neuester Beitrag: 23.08.19 00:08
eröffnet am: 09.01.18 15:22 von: wetterfrosch. Anzahl Beiträge: 203058
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02.12.15 10:11
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Clubmitglied, 26619 Postings, 5286 Tage BackhandSmashSteinhoff International Holdings N.V.

Rechtsform Naamloze vennootschap
ISIN NL0011375019
Gründung 1. Juli 1964[1]
Sitz Amsterdam, Niederlande
Leitung Markus Jooste[2]
Mitarbeiter 91.000 (2014/15)[3]
Umsatz 134,868 Mrd. Rand (2014/15)[3]
Branche Einzelhandel/Möbelindustrie
Website steinhoffinternational.com

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Steinhoff_International_Holdings

Möbelhersteller und Möbelhändler bei uns gelistet,...

hm mal sehen was das wieder ist, kennt das jemand ?  
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203032 Postings ausgeblendet.

22.08.19 22:07

1206 Postings, 561 Tage DerFuchs123@ Manro


. . . .und hat sich die harte Arbeit mit den Buntstiften gelohnt . . . . wie sieht's für morgen denn aus ?  Unverbindlich natürlich !  

22.08.19 22:07

2194 Postings, 584 Tage __DagobertBuntstift

Ist eher win Kratzbuch, bei dem die schwarze Farbe heruntergekratzt wird.

Ich mag seine Bilder auch!  

22.08.19 22:17

3659 Postings, 1228 Tage tom.tomWer schon länger dabei ist...

..weiß dass es nach einem robusten Anstieg auch immer mal Gewinne eingesackt werden.
Morgen werden die Karten eh wieder neu gemischt!

Euch allen eine ruhige Nacht,

Tom

Long!  

22.08.19 22:19
6

132 Postings, 250 Tage Regenzapfer80Nochmal kurzer Rückblick

ich fand auf der Suche nach etwas ganz anderem diesen lesenswerten Artikel. Zwar schon etwas älter, aber mit dem Wissen von heute durchaus interessant. Zudem man auch einige Sachen in einem anderen Licht sehen kann (zB das Verhalten von Seifert...)

September 15, 2017
https://www.fraudanwalt.com/2017/09/15/...mmer-neue-betrugsverdachte/

STEINHOFF INTERNATIONAL: IMMER NEUE BETRUGSVERDACHTE
Liegen die Aktien der Steinhoff International Holdings im Feuer? Bruno Steinhoff könnte zufrieden sein mit seinem Lebenswerk. 1964 gründete der Bauernsohn und Industriekaufmann eine Firma für den Import von Polsterbezügen. Die lief gut an. Heute beschäftigt die im MDax notierte Steinhoff International Holdings mehr als 130 000 Menschen auf fünf Kontinenten.

Der nach Ikea zweitgrößte Möbelkonzern Europas produziert und vertreibt Hausrat (hierzulande in 118 Filialen der Marke Poco), handelt aber auch mit Bekleidung und vermietet Autos. Mit einem Vermögen von etwa 1,4 Milliarden Euro sind die im niedersächsischen Westerstede ansässigen Steinhoffs zu einer der reichsten Familien der Republik aufgestiegen. Ihr Besitz umfasst rund 5 Prozent an der Holding sowie Pflegeheime, Biogasanlagen und Ländereien in Ostdeutschland.
Der hemdsärmelige und öffentlichkeitsscheue Bruno Steinhoff hat, so scheint es, eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die nur der ewige Rivale Ingvar Kamprad toppt. Ein zweites Ikea zu schaffen war von jeher Traum des Selfmademilliardärs.

Dieser Traum könnte nun schon bald zum Albtraum werden, vor allem für die Investoren. Denn wie die Recherchen von Fraudanwalt offenbaren, ist das Steinhoff-Konstrukt so einsturzgefährdet wie manche aus billigem Pressspan gefertigten Schränke und Schubladen in seinen Discounthäusern. Der Konzern scheint auf Treibsand gebaut zu sein.
Für einen eventuellen Schadensfall wäre der Namensgeber nur noch am Rande verantwortlich. Der Gründer wechselte bereits 2008 von der Firmenspitze in den Board, in dem auch seine Tochter Angela Krüger-Steinhoff wacht. Das Unternehmen leiten heute Christo Wiese, seit 2015 Chairman, und CEO Markus Jooste. Der Pate und sein Exekutor bewegen sich nicht selten am Rande der Legalität.
Hasardeuren gleich blähen sie die Umsätze mit waghalsigen  Zukäufen und fragwürdigen Buchungen auf; die Erlöse sind allein 2016 um ein Drittel auf 13,4 Milliarden Euro in die Höhe geschnellt. Verluste werden mitunter zwischen verbundenen Firmen hin- und hergeschoben, sodass sie im Jahresabschluss nicht mehr auftauchen. In mindestens drei Fällen haben die Wirtschaftsprüfer ihr Testat nur mit Einschränkung erteilt.

