Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

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neuester Beitrag: 20.05.19 23:08
eröffnet am: 26.07.13 11:40 von: Scansoft Anzahl Beiträge: 22457
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26.07.13 11:40
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12135 Postings, 5017 Tage ScansoftHypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

Ich habe mich in den letzten Monaten substantiell an Hypoport beteiligt. M.E. bietet die Aktie auf dem derzeitigen Niveau die reelle Chancen von nennenswerten Überrenditen in den nächsten 2-3 Jahren. Die Gründe für die Einschätzung stelle ich anschließend kurz dar und erläutere sie kurz:

1) Antizyklisches Investitionsmöglichkeit in der Finanzdienstleistungswirtschaft
Die Finanzdienstleistungswirtschaft in Deutschland befindet sich aktuell in der Krise, was man auch an den Aktienkursentwicklungen der Peers von Hypoport MLP, OVB und Aragon ersehen kann. Entsprechend sind die Bewertungen der dort operierenden Unternehmen allgemein depressiv mit teils einstelligen KGV´s. Da der Finanzdienstleistungsmarkt eher zyklisch verläuft deutet sich hier ein zyklischer Tiefpunkt an. Weiterer Vorteil von depressiven Marktstimmungen ist bekanntlich, dass nicht mehr zwischen guten und schlechten Unternehmen unterschieden wird (ähnlich wie in einer euphorischen Marktstimmung). Strukturell ist der Finanzdienstleistungsmarkt weiterhin ein Wachstumsmarkt, da die Marktmacht der Banken tendenziell sinkt und der Bedarf zur Altersvorsorge weiterhin hoch bleibt, da der Staat zunehmend seine Leistungsversprechen nicht mehr finanzieren kann. Im Vergleich zu Banken haben die Finanzdienstleistungsunternehmen den Vorteil im Hinblick auf die Assets deutlich transparenter zu sein und somit weniger unkalkulierbare Bilanzrisiken aufzuweisen. Für ein antizyklisches Investment insoweit ein interessantes Marktsegment.

2) Strukturell überlegendes Geschäftsmodell
Hypoport hat m.E. ein im Vergleich zum Wettbewerb strukturell überlegendes Geschäftsmodell, was dem Unternehmen ermöglichen wird auch in einem stagnierenden bzw. rezessiven Marktumfeld zweistellig organisch zu wachsen.
a) Allfinanzvertrieb Dr.Klein
Hypoport besitzt einen "normalen" Finanzvertrieb wie ähnlich z.B. AWD, OVB, Bonnfinanz, DVAG und MLP. Der Unterschied ist, dass dieser Vertrieb vollständig internetfokussiert und nachfrageorientiert ist. Dr. Klein berät, wenn eine Nachfragesituation beim Kunden vorhanden ist und "drückt"( in der Regel) keine ungewollten Produkte auf. Folge ist eine höhere Beratungsqualität und einhergehend eine relativ gute Markenreputation. Die notwendigen Leads werden sehr effizient über eigene Seiten (v.a. vergleich.de) im Internet generiert, wobei einfache Produkte über den Telefonvertrieb und komplexe Produkte über den Filialvertrieb verkauft werden. Im Unterschied zu reinen Onlinevertrieben wie Check24 und finanzen.de verfügt Dr.Klein auch über ein "Offline" Filialvertrieb der als Franchisemodell betrieben wird, was dem Unternehmen eine kapitalschonende Expansion in diesem Bereich ermöglicht. Dies zeigt, dass Dr.Klein im Gegensatz zu den vorgenannten Strukurvertrieben bei entscheidenen Elementen anders (m.E. besser) organisiert ist. Dieses "neue" Geschäftsmodell des Vertriebs scheint sich auch verstärkt in der Branche durchzusetzen, da Dr.Klein für sein Modell seit Jahren neue Berater gewinnen konnte, während bei fast allen Vertrieben diese Kennziffer rückgängig ist. Mit steigender Beraterzahl steigt bekanntlich auch die Vertriebsmacht und damit einhergehend der Wert des Vertriebes.

b) Europace
Das interessanteste Asset von Hypoport ein Europace. Ein Marktplatz für Finanzprodukte, der als Cloudsoftwarelösung bei Vertrieben und Produktgebern platziert wird. Dieser Marktplatz ist in seiner Konzeption einzigartig in Deutschland und wird über Finmas und Genopace aktuell auch im Sparkassen und Genossenschaftsbankensektor platziert. Der Marktplatz ermöglicht einen sehr effizienten Vertrieb bzw. die Abwicklung von Finanzierungsprodukten und scheint ein Marktbedürfnis zu befriedigen. Jedenfalls steigen die Umsätze auf dieser Plattform kontinuierlich an und haben zuletzt 2012 ein Volumen von 28 Mrd. erreicht. Insofern kann man nunmehr feststellen, dass sich diese Geschäftsidee bzw. dieses Geschäftsmodell in Deutschland durchgesetzt hat. Gerade bei neuartigen Geschäftsmodellen besteht regelmäßig die Gefahr, dass diese scheitern. Dies sehe ich bei Europace nicht mehr, da der erreichte Track Record eine beeindruckende Sprache spricht. Sobald sich eine Plattformlösung durchsetzt, proftiert der Inhaber dieser Plattform von zwei positiven Effekten. Dem Marktplatzeffekt und den hohe Grad an Skalierbarkeit( vgl. Ebay). Beide Effekte werden in den nächsten Jahren immer deutlicher hervortreten, da bislang die Investitionen in dem Plattformaufbau im Vordergrund standen, die bis dato schon über 50 Mill. EUR (mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung) betragen haben (aufgrund der Höhe der bislang geleisteten Investitionen sehe ich auch das Replacementrisiko durch Wettbewerber als gering an). Die "Erntezeit" bei Europace beginnt also erst langsam.
c) Maklertätigkeit für die Wohnungswirtschaft
In seinem dritten Geschäftsbereich ist Hypoport als Makler in der Wohnungswirtschaft tätig. Nach eigenen Angaben ist man hier Marktführer. Dies kann ich nicht verifizieren, allerdings generiert Hypoport hier seit Jahren kontinuierlich Ebitmargen von 30%, so dass hier offenbar ein Wettbewerbsvorteil gegeben ist.