Mehrere Kapitalerhöhungen haben die Aktie verwässert, ihr Kurs ist abgeschmiert. Die Ratingagentur Moody?s bewertet Steinhoff mit Baa3, eine Stufe über Ramschniveau; Goldman Sachs und die Commerzbank warnten ihre Kunden jüngst vor dem Kauf des Papiers.
In drei Ländern ermitteln Fahnder wegen Steuervermeidung. Die Staatsanwaltschaft 01denburg hegt den Verdacht der gesetzeswidrigen Bilanzierung. Auch eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung liegt vor.

?Die mächtige Stellenbosch-Mafia?, titelt MM
Das Management hat einigen Ehrgeiz in den Aufbau eines Schattenreichs gesteckt, eines sogenannten Off-Balance-Sheet. Zudem ist das Konglomerat absichtsvoll verschachtelt: Der rechtliche Firmensitz liegt in den Niederlanden, die Aktie notiert seit 2015 in Frankfurt und nebenher in Johannesburg, wo Steinhoff 1998 an die Börse ging.
Gesteuert wird das Imperium von Stellenbosch aus. In dem südafrikanischen Weinstädtchen haben sich viele einflussreiche Unternehmer angesiedelt. CEO Jooste bewohnt dort ebenso ein Anwesen wie Chairman Wiese.

Die Herren der ?Stellenbosch Mafia?, wie sie in Südafrika heißt, machen ihre Geschäfte bei der Jagd und beim Besuch von Rugbyspielen. Auch Bruno Steinhoff und Wiese fanden so zusammen.
Wiese investiert sein Geld in Firmenbeteiligungen, er ist der drittreichste Südafrikaner, rund fünf Milliarden Euro schwer. 2014 verkaufte er seine Textil und-Schuhkette Pepkor für 4,6 Milliarden Euro an Steinhoff ein Deal aus Bargeld und Aktien.

BRISANTER FUND bei Steinhoff
Mittlerweile hält Wiese 23 Prozent an dem Möbelmulti. Seine Anteile sind zusammen mit jenen des Managements und der Familie Steinhoff in einem Pool gebündelt, der knapp 33 Prozent der Stimmrechte vereint.
Der mächtigste Steinhoff Aktionär beherrscht das Spiel mit der Intransparenz virtuos. Die letzte Kapitalerhöhung im September 2016 konstruierte Hauptaktionär Wiese so, dass er seinen Anteil zwar aufstocken, auf ein Prospekt mit detaillierten Informationen aber verzichten konnte. Dafür musste er zur Finanzierung des Aktienkaufs seine Papiere an Goldman Sachs, HSBC, Citigroup und Nomura verpfänden ? die Banken gingen lieber auf Nummer sicher.
Mit seinen Machenschaften hat sich der Bure so manchen Ärger eingehandelt. Zollbeamte erwischten ihn beim Einchecken am Londoner City Airport mit dicken Bündeln von Banknoten insgesamt 750 000 Euro. Er habe das mit Diamantengeschäften verdiente Geld auf ein Konto in Luxemburg einzahlen wollen, rechtfertigte sich Wiese.

Der brisante Fund alarmierte die südafrikanischen Behörden. Die stellten fest, dass der Tycoon wesentliche Teile seines Vermögens in Offshorefirmen verlagert hatte ? und forderten eine Steuernachzahlung von 200 Millionen Euro.
Wie sich Wiese mit den Beamten arrangiert hat, ist unbekannt. Das in Großbritannien beschlagnahmte Geld erhielt er jedenfalls zurück. Auch die südafrikanische Börsenaufsicht, die den Juristen ? ebenso wie Jooste und Bruno Steinhoff? wegen Insiderhandels verfolgt hatte, stellte ihre Ermittlungen ein. Die Beschuldigten hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.
Großes Talent zeigt das Steinhoff-Management darin, Steuern zu drücken oder ganz zu vermeiden. Zwischen 2010 und 2015 zahlte der Konzern im Schnitt 11,7 Prozent auf das Bruttoergebnis; die Branche liegt bei mehr als 20 Prozent. Fahnder in Österreich, Südafrika und Deutschland ermitteln, ob Gewinne widerrechtlich in steuergünstige Länder transferiert wurden.
So geschickt die Manager in Steuerfragen agieren, so problematisch ist ihr Geschäftsmodell. Während Ikea allein auf seine blau-gelbe Marke vertraut und damit beträchtliche Synergien hebt, macht Steinhoff in KleinKlein: Die Gruppe führt in Europa, Afrika, Australien, Neuseeland und Amerika 50 Labels und mehr als 12 000 Läden.

Dieses Sammelsurium soll nun auch noch um Lebensmittel erweitert werden. Die Südafrika-Tochter von Steinhoffplant, über einen Aktientausch im Wert von 2,2 Milliarden Euro die Kontrollmehrheit an Shoprite zu erwerben ? der größten Supermarktkette Afrikas, bei der Wiese (wer sonst!) wichtigster Aktionär und Chairman ist.
Es wirkt, als würde gekauft, was zu haben ist. Hauptsache, die Gruppe wiegt Investoren und Geldgeber mit zweistelligen Wachstumsraten in Sicherheit.
Vergangenes Jahr übernahm Steinhoff den US-Bettwarenhändler Mattress. Die Erlöse der Firma schrumpfen auf vergleichbarer Fläche, was Jooste und Wiese nicht hinderte, satte 3,4 Milliarden Euro zu zahlen ? ein Aufpreis auf den Aktienkurs von 115 Prozent. Berater Tushar Jain von Goldman Sachs alarmierte Anfang August seine Kunden, die US-Tochter könnte zu einem Mühlstein für Steinhoff werden.

Ähnlich kurios mutet der Kauf von Poundland im September 2016 an, eine britische Ladenkette, die ihr Sortiment für jeweils ein Pfund verkloppt und mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen kämpft. Trotzdem bot Steinhoff ein Premium von 43 Prozent. Anfang Juni gab KPMG sein Mandat als Wirtschaftsprüfer von Poundland zurück.
AUFGEBLÄHTE BILANZ bei Steinhoff International
Die überzogenen Preise stehen als Goodwill in der Bilanz ? und das nicht zu knapp: Allein für 2016 verzeichnet der Steinhoff-Konzernabschluss einen Goodwill von gut neun Milliarden Euro. Hinzu kommen immaterielle Werte wie Patente und Lizenzen im Wert von mehr als sieben Milliarden Euro.
Nur gut ein Fünftel des Anlagevermögens entfällt auf Güter wie Maschinen und Fabriken. Und selbst diese Sachwerte werden üppig angesetzt, die Gruppe belässt es bei marginalen Abschreibungen: für 2016 knapp 5 Prozent, bei Ikea waren es 2015 rund 37 Prozent.
Zweifelhafte Vermögenswerte beschäftigen inzwischen die Gerichte. Mehrere Verfahren sollen klären, ob die im Steinhoff-Zahlenwerk ausgewiesenen Anteile an der Poco-Kette und dem französischen Möbelanbieter Conforama zu hoch angesetzt sind.

DUBIOSER VERTRAG, dubioses Joint Venutre
Die Poco-Filialen gehören einem Joint Venture von Steinhoff und Andreas Seifert, dem Co-Geschäftsführer der XXXLutz Einrichtungshäuser. Beide sind jeweils zu 50 Prozent an der Gemeinschaftsfirma beteiligt. Nun behauptet Steinhoff, Seifert habe seine treuhänderischen Pflichten verletzt und damit seinen Anteil verloren.
Vom Conforama-Eigenkapital standen Seifert und Steinhoff ebenfalls je die Hälfte zu. Vonseiten Steinhoffs heißt es jetzt, Seifert habe Zusagen nicht erfüllt, daher habe er nur noch Anrecht auf ein knappes Viertel.
Sowohl Poco als auch Conforama, die aufaddierte Erlöse von rund fünf Milliarden Euro erzielen, stehen als 100-ProzentTöchter in der Steinhoff-Bilanz. Obsiegt Seifert vor Gericht, muss der Konzern die beiden Firmen möglicherweise aus den Büchern nehmen, zumindest zum Teil. Die Assets würden dann deutlich schrumpfen, Umsätze und Gewinne in sich zusammensacken.
Finanziell vorgesorgt hat die Holding kaum. Die Rückstellungen betragen lediglich 491 Millionen Euro ? eine geringe Summe angesichts der Risiken.