Zu der zugegeben schwierigen und strittigen Frage der Bewertung des Unternehmens nehme ich im Verlauf der kommenden Tage nochmal gesondert Stellung.  
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Aktienmarkt ist halt kein Ponyhof
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17.05.19 11:02
12

1797 Postings, 7105 Tage NetfoxMein Gedanke nach der HV: ICH VERKAUFE ALLES

andere, was im Depot so noch vorhanden ist und stecke das Geld in Hypo. Ich habe mich dann dagegen entschieden. Nicht weil 100% Hypoportaktien zur Altersvorsorge unvernünftig wären (hat Slabke vermutlich auch.Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ronald seine private überschüssige Liquidität in "sichere" DAX-Werte steckt). Nein, 100% Hypoport würde für mich den Abschied von der Börse bedeuten. Denn wenn man das vielschichtige Geschäftsmodell von Hypoport versteht, muß einem klar werden, dass nicht die Frage ist, OB sondern WANN die 1000? oder mehr erreicht werden. Warum also andere Goldkrümel suchen, wenn man schon eine unerschöpfliche Goldmine hat? Die einzige Antwort für mich lautet: Aus Spaß. 5 bis  10% muß ich halt zum Spielen haben. Weiteres  zur HV, den Antworten auf die von König genial vorgetragenen Boardfragen und dem Drumherum kommt nächste Woche,  ggfs auch nur als Ergänzung zum Bericht von Hellshefe oder anderen .  

17.05.19 12:38
2

120 Postings, 256 Tage Hein_Blödich sehe das ähnlich wie du...

wir sind hier auf der Suche nach einer Goldmine auf eine Diamantmine gestoßen.
Wozu also noch diversifizieren und sich wieder auf die Suche nach einer Goldmine machen...
Risikostreuung hin oder her...
vg  

17.05.19 13:03
1

3365 Postings, 3640 Tage AngelaF.Hein_Blöd

Netfox hat es ja schon gesagt... Aus Spaß.  :-)

Spaß, und die Sicht, dass es noch weitere Firmen gibt die eine ähnliche Zukunft wie Hypoport vor sich haben.

Wenn mir Scansoft es nicht verboten hätte, würde ich jetzt z.B. auf IVU verweisen.  :-)


Auch von mir ein herzliches Dankeschön(!) an die "Berichterstatter". In diesem Thread die HV-Berichte zu lesen, ist fast wie dabei gewesen zu sein.  

17.05.19 13:59

188 Postings, 1297 Tage skipper2004@Angela

Scansoft hat aber auch, wenn ich mich recht erinnere, IVU ausgeschlossen, eine ähnliche Performance wie HYPO vor sich zu haben.
Und dass man nach einer zweiten HYPO sucht, ist wohl mehr als natürlich. Allein ist diese Firma noch nicht entdeckt, fürchte ich.

mfg  

17.05.19 15:00

3365 Postings, 3640 Tage AngelaF.skipper2004

Vom Zeitpunkt der "Erweckung" aus gesehen, sicherlich. Da ist Hypoport eine andere Hausnummer.

Vom jetzigen Zeitpunkt aus gesehen, dürften die beiden Firmen eine ähnlich gute Zukunft vor sich haben.

Neben dem Berliner Bärchen, gibt es jetzt sozusagen auch ein Berliner Pärchen. ;-)

 

17.05.19 16:03

188 Postings, 1297 Tage skipper2004...weil wir

grad dabei sind, vergiss Cegedim nicht. Ups...ein wenig offtopic darfs schon sein :))  

17.05.19 16:24
1

3365 Postings, 3640 Tage AngelaF.Auf Jahre hinaus

zweistelliges Wachstum lt RS.

Mal von den heutigen 200 im Kurs ausgehend, und 15% jährliches Wachstum (auch im Kurs) angenommen...

dann wird die Dausendmeilenzone im Jahre des Herrn 2031 überschritten.

Bei 15% jährliches Wachstum, verdoppelt sich der Kurs (ziemlich) genau alle 5 Jahre.

Hypoport - eine Aktie zum Vererben.

Wenn also 19MajorTom68 vor 4 Jahren eine gute Stückzahl für seinen Enkel gekauft hat, und der Enkel 150 Jahre alt wird, dann kann er ja fast zum Fantastilliardär werden.  :-)




 

17.05.19 16:58
1

188 Postings, 1297 Tage skipper2004naja

...jetzt muss ich wieder CEGEDIM mit HYPO vergleichen. Muss aber betonen, dass ich niemandem beim Wort nehme oder gar das Wort im Mund umdrehe. Trotzdem....