Der zurückgezogen lebende Österreicher Seifert könnte den Südafrikanern noch weitere Schwierigkeiten bereiten. Der sonst ruhige Mann reagierte fassungslos, als er im Juli 2016 in den Räumen der Polizeiinspektion Osnabrück als Zeuge zu diversen Dokumenten befragt wurde, die er unterzeichnet haben soll. ?Ich habe die Papiere nie zuvor gesehen und sie nicht unterschrieben?, beteuert Seifert. Er hat mittlerweile Strafanzeige wegen Urkundenfälschung gestellt.
Unter den Schriftstücken befindet sich ein Vertrag vom 15. Januar 2012, in dem Seifert angeblich der Offshoregesellschaft Winecott, die damals der Steinhoff-Gruppe nahestand, die exklusive Nutzung seiner Marke Möbelix in mehreren europäischen Ländern zusichert. Die Urkunde legt fest, dass ?nach Beendigung des Vertrages? eine Einmalgebühr von 3 Prozent fällig wird ? gemessen am MöbelixNettoumsatz. Wie lange die Vereinbarung läuft, ist nicht definiert. Will heißen: Dem Lizenznehmer entstehen zunächst keine Kosten, und er darf den Wert der Markenrechte in seiner Bilanz verbuchen.

Aufgetaucht waren die Akten bei mehreren Razzien, die der Oldenburger Oberstaatsanwalt Frank Lohmann in der Steinhoff-Europa-Zentrale in Westerstede sowie in den Privathäusern von zwei Steinhoff-Vertrauten durchführte. Die Verfahren laufen seit Anfang 2015.
Die Fahnder ermitteln wegen ?überhöhter Umsatzerlöse?. Hintergrund sind Verträge, die den Verkauf von immateriellen Gütern beziehungsweise Gesellschaftsanteilen belegen. Verkäufer und Käufer waren Firmen, die dem Umfeld von Steinhoff  entstammen sollen. Es gehe bei den diversen Transaktionen um ?jeweils dreistellige Millionenbeträge?, so die Staatsanwaltschaft.
Steinhoff hätte also, wenn sich der Verdacht bestätigt, Vermögenswerte in die Bilanz aufgenommen, die zu hoch angesetzt sind oder nicht existieren. Das Steinhoff-Management ist der Auffassung, dass die konsolidierten Abschlüsse der Gruppe die Sachverhalte zutreffend reflektieren.
Beschuldigt werden zwei Männer, die seit Jahren zum Netzwerk von Steinhoff gehören ? Siegmar Schmidt und George Alan Evans?, sowie Steinhoff-Manager Dirk Schreiber und CEO Jooste.
Seit ermittelt wird, zieht es Jooste offensichtlich seltener nach Deutschland. Selbst zur Erstnotiz von Steinhoff in Frankfurt erschien er nicht. Der Vorstandsvorsitzende entschuldigte sich mit Nackenschmerzen. Um den ersten Kurs zu läuten, musste noch mal der Gründer ran.
Bruno Steinhoff und Jooste kennen sich seit Langem. Der Wirtschaftsprüfer stieß 1988 zu Steinhoff, 2000 stieg er zum CEO auf. Nebenbei betätigt er sich als Pferdezüchter, was erklären könnte, warum ausgerechnet Steinhoff mit seiner Discounttochter Poco das piekfeine Galopprennen in Iffezheim bei Baden-Baden sponsert.
Der Südafrikaner sagt von sich selbst, er sei ?erfolgshungrig?. Weggefährten beschreiben ihn als durchtriebenen Manager mit einem geschickten Händchen für Steuern und Bilanzen.
Welche Kreativität Jooste und seine Zuarbeiter bei der Buchführung entwickeln, zeigt sich am Wirken des Mitbeschuldigten Siegmar Schmidt.
Schmidt stand Steinhoff mehr als zehn Jahre lang unter anderem als Finanzchef des Europa-Geschäfts zu Diensten. Heute führt er aus seinem Einfamilienhaus im nordwestdeutschen Provinzstädtchen Bad Zwischenahn ein halbes Dutzend Firmen. Mit dem bunten Strauß schafft er ein dichtes Geflecht, das unter anderem dabei hilft, den beunruhigenden Zustand des Steinhoff-Imperiums zu verbergen.

VERSTECKTE VERLUSTE im Steinhoff Imperium
Aktiv wird Schmidt etwa beim Kauf des österreichischen Möbeldiscounters Kika-Leiner, für den FC-Bayern-Star David Alaba ebenso schlicht wie eingängig wirbt: ?I bin a Kika.?
Im Juni 2013 gibt Steinhoff bekannt, die europaweit gut 70 Kika-Leiner-Einrichtungshäuser mit einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro zu übernehmen. Alsbald reift die Erkenntnis, dass eine Vollkonsolidierung des verlustreichen Billiganbieters wohl keine so gute Idee sei.
Steinhoff findet einen Weg, die Übernahme zu verstecken: In der Bilanz von 2014 heißt es, man habe ?den unabhängigen Kauf von Kika-Leiner ermöglicht, durch die Genesis Investment Holding?. Genesis indes ist alles andere als unabhängig. Ihre Muttergesellschaft Triton wird von Steinhoff mit 375 Millionen Euro finanziert, dem Kaufpreis von Kika-Leiner.
Mittendrin und zwischenzeitlich Hauptaktionär von Kika-Leiner: Der Steinhoff-Vertraute Schmidt. Er sorgt dafür, dass sich Kika-Leiner für rund zwei Jahre auf einer Geisterbahn außerhalb der Steinhoff-Bilanz verstecken konnte.
Als Schmidt über Zwischengesellschaften zu den Eignern von Kika-Leiner gehört, nimmt ihm Steinhoff die Immobilien der Möbelkette ab. Der Konzern zahlt dafür 452 Millionen Euro ? 77 Millionen Euro mehr, als das gesamte Unternehmen gekostet hatte. Seitdem weist Steinhoff erkleckliche Mieteinnahmen aus, 2015 rund 70 Millionen Euro.
Das defizitäre Einzelhandelsgeschäft von Kika-Leiner gesundet zwischen 2013 und 2015 auf wundersame Weise. Ein Verlust von 11 Millionen Euro verwandelt sich in 38 Millionen Euro operativen Gewinn, obwohl der Umsatz um ein Fünftel einbricht.
Die Quelle des Profits mutet absurd an. 46 Millionen Euro verbucht Kika-Leiner-Besitzer Genesis für ?Wissens-Dienstleistungen und Zuschüsse für die Förderung der Markennamen?. Das Geld kommt vermutlich erneut von Gesellschaften, die Steinhoff nahestehen.
Ende 2015, unmittelbar vor dem Börsengang in Frankfurt, werden die notdürftig aufgemöbelten Läden wieder in die offizielle Steinhoff-Bilanz eingefädelt. Immerhin geben die Wirtschaftsprüfer von Deloitte & Touche einen Warnhinweis: Im Börsenprospekt bekennen sie, dass sie nicht nachgeschaut hätten, ob alle Daten tatsächlich stimmten.
Ähnlich trickreich wie bei Kika-Leiner verfuhr Steinhoff mit anderen defizitären Töchtern, etwa JD Consumer Finance, eine Firma für Konsumentenkredite in Afrika. Sie wurden an Unternehmen weitergereicht, mit denen der Konzern zwar verbunden ist, die er aber nicht konsolidiert. Wie etwa Campion Capital, zu deren Gründern und Direktoren wiederum Schmidt gehört.
Was passiert nun, wenn die im Verborgenen schlummernden Einheiten zusätzliche Defizite anhäufen und die von Steinhoff ausgereichten Kredite in dreistelliger Millionenhöhe nicht zurückgezahlt werden können? Wer trägt dann den Schaden?
Fest steht: In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat sich die Finanzlage zunehmend verschlechtert. Die operative Gewinnmarge fiel von 11,6 auf 8,8 Prozent. Vom Vorsteuerüberschuss in Höhe von 816 Millionen Euro kam in der Endabrechnung kaum Hartgeld an: Der Netto-Cashflow sackte auf 13 Millionen Euro was den Verdacht nährt, dass ein Großteil des Profits auf obskuren Buchungen fußt. Zugleich stieg die Nettoverschuldung von 2,9 auf 6,5 Milliarden Euro.
Steinhoff braucht vermutlich bald frisches Geld. Die Restrukturierung und Integration der milliardenteuren Zukäufe verursacht Kosten. Und die Behörden könnten Steuern nachfordern. In ihrer Not sind Jooste und Wiese auf einen neuen Kunstgriff verfallen. Das Duo hat alle afrikanischen Handelsaktivitäten, die für ein Viertel des Gesamtumsatzes verantwortlich sind, in eine Tochtergesellschaft eingebracht. Die soll bis Ende September an die Börse in Johannesburg gehen, der Emissionserlös die Kassen der Holding auffüllen.
Ganz so, als würde man eine auf Treibsand gebaute Bretterbude mit einem Hering absichern wollen. Die Steinhoff International Holdings setzt die Redaktion auf die Warnliste.  