"Von daher kann ich mir bis Ende 2020 Kurse von 50 EUR vorstellen..."
bzw.
"bis 2021 die EBITDA Marge auf 20% zu bringen, wenn man dann auch Marktführer bei der Telemedizin in Frankreich ist, dürften Kurs von 50 - 60 EUR drin sein..."

Ich sag jetzt nicht, von wem diese Aussagen stammen :))), aber so gesehen, wenns nur ansatzweise so klappt, wie sich der betreffende Herr das vorsichtig ausmalt, dann wär CEGEDIM ja gegenüber HYPO und IVU ein Rennpferd erster Güte.

mfg  

17.05.19 21:38
26

381 Postings, 1550 Tage hellshefeHypoport HV 2019

Ich schließe mal an MBerlins Bericht an:

Beim Frühstücks Talk mit Jan Pahl fällt mir zu den außerbörslichen  Käufen und Verkäufen noch folgendes ein: Da Hypoport auf den Namen eingetragene Aktien ausgibt, können sie mit einer 3 Tage Verzögerung Namen und Stückzahlen ablesen, und so sehen welche Investoren wieviele Stückaktien auch unterhalb der Meldeschwellen ge- und verkauft haben. Und da gibt es nicht nur institutionelle, sondern auch private Anleger, die Stückzahlen in der Größenordnung der institutionellen (unterhalb der Meldeschwellen) halten.

Ein bischen schade, daß so wenige aus unserem Forum gekommen sind. Sollte es wirklich am Wochentag gelegen haben, freue ich mich schon auf nächstes Jahr mit einer regen Beteiligung unsererseits. Die Bitte wurde natürlich von König in der Diskussionsrunde übermittelt. Die Antwort war, man werde darüber nachdenken, also kein festes Versprechen. Die Frage nach dem nächsten HV Ort wird erst Anfang nächstes Jahr mit der Bekanntgabe der nächsten HV geklärt werden können.

Die Firmensitzverlegung ist nach der Abstimmung beschlossene Sache. Bei der Abstimmung wurde die Beschlussfassung aller Tagesordnungspunkte mit der erforderlichen Mehrheit angenommen. Die genauen Zahlen der Abstimmung gibt's unter folgendem Link:

https://www.hypoport.de/hypoport/uploads/2019/05/...ersicht-oHV19.pdf

Zu der Firmensitzverlegung nach Lübeck muß ich noch folgende schon diskutierte Irrtümer ausräumen:

- Steuern werden nicht von Berlin nach Lübeck wandern, sondern werden dort gezahlt, wo die Erträge erwirtschaftet werden.
- Kein Mitarbeiter muß nach Lübeck umziehen

- Die Hauptversammlung einer börsennotierten Firma kann am Firmensitz oder an jedem Ort in Deutschland stattfinden, wo es eine Börse gibt. (theoretisch auch in Stuttgart ;-)

- Hypoport ist mit dem Senat immer noch im Dialog über eine Unterbringung der Firma an einem attraktiven Standort in Berlin. Jedoch wird es möglicherweise darauf hinauslaufen, ein eigenes Gebäude zu bauen.



Pünktlich um 10:00 Uhr fing die Hauptversammlung an. Der Aufsichtsrat Roland Adams hat als Versammlungsleiter nach einem Nachruf auf den verstorbenen langjährigen Aufsichtsrat Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder zunächst eine Schweigeminute abgehalten.

Die HV Teilnehmer schienen auf den ersten Blick wesentlich weniger geworden zu sein als die letzten 2 Jahre. Der Raum war aber wesentlich größer und eine Menge Stühle noch frei. Nach einer groben Zählung kam ich dann aber doch auf ca. 70 Personen. Wären aus unserem Forum so viele gekommen wie im letzten Jahr, hätten es auch wieder 80 Anwesende sein können.

Der Ablauf wie üblich: Einführung und ein paar Regeln durch den Versammlungsleiter, dann die Vorträge der Vorstände, ab 11:55 Uhr die Generaldebatte mit 3 Rednern, kurz nach 13:00 Uhr die Abstimmung und nach einer kurzen Pause zur Auswertung um 13:35 die Verlesung der Abstimmungsergebnisse.

Ronalds Vortrag zum Geschäftsjahr 2018 fing an wie immer mit dem enormen Nachfrageüberhang am Wohnungsmarkt anhand der bekannten Folien aus den veröffentlichten Präsentationen oder dem Conference Call letzten Montag, ging dann aber dazu über zu erklären, woher das überproportionale Wachstum bei den Regionalbanken kommt: Das jahrelange Investieren zahlt sich jetzt aus. Bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben wir die nächsten Jahre die größten Wachstumschancen.

Danach Stephan Gawarecki zum Dr. Klein Privatkundengeschäft, Hans Peter Trampe zur Immobilienplattform: Finanzierungsplattform (Dr. Klein Firmenkunden) und dann noch einmal Stephan Gawarecki zur Versicherungsplattform.