22.08.19 22:26
1

3880 Postings, 1617 Tage Taylor1alles alte müll

Wir sind schon viel weiter als letztes jahr,aber Kurs muss sich noch ändern,nach oben unten wie auch immer,dann 30cent oder so...!.  

22.08.19 22:33
2

4842 Postings, 2443 Tage Motzereinfacher Chart

Man sollte nicht zu viel hineininterpretieren in die Charts.

Folgendes erscheint mir aber wichtig: Es gibt eine Unterstützung im Bereich bei 0,070 - 0,076, die mehrmals gehalten hat (rote Kringel).

Ab 15.8. wurde die Unterstützung nach unten durchbrochen (schwarzer Kringel) bis zum Alltime-Low bei 0,05. Es ging dann schnell wieder rauf bis 0,07 (heute).

Aus charttechnischer Sicht kann man den Ausflug zum ATL bei 0,05 als sog. Fehlausbruch sehen.

Das ist ein gutes Zeichen. Ab jetzt sollte der Weg frei sein nach oben.  
Angehängte Grafik:
steinhoff_unterstuetzung.jpg (verkleinert auf 71%) vergrößern
steinhoff_unterstuetzung.jpg

22.08.19 22:37
1

1206 Postings, 561 Tage DerFuchs123@ Motzer


Bin voll bei Dir !

Lassen wir uns überraschen ! . . . . Positiv natürlich, Smiley !  

22.08.19 22:37
6

132 Postings, 250 Tage Regenzapfer80Nix Müll - Kontext....

Viele kennen gar keine Berichte aus der Zeit vor dem Knall, weil sie erst später auf den Zug aufgesprungen sind. Daher ist es durchaus mal lesenswert auch zB von Wieses Machenschaften zu lesen und seine heutige "Opferrolle" vor diesem Hintergrund zu sehen....Wenn man wirklich Unterschriften von Seifert gefälscht hat, kann ich verstehen, warum der das persönlich nimmt und uns bei der Umstrukturierung Steine in den Weg gelegt hat usw.


Aber jeder wie er meint. Muss man ja nicht lesen. Müll ist für mich: sinnlose Einzeiler, Stellungnahmen zu eigenen Befindlichkeiten, Bauchgefühle und Kursprophezeiungen die anhand irgend welcher Glaskugeln hellseherisch herbeivermutet werden....
 

22.08.19 22:41
2

1157 Postings, 605 Tage Ruhig BlutMal ehrlich

Wir sitzen wie der Fuchs vorm Kannichen Bau.

Wir wissen aber nicht ob ein fettes Kannichen oder aber eine abgemagerte Spitzmaus raus kommt.

Ausgliederung hin oder her. Hiew down oder CVA. Wir sind todgeschmissen worden mit juristischen Papier.

Hat irgendwer noch einen klitzekleinen  Überblick was hier genau passiert.

Unser Dirty wuselt in den CVA Dokumenten rum, dafür auch ein herzliches Dankeschön. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Hier gibt es mehr als eine variable. Allein das komische Steinhoff Investment Holding Gedöns ist für mich eine Mega Blackbox.

Fazit: ich habe nachgelegt und Kruppstahleier habe ich schon längst nicht mehr. Die sind wesentlich härter.

GIGA LONG
 

22.08.19 22:45
2

1206 Postings, 561 Tage DerFuchs123@ Regenzapfer


Ist ja alles interessant, allerdings sollten hier Investierte diese Historie bereits hinlänglich kennen.

Fakt ist, es ist Historie und damit Vergangenheit.

An der Börse wird aber bekanntlich die ZUKUNFT gehandelt !

Die Bilanzen sind aktuell blitzsauber, LUA und CVA sind durch, die Zinsen bis 12.2021 gestundet, die Geschäfte laufen mit guten Umsätzen, es wird restrukturiert . . . .

Also . . . .  

22.08.19 22:47
2

2006 Postings, 1521 Tage XaropeRuhig blut

Du hast keiner schimmer, kaufst aber nach???
Nu versteh i auch deine damaligen kursprognosen.  

22.08.19 22:51

1206 Postings, 561 Tage DerFuchs123Da habe ich kein Problem . . .


" Wir sitzen wie der Fuchs vorm Kannichen Bau.

Wir wissen aber nicht ob ein fettes Kannichen oder aber eine abgemagerte Spitzmaus raus kommt."



Ich würde ohne mit der Wimper zu zucken für's erste auch die abgemagerte Spitzmaus fressen !

Wie gesagt . . für's erste . . . . . Smiley !


Gute Nacht !  

22.08.19 22:53

1157 Postings, 605 Tage Ruhig BlutXa

Das lass mal ganz meine Sorge sein.



 

22.08.19 22:56

3880 Postings, 1617 Tage Taylor1Regenzapfer

Willst du jetzt 8000 seiten wiederholen?
Wir müssen in die Zukunft schauen!.
Kika Leiner,Poco und und  sind weg.
Welt Nr.2 Möbel Unternehmen ist SH längst nicht mehr 6eur.Kurs auch vergangenheit.
Wenn wir 1eur.sehen in 3j kannste froh sein.
 

22.08.19 22:56
1

2006 Postings, 1521 Tage XaropeRuhig blut

Der nachkauf is mir egal, deine gepushe, jetzt mit dem wissen das de kein schimmer hast. Des hat mich grad bissl aufgewüllt.  

22.08.19 22:57
1

2134 Postings, 1407 Tage Viking@Fuchs

Für Neueinsteiger sicher lesenswert @post 203037.
Aber Du hast Recht, die meisten Aktionäre kennen sicher schon den Großteil der Story aus Regenzapfers Post.

Ausser natürlich Wiese, für ihn war das "like a bolt from the blue"...*Hust*.

Wie kann der Mann es wagen, SNH zu verklagen.
Gier nach Macht und Geld hat ihn anscheinend schon aufgefressen!


 

22.08.19 23:02

132 Postings, 250 Tage Regenzapfer80wie gesagt

man muss das nicht lesen. Und die Annahme, dass  der Großteil der Investierten das kennt, teile ich nicht. Wie die Diskussuon der letzten Tage gezeigt hat, kennen viele nicht mal die Inhalte der Unternehmensmeldungen der letzten Monate (Stichwort: hive down...)  

22.08.19 23:29

2194 Postings, 584 Tage __Dagobert@hive down

hab mir das mal in google books durchgelesen. Vielleicht kann mir einer von den ?hive down? Profis erklären, was hier die Erwartungshaltung ist.

Für mich liest sich das so, dass man damit schlicht theoretisches Massevermögen den möglicherweise obsiegenden Klägern entzieht und eine Besicherung der Gläubiger erreicht. Mehr lese ich da nicht heraus, aber vielleicht wars das falsch google book, das ich zu Rate zog.  

22.08.19 23:33
2

516 Postings, 276 Tage tuesEin Versuch

Die Hive Down Geschichte wird womöglich dazu führen , dass eine gewisse Summe an hochverzinsten
externen Schulden vorübergehend (2021) gegen Anteile getauscht wird. 2021 schaut man dann wie die
Werte sich entwickelt haben. Sind die Assets gestiegen geben die Gläubiger anteilsmäßig etwas zurück.
Bekommen Sie von Steinhoff Geld dann steigen die Gläubiger wieder aus.
Wenn die Assets im Wert sinken bis 2021 dann füllt Steinhoff mit Cash auf-und man verlängert hier.

Habs schon erwähnt - bin nicht aus dem Fachgebiet  

22.08.19 23:42

1157 Postings, 605 Tage Ruhig BlutXa

Wenn ich Dich aufwühle, setzte mich bitte auf ignore.

Da Du ja den vollen Durchblick hast, werde ich Deine Beiträge aufmerksam verfolgen.

Besonders freue ich mich über Deine Expertise über den Cash Aufbau in der Holding in SA, wie dieser zu der den Kapitalverkehrskontrollen der SARB passt.

 

22.08.19 23:48
2

121 Postings, 604 Tage himself81Ganz Herzlichen Dank @Regenzapfer80

Der von Dir eingestellte Link zu fraudanwalt ist auch als Quellenangabe im Viceroy-Report enthalten, ich hatte es aber nie gelesen. Zum Beispiel die geforderte Steuernachzahlung von Wiese über 200 Mio. ? wegen Offshore Entitäten ist nicht im Fokus des Viceroy-Reports und soweit gesehen dort nicht aufgeführt. Es ergänzt aber vortrefflich das Bild über unseren früheren Chairman. Auch bei Shoprite steht er mittlerweile im Schussfeld.