Zum Ausblick erklärte Ronald, daß immer noch sehr viel in Mitarbeiter und Aquisitionen investiert wird. Das schwierige dabei ist die Balance zwischen Investitionen und Ertragswachstum. Das Ziel ist die Kredit-, Immobilien- & Versicherungswirtschaft zu digitalisieren und sich dabei das größte Stück des Kuchens zu holen ohne das prozentual zweistellige Wachstum aus den Augen zu verlieren.

Nicht ernstzunehmende Analysten werden auf der Hypoport Seite nicht aufgeführt.


Der neu zu wählende AR Kandidat hatte Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. Wichtige Info für mich war, daß er schon jahrelang mit Hypoport gearbeitet hat, und daß er inzwischen bei Interhyp ausgeschieden ist.

Die Präsenz wurde mit 72,35% der Stimmrechte angegeben, mit den eingesandten Briefwahlstimmen 72,42%.

Bei der Abstimmung waren es dann 0,02% weniger, die wohl vor der Abstimmung die HV verlassen haben.

Zur Generaldebatte komme ich in meinem nächsten Post, wenn sich kein anderer erbarmt.  

18.05.19 10:48
3

3 Postings, 449 Tage 95ProzentTraderNächster HV-Ort

Hallo Hellshefe,

danke für Deine Mühen! smile

- Die Hauptversammlung einer börsennotierten Firma kann am Firmensitz oder an jedem Ort in Deutschland stattfinden, wo es eine Börse gibt. (theoretisch auch in Stuttgart ;-)

Ich plädiere eindeutig für Stuttgart! cool

 

18.05.19 13:43
1

598 Postings, 1174 Tage El PrimeroNix da

ich bin für Dusseldorf ;-))  

18.05.19 17:10
38

381 Postings, 1550 Tage hellshefeHypo HV 2019 Generaldebatte

In der Diskussionsrunde wurden 2 Wortmeldungen angekündigt. Schlussendlich waren es dann drei Redner. Der 'König von Ariva' durfte den Anfang machen.

An dieser Stelle mein Dank an Netfox und König für das Einsammeln und Sondieren der Fragen, das Vorbereiten und Vortragen der Rede. Das ist nicht selbstverständlich und kostet auch Zeit und Mühe.

König hat das so souverän gemeistert und locker vorgetragen, als ob er das jeden Tag macht. In der Einleitung hat er sich als Teilnehmer aus dem Ariva Forum vorgestellt und die Arbeit und den Erfolg der Firma und ihrer Mitarbeiter gelobt. Dann kam noch ein Absatz, auf den ihr euch schon freuen könnt, denn ich habe ihm das Versprechen abgenommen, daß er den  hier im Forum einstellt, sobald er Zeit dazu hat.

Beim Verlesen der gesammelten Fragen hat er sich entschieden, diejenigen eines gewissen Herrn nicht vorzutragen, da derjenige nicht wirklich zu uns gehört. Ich finde das auch richtig, denn wir sind Teilnehmer eines Diskussionsforums und dieser gewisse Herr diskutiert nicht wirklich, sondern stört nur die Diskussionen der anderen. Sollte er hier mitlesen und seine Fragen beantwortet haben wollen, steht es ihm frei, sich eine Aktie zu kaufen und nächstes Jahr seinen Wissensdurst persönlich auf der HV zu stillen.

Nach dem Fragenkatalog, der dieses Jahr nicht so lang war, hat König sich noch an die versammelte Aktionärsschaft gewandt mit einem Teil seiner Rede von vor 2 Jahren, in dem es darum geht, kühlen Kopf zu bewahren wenn der Aktienkurs Kapriolen macht. Das hätte mit dem Erfolg der Firma und dem Wachstum nichts zu tun.

Der nächste Redebeitrag kam von einem Herrn Winzer von der SDK, der seine Rede in einen nicht sehr glücklichen Gag verpackt hat, bei dem man erst bei der Hälfte seines Vortrags darauf kam, daß  das schon seine Anliegen und Fragen sind. Das ging ungefähr so:

Ich könnte mich jetzt hier hinstellen und die Firma und den Erfolg loben, die Zahlen, die bei der Präsentation schon erwähnt wurden, wiederholen ? ich könnte die Dividendenpolitik kritisieren ? Abschlussprüfer ? ich könnte auch sagen, daß man mit einer Sitzverlegung nicht spielen soll ?

oh Mann, da hab' ich's dann geschnallt, daß das seine Rede ist. Zum Glück war er nach 8 Min. schon durch. Und immerhin hat er sein Bedauern zum Tod des langjährigen AR  Jung-Senssfelder zum Ausdruck gebracht. Die Wahl des neuzuwählenden AR Martin Krebs befand er für gut.

Dann kam noch eine Frau Kügel (Name habe ich so verstanden), freie Finanzierungsberaterin, die sich wohl nicht ganz so toll vorbereitet hat, was man von einem Profi eigentlich erwarten sollte. Die Fragen drehten sich um die FIO Akquisition, Internationalisierung und die Umwandlung der Umsätze aus den Akquisitionen von Lizenzgebühren hin zu Transaktionsgebühren. Bei letzterem hat sie sich etwas verzettelt und ist aus dem Publikum berichtigt worden.

Für die Verteilung der Fragenbeantwortung unter den Vorständen wurde eine kleine Pause gemacht, in der wir uns im Cateringbereich bei einem frischen Kaffee weiter austauschten. An dieser Stelle einen Gruß an den stillen Mitleser, der sich in unsere Runde gesellte und sein Lob für die wertvollen Diskussionen im Board aussprach (außerdem die herzliche Einladung, sich anzumelden und mitzudiskutieren).