Ich wundere mich ohnehin, dass Wiese seine Schulden bei Steinhoff immer noch nicht beglichen hat. Veröffentlicht wurde diese Info mindestens seit Mai 2018, siehe Lenders presentation, S. 38: http://www.steinhoffinternational.com/downloads/...sentation-0518.pdf

Aktuell zahlt Wiese nur 3% Zinsen und selbst diese Zinsen wurden nur analog PIK angesammelt bis zum Bilanzstichtag 31.3.2019 (HY19), sodass aus den ursprünglich verbliebenen Schulden von 200 Mio. ? nach letztem Stand noch über 206 Mio. ? offen sind.

Warum werden diese Beträge trotz Notlage von Steinhoff seit über 1,5 Jahren nicht beglichen und warum ist die Rede von "regulatory approvals" für die Rückführung? (hat auch Mysterio mehrfach darauf hingewiesen), siehe S. 75: http://www.steinhoffinternational.com/downloads/...ort%202019_web.pdf

Der Alt-Artikel von Regenzapfer hat meine Neugierde über die bisherige und zukünftige Rolle von Wiese jedenfalls nochmals etwas erhöht! ;-)

Im vollständigen PwC Report werden sich bestimmt weitere Schweinereien finden, welche sich das Management, angeführt von einem ausgebildeten Anwalt, zu Nutze machen wird.

Zu den "Billigkursen" und Aussagen von LdP:
Ich vertraue ihm und er hat wahnsinnig viel für das Unternehmen und auch die Shareholder geleistet. Wir müssen uns nur weiter gedulden. Er hat bei der Investor Presentation auch gesagt, dass möglicherweise Shareholder die Gruppe unterstützen könnten! Wäre das nicht auch ein Vorteil eines am Boden liegenden Kurses? Er hat ja nicht gesagt, dass es diesen Shareholder Stand heute bereits gibt, vielleicht kommt dieser in einigen Tagen oder Wochen und nutzt die günstige Gelegenheit...

Abschließend muss ich auch nochmal darauf hinweisen, dass hier viel ungefilterter Unsinn geschrieben wird. Um eine Referenz zu nennen, alleine Taylor1 hat mit einigen heutigen Posts für mehrere Sorgenfalten bei mir gesorgt. Ich hoffe, dass jeder Einzelne die richtigen Entscheidungen für sich trifft und auch selbst eine Recherche anstellt.




 

22.08.19 23:56

3880 Postings, 1617 Tage Taylor1himself du kannst mich ignorieren

musst meine beiträge nicht lesen!.
hier sind sehr viele Longies...
Über 1,5j alles schon so oft gepostet haben.
Aber wenn du meinst,Regenzapfer anzubetteln ist es deine entscheidung.  

23.08.19 00:03
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516 Postings, 276 Tage tueshi Taylor1

Deine Aussage mit 6 Mrd. Cash hast du halt absolut exclusiv.
Ich seh uns bei 2,4 in etwa  

23.08.19 00:06
1

122 Postings, 82 Tage WasseruhrTaylor

Kann den Typen endlich einer aus dem Forum bannen...das ist ja grausam mit ihm. Kein Stückchen besser als suissere oder szene...

Von mir auch ein Dank an regenzapfer für den Link.  

23.08.19 00:08
1

121 Postings, 604 Tage himself81Taylor

Offensichtlich hast Du ja meinen Beitrag komplett gelesen. Hast Du aber auch den Link von Regenzapfer und den Viceroy-Report vollständig gelesen? Oder mindestens eine der mittlerweile zahlreichen Bilanzen (FY17, FY18 oder HY19)? Und verstehst Du auch grundlegende Inhalte? Auf eine Rückmeldung dazu bin ich gespannt.

Da ich onvista nutze, habe ich keine Ignorefunktion. Es geht aber auch nicht um mich, sondern um das Bild nach außen. Und deine Stellungnahmen haben dazu leider keinerlei Substanz und sind oftmals sogar grundlegend unrichtig, könnten aber bei Neueinsteigern falsche Signale setzen. Auch wenn diese Neueinsteiger ebenfalls für sich selbst verantwortlich sind, müssen wir denen nicht noch zusätzliche Falschinformationen geben. Das witzige dabei ist: Früher oder später werden potentielle Shareholder damit für alle Zeiten vergrault und damit schadest Du sogar der langfristigen Gesundung des Kurses. Du bewirkst also das Gegenteil, von dem Du offensichtlich versuchst, es zu erreichen.


 

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