Sodele ?, jetzt zum inhaltlichen

Ich erhebe hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit, denn ich bin in der Materie nicht so tief drin wie manch anderer hier an Bord. Ich gehe hier nur stichpunktartig auf die Themen ein, die ich meine verstanden zu haben und an die ich mich erinnere, und bin dankbar für Ergänzungen sowie Berichtigungen.

- Das höhere Potenzial der Erträge kommt allein durch höhere Transaktionsvolumen in der Zukunft, deshalb wird so viel investiert, damit der Marktanteil der Transaktionsvolumen wächst.

- Die angegebene Bestandsprovision auf der Versicherungsplattform von 0,75% ist ein Durchschnittswert, der sich aus einem Mix der verschiedenen Versicherungsarten ergibt (Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung etc. haben verschieden hohe Provisionshöhen)

- Der Standort Sofia ist für Hypoport sehr wertvoll, es gibt dort einen wesentlich breiteren Markt der Softwareentwickler (die auch niedrigere Lohnkosten haben als in Deutschland, was für Hypo aber nicht entscheidend ist). Entscheidend ist die Verfügbarkeit neuer Mitarbeiter.

- IT-Security steckt überall drin, nicht nur in der Software, sondern auch in der Hardware. Das kann nicht in Zahlen ausgewiesen werden.

- Angriffe auf unsere Server passieren tausendfach in jeder Stunde, das sind hauptsächlich Maschinen oder Algorithmen und gehört zum Tagesgeschäft.

- Hypoport ist noch nie gehackt worden

- Die zu bezahlenden Steuern sind in den Ländern, in denen Hypoport Gewinne erwirtschaftet, unterschiedlich hoch. Ein Standort wird aber keinesfalls nach der zu zahlenden Steuerhöhe ausgerichtet, sondern nach der Sinnhaftigkeit bezüglich der Synergieeffekte mit anderen Projekten am Standort.

- Für den zukünftigen HV Ort wurde noch keine Entscheidung getroffen

- HV Termin am Freitag macht Sinn.

- Das zweistellige Wachstum ist weiterhin intakt

- Dr. Klein ist zweistellig gewachsen, da muß aber kräftig investiert werden.


Auf die Frage nach Deutscher Bank und Postbank wurde meines Erachtens mit einem kleinen Seitenhieb geantwortet, sinngemäß etwa:

Die Postbank wurde ja auf die BHW verschmolzen, die wiederum schon länger Kunde bei uns ist. Ob die Deutsche Bank in Zukunft nun die Postbank Software oder Europace nutzt, darüber gibt es keine Infos. Die Deutsche Bank könnte auch sagen, daß sie selbst eine Software entwickelt. :-)

Bislang gibt es darüber noch keine Infos oder Aussagen der Beteiligten. Und wenn dann etwas kommen sollte, hat Europace soviel Vorsprung, daß die anderen enwicklungsmäßig erst einmal Jahre hinterherhecheln würden.

Ich denke, der deutsche Markt hat auch ohne Post- und Deutsche Bank genügend Potenzial für Hypoport. Sollte man die als zusatzliches Bonbon irgendwann als Kunde geschenkt bekommen, umso besser.


Zu den Fragen und Kritikpunkten des SDK'lers gab es folgende Antworten:

Hypoport wird so dezentralisiert geführt, damit die einzelnen Tochtergesellschaften schneller und effektiver auf Marktveränderungen reagieren können, weil sie eigene Entscheidungen treffen und nicht erst oben nachfragen und sich abstimmen müssen.

Akquisitionen werden auf Leistungssynergien und nicht auf Kostensynergien durchgeführt.

Die Sitzverlegung findet nur auf dem Papier statt. Keine Mitarbeiter müssen den Standort wechseln. Es entstehen keinerlei Kosten außer der Umschreibung im Handelsregister (und die kostet im Bereich von 200,- ??).

In Berlin ist ein neues Firmengebäude zum Mieten in Sicht, und man ist immer noch im Dialog mit dem Senat über eine langfristige Lösung.


Zur Beantwortung der Fragen der Finanzierungsberaterin:

Der Versuch im Ausland zu expandieren vor vielen Jahren in Holland war nicht erfolgreich, also hat man das vorläufig aufgegeben. Die deutschen Märkte sind groß genug für Hpoport. Und solange die europäischen Märkte nicht weitgehend harmonisiert sind, ist der Aufwand wegen unterschiedlicher Regularien im Ausland viel zu hoch.

Die Akquisitionen bringen extreme Vorteile sowohl für die institutionellen als auch für deren private Kunden, da die unterschiedlichen Schritte eines Immobilienerwerbs miteinander vernetzt sind. Die Banken können in einem Aufwasch dem Kunden ein Objekt aus einem riesigen Pool anbieten, die Objekte bewerten, die Finanzierung durchrechnen und aus dem riesigen Pool von Finanzierungsangeboten das passende vermitteln. Der Kunde muß nur noch mit einem Partner sprechen und nicht von der Suche nach einem geeigneten Objekt über die Bewertung zur Suche nach einem passenden Finanzierungsangebot rennen.


Der Versammlungsleiter fragte dann, ob damit alle Fragen zur Zufriedenheit beantwortet seien, als ein Zwischenruf aus dem Publikum kam, die Frage nach der Dividendenstrategie sei noch offen (das war aber nicht der SDK Vertreter, den habe ich nur grinsen gesehen). Da holte Ronald noch einmal aus: Unser Ziel ist Wachstum und die Eroberung der Immobilien- und Versicherungsmärkte. Wenn wir die Erträge an die Aktionäre ausschütten, steht es für Investitionen in das Wachstum nicht mehr zur Verfügung. Man könnte die Investitionen zurückfahren, dann würden die Margen nach oben schießen, aber die Eroberung der Märkte würde stagnieren. Und wir wollen den gesamten Markt.


Danach wurde dann abgestimmt und nach einer 10minütigen Pause die Abstimmungsergebnisse verlesen. Neu dabei war, wenn es keine Einwände von den anwesenden Aktionären gibt, kann die Verkündung der Abstimmungsergebnisse auf das Notwendigste beschränkt werden, nämlich ob der Beschluss über den entsprechenden Tagesordnungspunkt mit der erforderlichen Mehrheit angenommen oder abgelehnt wurde. Das erspart eine Menge Zeit, da nicht zu jedem TOP die genauen Stimmzahlen für und gegen aus den insgesamt anwesenden Stimmrechten verlesen werden. Für Interessierte gibt es die genauen Zahlen auf der Hypoport Internetseite.

Alle Beschlussanträge der Tagesordnung wurden mit der erforderlichen Mehrheit angenommen


Ende der offiziellen Hauptversammlung 2019

 

18.05.19 18:34
9

181 Postings, 1522 Tage finne11hellshefe

vielen lieben  Dank für deine tollen Berichte. Nach dem Lesen deiner zahlreichen Zeilen habe ich praktisch das Gefühl selbst auf der HV gewesen zu sein.
Besten Dank natürlich auch an König, Netfox und MBerlin, für euren tollen Einsatz.
Jungs, ihr seid echt spitze.  

19.05.19 11:08
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8254 Postings, 5601 Tage WalesharkNur am Rande...

Börse-Online hat Hypoport in sein Wikifolio Depot aufgenommen.  

19.05.19 12:05
1

120 Postings, 256 Tage Hein_Blödwo ich es...

... gerade nochmal lese... dieser Herr Winzer von der SDK... das klingt ja schon ein bisschen schräg... schönen Sonntag noch  

19.05.19 15:31
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381 Postings, 1550 Tage hellshefeHypoport 2019 HV Aftertalk

Zunächst einmal danke für eure zahlreichen Interessensbekundungen. Die füllen nicht nur mein Sternchenkonto, vielmehr zeigen sie mir daß ich mit den vielen Zeilen wirklich etwas ans Forum zuückgeben kann für alle, die aus persönlichen Gründen nicht selbst zur HV kommen können. Auch wenn die Berichte noch so detailliert sind, ersetzen sie niemals die eigene Teilnahme vor Ort. Der persönliche Kontakt mit den Arivanern sowie den Vorständen und neuerdings auch Mitarbeitern macht es mir leicht, die Reise nach Berlin anzutreten.


Der Auftritt des Aktionärsschützers war wirklich ein bischen schräg, aber da habe ich schon ganz andere skurrile Gags erlebt. Trotzdem ging Ronald bei seiner Antwort darauf ein mit den Worten ?Ich könnte ja Frage die beantworten ...? was natürlich mit Lachen aus dem Publikum belohnt wurde.

Der HV Aftertalk 2016 im Ramada Hotel ist mir noch sehr prägnant in Erinnerung, weil da wirklich  ca. 15 Leute in einem großen Kreis standen und Hypoport Themen diskutierten. Die letzten 2 Jahre im Radisson Blue im Erdgeschoss war der Platz dafür gar nicht vorhanden, weil überall kleine Stehtische rumstanden, an denen nur 4-5 Personen Platz finden. Dieses Jahr im 7. Stock des Radisson gab es zumindest einen großen Stehtisch, an den sich 8 bis 10 Leute quetschen können. Wie geschaffen für den Aftertalk. Da die HV aber am Stück durchgezogen wurde, fand gleichzeitig das Mittagessen statt. D.h. wenn man sich noch eine Portion des leckeren Butterfisches geholt hat, war meistens der Platz am Tisch schon wieder besetzt. Ich hatte dann ein gutes Gespräch mit MBerlin an dem kleinen Tisch daneben, während die restlichen Arivaner, 2 andere Aktionäre mit Ronald (Scheff cool), Jan Pahl (Investor Relations Manager) und Christian Würdemann (Head of Group Operations) am großen Tisch standen. Somit habe ich davon nicht viel mitbekommen. Da kann einer der anderen vielleicht noch dazu posten.

Als dann am großen Tisch wieder Plätze frei wurden, sind wir rüber. Ronald war gerade in einem Gespräch mit einem, den ich die Jahre zuvor schon gesehen hatte. Es ging um Feinheiten in der holagratischen Unternehmensführung, nicht deutschsprachige Softwareentwickler und ähnliches. Auch durch die vertraute Art und Weise wie die beiden miteinander sprachen, war ich sicher daß das ein Hypoport Mitarbeiter ist. Nachdem Ronald den Tisch verlassen hatte, habe ich den Mitarbeiter natürlich darauf angesprochen und es entwickelte sich ein sehr interessantes Gespräch mit einem Softwareentwickler von Hypoport.


Der Rest der Ariva Gang ist danach zu viert in die nächste Kneipe umgezogen, um bei einem 'normalen Weizen' wink  die HV Afterparty zu zelebrieren. Da wurden dann einige Dinge der HV sowie andere Aktienthemen in gemütlicher Runde noch einmal diskutiert.

Fazit: Ich habe von der HV wieder sehr viel mitgenommen und freue mich schon auf nächstes Jahr.

P.S.  Ich hoffe, daß ich denjenigen die noch nie auf einer Hypoport HV waren, den Geschmack darauf versüßt habe und bin gespannt auf jedes neue Gesicht aus unseren Reihen.

Schönen Sonntag

Hellshefe

 

19.05.19 21:28
1

1504 Postings, 5189 Tage langen1Herzlichen Dank auch von mir.

Irgendwann komm ich da auch mal hin.
Ist aber sehr weit..


Aber ich habe ja noch Zeit, da ich nicht vorhabe auch
nur ein Stück zu verkaufen....  :-)  

19.05.19 22:31
1

464 Postings, 1042 Tage GaaryHypoport

Tolle Eindrücke, vielen Dank!

"P.S.  Ich hoffe, daß ich denjenigen die noch nie auf einer Hypoport HV waren, den Geschmack darauf versüßt habe und bin gespannt auf jedes neue Gesicht aus unseren Reihen."

Auf jeden Fall! Ich hatte es dieses Jahr eigentlich vor auf meine erste Hypoport HV zu fahren, aber da kam was dazwischen. Nachdem ich alle eure Berichte gelesen habe, werde ich das nächstes Jahr unbedingt hin.  

20.05.19 09:29

1927 Postings, 643 Tage CoshaThanks a lot

kannst du dich erinnern, ob zum Hintergrund des Finconomy Invests gefragt (und entsprechend geantwortet) wurde ?

p.s.
hatte übrigens verlauten lassen das ich mich auf die spannenden Fragen der Aktionäre aus dem ARIVA Board freue, was dem Ehepaar Slabke gefallen hatte...
ARIVA genießt da auf Grund der Spendenaktion und der regen HV  Beteiligung offensichtlich einen guten Ruf.  

20.05.19 10:35

37 Postings, 2027 Tage küstenbewohnerAuch von mir

vielen Dank an alle, die von der HV bisher berichtet haben/noch werden bzw. sich Rund um die Fragen gekümmert haben.
Ich hoffe ja im nächsten Jahr auf Lübeck, aber vllt. würde ich auch Berlin hinbekommen...
Also Danke nochmals und weiter so Hypo + Thread-User :-)  

20.05.19 15:40

193 Postings, 372 Tage Der_SchakalHypoport ist DAS Flaggschiff

in meinem Depot, und ich denke, dass das auch noch lange so bleiben wird.... auf einer HV wird man mich indes nie sehen. :)  

20.05.19 15:55

71 Postings, 2397 Tage TirolerBubHV-Teilnahme

Ich hatte schon dieses Jahr vor an der HV teilzunehmen. Aber mittwochs am gefühlt anderen Ende von Deutschland war mir zu viel Aufwand. Ich bin ebenfalls für Stuttgart als Austragungsort ;-).  Für nächstes Jahr nehme ich mir es wieder vor und hoffe zumindest darauf, dass die HV an einem Freitag stattfindet.  Auf jeden Fall vielen Dank an die zahlreichen und sehr umfangreichen Beiträge zur HV!  

20.05.19 20:42
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644 Postings, 6916 Tage königHintergrund Finconomy Investment

Da sich einen Tag vor der HV leider meine Festplatte verabschiedete, kann ich mich leider erst jetzt zurückmelden.
Wie schon geschrieben wurde, hat sich der HV-Besuch auch für mich, wie jedesmal davor, erneut gelohnt.
Mit dem Unternehmen auf Tuchfühlung zu gehen , die jeweiligen Protagonisten hautnah zu erleben und Fragen volksnah und vorbehaltlos beantwortet zu bekommen, ist immer wieder aufschlussreich und wegweisend. Und der langfristige Weg von Hypoport ist klar Richtung Norden ausgerichtet, auch wenn es sicher gelegentlich mal wieder monatelang anders ausschauen mag.
Diese Woche habe ich kaum Zeit, aber Coshas Frage beantworte ich gerne mal vorab:

Frage: Hypoport hat still und leise die Beteiligung an der Finconomy AG München auf 25 % aufgestockt.
Was war das Motiv und warum zu diesem Zeitpunkt ?
Inwieweit werden Hypoport und seine Aktionäre von künftigen Exits der finconomy durch direkte Erlöse profitieren ?
Wird es als ausschließlich strategisches Invest gesehen, worin bestehen dann die Vorteile für Hypoport mit der erhöhung der Beteiligung ?
Sieht Hypoport in der finconomy einen möglichen Konkurrenten, möchte man evtl. Produkte oder das ganze Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt übernehmen ?  

Antwort Roland (sinngemäß):
Unser Ziel war von Anfang an, die Beteiligung bei der Finconomy auf 25% aufzustocken.
Die Beteiligung ist vorwiegend strategischer Art.
Hypoport hat ganz langfristig die Fondsbranche ins Visier genommen
(Beuteschema: wieder ein riesiger Markt, noch völlig zersplittert und ebenfalls mit dem Wunsch und der Bereitschaft  langfristig konsolidiert zu werden)
Da Finconomy sich mit innovativen Geldanlageprojekten in diesen Bereichen sehr intensiv beschäftigt, könnte Hypoport über diese Beteiligung in 5-10 Jahren möglicherweise eine weitere Plattform für sämtliche Fondstransaktionen starten. Momentan wolle man die Entwicklungen jedoch einfach nur über Finconomy beobachten, da Hypoport schon  mehr als genug mit der Ernte der tief hängenden Früchte zu tun hat.
Ronald´s Statement wirkte auf mich persönlich weniger wie eine visionäre Zukunftsvision, sondern mehr so als ob er für einen winzigen Augenblick uns einen klitzekleinen Einblick in eines der weiteren Kapitel vom Logbuch  geben wollte....  

20.05.19 22:44
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1797 Postings, 7105 Tage NetfoxSo-

Urlaub vorbei frownErsten Arbeitstag geschafftlaugthingZeit für ein paar Ergänzungen zur HVwink

Die Vor-und Nach-HV-Meetings waren klein, fein und können gerne noch länger so sein. Auch wenn bei uns jeder willkommen ist, ein,zwei, drei oder mehr helle Hefen oder Weinschorlen zu leeren. Wenn es aber so weitergeht mit der HV-Präsenz, dann werden wohl doch erst meine Enkel ein "Berkshire-Like-Meeting" abfeiern können. Slabke hat ja auch noch über 40 Jahre bis er Buffetts Alter hat. Bis dahin kann er sicherlich noch ein paar neue Aktionäre überzeugen.

Erst noch einmal vielen Dank an Dich König, dass ich diesmal ganz entspannt im Publikum sitzen und deinem eloquent, amüsanten Vortrag zuhören durfte. Der Nachteil war, dass ich mich mit den gestellten Fragen nicht ganz so intensiv befasst habe wie im letzten Jahr.innocent Und ich entsprechend auch nur die Antworten auf Fragen behalten habe, die mich besonders interessierten.                 z.B. auf diese Frage von Cosha:

"Die Value AG will sich nach eigenen Worten zunächst stabilisieren und ausrichten, dann das vorhandene Potential skalieren und schließlich in Wachstum investieren.
Welchen zeitlichen Rahmen hat man sich konkret für diese Schritte gestellt.
Was rechnet sich Hypoport kurz-,mittel und langfristig aus in Bezug auf Umsatz und Ergebnis ?"         
Da hat Slabke etwas ausgeholt, ohne sich konkret auf den zeitlichen Rahmen festzulegen.          An Europace seien aktuell über 600 Banken und Sparkassen angebunden, weit über 1000 Institute gäbe es. Die Banken gäben pro Jahr ca 1 Milliarde ? allein für Immobilienbewertungen aus - Hypoport könne das günstiger und es werde allein im Bereich der Bewertung langfristig ein Umsatzpotential von 200Mio? möglich.(Zum Vergleich: 2018 hatte der Gesamtkonzern Hypoport gerade einmal 266 Mio Umsatz!)                                                                                                   

Jetzt meine Meinung:  

Der Masterplan ist es bekanntlich, für die Immobilienbranche sämtliche Bereiche abzudecken und sämtliche Beteiligte zu vernetzen.  Das Angebot richtet sich mit FIO (der "kleinen Hypoport")  auch an Makler und Immobilienverwalter siehe unter https://www.fio.de/

Aus der Q1-Präsentation (siehe Hypoport-Homepage): "  6 der TOP10 Immobilienmakler in Deutschland nutzen FIO." und "Technische Integration der Plattformen von EUROPACE und FIO Vermarktung begann in 2018 und setzt sich 2019ff. fort"

Wenn ein Institut/Makler/Verwalter an Europace angebunden ist, wird er mittel- und langfristig alle für ihn interessanten Angebote nutzen, weil sie im Hypoportnetz schneller und vor allem günstiger zu bekommen sind als außerhalb.

Ganz egal, ob gemietet,vermietet,verwaltet,verglichen,verkauft oder gekauft wird, ob die Zinsen hoch oder niedrig sind, ob sie steigen oder fallen - ALLES, was nur im Entferntesten mit Immobilien zu tun hat, wird irgendwann über Hypoports Plattformen laufen. Um das gesamte Potenzial komplett auszuschöpfen, vergehen sicherlich noch einige Jahre und Deutschland reicht vorerst noch lange aus. Wen interessiert bei Hypoports Geschäftsmodell eigentlich, ob die deutschen oder internationalen Börsen gerade mal in Turbulenzen sind?

Habe ich noch was vergessen?

Ach ja, den Nebenschauplatz Versicherungsplattform...wink

 

20.05.19 23:08

1927 Postings, 643 Tage CoshaNoch mal: Herzlichen Dank !

Allen die dort waren und die Mühe nicht gescheut haben die Fragen zu stellen und hier die Antworten sowie ihre Eindrücke und weitere Informationen zu veröffentlichen.

Was speziell meine 3 Fragen angeht bin ich mit den Antworten vollumfänglich zufrieden und in Bezug auf Finconomy deckt sich das mit meinen Spekulationen.  

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